Da der Veggie-Tag Antrag der Grünen in Karlsruhe ja abgeschmettert wurde, habe ich mal zu dem Thema die o.g. Abgeordnetz, Fr. Kötting-Uhl angeschrieben:
Meine Anfrage:
Sehr geehrte Frau Kotting-Uhl,
da ja Karlsruhe Ihr Wahlkreis ist, wird
Ihnen ja nicht entgangen sein, dass dort die Initiative Veggie-Tag im
Gemeinderat von Karlsruhe fürchterlich abgeschmettert wurde.
Da Sie kaum
einen Einfluss auf diesen Beschluss haben, würde ich dennoch gerne von Ihnen
wissen, ob Sie persönlich eine solche Initiative Veggie-Tag, die letzlich immer
auch von Bürgern getragen wird, begrüssen und unterstützen würden ( ich hoffe es
kommt nun nicht die Standard-antwort der Politiker, man dürfe die Bürger nicht
bevormunden).
Und zweite Frage in diesem Zusammenhang, gibt es ein klares
Statement der Grünen, welches eindeutig die Reduzierung von tierischen Produkten
(natürlich Fleischkonsum an erster Stelle) aus Umweltgründen ( Co2/Methan) im
Wahlprogramm enthalten hat und dies auch glaubwürdig in der Öffentlichkeit
vertritt.
Dieses vermisse ich, bzw. habe es bisher in den Publikationen der
Grünen nicht gefunden
mit freundlichem Gruss
Die Antwort:
Antwort von Sylvia Kotting-Uhl,
31.08.2011
Sehr geehrter Herr Fischer ,
mein Zuständigkeitsthema Atom hat mich mehr als ein Jahr so in Anspruch
genommen, dass ich manches andere habe schleifen lassen, auch die
Antworten bei Abgeordnetenwatch. Ihre Frage, die ich - es tut mir Leid -
heute zum ersten Mal lese, finde ich aber auch heute wichtig und
beantworte sie deshalb auch spät.
Ja, ich unterstütze Initiativen für Veggie-Days. Mein Arbeitskreis
Umwelt hat das auch für den Bundestag beantragt - leider auch nicht
erfolgreich. Ich finde es richtig in Kantinen und öffentlichen
Räumen mit dem Symbol eines fleischlosen Tages - mehr als ein Symbol
ist ein einziger Tag ja gar nicht - auf die vielfältige Problematik
unseres viel zu hohen Fleischkonsums hinzuweisen. Auf den Parteitagen
des baden-württembergischen Landesverbandes der Grünen gibt es nur noch
fleischlose Essensangebote. Auch die Nicht-Vegetarier stellen dabei
fest, dass fleischloses Essen nicht nur nahrhaft, sondern auch
schmackhaft ist.
In unseren Wahlprogrammen finden Sie Hinweise auf die Folgen des zu
hohen Fleischkonsums für das Klima und auch die Welternährung. Wir
machen auch Veranstaltungen zur Thematik. Wir können allerdings nur zum
Nachdenken beitragen und an die VerbraucherInnen appellieren.
Vorschreiben kann man das nicht. Umso wichtiger wären sichtbare
Beispiele im öffentlichen Raum.
Mit freundlichen Grüßen
Sylvia Kotting-Uhl
Interessant, aber nicht überraschend wäre eine Anfrage an einen CDU oder FDP-Abgeordneten, die antwort kann man sich vorstellen ( mündige Bürger....)

