Mobilität & Verkehr / Allgemeines
Markteinführungsprogramm statt Versuchsprogramm
EUROSOLAR fordert aktuell wirksamen politischen Anreiz zur Serienproduktion von Elektromobilen
Aus Anlass der zum 3. Mai von Bundeskanzlerin Merkel angekündigten "Nationalen Plattform Elektromobilität" hat Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR, das Memorandum "Mehr Tempo für Elektromobilität"
veröffentlicht.
Die bisherigen, noch auf die Große Koalition zurückgehenden Ansätze der Bundesregierung, bestehen aus zu viel Absichtserklärungen. Scheer: "Da wird noch getestet, was andernorts - von China bis Japan,
den USA bis Frankreich - schon im direkten Übergang in die Serienproduktion ist. Es wird aufgeschoben, was jetzt möglich ist. Dadurch besteht die Gefahr, dass die deutsche Automobilproduktion in der
wichtigsten Automobilinnovation des Jahrhunderts den Anschluss verliert. Es ist ein Armutszeugnis für Deutschland, dem Mutterland der Elektrotechnik, dass im Jahr 2009 laut Kraftfahrt-Bundesamt nur
162 Elektromobile zugelassen wurden. Der Markt interessierter Kunden ist bereits jetzt wesentlich größer, aber die deutsche Automobilindustrie kann nicht liefern, weil sie außer Einzelstücken noch
nicht produziert."
Der effektivste Start für die Produktionseröffnung sei, wenn die öffentliche Hand sofort zum Käufer von Elektrofahrzeugen bei ihren Neubeschaffungen wird - überall, wo es einen urbanen Bedarf an
Dienstfahrzeugen gibt, ob für den Fuhrpark des Bundes, der Länder und der Kommunen. Scheer: "Wenn die 500 Mio. Euro aus dem Bundeshaushalt für vereinzelte regionale Textversuche in
Fahrzeugbestellungen von Elektromobilen bei der deutschen Automobilindustrie eingesetzt würde, aufgeteilt in 15.000 Euro Zuschüsse pro Elektromobil für die öffentlichen Besteller, so ergäbe das
bereits ein Produktionspotential von über 30.000 Fahrzeugen. Das wäre der Sofortstart in die Serienproduktion und die damit verbundene Kostensenkung für den allgemeinen Markt. Es würde automatisch
weitere Aktivitäten der Automobilindustrie auslösen und den privaten Markt zügig erweitern. Dann wäre bereits 2011 das Elektromobil in der Serienproduktion. sobald die Serienproduktion angelaufen ist
und die deutsche Industrie liefern kann, ist der Zeitpunkt gekommen, den privaten Markt mit einer öffentlichen Anreizfinanzierung wie in China oder in Frankreich anzukurbeln. Dann könnte schon
innerhalb von drei Jahren die 100.000-Stück-Menge überschritten werden."
Entscheidend für die Einführung der Elektromobilität sind nach Scheers Überzeugung nicht nur die Geschwindigkeit auf dem Weg zum Massenmarkt, sondern auch die Energiequelle. Um die Verbindung mit
Erneuerbaren Energien herzustellen, sollten die Automobilhersteller eigene Anlagen errichten oder Verträge mit Anlagenbetreibern für Neuinvestitionen zur Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien
abschließen, jeweils in der Größenordnung des von ihr produzierten Elektromobilflotte, Mehrkosten für Autokäufer seien damit nicht verbunden, weil sich die anlagen über die garantierten Vergütungen
aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz selbst finanzierten. Hermann Scheer: "Dieses Modell bietet Vorteile für alle Die Fahrzeugindustrie kann die Klimaschutzziele erfüllen, die Kunden müssen sich keine
Sorgen um die Umweltfreundlichkeit ihrer Fahrzeuge machen und es gibt einen zusätzlichen Wachstumsschub für die Erneuerbaren Energien."
Darüber hinaus wird in dem Memoranden vorgeschlagen, Stromtankstellen als Teil des Stromnetzes zu definieren; Elektrofahrzeuge, Vorteile im Straßenverkehr einzuräumen und Windkraftanlagen entlang von
Autobahnen zu errichten (Seite 33 ff). Scheer erläutert seine Absicht so: "Die vollständige Umstellung unseres Fuhrparks auf Erneuerbare Energien ist so rechtzeitig möglich, dass bereits 2020 10 Mio.
