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Was versteht ihr unter Luxus?

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Beiträge (12 )
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Manu05 schrieb am 27.11.2011 um 16:51
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Hallo miteinander

meine Freundin verschafft sich gerne neue Modeimpressionen in Private Shopping Clubs, weil sie dort oft neue Designerkleidung anbieten, die nicht in den regulären Ladengeschäften zu kaufen sind. Brands4Friends, BuyVip, VentePrivée, Zalando-Lounge, limango, PrivateOutlet etc....mittlerweile gibt es wirklich viele Anbieter.

So kam ich auf die Frage, ob man denn Designerkleidung, wenn sie zu Preisen, die sich selbst ein/e Studenten/in leisten kann, noch als Luxus bezeichnet werden können?

Ich schreibe nun, auf diese Frage eingehend, meine Diplomarbeit zu dem Thema und untersucht das aktuelle gesellschaftliche Luxusverständnis anhand der Private Shopping Clubs.

Es wäre wirklich unglaublich toll, wenn ihr euch einen kurzen Moment Zeit nehmen könntet an meiner Umfrage teilzunehnmen, es gibt auch etwas zu gewinnen :)

Hier der Link:

https://www.netigate.se/a/s.aspx?s=67281X6086

Natürlich bin ich auch unabhängig von der Umfrage an eurer Meinung interessiert, was versteht ihr unter Luxus?

Viele liebe Grüße

    webgeili schrieb am 28.11.2011 um 14:22
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    Hallo Manu05,

    da ist ja ein wirklich interessantes Thema für deine Diplomarbeit...hab natürlich die Befragung durchgeführt!

    Ich fand deine Fragen sehr gut, hab mir aber schon folgendes gedacht: glaubst du nicht, dass Luxus bzw. das Empfinden von Luxus wesentlich was mit der Erziehung zu tun hat bzw. wie man aufgewachsen ist?
    z.B. wenn ich arm aufgewachsen bin und dann einen hohen Stellenwert erkämpfe wird es für mich luxeriös sein...wenn ich aber das verstoßene Kind eines Milliadärs bin und selbst nur Putzfrau werde ich unzufrieden sein. Solltest du evt. mal bei der Diskussion deiner Ergebnisse einbeziehen.

    Maria_L schrieb am 28.11.2011 um 15:04
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    Nicht ohne...die Umfrage.
    Normal mache ich so eine Umfrage in 5 Minuten, hier mußte ich doch mal denken ;-)

    Etwas Probleme hatte ich bei der Frage wie ich persönlich Luxus definiere.

    Und zwar dadurch, daß immaterielle Werte (Freiheit, Demokratie) vermischt waren mit materiellen Werten wie Schmuck ect.
    Diese immaterielle Werte sind mir exorbitant wichtig (viel wichtiger, als Schmuck oder dgl.), aber ich verstehe sie nicht als Luxus.

    dietmar schrieb am 28.11.2011 um 15:43
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    Hi Manu , ich frage mal meine Tochter wegen der Umfrage.
    Unter Luxus verstehe ich all das, was ich mir "leisten will", ohne dass ich es brauche. (und natürlich dabei ein gutes Gewissen behalten kann)Immateriell und materiell.

    SILKY schrieb am 28.11.2011 um 18:56
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    wenn ich mir etwas goenne was ich mir eigentlich nicht leisten kann.

    Manu05 schrieb am 28.11.2011 um 23:22
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    Halli Hallo,

    erst mal vielen lieben Dank für die schönen Beiträge!

    @webgeili : Ja da stimme ich Dir zu. Spontan fällt mir hierzu die Habitustheorie von P. Bourdieu ein!
    Der Habitus als strukturierte und zugleich strukturierende Struktur! Die Werte, Einstellungen, Handlungen etc die man seit frühster Kindheit erfährt, werden bewusst oder unbewusst verinnerlicht und drücken sich auf der anderen Seite in einem Lebensstil aus. Hat man nun in seiner Kindheit im puren Überfluss gelebt entwickelt sich dies zu einer art selbstverständlichkeit und man richtet auch dementsprechend sein Handeln aus.

