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Garten / Austausch zum gärtnerischen Tun

Mein eigenes Gemüse - auch ohne Garten!

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Beiträge (27 )
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Polarnacht schrieb am 18.03.2012 um 12:29
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Ich fand die Bildergalerie dazu interessant ( http://www.utopia.de/galerie/mein-eigenes-gemuese-ohne-garten/1 ) und möchte selbst auch Gemüse anbauen.
Leider haben wir "draußen" nur wenige Möglichkeiten zum Anbau und würden daher auf Töpfe etc. in der Wohnung, beispielsweise auf Fensterbrettern zurückgreifen, weshalb mich eure Erfahrungen interessieren würden.

Wir (mein Freund und ich) würden gern Tomaten in einem Kübel in der Küche anpflanzen und Kräuter auf der Fensterbank. Kennt sich damit jemand aus?
Mir schwebten auch noch Walderdbeeren vor, die habe ich schon in Töpfen gesehen und sie waren wahnsinnig lecker.

Inspiriert und motiviert hat mich auch folgender Artikel: http://www.arm-aber-bio.de/2012/03/opflanzt-is/ Die Autorin besitzt selbst auch kaum Möglichkeiten zum Anbau und trotzdem hat sie bald ihr eigenes Gemüse.

"O’pflanzt is!

Als Bewohnerin einer Stadtwohnung mit winzigem dunklem Nordbalkon war ich bisher von gärtnerischen Aktivitäten ausgeschlossen. Das hat sich geändert! Nicht dass ich umgezogen wäre. Aber in München, in angenehmer Fahrradreichweite, hat sich ein Gemeinschaftsgärtnerprojekt gegründet: “O’pflanzt is!” ( www.o-pflanzt-is.de )
Für Nichtbayern auf Hochdeutsch: “Es ist angepflanzt!”
Der Verein hat vom Freistaat dreieinhalbtausend Quadratmeter verwildertes Gelände gemietet und darf dort gärtnern. Nur in Hochbeeten, wenn ich es recht verstanden habe, weil der Untergrund nicht ganz koscher ist. Jedenfalls gab es eine erste Pflanzaktion, bei der rund 45 Teilnehmer zwischen Null und 68 Jahren mit Begeisterung in Erde wühlten und behutsam Samen in kleine Töpfe packten. Zwei stehen jetzt bei mir auf der Fensterbank (Südseite). Nach einer Woche kamen grüne Spitzen aus der Erde, jetzt bin ich unglaublich stolz auf meine kleinen Zöglinge. Das Obere soll mal ein Kohlrabi werden, das Untere Paprika oder Tomate."

Ich freue mich auf eure Ideen, Anregungen und Erfahrungen.
    Maria_L schrieb am 18.03.2012 um 12:41
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    Hi Polarnacht,

    ich würde auf dem Fensterbrett in der Wohnung nur ein paar Frischkräuter wie BAsilikum und Petersilie, Schnittlauch ziehen.

    Keinesfalls würde ich Tomaten oder Erdbeeren in der Wohnung halten.

    Das grenzt ja schon an Pflanzen-Quälerei ;-)
    Nee...das nicht, aber ich finde Aufwand und Qualität stehen in keinerlei Verhältnis.

    Gerade Tomaten und Erdbeeren sind ja sehr sonnenhungrig.
    Walderdbeeren mögen noch mit weniger Licht auskommen.
    Ich habe eine große Fläche im Garten und dort schmecken die in der Sonne auch besser, als die im Halbschatten.

    Da finde ich so einen Gemeinschaftsgarten alla "O’pflanzt is! schon viel besser.

    Jonas, der auch hier schon geschrieben hat, hat ebenfalls in München von einem solchen berichtet.
    Er schreibt heute hier:
    http://unsere-zukunft.xobor.de

    Hier hat er -glaub- im Permakulturforum von seinen Erfahrungen berichtet.

