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Erneuerbare Energien – der Sündenbock der Kohle- und Atomlobby - Die Strompreislüge

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Beiträge (82 )
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Jens.Hansen schrieb am 16.03.2012 um 10:02
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Erneuerbare Energien – der Sündenbock der Kohle- und Atomlobby

Die Strompreise in Deutschland gehören zu den höchsten Europas. Angeblich sind die erneuerbaren Energien für die Preisanstiege verantwortlich. Doch diese Darstellung ist falsch. Denn einerseits vermeiden erneuerbare Energien Milliarden Euro für Gesundheits-, Klima- und Umweltschäden. Andererseits verbilligen sie den Stromeinkaufspreis an der Strombörse. Diesen preissenkenden Effekt haben die großen Energiekonzerne allerdings nicht an die Verbraucher weitergegeben. Stattdessen haben E.ON, RWE und EnBW noch bis vor kurzem Rekordgewinne eingefahren. Da die Mechanismen an der Strombörse kompliziert sind, werden die Kosten senkenden Effekte des Ökostrom in Medien und Öffentlichkeit jedoch nicht thematisiert.

Der Artikel von Karin Wurzbacher erläutert, warum Ökostrom kein Preistreiber ist.

EEG-Umlage: Preistreiber oder Zukunftsinvestition?

Die Strompreise in Deutschland sind die zweithöchsten in der EU und sollen weiter steigen, gegenüber 2011 im Durchschnitt um rund 4 Prozent. Als Preistreiber wurden wieder die erneuerbaren Energien ausgemacht, obgleich die EEG-Umlage in 2012 nur um 0,062 ct/kWh steigt. Insbesondere der Ausbau der Photovoltaik dient als Begründung. Die eigentlichen Gründe dürften aber betriebswirtschaftliche Motive, steigende Beschaffungskosten für fossile Energieträger und steigende Netznutzungsentgelte sein.

Zudem haben allein die drei Energiekonzerne E.ON, RWE und EnBW bis vor kurzem Rekordgewinne eingefahren. Man spricht von mehr als 100 Mrd. Euro seit 2002./1/ Erst der Mitte 2011 beschlossene Atomausstieg hat dies verändert.

Mehr Ökostrom – höhere EEG-Umlage

In 2010 betrug die EEG-Umlage 2,047 ct/kWh, in 2011 dann 3,53 ct/kWh, und sie steigt im Jahr 2012 geringfügig auf 3,592 ct/kWh. Die Netzbetreiber ermitteln die EEG-Umlage jeweils zum 15. Oktober für das folgende Kalenderjahr. Durch die minimale Steigerung der EEG-Umlage lassen sich nicht die 2012 erwarteten starken Preissteigerungen begründen.Der kontinuierliche Anstieg der EEG-Umlage lässt sich darauf zurückführen, dass immer mehr Ökostrom erzeugt wird und dass damit die Gesamtsumme der Vergütungszahlungen an die Anlagenbetreiber steigt. Für 2012 erwartet die Bundesnetzagentur insgesamt 12,7 Mrd. Euro, wobei voraussichtlich allein 10 Mrd. Euro an Betreiber von Solaranlagen gehen werden. Aufgrund des jährlichen Zubaus von Solaranlagen kann die EEG-Umlage in Zukunft zwar noch ansteigen, aber nicht mehr dramatisch. Durch Auslaufen und Absenken der Vergütungen ist vorauszusehen, dass sie wieder sinken wird. Allein im Jahr 2012 verringert sich die durchschnittliche Vergütung für die Einspeisung von Solarstrom gegenüber 2011 voraussichtlich um mehr als 40 Prozent. Sollte die EEG-Umlage in Zukunft dennoch merklich steigen, dann würde es eine Folge der geplanten üppigen Vergütung von Offshore-Windkraftanlagen sein, die aber nicht von den Bürgern, sondern von den Energieversorgern errichtet werden.