    @Maria_L : Ich habe materielle und immaterielle Items gemischt, da ich vor der Veröffentlichung der Umfrage einen Pre-Test mit ca. 20 Personen durchgeführt habe. Hier haben viele bei der offenen Frage zu Luxus, Freiheit und Demokratie genannt. Aus dem Grund habe ich diese Items mit dazugenommen. Was wiederum eine meiner aufgestellten Thesen belegt : Jede Person hegt eigene Denk und Wahrnehmungs- und Bedeutungsmuster - Luxus ist somit relativ! :)

    @dietmar: oh das wäre schön! Ich bin um jede teilnahme dankbar! :)

    Ich habe derzeit bereits einige hundert Antworten. Mein persönliches Ziel waren 1000 Teilnehmer. Aber ob ich das noch schaffe liegt in den Sternen..! :)

    Ich bedanke mich nochmals ganz herzlich bei euch und wünsche noch einen schönen Abend!

    Viele Grüße
    Manu

    Maria_L schrieb am 29.11.2011 um 07:08
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    @Manu, gar kein Zweifel, daß immaterielle Werte auch dazu gehören.
    Ich habe im freien Text-Feld Zeit als Luxus genannt.

    Weiter hinten stand ich dann vor dem Problem, materielle und immaterielle Werte über die gleiche Matrix bewerten zu sollen. Das hat mir Probleme bereitet und ich kam ins Schwimmen.

    Damit wollte ich nicht ausdrücken, daß es falsch ist, beide Kategorien anzubieten.
    Ich habe es eher unter interessante Beobachtung verbucht.

    inaktiver User 82745 schrieb am 29.11.2011 um 08:50
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    Mitgemacht!
    Wie "streust" Du Deine Umfrage? Auf Utopia erreichst Du wahrscheinlich nicht die "Shop till you drops" dieser Welt :-).

    Und gibt es eine Möglichkeit, die Ergebnisse der Umfrage später mal zu sehen?

    webgeili schrieb am 29.11.2011 um 10:47
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    @Manu05: in dem Zusammenhang auf jeden Fall auch die Bedürfnispyramide von Maslow...wenn meine Grundbedürfnisse nicht befriedigt sind stehen soziale Werte, Wertschätzung, Bedürfnis nach Selbstverwirklichung an nachfolgender Stelle.

    inaktiver User 91971 schrieb am 29.11.2011 um 16:42
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    Ein interessantes Thema, über das ich zur Zeit auch viel nachdenke. Wie ich auch in deiner Umfrage geschrieben habe, wäre meine Definition:
    Luxus ist das, was man gern besitzen würde, aber nicht wirklich zum (Über)leben benötige. Vielleicht sollte ich sagen: Was man nicht zwingend für ein menschenwürdiges (Über)leben benötigt. Eine Hose zum Wechseln ist sicher der Menschenwürde sehr dienlich, 20 Hosen sind Luxus.
    Nun mag man einwenden, das für viele Menschen auf der Erde eine zweite Hose (oder überhaupt eine Hose) durchaus Luxus ist. Mein Luxus ist daher natürlich ein idealer Luxus, eine abstrakte Definition für ein Utopia, in dem die grundlegenden Menschenrechte erfüllt sind.

    mela schrieb am 29.11.2011 um 18:04
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    ich fand die Umfrage auch schwierig
    wenn ich ein Gut als "nicht-luxus" bewerte, heißt das entweder, dass es mir nicht wichtig ist, oder dass es selbstverständlich (bzw extrem gesagt überlebensnotwendig) ist, und damit das Gegenteil von wichtig.
    Frage mich, wie du das sinnvoll auswerten möchtest.


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