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Erneuerbare Energien – der Sündenbock der Kohle- und Atomlobby - Die Strompreislüge

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Beiträge (82 )
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    Looki schrieb am 13.04.2012 um 16:48
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    @Stephan Rieping




    Ja, das Klima ist ein Abstraktum, wie z. B. die Geschichte, mann kann beides nicht anfassen! Wieso kann man „immerhin“ die Umwelt schützen - was soll diese Floskel? Wir müssen sie schützen, da uns die Umweltprobleme „unter den Nägeln brennen“ - nicht irgendwelche imaginären „Klimaschutzprobleme“!



    An Deinen Äußerungen merke ich, dass Du Dich generell mit meteorologischen und klimatologischen Begriffen und Zusammenhänge auseinandersetzen solltest. Ich bin da gern behilflich. So bringt Prof.. Wolfram Mauser der Uni München einen wunderbaren Vortrag im Netz:



    „Einführung in die Klimatologie“

    http://www.geographie.uni-muenchen.de/internetvorlesung/klimatologie/kl_hauptseite.htm



    Auch dieser Vortrag von E.- G. Beck, „Der Wasserplanet“ ist sehr übersichtlich und so gehalten, dass er auch von Schülern verstanden wird:

    http://www.biokurs.de/treibhaus/



    Wir haben seit Millionen Jahren auf der Erde Klimaschwankungen. Das ist was ganz nornales, da es auf Grund der Dynamik des Wetters kein konstantes Klima gibt. Zeitweise gab es auch Klimaänderungen wie z. B.von einer Warmzeit zu einer Kaltzeit und umgekehrt Der Unterschied zur „normalen“ Klimaschwankung, gibt es bei Klimaänderungen eine Wechsel der Klimazone! Mich würde interessieren in welchen Gebieten der Erde sich die Klimazone geändert hat? Die Globaltemperatur sagt darüber nichts aus, denn sie ist nur ein Konstrukt aus Messwerten, Interpolationen und Berechnungen! Auf d er Erde gibt es immer Regionen der Abkühlung und der Erwärmung. So kühlt z. Z. die südliche Hemisphäre ab – besonders die Antarktis. Bestimmte Polarregionen hatten bis vor einigen Jahren , besonders im Winter eine „Erwärmung“ um fast 10° C, so dass die arktische Mitteltemperatur bis auf – 34° C „stieg“! Zur Zeit stagniert der Temperaturanstieg, dass wird aber von den Apologeten des „Klimawandels“ schamhaft verschwiegen. Die Münchner Rück ist eine Versicherung und kein meteorologisches Institut, auch sie haben kein Zaubermittel um die NAO und dieGroßwetterlagen zu beeinflussen, die unserer Wetter bestimmen!

    Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Kohlendioxidaustoß und Erderwärmung, dass weß jeder

    einigermaßen intelligente Meteorologe. Wer etwas anderes behauptet verdreht geophysikalische Fakten und Erkenntnisse. An welchem Hebel willst Du eigentlich drehen, wenn der Mensch nur ca. 2 % der gesamtenn CO2-Emissionen einträgt.



    Die Bodenausgasungen der Pedosphäre (Bodendecke mit den Mikroorganismen und Insekten) sind biologischen Ursprungs und betragen pro Jahr 109 Gt – in jedem Hektar Boden wird pro Stunde 3...5 kg CO2 produziert. Kurz vor Sonnenaufgang kann daher der CO2-Gehalt der Bodenluft bis zu 5 % betragen. Die Ausgasungen der Weltmeere mit 90 Gt und den Bodenausgasungen mit insgesamt ca. 200 Gt (ca. 97 %) sind weit größer als alle menschlichen Emissionen durch Industrie, Technik und Brandrodung mit ca. 6 Gt (ca. 1 %). Die Exhalationen des Vulkanismus aus der Lithosphäre (obere Gesteinsschale) mit ca. 1.300 tätigen Vulkanen und unzähligen weiteren CO2-Quellen zu Lande und unter Wasser (submarin) ist nicht bekannt und wird geschätzt. Dabei liegen diese Schätzwerte zwischen 1,5 … 10 Gt Kohlenstoff (ca. 2 %) , diese werden primär durch die Aktivität des Vulkanismus bestimmt. Durch die Plattentektonik schieben sich die Platten in den Subduktionszonen untereinander, dabei werden die untertauchenden Platten vom Magma aufgeschmolzen und dass darin enthaltene CO2 gelöst. Bei Vulkanausbrüchen oder anderen vulkanischen Quellen wird das CO2 in der Atmosphäre freigesetzt – die Exhalationen können bis zu 40 % CO2 enthalten.



