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Garten / Austausch zum gärtnerischen Tun

Welche Wuchshilfen für Stangenbohnen verwendet ihr?

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Beiträge (23 )
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Maria_L schrieb am 19.09.2012 um 21:31
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Ich habe die letzten Jahre Bambusstäbe verwendet, die ich noch aus meiner Gärtnerzeit hatte.
Die wurden in den Boden gesteckt und oben mit Querstäben stabilisiert.

Das wurde mir zu mühsam und ich habe bei den türkischen Kleingartenanlagen abgeschaut, daß die alle nur normale Stangen verwenden, die im halbmeter-Abstand in den Boden gesteckt werden.

Aber den Dreh habe ich noch nicht raus.
Dieses Jahr sind wieder einige Stangen umgekippt und das gibt ein schreckliches Chaos.

Nun überlege ich, wie ich das besser machen kann, stabil, umweltfreundlich und wenig arbeitsintensiv.

Meine Nachbarin schwört darauf, daß man die Bohnen über Jahre am selben Ort pflanzen kann.

Etwas schade, weil ich sie gerne als Zwischenfrucht verwende, wegen dem Stickstoff.
Andererseits gibts sowieso nicht viele Plätze, wo die Beschattung durch die Bohnen nicht stört.
Macht also Sinn, über einen festen Platz nachzudenken.

Ich überlege, ein stabiles Holzgerüst zu bauen.
Zumindest die Seitenpfosten sollen fest im Boden verankert werden.

Dazwischen oben eine Querlatte und an der werden Strohstricke angebracht (gibt's bei den Ziegen nebenan als Abfall) und an denen können die Bohnen klettern.

Wenn ich mich recht erinnere, haben wir das in meiner Gärtnerlehre ähnlich gemacht und die Bohnen auch am selben Ort gehalten.

Welche Kletterhilfen verwendet Ihr?
Stimmt das, daß Bohnen keinen Fruchtwechsel brauchen?
Bei den Tomaten weiß ich es.

Noch etwas habe ich von meiner türkischen Nachbarin abgeschaut, was ich nächstes Jahr probieren will:
Sie steckt zeitgleich mit den Bohnen Gurkensamen zwischen die Reihen.

Ebenso zeitgleich mit den Bohnenkernen erntet sie jetzt wunderschöne Freilandgurken in riesiger Zahl.
Welche Sorte das ist, konnte sie mir nicht sagen.
Sie bekommt die Samen auch wieder von türkischen Bekannten geschenkt.

Könnt Ihr Euch vorstellen, welche Gurken-Sorten Freilandklima und Schatten zwischen den Bohnen vertragen?
    Richard-Burgenlandler schrieb am 19.09.2012 um 21:55
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    Bohnenstangen im April

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    Bohnen im Juni

    und von jetzt mache ich morgen ein Foto :-)

    Unsere Bohnenstangen sind Fichtenstangen aus den umliegenden Monokulturen. Die etwa 5-6 m hohen Stangen werden mit Querstangen verbunden und stabilisiert. Da unsere Bohnen sehr üppig wachsen, werden die Stangen mit sammt dem Kraut bei der Ernte in die Scheune getragen und dort dann vom Kraut befreit. Da wir zur Zeit sehr starken Wind haben und die Stangen voll mit Bohnen sind, sind einige fast umgefallen.
    Das mit dem Platzwechsel könnte stimmen. Ich erinnere mich an den Schrebergarten meiner Eltern, da waren die Bohnen immer am selben Ort.

    Wir haben keine spezielle Gurkensorte. Von Melodrias über Schlangengurken, Stachelgurke und Einlegegurke ziehen wir alles im Freiland. Allerdings ist die große Gurkenernte schon längst vorbei. Das ist bei uns das erste Gemüse im Jahr, das eingelegt wird

    alrescha schrieb am 20.09.2012 um 05:58
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    Ist jetzt vielleicht eine blöde Frage, aber wie bekommt man Stangen in der Länge von 5 - 6 m in den Boden? Eingraben? Reinhauen geht doch nicht, weil man da kaum richtig rankommt, oder?

    Maria_L schrieb am 20.09.2012 um 06:56
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    "Ist jetzt vielleicht eine blöde Frage"

    Nein! Frag ich mich auch grad.

    Hähä...der Martin kann's auch nur mit Querstangen ;-)
    (Danke für die Bilder!)

    Warum stehen die in den türkischen Kleingartenanlagen immer wie eine 1?
    Ohne jegliche Verstrebung?
    Die Querstreben gehen beim Ernten immer im Weg um.

    In den Italienischen Südalpen machen sie so nette Indianer-Tippis mit ca. 8 dünneren Stangen.
    ABer wie man da erntet, ist mir auch klar.