    Meine Vorbehalte gelten übrigens nur gegen die Haltung im Haus.
    In Kübeln gedeihen viele Gemüsepflanzen (auch Tomaten) prächtig.
    D.h. ein Hinterhof oder eine Dachterrasse täten's schon.

    Ich weiß...woher nehmen, wenn nicht stehlen.
    Ich habe es in München Giesing aus diesem Grund einfach nicht mehr ausgehalten vor 15 Jahren.

    Polarnacht schrieb am 18.03.2012 um 13:18
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    Hej Maria_L,

    danke für die Ratschläge und Informationen. Den Link werde ich mir bei Gelegenheit mal anschauen.

    Noch ist es nicht soweit, dass wir in die Nähe von München ziehen (ab Mai wohnen wir in Gauting) und wahrscheinlich haben wir dann auch die Möglichkeit, einen kleinen Garten anzulegen, unser Vermieter ist da sehr kulant, aber das wird selbst nach unserem Einzug sicher seine Zeit brauchen.
    Darum interessieren mich Kübelpflanzen wie Tomaten, denn die könnte man anfangs drinnen ziehen und dann rausstellen, wenn der Garten instandgesetzt ist (noch ist die Fläche mit Rasen bewachsen und alte Wäscheaufhängmöglichkeiten sollen noch entfernt werden). Oder eben Kräuter, wir haben sehr sonnige Fensterbretter, da wir ganz oben wohnen und niemand uns das Licht blockiert. Vielleicht können wir auch in Blumenkästen was anbauen, da kenne ich mich nicht aus.

    Den Gemeinschaftsgarten möchte ich mir auch anschauen, da kann ich sicher noch einiges lernen oder sogar mitmachen. Denn bei meinen Eltern mochte ich nie was im Garten mitmachen, weil es unter Zwang stand, mehr oder weniger. Doch unterdessen bin ich begeistert davon, auch selbst etwas zu pflanzen, pflegen und ernten. Mit meinem Freund und Utopia habe ich da ja tatkräftige Unterstützung, also werden wir das Boot schon schaukeln.

    Maria_L schrieb am 18.03.2012 um 14:12
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    Als wir hier vor 15 Jahren eingezogen sind, war es auch schon Ende Mai.
    Da kann man durchaus noch was anstellen, wenn Ihr den Garten bewirtschaften dürft.

    Vorher haben wir in einer Wohnung gewohnt am Südhang.
    Statt Garten gab es nur eine Betonterrasse.
    Auf der haben wir ein Folien-Gewächshaus gebaut und darin die tomaten in Kübeln gezogen.

    Das ging so gut, daß wir es bis heute beibehalten haben.

    Habe ich hier genauer beschrieben in meinem Mulch-Tagebuch:

    http://www.utopia.de/gruppen/permakultur-145/forum/1735

    Kräuter im Blumenkasten geht auch prima.
    Wenn Licht da ist.
    Da kann man sich ein Wasservorratssystem reinbauen:
    In die möglichst großen Blumenkästen eine Schicht Tongranulat (wie für Hydropflanzen) mit Wasserstandsanzeiger.
    Darauf ein Wurzelflies aus dem Baumarkt als Trennschicht und darauf die Erde.
    Dann noch gut Mulchen, dann muß man nicht so oft gießen.
    Das kann sonst gnadenlos nerven bei sonnenseitiger Lage.

    Tja, das man zu Hause keine rechte Lust hatte im Garten zu helfen scheint recht normal zu sein.
    Ich mußte nicht so viel machen, bzw. habe aus Lust mit geholfen.
    Bei meinem Partner war es viel extremer.
    Der durfte den Rasen nicht betreten mit seinen Kumpels, aber mähen sollte er ihn doch.

    Er hat auch eine Weile gebraucht, bis er wieder Spaß hatte und auch nur, weil unser großer Bauerngarten eine gepflegte Wildnis ist.

    Einzige Auflage des Vermieters: Wir müssen regelmäßig Rasen mähen statt Wildwiese.
    Das ist aber OK, weil es Mulchmaterial für's Gemüse gibt.

