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Gentechnik - nein Danke! / Nachrichten von der Gentechnik

Unerwünschte Inhaltstoffe in 'Gen-Soja'

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Beiträge (3 )
 
Dude schrieb am 18.08.2011 um 13:34
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EU-Lebensmittelbehörde EFSA für Zulassung in Lebens- und Futtermitteln

11. August 2011

München/Parma

Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA befürwortet in aktuellen
Stellungnahmen die Zulassung von zwei neuen Varianten gentechnisch
veränderter Sojabohnen. Es handelt sich um die ersten Fälle, bei denen
auch die EFSA davon ausgeht, dass der Stoffwechsel der Pflanzen
ungewollte Veränderungen aufweist: Bei Soja 356043 der Firma
Dupont/Pioneer wurden zu hohe Gehalte an verschiedenen Fett- und
Aminosäuren festgestellt, bei Soja MON87701 der Firma Monsanto hat sich
durch den Eingriff in das Genom der Pflanzen der Vitamin-E-Gehalt in den
Pflanzen verändert.

Die gentechnischen Eingriffe zielten auf ganz andere neue Merkmale
der Pflanzen: Die Firma Dupont/Pioneer hat Soja mittels Gentechnik
resistent gegenüber zwei Unkrautvernichtungs¬mitteln (Glyphosat und
ALS-Inhibitoren) gemacht, die Sojapflanzen der Firma Monsanto
produzieren ein Insektengift. Im Juli 2011 hat die EFSA beiden
Anmeldungen ein positives Gutachten ausgestellt. Damit könnten Produkte
aus diesen Pflanzen schon bald als Lebens- und als Futtermittel in der
EU eingesetzt werden. Die Mitgliedsländer und die Europäische Kommission
können die Zulassung noch verhindern.

Für Testbiotech zeigen diese Fälle grundsätzliche Probleme der
Agrogentechnik und der Risikobewertung durch die EFSA auf: „Die Gene
werden per Schrotschussverfahren ungezielt ins Erbgut eingeschleust und
ihre Aktivität wird technisch erzwungen. Ungewollte Auswirkungen auf den
Stoffwechsel der Pflanzen lassen sich nicht vorhersagen und nicht
verhindern. Gentechnisch veränderte Pflanzen weisen deshalb spezifische
und andere Risiken auf als Pflanzen aus konventioneller Zucht“, sagt
Christoph Then von Testbiotech. „Die EFSA geht bei ihrer Prüfung aber
von einer Gleichwertigkeit aus.“

Die EFSA bezieht sich bei ihren Bewertungen auf Daten aus
Freisetzungsversuchen der Industrie. Dabei fielen bereits verschiedene
ungewollte Veränderungen im Stoffwechsel der Pflanzen auf. Um das
tatsächliche Risikopotenzial besser abschätzen zu können, hätten die
genetische Stabilität und die Veränderungen der Inhaltsstoffe dieser
Pflanzen unter definierten Umweltbedingungen in einem Stresstest
untersucht werden müssen. Bei Soja sind eingehende Untersuchungen der
Inhaltsstoffe der Pflanzen besonders wichtig, weil sie bereits von Natur
aus Allergene und hormonell wirksame Substanzen produzieren. Erhöht
sich der Gehalt an diesen Stoffen, kann das erhebliche Folgen für die
Gesundheit von Mensch und Tier haben.

Zudem bergen die in die Pflanzen eingebauten Genkonstrukte nicht
unerhebliche Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier: Durch das
Insektengift Cry1Ac in der Monsanto-Soja können Immunreaktionen wie
Allergien erheblich verstärkt werden. Trotz entsprechender Bedenken von
Experten der Mitgliedsländer, die unter anderem auf Befunde aus
Blutuntersuchungen verweisen, verlangte die EFSA keine weiteren
Unter¬suchungen. In den Sojabohnen von Dupont/Pioneer müssen die
Verbraucher mit einer neuartigen Gruppe von Rückständen des
Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat rechnen, die ähnlich giftig sind
wie das Spritzmittel selbst. Neuere Untersuchungen zeigen, dass bei
Glyphosat und Handelsprodukten wie „Roundup“ wohl ein größeres Risiko
für die Gesundheit von Mensch und Tier besteht, als bisher angenommen
wurde.

Weitere Informationen:
Link zur Stellungnahmen der EFSA: MON87701
Link zur Stellungnahmen der EFSA: Soja 356043
Bis 27.8. 2011 können Stellungnahmen eingereicht werden

Anhang PE_Testbiotech_Veränderungen in Gen-Soja .pdf Größe: 212.97 KB

Quelle: http://testbiotech.org/node/530
    berniewa schrieb am 18.08.2011 um 16:03
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    Auch eine Folge davon, dass die Mehrheit der Bevölkerung in der EU bisher keine 'grünen' Parteien wählt, daher in Ministerrat und Europaparlament und ihnen 'angeschlossenen' Gremien solche Entscheidungen

    almutkleist schrieb am 18.08.2011 um 16:07
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    Wenn man das Buch von Jörg Bergstedt "Monsanto auf deutsch" gelesen hat und weiss, wer für die Zulassung von GEN-Pflanzen zuständig ist, dann wundert einen nichts mehr, weder die fehlenden Untersuchungen noch die Kriterien der Zulassung. In dieser Behörde sitzt leider kein einziger Gentechnik-Kritiker, alle Mitglieder kommen aus der Gentec-Branche oder haben zumindest Beziehungen zu ihr.

    In den USA sind die einzigen Kriterien, die bestimmend sind für eine Zulassung von GVO,die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe wie Eiweiss, Kohlenhydrate, Fett u.ä. Dabei schwankt auch dieser Gehalt von GEN-Pflanze zu GEN-Pflanze, ebenso der Gehalt des von der Pflanze selbst produzierten Toxins (Gift des Bakteriums Thuringensis).

    Bleiben wir aktiv in unserem Protest und klären möglichst viele Mitmenschen über GVO auf!


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