Liebe Gruppenmitglieder,
ich möchte Euch auf eine Tagung in Heidelberg aufmerksam machen, die mir sehr am Herzen liegt:
Wie kann die Herrschaft der ökonomischen Rationalität überwunden werden?
Die gegenwärtige wirtschaftliche und damit auch soziale Krise wirft viele grundsätzliche Fragen auf:
Ist es wirklich zukunftsweisend, wenn Krankenhäuser, Schulen, Universitäten und sogar Strafanstalten gewinnorientiert arbeiten sollen? Gibt es Bereiche in denen ein rein an der Ökonomie orientiertes Denken antisozial, ja zerstörerisch wirken muss?
Bei den Überlegungen zu neuen gesellschaftlichen Formen rückt immer mehr der Mensch als soziales Wesen in den Mittelpunkt. Rudolf Steiners „Dreigliederung des sozialen Organismus“* trifft in diesem Zusammenhang eine klare Unterscheidung zwischen Wirtschaftsleben, Rechtsleben und Geistesleben. Durch diese Differenzierung lässt sich das Verhältnis des individuellen Menschen zur Wirtschaft ganz neu denken.
Anschauliche Beiträge z.B. zum „ethischen Investment“, zum „Patienten als Wirtschaftsfaktor“, zur „Überwindung des Erwerbsmotivs als Grundlage ökonomischen Handelns“ oder über „die neoliberale Dialektik und das anthroposophische Wirtschaftsmodell“ werden das Thema – nicht zuletzt auch im freien Gespräch – erschließen.
Diese Tagung befasst sich bewusst noch nicht mit Lösungsansätzen wie dem „Bedingungslosen Grundeinkommen“, sondern setzt zunächst bei den Voraussetzungen für einen gesunden „sozialen Organismus“* an. Betrachtet wird der Mensch selbst und die Qualität, die z.B. im Denken liegt, um das Einseitige der ökonomischen Rationalität überwinden zu können.
Ausschreibung und Infos zur Anmeldung als PDF zum Download
Zur Seite des Veranstalters
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*aus „Die Kernpunkte der sozialen Frage in den Lebensnotwendigkeiten in Gegenwart und Zukunft“ von Rudolf Steiner, Rudolf Steiner Verlag