Elektromobile in Deutschland in Betreib sein könnten. Das aber nur, wenn die Politik mehr von der Industrie abruft als Absichtserklärungen und Demonstrationsprojekte."
Ansprechpartner:
Helmut Lölhöffel,
EUROSOLAR Kommunikation
Telefon: 030 - 24 62 89 24
Mobil: 0173 - 61 60 004
kommunikation@eurosolar.de
EUROSOLAR e.V.
Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien
Kaiser-Friedrich-Straße 11
D-53113 Bonn
Tel. 0228 / 362373 und 362375
Fax 0228 / 361279 und 361213
info@eurosolar.org
http://www.eurosolar.org
Es ist erfreulich das sich endlich auch mal Organisationen wie Eurosolar zum Thema zu Wort melden.
Die wenig zielführenden Aussagen, die mittlerweile vom Nabu, der DUH, dem VCD und allen voran von Greenpeace getätigt werden liegen derart daneben, dass man glatt den Eindruck bekommen könnte, die Umweltorganisationen wären von der Mineralöllobby geschmiert !
Wir müssen so schnell es geht weg vom Öl und das geht nicht mit Antrieben die weniger Öl, sondern nur mit welchen die gar kein Öl verbrauchen und zudem weit effizienter sind!
http://www.utopia.de/blog/jimbobs-nachhaltiger-blog/energieeffizienz
Auch der Umstieg auf nachwachsende Energieträger ist kein Weg, da der Flächenbedarf hierfür nicht realisierbar ist, zudem werden diese unbedingt als Flächen für Nahrungsmittel und als Rohstofflieferant zum Ersatz für Kunststoffprodukte benötigt!
http://www.utopia.de/blog/jimbobs-nachhaltiger-blog/genuegend-oekostrom-fuer
Ich frage mich bei den Aussagen von Greenpeace, Nabu und VCD auch immer in welcher Welt diese Leutchen eigentlich leben. Für ein Elektofahrzeug den aktuellen Strommix als Abgaswert zu rechnen ist doch voll daneben. Selbst wenn ich so an die Sache rangehe hinkt der Vergleich. Dann muß ich bei den Verbrennern auch die Erzeugungs- und Transportkette mit einbeziehen.
Der Blickwinkel E-Mobilität im Zusammenwirken mit EE wird nur von wenigen Organisationen herausgestellt. Das Eurosolar- Memorandum sollten sich diese sogenannten Experten mal zu Herzen nehmen.
Stellungnahme der Umweltverbände gegen Elektromobilisierung ist unverständlich
Scheer: "Die Stellungnahme der Umweltverbände gegen die Elektromobilisierung ist unverständlich, kurzsichtig und widersprüchlich"
Als "unverständlich, kurzsichtig und widersprüchlich" hat der Präsident von EUROSOLAR, Dr. Hermann Scheer, die Stellungnahme verschiedener Umweltverbände gegen die Elektromobilität bezeichnet. In
dieser, unter anderem von der Deutschen Umwelthilfe und Greenpeace unterzeichneten Stellungnahme, heißt es: "Das Potenzial für die CO2-Einsparung liegt auf absehbare Zeit bei den
Verbrennungsmotoren…". Darüber hinaus wird bemängelt, dass Elektrofahrzeuge "nur" eine Reichweite von 100 bis 200 Kilometern hätten. Eine direkte Förderung der Elektromobilität wird deshalb abgelehnt.
Hermann Scheer zeigte sich angesichts dieser Stellungnahme verwundert: "Mir war gar nicht bekannt, dass die Umweltverbände jetzt auch lange Autofahrten befürworten."
Scheer kritisierte, dass die Umweltverbände statt einer direkten Förderung der Elektromobilität eine sogenannte "technologieneutrale" Förderung verlangten. Angesichts dessen müsse man sich fragen, an
welche Alternativtechnologien die Verbände denn dächten. Den Biodiesel, so Scheer, kritisieren sie wegen der angeblichen Nutzungskonkurrenz mit Lebensmitteln, der Wasserstoffantrieb sei viel weniger
energieeffizient als ein batteriegespeister Elektromotor und der vielgepriesene hocheffiziente Verbrennungsmotor werde von der Autoindustrie hauptsächlich dafür genutzt, immer noch schwerere und
leistungsstärkere Fahrzeuge anzubieten. Scheer: "Es bleibt nur der Elektromotor. Wer Technologieneutralität fordert, der unterstützt automatisch das Weitermachen mit falschen Technologien."
