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GRÜN INVESTIEREN / Allgemeines

Weltspartag - Sparen kann auch sexy sein

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Beiträge (4 )
 
jazzlounge schrieb am 30.10.2008 um 18:14
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Auch wenn hier vorrangig die Rede von grünen Aktien, Fonds und Beteiligungen ist, möchte ich anlässlich des heutigen Weltspartags eine Lanze für das gute alte Sparen in seinen vielfältigen Formen brechen. Ob seiner eher schmalen Renditen über Jahre hinweg belächelt und als konservativ und langweilig beschrieben, erlebt es gerade in diesen Tagen eine echte Renaissance.

Sparen - richtig gemacht - ist durchaus attraktiv. Klar sind die langfristig erzielbaren Renditen im Verhältnis zum Aktienmarkt historisch betrachtet eher unterdurchschnittlich, aber dafür sind die Einlagen, wenn man sie denn mit Sinn und Verstand und bei den richtigen Banken tätigt, sicher. Und sie tragen dazu bei, dass Banken ihrer ureigensten Aufgabe, nämlich Geld für realwirtschaftliche Investitonen zur Verfügung zu stellen, in hohem Maße gerecht werden.

Und wenn man dann sein Geld noch zu einer Bank trägt, deren Mittelverwendung transparent ist und die in nachhaltige Projekte und Unternehmen insvestiert, kommt zu der finanziellen auch noch eine ideelle Rendite - doppelter Gewinn sozusagen. Es ist ein gutes Ruhekissen, sein Geld so angelegt zu wissen.

Wo die "Gier frisst Hirn"-Mentalität sowohl auf Seiten der Banker als auch Seiten der Anleger hinführt, konnten wir in den vergangenen Wochen ja eindrucksvoll beobachten.
    anonym schrieb am 02.11.2008 um 15:43
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    @jazzlounge: ich wusste bis jetzt nicht, dass SPARER IVESTOREN sind, nur eben die schlaueren, weil sie keine Risiken eingehen.
    Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass
    SPARER Gläubiger der Banken sind (sie erwarten regelmässige Zinszahlungen und zu einem im voraus bestimmten Termin die Rückzahlung des ausgeliehenen Geldes) und
    INVESTOREN ihr Geld als Beteiligung am haftenden Eigenkapital hingeben in der Erwartung in gleichen Teilen (equity) je Aktie/Beteiligungsbetrag vom Gewinn abzubekommen, wohl wissend, dass das schon mal dauern kann - nicht jedes Jahr, schon gar nicht bei sehr jungen Unternehmen, wird Dividende bezahlt - und Aktionäre (Investoren) prinzipiell am Ende der Geld-Schlange stehen - nach Staat/Steuern, Mitarbeitern/Gehältern, PAchten/Mieten, Zinsen, Lizenzgebühren usw...)
    Habe ich da irgendwas Entscheidendes übersehen? Ist das bei "grünen", "ethisch korrekten" Sparern anders?

    jazzlounge schrieb am 02.11.2008 um 19:24
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    Natürlich sind Sparer keine unmittelbaren Investoren. Habe ich auch nirgendwo behauptet. Allerdings sind sie, indem sie Banken ihre Gelder leihen, m.E. schon mittelbare Investoren (sie ermöglichen Unternehmen, mit Hilfe von Banken mittels Darlehen Investitionen zu tätigen). Wenn auch in Form von Fremd- statt Eigenkapital. Und wenn es denn so wäre, dass in Ihrem Sinne "echte Investoren", die sich also unmittelbar mit Eigenkapital an Unternehmen beteiligen, die von Ihnen beschriebene Geduld und Zurückhaltung in Sachen Rendite aufbrächten, wäre ja auch alles in bester Ordnung. Aber gerade die Realität der letzten Jahre lehrt uns doch immer wieder, dass es genau daran (am langen Atem, an der Geduld) fehlt. Vielmehr steht doch oft genug der kurzfristige Gewinn im Vordergrund. Und da ist mir ein zinsgünstiges Darlehen, das für den Kreditnehmer kalkulierbar und berechenbar ist, lieber.
    Natürlich bedarf es grundsätzlich der Kombination von beidem. Investitionen in Eigenkapital, aber eben auch einer soliden Ausstattung mit verlässlichem und kalkulierbaren Fremdkapital. Es geht und ging mir nicht darum, Fonds oder Aktien grundsätzlich zu verteufeln.
    Wenn in dieser Gruppe allgemeine Beiträge zum Thema Geldanlage als deplaziert betrachtet werden, bitte ich um Entschuldigung. Ich hatte den Titel "Grün investieren" einfach weiter gefasst und "grüne" bzw. ethische Geldanlagen jeder Form darunter subsumiert.

    ---
    edit 04.11.: Tippfehler korrigiert.

    anonym schrieb am 03.11.2008 um 16:13
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    polemisieren wollte ich sicher nicht, eher mit "spitzer zunge" ein paar begriffe klar stellen. und entschuldigen braucht sich auch noch keiner. und das eine oder andere unter fachlich engagierten leuten ausdiskutieren und klären,was soll das schaden?
    wir sind uns doch beide einig - wie auch mit vielen lesern unserer zeilen -, dass reine finanzinteressen - ohne wertebezug jenseits der finanzwelt - irreführend, und gelegentlich auch geldvernichtend ist. das "kino" dazu läuft derzeit.
    ich favorisiere aber klarheit: erst unternehmerisches, weil für den geschäftserfolg haftendes kapital verankert ideen in der realwirtschaft. die öko-sparer leihen diesen unternehmen via banken geld. auch das brauchen nachhaltige unternehmen. D´accord?


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