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Lack auf Basis nachwachsender Rohstoffe

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Beiträge (3 )
 
habito schrieb am 26.03.2009 um 14:55
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Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft haben Möbellacke entwickelt, die etwa zur Hälfte aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen - bei gleich guten Eigenschaften wie herkömmliche Lacke.

Die Wissenschaftler haben wasserverdünnbare Möbellacke auf Basis von Pflanzenölen und Zuckern entwickelt, die in ihren Eigenschaften den handelsüblichen Lacken in nichts nachstehen. Sie sind genauso chemikalienbeständig, abriebfest und kratzbeständig.

"Mit diesen Lacken können wir der Industrie eine ansprechende Alternative zur Petrochemie bereitstellen, die sich gut bewährt hat und wirtschaftlich ist", berichtet Dr. Claudia Philipp vom Fraunhofer WKI. Die neuen Lacke basieren auf der chemischen Verbindung 1,3-Propandiol, das sich aus Glycerin herstellen lässt. Glycerin wiederum ist die Grundsubstanz aller Pflanzenöle und fällt als Nebenprodukt etwa bei der Herstellung von Fettsäuren oder Biodiesel an. Aus 1,3-Propandiol synthetisieren die Forscher im Labor das Lack-Bindemittel Polyurethan, ein Bestandteil von harten und kratzbeständigen Klarlacken. "Das kostengünstige 1,3-Propandiol soll einen teuren petrochemischen Synthesebaustein ersetzen, wobei die Beschichtungseigenschaften des Lacks gleichbleiben", erklärt Dr. Guido Hora, Abteilungsleiter am Fraunhofer WKI. Der neue Lack ist nicht nur hart, sondern auch stoßelastisch. Er platzt demnach nicht ab, wenn beispielsweise eine Tasse auf den lackierten Tisch fällt.

Erstmals ist es den Forschern auch gelungen, einen Acryllack auf Basis von gewöhnlichen Zuckern herzustellen. Dieser besteht zu über 60 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen und enthält härtere Grundbausteine als gewöhnliche Acryllacke.

Ihre Neuentwicklungen präsentieren die Wissenschaftler auf der Messe European Coatings Show vom 31. März bis zum 2. April in Nürnberg (Halle 9, Stand 163).

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.fraunhofer.de/presse/presseinformationen/2009/03/Presseinformation17032009.jsp
    C. Stoldt schrieb am 26.03.2009 um 19:21
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    Moin!
    So neu ist das nicht: Naturfarbenhersteller produzieren seit langem Lacke u. Lasuren, die mit konventionellen Produkten mithalten können, sie tlw. sogar auch technisch übertreffen. Darüber hinaus ist z. B. AURO der erste Farbenhersteller der eine CO 2 - neutral Zertifizierung hat u. TÜV-geprüft seine gesamten Produktionsabfälle kompostieren darf!
    Ansonsten scheint mir in Deinem Beitrag etwas durcheinander gelaufen zu sein: Polyurethane werden aus Isocyanaten hergestellt, zu deren Produktion wiederum Phosgen gehört ( Kampfgas/Nervengift im 1. Weltkrieg ) und Acryl-Lacke werden aus Acrylnitril ( krebserregend u. erbgutverändernd ) hergestellt. So ist der auf Zuckerbasis hergestellte Wasserlack sicherlich teilsynthetisch, aber nicht Acryl. Man soll übrigens staunen, was in den 20er/30er Jahren des letzten Jahrhunderts schon alles an Kunststoffen auf Basis pflanzlicher Rohstoffe existiert hat - die petro-chemische Schiene warf halt mehr Profit ab...
    Gruß
    Carsten

    karl schmitz schrieb am 26.03.2009 um 22:45
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    was geschieht mit den Stoffen Polyurethan und Acryl am Ende der Nutzungsphase, wie sicher ist die Vorstufe von Polyurethan( Isocyanate) wirklich, warum brauchen wir - für den Konsumentenbereich überhaupt Lacke, wie sieht eine umweltverträgliche und menschenfreundliche Chemie aus ? Ich denke, das Thema Lack ist nur bei minderwertigen Produkten, - Spanplatte, Dünnschichtfurniere von Bedeutung, falls ich ein vernünftiges Massivholzmöbel habe , dann komme ich gut ohne diesen Pferdefuß aus. Natürlich brauchen wir die Entwicklung besserer Beschichtungsstoffe, aber bitte in Anlehnung an das , was die Natur uns vormacht, also problemlos wieder eingliederbar in den natürlichen Kreislauf, das sollte das Entwicklungsziel sein. Wer bezahlt Fraunhofer für diese Entwicklung ?


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