    CO2 ist weder ein Luftschadstoff, noch ein „Klimakiller“! CO2 benötigen die Pflanzen als Grundstoff für die Photosynthese, um mit Sonnenlicht aus Wasser und Chlorophyll Fruchtzucker, Stärke und Zellulose zu bilden. Dabei setzen die Pflanzen Sauerstoff und Wasser frei! Ein höherer CO2-Gehalt in der Luft bedeutet besseres Wachstum und höhere Ernten:

    Die Formel lautet: 6CO2 + 12H2O --> C6H12O6 + 6O2 + 6H2OCO2 ist das Lebensgas - ohne CO²2keine Pflanzen und Biomasse, ohne Pflanzen und Biomasse keine Nahrung, ohne Nahrung keine Tiere und Menschen! Ohne CO2 KEIN Sauerstoff!

    Hioer noch ein Vortrag von Prof. Hebert, der TU Bergakademie Freiberg, Physikalisches Institut

    Kohlenstoffdioxid - Lebenselexier oder Klimakiller

    http://tu-freiberg.de/fakult2/angph/forschung/hb/hb_kohlendioxid.pdf

    Die Temperatur in der Troposphäre wird primär duch die Sonnenenergie und das Wasser in der Troposphäre „gesteuert“! Dort befinden sich ca. 13.600 Gt Wasser ( in allen drei Aggregatzuständen), aber NUR 2.300 Gt CO2 - Wasser hat eine spezifische Wärmekapazität von 4,182 kJ/(kg K) und CO2 NUR von 0,841 kJ/(kg K). Um einen Kubikmeter Wasser zu berdunsten werden 700 kWh benötigt, jetzt kann man sich ausrechnen, welche latente Wärmeenergie durch das Wasser in der Troposphäre gespeichert ist!

    Nicht das CO2, sondern der Wasserkreislauf ist der Antreiber der Dynamik des Wetters, auch kosmische Strahlung bestimmt unser Klima. Dazu ein Vortrag von Prof. Dr. Jan Veizer, Ruhr-Uni Bochum:

    http://www.pm.ruhr-uni-bochum.de/pm2003/msg00202.htm

    lukita schrieb am 13.04.2012 um 17:24
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    Zum Klimawandel gibt's hier schon reichlich Infos:

    http://www.utopia.de/magazin/klimawandel-ein-grosser-irrtum-wahrheit-glaube-pragmatismus-klimaluege-klimaleugner?all

    http://www.utopia.de/gruppen/politik-gesellschaft-93/diskussion/klimawandel-menschengemachte-erwaermung-und-182679

    Und geht es in diesem Thread hier nicht eigentlich um Erneuerbare Energien?

    Stephan Rieping schrieb am 13.04.2012 um 18:12
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    Boa der Looki ist außer Elektriker auch noch Diplom-Meteorologe, Geophysiker, Biochemiker und Diplom-Pädagoge und Philosoph. Da kann ich mit meinem Jodeldiplom nicht mithalten. Ich geb auf!

    Richard-Burgenlandler schrieb am 13.04.2012 um 22:22
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    Jetzt seits nicht so happig, der looki wird vieleicht auch noch darauf kommen das es in der abstrakten Geschichte Vordenker gegeben hat, die sich einen Dreck um indoktriniertes Wissen geschert haben und neue Wege gesucht und auch gefunden haben. Sonst wäre ja die Welt noch immer eine Scheibe.
    Und Pädagoge kann er nicht sein, denn irgendwo hat er die ziemlich verunglimpft, das wäre ja eine Beleidigung für ihn. Es sei denn, dass er Lehrer nicht zu den Pädagogen zählt.
    Aja und das mit der Scheibe ist auch noch nicht so eindeutig, nur weil keiner hinuntergefallen ist heißt das noch lange nichts.
    Ich weiß der Kommentar ist weder Hilfreich noch konstruktiv, aber die lustige Diskussion hat mich dazu verleitet.

