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Abwrackprämie für alte Häuser?

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Beiträge (4 )
 
habito schrieb am 27.05.2009 um 10:59
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Ein Immobilienunternehmer aus Schleswig-Holstein fordert eine staatliche Abwrackprämie für Ein- und Mehrfamilienhäuser, die älter als 30 Jahre sind und nicht unter Denkmalschutz stehen.

80 Prozent der Einfamilienhäuser im Land seien vor 1978 gebaut worden, sagt der Immobilienmakler, und diese Häuser hätten alle ein energetisches Problem. Viele davon würden auch mit staatlichen Krediten aufwendig saniert. Doch trotz der neuen, energetisch verbesserten Fassade blieben die alten Mauern stehen und das mache wenig Sinn... http://www.sueddeutsche.de/immobilien/300/469853/text/

Ich meine: Wer ein altes Haus entsorgt und ein neues baut, spart in Zukunft mindestens 90% Heizenergie - die richtige Bauweise vorausgesetzt. Und er setzt Geldströme in Fluss, die insbesondere mittelständischen Unternehmen und damit vielen Normal- und Geringverdienern nützlich und wertvoll sein können. Bei der Umweltverschrottungsprämie zu Gunsten der Automobilwirtschaft sehe ich diesen Effekt nicht: der Einfluss auf den Energieverbrauch liegt dort mehrheitlich zwischen geschätzten 40% Minderverbrauch und 10% Mehrverbrauch. Ich halte allerdings - anders als der Immobilienprofi aus dem Norden - Abriss und Neubau aus ökologischer Sicht nur für die zweitbeste Lösung, weil weiternutzen besser ist als wegwerfen. Auch bei vielen Autos.

Liebe Utopisten, was meint Ihr?
    Gerd schrieb am 27.05.2009 um 11:48
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    das es eine energetische Katastrophe ist ein intaktes Haus abzureißen und statt dessen ein neues zu bauen.
    Bei eine bestehenden Haus spricht mann von der grauen Energie. Da kann im Zweifel ein mehr als intakter Rohbau stehen.
    Sinnvoller ist es ein moderen Niedertemperaturheizung einzubauen, Diffusionsfähige Dämmstoffe einzubauen und die Fenster zu tauschen.

    Christian Silberhorn schrieb am 27.05.2009 um 15:56
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    Ja, ich denke viele unserer derzeitig bewohnten Häuser sollten ersetzt werden. Aus vielerlei Gründen: mangelnde energetische Qualität, ungesunde Baustoffe, Raumstruktur, Architektur ...

    Nur, was sich derzeit als "modern" und "energiesparend" verkauft bzw. verkauft wird ist vielfach keinen Deut besser. Beweise: Einfach mal ins nächste Neubaugebiet gehen.

    Sicher gibt es erhaltenswerte Wohngebäude, die dürften aber die Ausnahme sein und eher aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg stammen.

    Ansonsten lohnt sich eine Sanierung auf das heute mögliche bauphysikalische und raumklimatische Niveau nicht. Und selbst wenn, was hat man erreicht? Ein altes Haus mit alten Strukturen.
    Wenn man einer Oma Turnschuhe anzieht, dann wird aus ihr trotzdem keine Marathonläuferin.

    Gruß
    Christian

    schwarze_emma schrieb am 27.05.2009 um 20:57
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    Das Abwracken von Autos finde ich schlecht. Unser 10. Jahre altes, aber noch gut funktionsfähiges Auto wird aufgrund der Prämie nicht verschrottet.
    Bei unserem Haus Bj. 58 würde ich es mir gerne überlegen. In den vergangenen 15. Jahren haben wir "einiges" ins Haus gesteckt. Doch abgeschlossen ist die Sanierung nicht und der Gedanke an ein Holzhaus in Brettstappelbauweise mit Lehmbauplatten, einer Wandheizung und Holzfasern als Dämmung ist nicht vom Tisch. Unser Grundstück ist gut gelegen, wenn da nicht bereits ein Haus darauf stehen würde???? dann ....

    Daniel


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