    Da hatte ich was falsch verstaden, ich dachte Du wohnst schon in München.
    Gauting ist doch klasse.
    Schöne Landschaft drum rum und trotzdem S-Bahnanschluss.

    Wenn wir im Umfeld von München was bezahlbares gefunden hätten, wären wir auch nicht weiter weg gezogen.
    Jetzt sind wir südl. von Augsburg.

    Jane_Aire schrieb am 18.03.2012 um 14:16
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    Hallo Polarnacht,
    wenn du die Fläche selbst vom Rasen befreien musst, dann herzlichen Glückwunsch. Ich habe das grade mit 20 Quadratmetern vor und bin bisher erst bei 3,5. Ich finde es schon recht anstrengend. Bei meiner letzten Grabung hätte ich auch beinahe in ein Ameisen-Nest gegriffen. Danach hab ich erstmal den Spaten beiseite gelegt und warte nun auf den nächsten Sonnentag zum weiter machen.

    emmaradio schrieb am 18.03.2012 um 14:36
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    Hey Polarnacht. Ich habe letztes Jahr angefagen mit "window gardening" und auch meine ersten Tomaten gezogen. Das sah ungefähr so aus:

    [image]
    Aussaat

    [image]
    Arbeitszimmerfenster: Tomatenzöglinge nach etwa 4 Wochen

    [image]
    Badezimmerfenster, vorne: Tomatenzöglinge etwa 4 Wochen alt. Hinten: Basilikum, Minze, Radieschen


    [image]
    Küchenfenster, draussen: Rechts und links aussen Tomatenstrauch etwa 8 Wochen alt stabilisiert durch senkrecht befestigte Schnur, Toepfe fixiert mit Draht. Mitte Romarin und Basilikum, drinnen links Ruccola, rechts neue Zoeglinge.

    [image]
    Arbeitszimmerfenster: Tomatenstraeucher draussen etwa 16 Wochen alt, drinnen etwa 4 Wochen alt. Hatte leider alles viel zu spaet gesaet und nur grosse gruene Tomaten geerntet...


    Aber dieses Jahr geht's von vorn los, diesmal aber richtig...

    [image]
    Radieschen

    [image]
    Tomaten

    [image]
    Essblumen, Kopfsalat, Feldsalat, Moehren
    [image]
    Feldsalat, Moehre, Essblumen

    Wenn die Aussaat ausgetrieben hat, wird umgetopft und rausgesetzt und mit Mulch versorgt....


    Toll finde ich auch diese Konstruktion fuer Kraeuterpflanzen...

    Polarnacht schrieb am 18.03.2012 um 18:31
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    Jane_Aire: Glücklicherweise wohnen wir in einem Mehrparteienhaus, zu dem der garten dann gehören wird, also hoffe ich, dass nicht nur mein freund, sondern auch ein paar nachbarn kräftig anpacken.

    emmaradio: Wow, danke für die Bilder und Erklärungen. Auch das Window Gardening ist echt faszinierend, habe mir dazu noch diesen beitrag angeschaut und werde das mal mit meinem Freund diskutieren. ( http://www.wdr.de/tv/servicezeit/sendungsbeitraege/2012/kw01/0105/04_windowgardening.jsp ) Wirklich coole Sache.

    Polarnacht schrieb am 19.03.2012 um 00:09
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    Maria_L: Entschuldige, ich habe deinen Beitrag überlesen. Die Bilder von deinem Garten sind ja der Wahnsinn. Ich hoffe, bei uns piept und grünt's dann auch. Da habt ihr es richtig schön, meinen Glückwunsch. Ich bin gespannt, wie es bei uns dann mal aussieht.

    Wir haben lange gesucht, bis wir was schönes fanden, das wir auch bezahlen konnten und S-Bahnanbindung war mir sehr wichtig, weil ich keinen Führerschein habe und überall hin mit dem Rad ist gerade im Winter nicht ganz ohne.