    Looki schrieb am 13.04.2012 um 23:29
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    @Stephan Rieping

    Na, da hast'e Dich aber elegant aus der Affäre gezogen, um nicht fachlich auf meinen letzen Beitrag eingehen zu müssen! Sicherlich hat Wissen noch nie geschadet, aber zu viel der Ehre. Ich bin nur gelernter Elektro-Monteur mit FHS-Abschkuß als Fachingenieur für betriebliche Energieversorgung, und rationelle Energieanwendung, Bereich Energieeffizienz und Energieverbrauchsnormen. Nach der Wende habe ich als Projektentwickler für dezentrale Energieversorgungssystme, alternative Antriebskonzepte für Solarboote und E-Mobile sowie Pflanzenölmotortechnologie gearbeitet. Die letzen acht Jahre war ich Leiter einer öffentlichen Energie- und Bauberatung und war als Fachjournalist tätig - mehr nicht! *grins*

    Seit 1995 recherchiere ich im Bereich Meteorologie und Klimatologie und z. Z. schreibe ich an einem Buch! Ich bin weder Diplom-Meteorologe, noch Geophysiker, Biochemiker oder Diplom-Pädagoge. Zum Philosophen bin ich erst geworden, als ich nach der Klimakonferenz 1995 in Berlin meine Ansichten über Klima und CO² drastisch geändert habe, weil mich die Unwissenheit und Gutgläubigkeit der Menschen verwunderte. Zudem ich noch permanenten undi teilweise sogar aggressiven Angiffen, ob meiner nicht dem Klima-Mainstream folgenden Meinung, ausgesetzt war und bin!

    Ich hoffe, das reicht! *lol*

    "Das Schlimmste an den meisten Menschen ist nicht ihre Unwissenheit, sondern daß sie so vieles wissen, was gar nicht stimmt". (Bertolt Brecht - deutscher Dramatiker, 1898 - 1956)

    "Es ist weitaus besser, etwas über alles zu wissen, als alles über eine Sache zu wissen. Universalität ist am besten." (Blaise Pascal - franz. Mathematiker, Physiker, Literat und Philosoph)

    Looki schrieb am 14.04.2012 um 00:22
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    Nachtrag:

    Meine Güte, im Alter wird man doch vergeßlich: Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass ich in den Jahren von 1996 - 1999 das Solar-Shuttle Meckmobil, Elektro-Autos (VW Citystromer; Citroen Electrique SAXO und AX) sowwie den Elektroroller Peugot (18 Monate Test) und auf dem Wasser die Solarboote Suncat 12 und 21 der MSK aus Köpenick über drei Jahre getestet habe!

    Ach so, dann habe ich noch an einem Solarhaus mitgewirkt, dass mit einem sehr umweltverträglichen Baustoff, dem Holzbetonstein errichtet wurde und zu zwei Dritteln solarthermisch beheizt wird. Auf Mallorca habe ich an einem Projekt gearbeitet, in dem eine Finca elektrisch völlig autark mit Solar- und Windstrom sowie einem Notstromaggregat versorgt wird. Punktuelle Solarprojektlösungen sind möglich!

    Meckmobil
    http://www.solarzentrum-mv.de/preview/fotonachlese/2011/Meckmobil/_Start.htm

    Solarboote
    http://www.solarpolis.de/Archiv/Seiten/boot.htm


    Ich bitte für meine Unaufmerksamkeit um Entschuldigung! ;-)

    Robinson schrieb am 14.04.2012 um 09:37
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    @lutz.nuechter

    Für den Kontext:
    "Nun gut, in einem gebe ich @Robinson recht, diese Diskussion gab es schon vor 10 Jahren und auch vor 10 Jahren wurde über alternative Energiegewinnungsmethoden nachgedacht. Nicht recht gebe ich ihm, dass dieses Thema nicht aktuell sei. Es ist wohl aktuell. Man sollte darüber nachdenken, nicht gähnen. Ich wiederhole mich nicht gerne, aber wer garantiert mir, wenn ich bei einem Stromversorger mit erneuerbarer Energie vertraglich gebunden bin, auch selbige Energie erhalte? Strom ist Strom, der wird in Volt und Watt gemessen, sein Widerstand in Ohm, egal ob er aus einem Atomkraftwerk kommt oder von einem Windrad. Mir kann niemand erzählen, dass der sogenannte "Ökostrrom" auch ein solcher ist. Er könnte gar ein Strom, sogenannter "Mischstrom" sein, der teils von Windräder oder Kohle- bzw. Atomkraftwerk kommt.