Seit dem 1.1.2010 hängt die Höhe der EEG-Umlage von der Preisbildung an der Strombörse ab. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, den EEG-Strom an der Börse zu vermarkten. Die Differenz zwischen der Einspeisevergütung, die der Netzbetreiber gezahlt hat, und den Einnahmen aus der Vermarktung wird über die EEG-Umlage finanziert. Je niedriger der Marktpreis, um so höher fällt also die EEG-Umlage aus. Andererseits bewirkt die zunehmende Menge an Ökostrom sinkende Großhandelspreise, weil damit teuere Kraftwerke nicht mehr zur Produktion herangezogen werden. Dieser Preis senkende Umstand sollte auch auf den Strompreis eine dämpfende Wirkung ausüben und gerade den Anteil der Kosten für den Stromeinkauf reduzieren. Die Bundesnetzagentur ging 2011 davon aus, dass dieser Anteil mit mindestens 0,5 ct/kWh bei der Kalkulation der Strompreise zu berücksichtigen sei. In der Vergangenheit wurden Strompreis-senkende Effekte allerdings nicht an die Verbraucher weitergegeben. Sie landeten in den Gewinnmargen der Stromkonzerne.

Immer mehr Ökostrom führt aber auch dazu, dass der dezentral erzeugte Strom trotz Vorrangregelung immer öfter nicht ins Netz eingespeist werden kann. Grundlastkraftwerke, wie die bedingt regelbaren Atomkraftwerke, können (und wollen) das stark schwankende Angebot von Ökostrom nicht ausgleichen, so dass insbesondere Windkraftanlagen selbst in windreichen Zeiten vom Netz getrennt werden. Die Betreiber der Anlagen erhalten Entschädigungszahlungen für die Verluste, die ihnen dadurch entstehen. Der Netzbetreiber verrechnet die Entschädigungszahlungen dann mit der EEG-Umlage. Also bezahlt der Verbraucher in diesem Fall mit der EEG-Umlage den Atomstrom, der das Netz für die Erneuerbaren Energien verstopft. Eine absurde Situation, denn je mehr und je länger Atomstrom produziert wird, um so häufiger wird der Fall eintreten, dass Atomstrom über die EEG-Umlage finanziert wird. In Zukunft sollen auch Photovoltaikanlagen vermehrt abgeregelt werden können.

weiter: http://umweltinstitut.org/energie--klima/allgemeines-energie--klima/strompreisluge-808.html
    Looki schrieb am 16.03.2012 um 14:23
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    Immer mehr Ökostrom führt aber auch dazu, dass der dezentral erzeugte Strom trotz Vorrangregelung immer öfter nicht ins Netz eingespeist werden kann. Grundlastkraftwerke, wie die bedingt regelbaren Atomkraftwerke, können (und wollen) das stark schwankende Angebot von Ökostrom nicht ausgleichen, so dass insbesondere Windkraftanlagen selbst in windreichen Zeiten vom Netz getrennt werden.“ (Jens Hansen)

    „Man prügelt nicht den Sack, wenn man den Esel meint!“ (Spanisches Sprichwort)

    Nach dem Energieerhaltungssatz kann Energie zwischen verschiedenen Energieformen umgewandelt werden, beispielsweise von Wärme (Dampferzeuger) in Bewegungsenergie (Turbine) und Elektroenergie (Generator). Es ist jedoch nicht möglich, innerhalb eines abgeschlossenen Systems Energie zu erzeugen, zu vernichten oder zu ERNEUERN: Die Energie ist eine Erhaltungsgröße.

    Ich bin als Ingenieur und Naturwissenschaftler immer wieder über bestimmte Diskussionen überrascht. Ich bin es gewöhnt in meiner Arbeit das Kausalprinzip (Ursache – Wirkung) zu beachten. Ich muss aber immer wieder feststellen, dass in vielen Diskussionen nur über Symptome, aber nicht über Ursachen diskutiert wird. Warum sollte „Ökostrom“ bevorzugt ins Netz gespeist werden, wenn es die Netzlast nicht hergibt? Warum soll mit Grundlastkraftwerken das stark schwankende Angebot von Ökostrom ausgeglichen werden? Das ist energiewirtschaftlicher und ökonomischer Unsinn, denn sie müssen mit aufwendiger Regelleistung begleitet werden.