Ein PKW-Park aus Elektrofahrzeugen, die ausschließlich aus Erneuerbaren Energien gespeist würden, sei die am schnellsten einführbare Möglichkeit für eine radikale CO2-Reduktion im Straßenverkehr. Ein
Elektrofahrzeug, das ausschließlich mit Strom aus Windkraft fahre, reduziere seine Emissionen auf 4g CO2 je Kilometer. Die Technologie dazu sei sowohl auf Erzeugerseite als auch beim Verbraucher, also
bei den Elektrofahrzeugen, vorhanden. Gleiches gelte für die Infrastruktur. Scheer: "Die Umweltverbände wären gut beraten, nicht auf das Gerede vom 'hocheffizienten Verbrennungsmotor' hereinzufallen,
der nur den Bremsern in der Autobranche und der Ölindustrie dient."
Die Kritik der Umweltverbände, dass die Autoindustrie Zusagen in der Vergangenheit nicht eingehalten habe, sei zwar zutreffend, aber die praktische Konsequenz daraus könne nicht die Absage an die
Elektromobilisierung sein, sondern die richtige Ausgestaltung der Förderung, so dass erst gezahlt wird, wenn produziert werde. Ein Marktanreizprogramm, bei dem die Kunden einen Betrag von 5.000 Euro
beim Kauf eines Elektrofahrzeuges erhielten, wäre deshalb das effizienteste Fördermittel für den Weg zur Massenproduktion.
Um die Verbindung mit Erneuerbaren Energien herzustellen, sollten die Automobilhersteller zudem verpflichtet werden, eigene Anlagen zu errichten oder Verträge mit Anlagenbetreibern für
Neuinvestitionen zur Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien abzuschließen, jeweils in der Größenordnung der von ihnen produzierten Elektromobilflotte. Dieser Vorschlag von EUROSOLAR ist bereits von
Audi aufgegriffen worden. Der Hersteller hat ausdrücklich mit Hinweis auf die zukünftige Herstellung von Elektrofahrzeugen die Förderung und die Investition in Solar- und Windkraftanlagen angekündigt.
Ein ausführliches Konzept zur schnellen Einführung von Elektrofahrzeugen hat EUROSOLAR vor kurzem unter dem Titel "Mehr Tempo für Elektromobilität" vorgelegt:
http://www.eurosolar.de/de/images/stories/pdf/EUROSOLAR_Mehr_Tempo_fuer_Elektromobilitaet.pdf
EUROSOLAR e.V.
Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien
Kaiser-Friedrich-Straße 11
D-53113 Bonn
Tel. 0228 / 362373 und 362375
Fax 0228 / 361279 und 361213
info@eurosolar.org
http://www.eurosolar.org
Ich habe den Eindruck, die Umweltverbände würden zu einen gewissen Teil noch gerne das Auto ganz verbannen, nur ist das eben nicht realistisch. Ist wohl ein typischer Konflikt zwischen "Realos und Fundis" ... oder zwischen Idealisten und Pragmatikern? Auf jedenfall aus meiner (pragmatischen) Sicht recht ärgerlich.
Nun liebe alexa, das Verückte im Fall des Verkehrsexperten bei Greenpeace ist, das er fordert den Verbrennungsmotor effizienter zu machen anstatt auf die Elektromobilität zu setzen.
Leider hat er wohl noch nicht begriffen, das man ein grundsätzlich ineffizientes System, welches nur 8% der eingesetzten Energie effektiv umsetzt, zwar effizienter machen kann, es aber auch mit 10 oder 15% Energieausbeute weiter ineffizient bleibt.
Förderungen und Vergünstigungen: Elektroauto, Elektromoped, Elektrorad - wo?
+ 02.04.2010 + Wo gibt es steuerliche oder sonstige Vorteile, wenn man ein Elektroauto kauft?