    Strom ist nicht zu trennen, wie zum Beispiel Butter in den Auslagen eines Supermarktes, wo man da noch eventuell Ökobutter von normaler Butter trennen kann und ob das wirklich Öko ist, wage ich zu bezweifeln.

    Man versucht die Leute für dumm zu verkaufen, um so an erhöhte Stromabrechnungsgelder zu kommen."

    Erstens: Stromseemodell
    Das Stromseemodell wird bei allen Ökostromanbietern transparent gemacht, kein Kunde in Deutschland - ausser von einer Inselanlage - bekommt "physisch" 100 % Ökostrom aus der Steckdose. Physikalisch bedeutet hier nicht die Grundlage eines physikalischen Zusammenzuhanges, sondern dass die Wirkungskette von Stromerzeugung zur nutzbringenden Entnahme sichtbar geschlossen ist. Im Stromseemodell ist sie in dieser Kette zwar nicht sichtbar, aber unbestritten vorhanden. Produktion bzw. Geld für Produktion > Strom.
    Zur Vernanschaulichung des Stromsees nochmal eine Grafik:
    http://www.verivox.de/ratgeber/oekostrom-27748.aspx

    Zweitens: Produktion und Energiewende
    Jeder, der echten Ökostrom kauft, bekommt 100% Ökostrom, über den Stromsee geliefert.

    Wie du selber richtig sagst, die Elektronen, die aus der Steckdose fließen, sind weder grün noch gelb noch schwarz, ihnen haften weder der Geruch von Luft, Wasser oder Sonne an, trotzdem habe ich als Verbraucher die Garantie, dass mein Geld in die ÖkostromPRODUKTION zurückfließt. Als Ökostrom-Kunde kaufe ich 100% Ökostrom, den ich dankenswerterweise nicht mit Schubkarren nach Hause fahren muss, sondern bequem dem Stromsee entnehmen darf.

    Jeder Euro für Ökostrom geht nicht in die Atomstrom-Produktion. Dieses Kriterium reicht geschätzt 90 Prozent der Ökostrom-Kunden für die Entscheidung aus, nämlich eine Energiewende zu finanzieren, weg vom Atommüll und der Kohlekraft. Jeder Euro in echten Ökostrom geht nicht an die Konzerne, die AKWs und Kohlekraftwerke betreiben, diese haben Ausfälle von Einnahmen, ihnen brechen Kunden weg, sie können ihren Strom nicht mehr in Deutschland verkaufen, lieferten in der Vergangenheit große Mengen ins benachbarte Ausland, gegenwärtig nach Abschaltung einiger AKWS, meines Wissens, ist die Netto-Bilanz eher in Richtung "Durchleitung" zu interpretieren.

    Drittens: Alternative Eigenproduktion
    Wer vom eigenen Hausdach aus oder vom eigener Windkraftanlage etc. lokal den Eigenbedarf deckt, kann ggf. "physisch" (siehe oben) Ökostrom aus der Steckdose beziehen und alles an Überprodukton darüber hinaus, in das Stromnetz einleiten.

    Jetzt fragt der Schlaue, wie weit reicht mein selbst produzierter Ökostrom lokal "hinein", bis zum Nachbarn, bis an die Strassenkreuzung, mache ich "mein Dorf" mit etwas Ökostrom grüner ?

    Ich behaupte, ein Dorf, eine Region ist hinsichtlich Ökostrom so grün, wie es Geld dafür ausgibt, wie Gelder in die Produktion insgesamt fließen. Eine Stadt mit 50% Ökostromkunden ist grüner als ein Dorf mit 90% Ökostromkunden. Verstehbar nur, wenn man die Mengenbetrachtung einbezieht. Und um Mengen geht es beim Ökostrom.