    Die Nachteile der alternativen Energien:

    - zu geringe Energiedichte
    - fluktuierendes Angebot
    - mangelnde Verfügbarkeit
    - schlechte Speicherfähigkeit
    - hoher Energiebedarf bei der Produktion des Reinstsiliziums für die Wafer
    - hohe Materialverluste beim Sägen der Wafer
    An der Speichertechnologie für die AE wird zwar seit Jahren unter Hochdruck gearbeitet, aber bis jetzt liegen keine großtechnischen und wirtschaftlichen Lösungen vor.

    Energieversorgung und Versorgungssicherheit
    Entscheidend für die Energieversorgung eines Landes ist nicht nur die verfügbare Kraftwerksleistung und die Netzlast, sondern auch die Versorgungssicherheit, die sich in der Leistungs-, Spannungs- und Frequenzstabilität, auch Netzstabilität genannt, niederschlägt. Das bedeutet das EVU oder der Netzbetreiber müssen zu jedem Zeitpunkt garantieren können, die benötigte Strommenge spannungs- und frequenzstabil zu liefern. Das bedeutet aber besonders in den Spitzenzeiten für das EVU im Lastmanagement erhöhte Anforderungen. Hier können stark erhöhte Lastanforderungen, sogenannte Spitzenlasten, die bis zu das doppelte der Normallastanforderungen des elektrischen Versorgungsnetzes betragen können, das E-Netz ziemlich belasten – in Deutschland ca. 40 GW Grundlast und ca. 80 GW Spitzenlast – Jahresenergieproduktion ca. 610 TWh (Brutto).

    Können Windkraft- und PV-Anlagen konventionelle Kraftwerke ersetzen?

    Fakt ist, dass Wind besonders in den Binnenlagen Deutschlands (nur 1.350 Vollaststunden) sehr unregelmäßig weht und die Sonne in unseren Breiten oft nicht scheint! Hieraus folgt, dass Windkraft- und Photovoltaikanlagen (870 Vollaststunden) Strom in sehr schwankenden Mengen produzieren. Fakt ist auch, dass Deutschland, als hochentwickelte Industrienation konstante Anforderungen an die Bereitstellung elektrischer Energie stellt, unabhängig davon, ob und wie stark der Wind weht oder die Sonne scheint.

    Zu den Anforderungen der Enregierversorgung gehören:
    a)Zuverlässigkeit in Spannung, Frequenz und Phase
    b)Die Möglichkeit eines bedarfsabhängigen Abrufs
    c)Erzeugung in der Nähe von Verbrauchsschwerpunkten (z.B. Städte, Industriegebiete)

    Leider ist wie in der völlig überzogenen Klimakatastrophendebatte, die Diskussion über die Energieversorgung der Zukunft völlig aus dem Ruder gelaufen und wird von vielen Akteuren nur noch auf ideologischer Ebene geführt. Kein Wunder das die Sachdiskussion auf der Strecke bleibt, wenn es manchen Diskutanten an Sach- und Fachkenntnis fehlt!

    Dass die EVU und Netzbetreiber teilweise mit gezinkten Karten spielen steht auf einem anderen Blatt!

    Polarnacht schrieb am 16.03.2012 um 15:07
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    Was hältst du denn von folgendem Pilotprojekt? http://wirtschaft.t-online.de/deutsche-erfindung-sonnenkraftwerk-arbeitet-im-dunkeln/id_50586162/index

    "Energiewende nur mit erprobter Technik"Für die Energiewende kann nur erprobte Technologie verwendet werden", sagt Kerber vom Forum Netztechnik. "Das Risiko teurer Fehlinvestitionen oder technischer Probleme können wir uns nicht leisten. Sonst wird die deutsche Energiewende keine Erfolgsstory."

    Solar- und Windanlagen, die die Stromspannung regulieren, sind also eher eine etwas fernere Zukunftsvision. Sinnvoll aber sind sie allemal. Und sollte sich die Technik letztlich durchsetzen, darf nicht nur Bernhard Beck auf massig neue Aufträge hoffen. Auch Hersteller entsprechender Wechselrichter könnten einen Nachfrageboom erleben."