GROSSBRITANNIEN
In London spart man sich die Citymaut. Dies ist mittlerweile ein großer Anreiz zum Umstieg, denn die Mautgebühr (congestion charge) beträgt zwischen 7.00 und 18.30 Uhr 5 Pfund (also rund 7 Euro) beträgt. Damit man auch tatsächlich ohne Citymaut fahren kann, müssen einmal jährlich 10 Pfund bezahlt wurden und es wird nachgeprüft, ob das Auto auch wirklich sauber ist.
In England gibt es 5.000 Pfund Förderung (rund 5.700 Euro) für den Kauf eines Elektroautos.
Außerdem richtet sich die Besteuerung von Firmenautos nach dem CO2-Ausstoß des jeweiligen Modells. Auf der Comcar-Website (www.comcar.co.uk/dir1in.cfm) kann man die CO2-Steuer für das gewünschte Modell berechnen.
London gilt als Elektroauto freundlich, man spart sich nicht nur die City-Maut, sondern es gibt auch die Möglichkeit, gegen ein geringes Jahresentgelt an Elektroautotankstationen in der Stadt aufzutanken. Dass das Elektroauto hier boomt, scheint klar.
NORWEGEN
Auch in Norwegen, wo man mit Elektroautos auch die Busspuren in verstopften Innenstädten benutzen darf, wirkt sich diese Maßnahme bereits positiv aus. Seit 2009 sind Fährüberfahrten auf den Nationalstraßen Norwegens für Elektroautos kostenlos. "Dies ist aber nur eine von mehreren Vergünstigungen, die das Elektroauto noch attraktiver machen soll“, meint Ministerin Navarsete. Man darf mit Elektroautos gratis auf öffentlichen Parkplätzen parken und die Fahrspur für den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Außerdem sind Elektroautos bei der Durchfahrt durch die städtischen Mautstationen nicht kostenpflichtig, und von weiteren steuerlichen Abgaben befreit. Mit diesem Schritt möchten wir die Elektroautos neben den Städten nun auch für die Distrikte attraktiver machen“, so Navarsete. „Unternehmen, Gemeinden und Privatpersonen bekommen damit nun ein weiteres Bonbon, das ihnen Umweltbewusstsein, schmackhaft machen soll.“
BELGIEN
In Belgien wird bereits seit 2005 Käufern von Fahrzeugen, die weniger als 105 g CO2 pro km ausstoßen, ein Steuernachlass in Höhe von 15 % des Kaufpreises gegebe, bis maximal 3 280 Euro. Liegen die CO2-Werte des Fahrzeugs zwischen 105 und 115 g/km, entspricht der Nachlass 3 % des Kaufpreises, bis maximal 615 €. In einem vom belgischen Umweltamt herausgegebenen CO2-Führer sind alle Fahrzeuge, die am 30. September 2004 in Belgien im Handel waren, nach Kraftstofftyp und CO2-Emission aufgelistet.
ITALIEN
Italien bietet, genau wie Frankreich, eine Prämie beim Kauf von Elektrofahrzeugen - diese variert.
FRANKREICH
In Frankreich ist Elektroautofahren überhaupt ein Hit: Die ADEME zahlt für den Kauf eines Elektroautos 5000 Euro Prämie. (Für Autos, die weniger als 60g CO2 ausstoßen)
USA
In den USA gibt es eine Steuergutschrift von 7.500 USD bei Kauf eines Elektroautos oder eines Plug-In-Hybrid-Fahrzeugs
JAPAN
Die japanische Regierung übernimmt rund 40 % der Kosten eines umweltfreundlichen Elektro-Autos als direkte Förderung!
CHINA
China gewährt umgerechnet rund 6.700 Euro Förderung bei der Anschaffung von einem Elektroauto.
ÖSTERREICH
In Österreich fällt für Elektrofahrzeuge keine Nova (erhöhte Steuer für Neuwägen- beträgt max.16%) an. Außerdem entfällt für Elektrofahrzeuge die motorbezogene Versicherungssteuer, dies wirkt sich bei den laufenden Kosten aus. Außerdem gewähren viele Versicherungsgesellschaften 10% bis 20% Nachlass für Elektro-Fahrzeuge.
Zusätzlich gibt es noch Förderungen in einigen Bundesländern und Gemeinden mehr
Übersicht mit vielen Gemeinden mehr
Quelle:
oekonews.at | holler 2010
www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Foerderungen+und+Verguenstigungen-+Elektroauto-+Elektromoped-+Elektrorad+-+wo,6,a15474.html

