Helfen & Gutes tun / Allgemeines
Die letzten grossen Menschenaffen
Es geht uns alle etwas an!!!!!
Ich bin nicht dein Diener oder Sklave. Ich bin auch nicht dein Versuchsobjekt und bin auch keine Organfarm. Mein Fleisch ist nicht für dich zum essen und meine Knochen sind nicht dein Aphrodiasikum. Meine Haut ist nicht deine Tasche oder deine Schuhe. Ich bin nicht das Ziel deiner Jagd und es ist nicht mein Job dein Unterhalter zu sein.
Ich bin so wie Du , ein einzigartiges Geschöpf mit einer Seele. Ich kann denken und habe eine eigene Sprache die Du nicht verstehst. Es ist nicht wichtig was Du über meine Existenz denkst sondern nur das was die anderen meiner Art denken.
Afrika ist die Heimat unserer naechsten Verwanden. Leider sind die Tage der letzten grossen Menschenaffen gezaehlt. Die Spezies Mensch steht im Kampf mit der Natur und laesst diesen beindruckenden Tieren kaum eine Chance zum ueberleben.
Die westafrikanischen aequatorialen Regenwaelder sind die Heimat von zwei Unterarten der Menschenaffen, dem westlichen Flachland Gorilla und dem Schimpansen. Es gibt zwei Arten von Gorillas im Kongo Becken. Der oestliche Gorilla unterteilt in den oestlichen Flachland Gorilla und den Berg Gorilla. Der westliche Gorilla ist wiederum unterteilt in den westlichen Flachland Gorilla und den Cross River Gorilla.
Der Cross River Gorilla lebt in den Gebirgs- und Grenz Regionen zwischen Kamerun und Nigeria. Die Gegend ist bewaldet und schwer zugaenglich. Schaetzungen gehen von ca. 10 verschiedenen Populationen aus und sehr optimistische Schaetzungen von max. 300 Tieren. Moeglicherweise sind es jedoch nur noch max. 150 Tiere die hier wild leben. Der Cross River Gorilla wird als unmittelbar vom aussterben bedroht eingestuft und ist der am meisten gefaehrdete Primate der Welt.
Die groesste Gefahr fuer die Menschenaffen stellt der Mensch dar. Die unkontrollierte Jagd nach Bushmeat, der Verlust des Lebensraumes durch Abholzung und Brandrodung, Strassenbau und Viehzucht sind die Ursachen fuer das Aussterben vieler Tierarten.
Ein weiterer Grund ist der Ebola Virus der die inzwischen viel zu kleinen Populationen stark gefaehrdet.
Gorilla Weibchen sind nur alle 4 Jahre faehig ein Baby zu bekommen.
Die dramatische Entwicklung in West Afrika, insbesondere in Nigeria und Kamerun, zeigt deutlich das die Bemuehungen der Regierungen und Organisationen nicht ausreichen. Es ist dringend erforderlich bestehende Natur Reservate auszuweiten und als Nationalparks zu deklarieren. Die Nationalparks und Naturreservate muessen finanziell besser ausgestattet werden denn die Mittel um die Naturschutzgebiete wirkungsvoll zu schuetzen, um z.B. Ranger zu bezahlen, sind bei weitem zu gering. Es ist dringend noetig den Eco Tourismus zu foerdern und weitere Auffangstationen und Wiederauswilderungsprojekte zu etablieren.
Die Vergabe von Entwicklungsgeldern muss mit Auflagen zum Naturschutz gekoppelt sei und nicht nur grosse sondern auch kleinere Organisationen wie WPE müssen bei der Vergabe von Entwicklungsgeldern berücksichtigt werden.
Der Report Menschenaffen Teil 2 erscheint in Kuerze!
Bitte beachten sie auch die anderen Reportagen von WPE zu Naturschutzthemen.
Kennt ihr das "Great Ape Project"? Eine ziemlich interessante Sache:
www.greatapeproject.org
Das Ziel ist es, Menschenaffen bestimmte Grundrechte zuzugestehen. Kurz gesagt: Das Recht auf Leben, das Recht auf Freiheit und auf körperliche Unversehrtheit.
Zitat von der Homepage:
"We demand the extension of the community of equals to include all great apes: human beings, chimpanzees, bonobos, gorillas and orang-utans.
The community of equals is the moral community within which we accept certain basic moral principles or rights as governing our relations with each other and enforceable at law."
Eine wichtige Rolle bei dem Projekt spielt Peter Singer, der zwar bezüglich seiner Theorien zur Euthanasie behinderter Säuglinge arg umstritten ist, doch in der Tierrechtsbewegung ist er einer der absoluten Vordenker und ein sehr wichtiger Autor.
Nicht dass ich die Idee schlecht finde - im Gegenteil. Aber würde es mehr bringen, als dass diese Arten dann eben mit Grundrechten aussterben? Manchen könnte man sie vielleicht auch erst nachträglich verleihen, wenn die jetzige Entwicklung weitergeht.
Sollte man nicht zuerst das Überleben der Affen sichern und sich danach Gedanken über Rechte machen? Umgekehrt geht es sich ziemlich wahrscheinlich nicht mehr aus, denn solche rechtlichen Änderungen dauern normalerweise eher länger.
Dazu ein Satz aus einem E-Mail, das ich vorgestern von Wolfgang erhalten habe (er hält sich derzeit in einem entlegeneren Gebiet auf): "Der Wald rundum ist ueppig, aber die meisten Tiere sind weggeschossen."