    Auch wenn hier schon die "fernere Zukunftsvision" angesprochen wird, so klingt es doch nach einer Technik, an der man dranbleiben sollte, oder?

    windstärke8 schrieb am 16.03.2012 um 16:35
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    Zu den Kosten bei PV:

    Diese könnten sehr schnell extrem reduziert werden - ohne die PV-Branche zu vernichten:

    http://www.umweltforum.de/forum.php?t=905

    Wenn die Windbranche so dumm ist, alle WPs auf einige Stellen zu konzentrieren - bei eben auch nur 1.500 VLS, dann ist dies eine Art Selbstverstümmelung:

    http://www.daburna.de/Bilder/Blog/anteil_wind_stromverbrauch.png

    Selbst bei PV bahnt sich die gleiche Dummheit an!

    Ansonsten brauchen wir natürlich einen etwas größeren Anteil von flexibleren Kraftwerken, wie dies hier beschrieben ist:
    http://www.energieportal24.de/forum/topic,9677,-bhkw-vrs-gud.html

    Ganz langfristig gedacht:
    http://www.energieportal24.de/forum/topic,9771,-wasserstoff%3A-das-letzte-glied-im-backup-system.html

    mela schrieb am 16.03.2012 um 16:57
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    @Looki
    die von dir formulierten Probleme sind bekannt, trotzdem möchte ich nochmal darauf eingehen:
    Du schreibst.
    Die Nachteile der alternativen Energien:
    - zu geringe Energiedichte
    --> m.E. ein rein optisches Problem bzw. sogar von Vorteil: Energie wird tendenziell verteilter erzeugt.
    - fluktuierendes Angebot
    --> ist richtig, den Wind können wir noch nicht bei Amazon bestellen. Sonne auch nicht. Biomasse und Geothermiekraftwerke sind in ihrer Flexibilität aber ähnlich wie Kohle oder Gaskraftwerke.
    - mangelnde Verfügbarkeit
    --> ist nicht richtig, die natürlichen Ressourcen in Europa reichen zur Vollversorgung mit Erneuerbaren aus.
    - schlechte Speicherfähigkeit
    --> Strom lässt sich immer gleich schlecht speichern, egal ob aus erneuerbaren oder fossilen oder nukleartechnischen Anlagen. Trotzdem ist die Entwicklung von kostengünstigeren Stromspeichern wichtig, eben um das o.g. fluktuierende Angebot auszugleichen. Eine andere Maßnahme ist der Ausbau des europäischen Stromnetzes und das Lastmanagement.

    - hoher Energiebedarf bei der Produktion des Reinstsiliziums für die Wafer
    --> Photovoltaikanlagen haben sich hierzulande in weniger als 2 Jahren energetisch amortisiert. Konventionelle Kraftwerke erreichen diesen Status nie.
    - hohe Materialverluste beim Sägen der Wafer
    --> siehe letzte Antwort.

    In Sachen Netzstabilität hast du natürlich recht, das Stromnetz muss weiterhin stabil bleiben und Versorgungssicherheit gewährleistet sein. Doch technisch ist das alles machbar. In meinen Augen primär eine Frage der Kosten UND der Organisation. Das ist die Herausforderung. Aber wir sind doch eine technisch hochentwickelte und innovative Industrienation - das sollten wir doch hinbekommen oder?