    Viertens: Stromsparen beim Ökostrom vs. Stromsparen mit Atomstrom
    Darüber wurden viele Diskussionen geführt, muss man noch mit Ökostrom sparen, die Produktion ist doch sauber, es entsteht kein Atommüll. Aber es entsteht eine Last im Netz, die gemanagt werden muss. Wie auf Produktionsseite, können wir unbegrenzt Strom aus regenerativen Quellen in das bestehende Stromnetz einleiten ? Das war man Ausgangspunkt dieses Gruppen-Themas.

    Nein, leider haben wir noch keinen Kreislauf, der bis zur Sonne hochreicht, mit Zugriff für (unsere Existenz betreffend) unendlichen Speichermöglichkeiten. Auf dem Planeten Erde produzieren wir Strom/Energie nach Bedarf. Schalten AKWs und Windräder ab, wenn das Netz akut keinen Bedarf hat.

    Das Phänomen Energiewende geht viel weiter in seinen Anforderungen, irgendwie den Bedarf alternativ/grüner zu decken. Sie bedeutet u.a. Einsparung von Verlusten in Produktion, Transport und Verbrauch, sie bedeutet Schritte in Unabhängigkeit von endlichen, nicht erneuerbaren Quellen. Im Sinne einer Zukunftssicherung für nachfolgende Generationen, die diese endlichen, nicht erneuerbaren Rohstoffe mit Sicherheit anders auswerten können als wir es heute tun, sie schlicht zu verbrennen, ob Kohle, Gas, Öl, Uran ... statt auf die vorhandenen erneuerbaren Energien umzurüsten. Die Technologie dazu ist fertig, muss nicht erfunden werden, sie ist praktikabel. Sie hat Nebeneffekte, um die mancher Kritiker einen Popanz aufführt, als seien diese Nebeneffekte der Niedergang des Abendlandes.

    Fünftens: zur allgemeinen Erheiterung, damit ich endlich den Zeigefinger runternehmen kann
    Jedes Elektron ist 100% Recycling. In menschlichen Maßstäben gemessen, ist de Menge an Elektronen planetar konstant. Der Strom daraus ist so grün, wie er nur sein kann. Demnach ist jeder Steckdosenstrom "ökologisch", im Kreislauf befindlich, möchte man meinen.

    In die Stoffwandelprozesse für die Elektronenverwendung, Weiterleitung und Nutzbarmachung greifen wir massiv ein. Wir spalten Uran um über die Wärmeprozesse Gasturbinen anzutreiben, die erst Strom erzeugen und dann über massive Verluste landesweit transportieren. In jeder Phase eines dieser Prozesse wird Material aufgewendet, entstehen neue Stoffe, werden Materialien verschlissen, entsteht ungenutzte Wärme, entsteht "Abfall" ... was wir unter einem Maß an Effektivität, Effizienz und ökologischen Sinn und Unsinn bewerten.

    Heute, in der Gegenwart, entscheiden wir über den Fluß der Elektronen und den ökologischen Randnotizen dieses menschengemachten Flusses in einer rationalen oder irrationlen Art und Weise. Und manche Disputanten bringen es fertig, beide Aspekte zu vermischen.

    "Versorgungssicherheit" ist so ein Begriff. Er suggeriert "Sicherheit", meint aber ungehinderte Massenproduktion an ökologische schädlichen Stoffprozessen wie gesundheitsgefährdende Strahlung für Mensch, Tier und Pflanze. Auf hunderttausende Jahre. Da wird es irrational, unabsehbar, unkontrollierbar, unvertretbar im Bewusstsein, dass wir alle Bewohner dieses einen Planeten sind und nicht runterkönnen. Wenn uns der Boden zu heiß wird.

    Eine zukünftige Menschheit mit anderen Technologien mag sich anders entscheiden. Eine Menschheit, die die Raumfahrt und alternative Planeten bereits kultiviert hätte, würde sich wiederum anders entscheiden, vielleicht den Planeten Erde als einmaligen Park für Urlaubsbesuche anlegen und sämtliche Tierarten erhalten.

    Wir zerstören gegenwärtig, auch über Bio- wie Öko-Scheinargumente (siehe Palmöl) unwiederbringlich unsere Flora und Fauna. Gefährden damit unser Klima, unsere Ressourcen, unsere Gesundheit, unsere Zukunft.