    Rätsel über Rätsel, und ich dachte immer Stangenbohnen wären kinderleicht.

    cannafee schrieb am 20.09.2012 um 08:07
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    etwas zum Schmunzeln-meine Mutter -Hobbygärtnerin pflanzt ihre Bohnen in die Blumenkübel rund um den Sonnenschirm,da können sie gut ranken,und um die Hollywoodschaukel.So 3 kg Bohnen war der Erfolg.

    alrescha schrieb am 20.09.2012 um 08:32
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    Außerdem sind die oben gezeigten Stangen nach oben hin ja immer dünner - da kann man ja nicht mal richtig draufschlagen - also bleibt da fast nur eingraben *rätsel*

    Das mit dem Sonnenschirm ist eine coole Idee! :-)

    Maria_L schrieb am 20.09.2012 um 08:41
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    Wir rätseln, aber ich denke, der Martin macht das ganz nach alter Maibaumtradition ;-)

    Wie z.B. dieses Jahr in Aichach:



    Man braucht dazu nur ein paar freundliche Helfer, eine zünftige Blasmusik mit Kanonendonner und - fast hätte ich es vergessen: Die freiwillige Feuerwehr mit entsrechend schwerem Gerät:
    Dann ist das kinderleicht ;-)

    Im Burgenland gibts dann nicht nur einen Kanonenschlag, sondern...wieviele Stangen sind das???

    (In der italienischen Eisdiele im Hintergrund sitzen wir übrigens, weil zufällig auf Radltour vorbeigekommen.)

    Richard-Burgenlandler schrieb am 20.09.2012 um 09:01
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    Hier einmal die Fotos vom Jetztzustand, da hat wohl meine "statische Berrechnung" nicht ganz ausgereicht :-)

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    Das Setzen der Bohnenstangen ist ganz einfach. Mit einer Eisenstange (Setzeisen) wird ein etwa 0,5 m tiefes Loch in den Boden gemacht, dann die Stange eingesetzt ausgerichtet und festgestampft. Da wir in den letzten 3 Jahren unseren steinharten Lehmboden zu einem tiefgründig durchlebten und weichen Boden gemacht haben (natürlich nicht wir sondern die Regenwürmer), der bis auf eine Tiefe von etwa 30-40 cm reicht, dann kommt der Lehm, geht das Einschlagen der Eisenstange von Hand ohne Hammer. Bei einem sandig, steinigen Boden könnte ich mir das Ganze auch ohne Querstangen vorstellen. Ich glaube es sind 20 senkrechte Stangen.

    Und die Musik liefert der Nachbar mit seinem Radio, wenn er in seinem Hausgarten werkelt. Luftlinie etwa 500 m entfernt. Die Lautstärke ist für mich gerade angenehm, er hat wohl Bohnen in den Ohren :-)

    Im Vordergrund sieht man den Kartoffelacker (ohne Kartoffel, sind schon ausgegraben) aber dazu erzähl ich zum passenden Thema etwas.

    Maria_L schrieb am 20.09.2012 um 09:15
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    Aha, ein Setzeisen.
    Da muß ich mal meinen Vermieter fragen, der hat sowas vielleicht.

    Warum Fehler in der statischen Berechnung?
    Du hättest die Stangen an den Stromleitungen fixieren sollen...dann wäre das nicht passiert!

    Stromausfall? Im Burgenland, neeeeee, wissen wir nix davon. ;-)

    Richard-Burgenlandler schrieb am 28.10.2012 um 18:35
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    Nachdem wir in den letzten Tagen unerwartet mit Saftpressen beschäftigt waren ( http://www.utopia.de/blog/richard-burgenlandler/ausgepresst ) hat das unsere Lagerlogistik etwas über den Haufen geworfen. So kamen wir erst heute dazu unsere Bohnenernte einzufahren. Es war auch höchste Zeit, denn in der Nacht sind die ersten cm Schnee gefallen und das feuchtkalte Nebelwetter ist durch ein Nordwindiges klares Wetter ersetzt worden.

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    Uwe-Sievers schrieb am 28.10.2012 um 22:43
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    Unsere Bohnenstangen und auch alle anderen Ranggerüste haben wir aus den Ästen von Bäumen gebaut.
    Mittlerweile haben wir viele Größen zur Verfügung. Da wir mehrfach ernten sind unsere Ranghilfen max. 2 Meter hoch, sonst komme ich ohne Leiter nicht ran.
    [image]
    Kerstin ist etwa einen Kopf kleiner wie ich.

    Beim Äpfelernten ist es schon umständlich genug mit der Leiter zu arbeiten.
    2013 werden wir weiter Ranghilfen für Bohnen bauen.
    Wir haben schon wieder so viele Pläne für 2013, da ist das Jahr eigentlich zu kurz für.


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