    Looki schrieb am 17.03.2012 um 03:34
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    @ mela - Ich kenne Deine Kenntniss über die Aufgaben der Energieversorgung nicht, aber ich hatte doch dazu eindeutig geschrieben, hast Du das überlesen? Ich wiederhole:

    Energieversorgung und Versorgungssicherheit
    Entscheidend für die Energieversorgung eines Landes ist nicht nur die verfügbare Kraftwerksleistung und die Netzlast, sondern auch die Versorgungssicherheit, die sich in der Leistungs-, Spannungs- und Frequenzstabilität, auch Netzstabilität genannt, niederschlägt. Das bedeutet das EVU oder der Netzbetreiber müssen zu jedem Zeitpunkt garantieren können, die benötigte Strommenge spannungs- und frequenzstabil zu liefern. Das bedeutet aber besonders in den Spitzenzeiten für das EVU im Lastmanagement erhöhte Anforderungen. Hier können stark erhöhte Lastanforderungen, sogenannte Spitzenlasten, die bis zu das doppelte der Normallastanforderungen des elektrischen Versorgungsnetzes betragen können, das E-Netz ziemlich belasten – in Deutschland ca. 40 GW Grundlast und ca. 80 GW Spitzenlast bei einer Jahresenergieproduktion von ca. 610 TWh (Brutto).

    Energieversorgung ist primär Lastmanagement und nicht nur Stromversorgung!

    Zu den Anforderungen der Enregierversorgung gehören:

    - Zuverlässigkeit in Spannung, Frequenz und Phase
    - Die Möglichkeit eines bedarfsabhängigen Abrufs (Planbarkeit)
    - Erzeugung in der Nähe von Verbrauchsschwerpunkten (z.B. Städte, Industriegebiete)

    Leider ist wie in der völlig überzogenen Klimakatastrophendebatte, die Diskussion über die Energieversorgung der Zukunft völlig aus dem Ruder gelaufen und wird von vielen Akteuren nur noch auf ideologischer Ebene geführt. Kein Wunder das die Sachdiskussion auf der Strecke bleibt, wenn es manchen Diskutanten an Sach- und Fachkenntnis fehlt. Hirbei hilft uns kein Wunschdenken und keine Pauschalitäten, wie: " Doch technisch ist das alles machbar" oder "Das ist nur ein optisches Problem". Das sagt nichts aus! Sicherlich ist technisch vieles, aber nicht alles machbar - das ist nur eine Frage des technischen und wirtschaftlichen Aufwandes!

    Ich denke, damit wäre eigentlich nicht alles, aber vieles auf den Punkt gebracht.

    Robinson schrieb am 17.03.2012 um 08:49
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    Verstehe gar nicht, warum keine Rede von BHK ist, unser lokales Energieunternehmen setzt gezielt solche Anlagen ein, um
    - Strom
    - Wärme (Fernwärme)
    - in Ergänzung von Wind, PV und Wasser
    - um Grundlast-Anteile zu übernehmen
    - in der Nähe von Wohnvierteln
    zu erzeugen.

    Wird irgendwann zunehmend Bio-/Windgas in die bundesweiten Gasleitungen untergemischt, kann der Anteil nicht regenerativer Energien Stück für Stück abgebaut werden.

    Dass wir in einer Übergangsphase einen Energiemix brauchen, um auf regenerative Energien dauerhaft umzustellen, bestreitet inzwischen nicht einmal die schwarz-gelbe Regierung.

    Mir von Technikern und Ingenieuren anhören zu müssen, das ginge alles nicht, so ein komplexes Hightech-Kraftwerk ist ein BHK nicht, dass man dafür eine wissenschaftliches Grundlagenstudium benötigt. So neu ist die Technik nicht, dass wir Forschungsgelder für die Effizienzsteigerung benötigten.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Blockheizkraftwerk

    Und den Blick einzig auf Energieerzeugung zu richten, statt Energieeinsparpotentiale zu nutzen, den Grundlast-Betrag absolut zu SENKEN, das ist ein häufiger Versuch, den Ansatz der Energiewende zu unterlaufen.

    Die Pläne ...
    - ohne Netzausbau
    - an Ort und Stelle der großen Atomkraftwerke
    - unter Neuerrichtung von Wind-, BHK-Gaskraftwerken und Gasspeichern
    den "Ausfall" von Grundlast-Kraftwerken zu kompensieren, wurde bereits im Vorfeld der Entscheidung, die AKWs bis 2022 laufen zu lassen, diskutiert. Und als realistisch eingeschätzt, zudem in einem schnelleren Zeitfenster als der derzeitige "langsame" Weg. Leider von den Grünen mit befürwortet.