    Um Zukunft geht es, können Elektronen und der Produktionsprozess dieser winzig kleinen Elektronen Einfluß auf unsere Zukunft haben ? Manche Zeitgenossen denken eher in Einheiten von Atommüll-Fässern. In Megatonnen und Megawatt, so grobschlächtig kann man elementare Prozesse auch verstehen, was ich dennoch nicht gutheißen muss.

    Fängt der Mensch bei sich selber an, reicht es in Kilowatt zu denken, was ich dafür ausgeben muss, wie ich diese Kilowattstunde sinnvoll in meinen Leben einsetzen kann. Ob mir 5 Euro im Monat der Beitrag zu einer Energiewende wert ist. In der Gewissheit, dass in 50 Jahren nur noch Steinzeit-Gesellschaften wertvollste Ressourcen statt für eine Hochtechnologie zu nutzen, in Verbrennungsbehälter füllen und abfackeln.

    Unser Energieverbrauch ist zu hoch, deshalb schimpfen wir uns Hochkultur. Wir verbrauchen zu viel Erden-Einheiten. Auf Kosten anderer Kulturen, die sich in Entwicklung befinden und uns als Vorbild nehmen, für Wohlstand, Gerechtigkeit und ökologisch sinnvolle Technologie. Es wird Zeit, dass wir Ernst machen mit der übertragenen Verantwortung. Gerne würde ich alle deutschen Ingenieure an der Spitze solche einer Bewegung sehen, ungeachtet der Herkunft, der Kultur, der politischen Gesinnung, der Religion, um unseren Planeten naturfreundlich zu gestalten. Der Begriff "Umwelt" wird von vielen noch als technische Ressource für Wirtschaftsprozesse verstanden. Eine effektive Wirtschaft ohne Menschen (ausgestorben) wäre zwar für die Natur und den Planeten selbst eine gute Entwicklung. Etwas Eigennutz ist am Ende vermutlich doch angebracht.

    lutz.nuechter schrieb am 14.04.2012 um 14:03
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    Ausgehend von Robinsons Beitrag möchte ich hier darlegen, dass es ja nicht darum geht: "Wie grün ist meine Gesinnung im Kaufverhalten des Stromes?" und "Bin ich ein guter Mensch, wenn ich mich grün verhalte." Was ist erneuerbare Energie eigentlich? Wenn man dieses Wort richtig definiert, ist es Energie, die man erneuern kann, würde man meinen. Genauer gesagt meint man, dass man Abfallprodukte aus der Energiegewinnung aufbereiten kann, um daraus erneut Energie zu gewinnen.

    Es ist schon recht eindeutig, dass Energie, die nicht traditionell aus fossilen Brenbnstoffen gewonnen wird, nicht erneuert werden muss, "Abfallstoffe" die keine Abfallstoffe sind, denn Wind bleibt Wind, Wasser bleibt Wasser und Sonnenstrahlung bleibt Sonnenstrahlung.

    Es geht hier auch nicht um die Energieträger, sondern um die Energieumwandler, die den Strom so teuer machen.

    Ich wehre mich aber dagegen, dass eine Arbeitsweise an den Tag gelegt wird, die besagt: "Machen wir Ökostrom, koste es was es wolle." Mir geht es um die Gerechtigkeit. Denn auf der Strecke bleiben nur die unteren Schichten der Bevölkerung, nicht alle.

    Wir haben seit dem deutschen Wirtschaftsaufschwung mit Atomstrom gelebt, keinen hat es ernsthaft interessiert. Diese Entwicklung haben viele befürwortet, zumindest aber alle geduldet. Einzige Bedenken gab es damals, dass der Neutronenbeschuss der Uran- Atome, der in den Kraftwerken kontrolliert beeinflußt wurde, sich durch Sicherheitsbedenken unkontrolliert entpuppen würde und dies sich sozusagen als eine Atombombe mausern könnte, was für alle natürlich sich als Gefahr darstellt. Das waren die Bedenken damals. Mit anderen Worten, wir haben uns diese Suppe selbst eingebrockt. Das Wissen über Abfallprodukte des Atom-, aber auch des Kohleverbrennungsstroms war in der Bevölkerung wenig publiziert, daher damals wenig beachtungswürdig.