Grüße
Susanne
Hier die Internetseite des Wild Planet Eco Projekt WPE:
http://www.wildplanetecoproject.org/
Gerne wuerde ich oefter bei Utopia schreiben. Leider ist Utopia dermassen ueberladen dass ich von Kamerun aus nicht hineinkomme. Es waere schoen wenn mir jemand aus der Gruppe seine email Adresse zuschickt und fuer mich manchmal etwas an Texten hier einfuegt. Zur Zeit tut sich einiges und ich habe durchaus interessantes und erfolgreiches zu berichten. E-mails an mich bitte an: contact@ecoproject.info
Ich bedanke mich und viele Gruesse aus Kamerun
Wolfgang
Ab und an gehe ich ins Cyber Cafe. Da gibt es eines mit richtig schneller Verbindung deshalb heute eine Ausnahme.
VLG
Wolfgang
Von Wolfgang ist gerade folgender Text bei mir eingegangen (Copy & Paste):
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Liebe Utopisten
In den Anfangszeiten von Utopia hatte ich dort sehr viel geschrieben. Der Aufbau der Utopia Seite war damals anders als heute. Mit meiner langsamen Internet Verbindung bin ich hier nicht in der Lage die Utopia Seite zu oeffnen. Ich konnte ueber das Utopia Forum einige Freunde fuer meine Ideen finden bevor unsere aktive Arbeit in Kamerun begann. Viele dieser Menschen haben sich allerdings von Utopia verabschiedet weil man glaubt das Utopia seinen Anspruechen nicht gerecht wird. Darueber moechte ich jetzt nicht diskutieren.
Meine Schreiberei war immer ehrlich und direkt. Das hat nicht immer jeder vertragen aber es hat immer dazu gefuehrt das sich etwas regt. Kritisiert wurde ich sei zu fordernd und meine Berichterstattung zu negativ. Naja, manchmal hat man mich da auch etwas missverstanden und dummerweise haben sich, wenn ich diejenigen die nur gross toenen aber nichts tun kritisiert habe genau die falschen angesprochen gefuehlt.
Utopia ist sehr kommerziell ausgerichtet. Das geht wohl nicht anders. In bestimmten Bereichen, bei mir geht es um den Naturschutz macht eine Kommerzialisierung allerdings Sinn. Leider ist es auch im Naturschutz so dass sich Dinge nur schuetzen lassen wenn kommerzielle Aspekte zum tragen kommen. Beispiel: Die Abholzung der Regenwaelder bringt Geld ein, man denkt hier nicht nachhaltig. Damit die Waelder eben nicht weiterhin abgeholzt werden muessen deshalb kommerzielle Alternativen her. Ein gutes Beispiel ist der Eco Tourismus.
Unsere Umweltbildungsprojekte nennen wir "The great Ape Campaign" Die letzten grossen Menschenaffen stehen also im Fokus unserer Projekte aber es ist wichtig darauf hinzuweisen das es bei WPE nicht nur um die Affen geht. Der Hintergrund unserer Arbeit ist zu einem wesentlichen Teil das Bushmeat Problem und der Handel mit Tieren. Tot oder lebendig. Betroffen sind fast alle Tiere wie z.B. auch die Elefanten, Flusspferde, Meeresschildkroeten und genaugenommen alles was sich bewegt. Der Hintergrund der Existenz von WPE ist also allemal ein negativer und leider auch ein ganz dringender.
In der letzten Zeit hatte ich den Stil meiner Reporte geaendert und nur noch ueber das positive unserer Arbeit geschrieben. Unsere meist desolate finanzielle Lage blieb dabei mehr oder weniger unerwaehnt. Nicht unbedingt meiner Ueberzeugung entsprechend aber es hat geholfen. Nun hat sich in den letzten Wochen tatsaechlich einiges entwickelt was man als sehr positiv bezeichnen koennte. Dazu mehr in einem WPE Report der wohl gegen Ende dieser Woche erscheint. Positiv wie noch nie !!!
Ich hoffe hier bei Utopia, dank der Hilfe von lukita wieder an die alten Zeiten anknuepfen zu koennen und ich hoffe endlich auch einmal Sponsoren zu finden, denn potenzielle Sponsoren sind ja gerade hier bei Utopia mehr praesent als irgendwo sonst. WPE ist in der Schweiz als gemeinnuetzig anerkannt und als Organisation in Kamerun registriert.
Viele Liebe Gruesse aus Kamerun
Wolfgang
WPE – Wild Planet Ecoproject
http://www.wildplanetecoproject.org
http://www.ecoproject.info
E-mail: contact@ecoproject.info
An dieser Stelle möchte ich dem Menschen eine Ehre erweisen, der sich für den Erhalt der Menschenaffen und gegen deren Aussterben sehr stark engagiert hat. Wolfgang Heilmann ist leider selber Anfang August gestorben. Am Freitag, 10.9.2010 ab 20 Uhr werden Freunde von ihm Kerzen anzünden und seiner und seiner Idee gedenken. Ich verweise an dieser Stelle auf meinen Blogbeitrag:
http://www.utopia.de/blog/beitrag/nachruf-an-wolfgang-heilmann
Mag seine Seele Frieden finden und sein Engagement Nachahmer und Menschen, die seine Idee weiter führen.
Herzlichst
Astrid