    Die Macht der Konzerne ist in Deutschland zu groß, als dass man anpackt und die Energiewende betreibt, alles soll sanft und weich und gewinnsichernd abgewickelt werden. Als Unternehmer würde ich es genauso machen.

    Wozu werden eigentlich Ingenieure beschäftigt ? Wozu bringen sie ihre Fachkompetenz ein - um bitte ja keine einfachen, machbaren Lösungen zu befördern, sondern alles solle - ähnlich wie in der Klimadebatte - zunächst erforscht, diskutiert, verabschiedet zum TESTbetrieb, weiterentwickelt, effizienzgesteigert, in Machbarkeitsstudien gegengeprüft, in langjährigen TESTstudien auf Wirksamkeit unter Praxisbedingungen integriert und VILLEICHT einmal in Serie gebaut werden.

    Exakt dieses Vorgehen sollte mit dem EEG vereinfacht werden. Es hat funktioniert, das private und unternehmerische Kapital hat die Entwicklung beschleunigt und Fakten geschaffen. Durch mutige und risikobereite Ingenieure. Ich höre noch die Polemik der ewiggestrigen Politiker: das klappt niemals, das kann gar nicht klappen, das gefährdet Arbeitskräfte, das ruiniert unseren Ruf in der Weg, das isoliert uns innerhalb der EU, das ist keine dauerhafte Lösung ... (später) daraus steigen wir aus ... (nach Fukushima) da brauchen wir Bedenkzeit ... (180 Grad später) das EEG hat zugebenermaßen positive Wirkungen ... das haben wir doch schon früher gesagt .. da waren wir nie dagegen ... eigentlich war das unsere Idee.

    Diese Kehrtwende wünsche ich mir von den unmutigen und risikoscheuen Ingenieuren. Gerne spät, Hauptsache nicht zu spät, sonst arbeiten hier chinesische Ingenieure, die ticken anders.

    Stephan Rieping schrieb am 17.03.2012 um 09:36
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    Es ist immer wieder erstaunlich, dass manche hier immer noch so diskutieren, als gäbe es eine Alternative zur Nutzung der Erneuerbaren Energien. Dabei sieht die Wahrheit doch ganz anders aus:[image]

    Looki schrieb am 17.03.2012 um 10:21
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    @Stephan Rieping


    Möchtest Du sach- und fachbezogen zum Thema diskutieren oder nur Agit-Prop betreiben?

    Stephan Rieping schrieb am 17.03.2012 um 10:41
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    @ Looki: Ja gerne sach- und fachbezogen: Dann sag mir mal, wie Du Dir Energiewende vorstellst. Aber fang bitte damit an, die Nachteile einer fossil- und atombefeuerten Energieversorgung darzustellen.

    Hmm, "Agit-Prop", noch nie gehört, immerhin das ist schon mal innovativ! Vielleicht kannst Du dieses Kunstwort ja auch gleich noch miterklären.

    Bin gespannt!

    Looki schrieb am 17.03.2012 um 11:00
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    @Stephan Rieping

    Agit-Prop hieß bei den "real-existierenden Sozialisten" in der Dä-Dä-äR "Agitation und Propagnda". Dafür gab es in der SED sogareine eigene Abteilung! Agitation bedeutet ohne Beweise mit Parolen und Schlagworten oder Totschlag-Argumenten zu überzeugen! So wie es heute auch bei Greenpeace, WWF BUND und anderen Gutmenschen-Organistationen oft üblich ist!

    Was ich zur Energieversorgung zu sagen hatte, steht hier in zwei Beiträgen. Du musst Dir schon die kleine Mühe machen und diese lesen: Ich wiederhole mich nicht gerne und lasse mich au8ch ungern über meine berufliche Tätigkeit examinieren. Übrigens, mit Blicken in Gesichter alter Indianerhäuptlinge lassen sich keine Probleme lösen.

    Aber eine Frage an Dich: Wie definierst Du Klima und wodurch wird es beeinflusst? ;-)


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