    Da an diesen Anlagen weiter geforscht und entwickelt wurde, ist der Strom dazu heute zu "Billoigstrom" geworden. Dies mal als kleiner geschichtlicher Abriss in Deutschland in der Nachkriegszeit.

    Ich wollte hiermit nachvollziehen, in welcher energiepolitischen Lage wir uns befinden. Deshalb habe ich gestaunt, dass unsere sonst immer im Umdenken träge Regierung sich urplötzlich auf den Umstieg zur erneuerbaren Energie eingestellt hat.

    Deshalb muss ich auch Robinson´s Behauptung entkräften, indem er Strom gedanklich trennt: die Ökostromkunden und die Kunden vom fossilen und atomaren Brennstoff. Ganz so ist es nunmal nicht. Mit der Erkenntnis der Regierung zu erneuerbaren Energien hat die Regierung für Stromkunden die Preispolitik geändert:

    Egal bei welchem Stromanbieter man ist, setzt sich aus gesetzlicher Sicht der Strompreis aus zwei Teilen zusammen, woraus der eine Teil sich auf den Preis bisher bezogener Energie bezieht. Der zweite Teil des Preises ist die Stützung des Programmes zur Schaffung von effektiven Techniken der alternativen Energie. Also zahlt jeder, egal wo er auch Kunde ist, an der Entwicklung erneuerbarer Energie. Er zahlt teilweise "grün", ob er will oder nicht, wenn er mit Strom versorgt werden will.

    Zum Schluß wäre noch zu bemerken, dass der Klimawandel, also die Änderung verschiedener Klimafaktoren nicht alleine durch die Strompolitik herrührt. Das ist nur das kleinere Übel, worüber man sich die Köpfe heiß redet. Das bißchen fossiler verbrauchter Brennstoff aus der Erzeugung von Strom, oder die atomare Erzeugung als Gegensatz ist ein sekundäres Phänomen gegenüber der Verbrennung fossilem Brennstoffes in den Motoren unserer Verkehrsmittel. Das spüren wir auch an den Benzinpreisen. Die Nachfrage ist nach wie vor hoch, somit der Benzinpreis auch hoch und höher.

    Solange die Ölkonzerne sich genüßlich an der heißen Diskussion erfreuen über Atom- u. Kohlekraftpolitik, wissen sie haargenau, dass die Energiepolitik noch eine ganze Zeit aktuell bleibt. Solange das aber so ist, wissen diese Konzerne ganz genau, dass sie in Ruhe gelassen werden, weil sie dann weiterhin die Narrenfreiheit besitzen, sich am Ölverbrauch reich zu machen, ohne dass sie gestört werden, denn noch sind alle Hitzköpfe immer nur mit dem Thema "Alternative Stromerzeugung" beschäftigt. Wieviel Umweltverschmutzung erst durch Verbrennungsmotoren entsteht, ist momentan nur Nebensache. Das sieht man auch an der Entwicklung von Motoren für unsere Verkehrsmittel (Auto, Schiff, Flugzeug). Eine richtige Alternative zu diesen Dingen wurde bisher in ernsthafter Weise noch nie in Betracht gezogen.

    Ich halte es daher für halbherzig, die Leute zu alternativem Strom aufzumuntern, aber den Hauptverursacher Transportmittel ungeachtet zu lassen, ja sogar da den Kopf in den Sand zu stecken.

    Das wäre eine tolle Aufgabe unserer Ingenieure, hier kreativ zur Umweltpolitik im Klimawandel beizutragen. Das wäre es auch wert, unter Beachtung sozialer Kriterien, sich dahingehend die Köpfe heiß zu reden.

    Robinson schrieb am 14.04.2012 um 20:01
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    @lutz.nuechter
    "Also zahlt jeder, egal wo er auch Kunde ist, an der Entwicklung erneuerbarer Energie. Er zahlt teilweise "grün", ob er will oder nicht, wenn er mit Strom versorgt werden will. "

    Es geht sogar etwas detaillierter, siehe Greenpeace Energy:
    http://www.greenpeace-energy.de/oekostrom/strompreis.html
    "Unser sauberer Strom für Privatkunden kostet pro Kilowattstunde 24,8 Cent. Von dieser Summe entfällt etwa ein Drittel auf den Stromeinkauf. Ein weiteres Drittel fließt an den Staat in Form von Steuern und Abgaben (wie Stromsteuer, Mehrwertsteuer und Konzessionsabgabe). Die Netzbetreiber erhalten knapp ein Viertel des Kilowattstundenpreises. EEG-Umlage und KWK-Abgaben, die Anlagenbetreibern zugutekommen, machen die knapp zehn Prozent aus. "

    Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, der interessierte Leser findet genügend Hintergrund-Informationen an anderer Stelle, auch auf Utopia.

    "Wieviel Umweltverschmutzung erst durch Verbrennungsmotoren entsteht, ist momentan nur Nebensache. Das sieht man auch an der Entwicklung von Motoren für unsere Verkehrsmittel (Auto, Schiff, Flugzeug). Eine richtige Alternative zu diesen Dingen wurde bisher in ernsthafter Weise noch nie in Betracht gezogen."

    Aus einem Medien-Hype kann man m.E. nichts an Ernsthaftigkeit ableiten, eher ob alternative Mobilitätskonzepte Niederschlag in den Wahlprogrammen der großen Parteien gefunden haben, was teilweise der Fall ist.

    Alternativen zum Auto wurde insbesondere auf Utopia breit diskutiert. Der Trend zum Billigflug sowieso. Und umweltfreundliche Fortbewegung erst recht.

    "Ich halte es daher für halbherzig, die Leute zu alternativem Strom aufzumuntern, aber den Hauptverursacher Transportmittel ungeachtet zu lassen, ja sogar da den Kopf in den Sand zu stecken."

    An welche Adresse geht dieser Vorwurf ? Auf Utopia werden alle Aspekte von Umweltverschmutzung beim Namen genannt.

    Ich finde Strom überhaupt nicht zu teuer, setze ich den Maßstab an, jeder Haushalt müsste seinen benötigten Strom selber produzieren, ist Öko-Strom noch zu billig. Es fehlt der Anreiz sparsamer damit umzugehen. Überlässt man die Produktion einem Dienstleister (in größerem Maßstabe) sind naturgemäß niedrigere Kosten zu erwarten.

    "Ich wehre mich aber dagegen, dass eine Arbeitsweise an den Tag gelegt wird, die besagt: "Machen wir Ökostrom, koste es was es wolle." Mir geht es um die Gerechtigkeit. Denn auf der Strecke bleiben nur die unteren Schichten der Bevölkerung, nicht alle."

    Wieviel Strom verbrauchen denn die unteren Schichten der Bevölkerung ?

    Ich würde ein anderes Motto nahelegen: "Machen wir Ökostrom aus allen nutzbaren und wirtschaftlich sinnvollen Energieträgern, dann wird er für alle bezahlbar". Es kann nicht sein aus einer Momentaufnahme der aktuellen Situation in Deutschland abzuleiten, Öko-Strom ist zu teuer. Für jede Technologie, die noch auf dem Weg ist, sollten realistische Zukunftsprognosen angestellt werden. Das macht sogar die Bundesregierung. Ist nachzulesen, ich verlinke das jetzt aber nicht.

    Auch Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen verursacht Ressourcenverluste, diese gilt es aufzurechnen. Jedes Unternehmen, das mit dem Thema Öko-Strom arbeitet, bemüht sich um Kosteneinsparung, dass dieses Bemühen kritisch begleitet werden muss, sollte uns allen klar sein. Es gab immer Umweltskandale und wird es geben, weil wo Geld verdient wird, sich die schwarzen Schafe einfinden. Niemand will eine Mauer bauen - und niemand will Ökologie auf den Sockel der Glückseligkeit und Kritiklosigkeit heben. Manche tun es und werden von menschlichen Begierden enttäuscht.

    Bajuware schrieb am 15.04.2012 um 14:55
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    Yellow Cake - Die Lüge von der sauberen Energie.

    Der Film begleitet fünf Jahre lang das größte Sanierungsprojekt in der Geschichte des Uranerzbergbaus – ein Projekt, das von der bundesdeutschen und internationalen Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. Er nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise, die von den ehemaligen Uranprovinzen Thüringen und Sachsen zu den großen Uranminen der Welt in Namibia, Australien und Kanada führt.


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