    Der Kräutergarten am Fenster dürfte auch kein Problem sein, Sonne ist da genug, denke ich. Ich freue mich schon, könnt ihr euch das vorstellen?

    emmaradio: Ui. Essblumen, das finde ich auch interessant, seit ich die im Kochbuch http://www.abendmahl-berlin.de/kochbuch.html gesehen habe. Wenn die nicht nur dekorativ sind, sondern auch schmecken, wäre das eine Überlegung wert. Mein Freund wird sich freuen, wenn ich plötzlich meinen grünen Daumen entdecke, sonst durfte er sich nämlich fast allein um das Grünzeug kümmern.

    Maria_L schrieb am 19.03.2012 um 07:08
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    "Ich freue mich schon, könnt ihr euch das vorstellen?"

    Aber ja doch!

    So ein Neuanfang zur schönsten Frühlingszeit ist was Feines.
    Wir haben damals die Wohnung+Garten an einem 1. Mai besichtigt und sind Ende Mai eingezogen.
    Dann gings gleich los im Garten...

    Uwe-Sievers schrieb am 19.03.2012 um 08:22
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    Ja Gärtnern macht riesig Spass, trotz der manchmal vielen Arbeit, aber um so leckerer ist dann die Ernte.

    Mein Buchtipp für Gartnenanfänger (bin selber Einer) ist das Buch von
    Natalie Faßmann:
    Auf gute Nachbarschaft
    Mischkultur im Garten
    Gemüse - Kräuter - Zierpflanzen

    Hier ein Link:
    http://www.pala-verlag.de/cms/website.php?id=/index/die_buecher/gesamt/auf_gute_nachbarschaft.htm

    Ist es in München so schwierig einen Garten oder Grabeland zu pachten?

    Bei uns in Hannover gibt es überall Kleingärten, wir sind da wohl völlig verwöhnt?
    In einigen Gartenkolonien wird es zudem geduldet dort auch zu wohnen.

    Hier noch ein Link zu einem sehr guten Gartenprojekt von Markus Gastl
    http://www.hortus-insectorum.de/
    Sein Garten ist in 91725 Beyerberg

    Polarnacht schrieb am 19.03.2012 um 13:13
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    Uwe-Sievers: Da haben wir wieder das Problem mit dem Geld. ich denke, die Wohnung kostet schon genug, von daher werden wir den kleinen Garten im Hinterhof tüchtig aufmöbeln. Ein Pachtgarten wäre dann wieder zuviel des Guten und ich möchte meinem Freund auch nicht alles aufbürden, selbst wenn er gerne im Garten und mit Grünzeug rumhantiert. Trotzdem danke für den Buchtipp.

    Für mich ist die Idee vom Window Gardening am naheliegendsten. Unterdessen finde ich auch immer wieder Anregungen, wie beispielsweise hier: http://biobalkon.wordpress.com/ Wir haben auch sehr helle, sonnige Fensterbretter. Mein Freund meinte, mit ein bisschen Kreativität können wir auch in Blumenkästen was anbauen und so haben die Pflanzen nicht nur frische Luft, sondern auch viel Sonne.

    Kennt einer von euch das Buch "Jedem sein Grün!: Urbane Permakultur: Selbstversorgung ohne Garten" ( http://www.amazon.de/Jedem-sein-Gr%C3%BCn-Permakultur-Selbstversorgung/dp/3708805445 )? Ich habe mal reingelesen, es klingt spannend und Permakultur ist ja hier in der Community auch kein Fremdwort.

    Maria_L: Es wird wirklich ein Neuanfang. Ich bin froh gewisse Dinge mit dem Umzug nach Gauting hinter mir lassen und einen Schlussstrich ziehen zu können. Innerlich fühle ich mich gerade dem Frühling sehr verbunden, denn irgendwie ist es, als ob ich nach dem Winter selbst auch "grüne". So sonnig war mein Gemüt lange nicht. Ich bin zwar eher der zynische, realistische Pessimist, aber zur Zeit entdecke ich auch viel Optimismus und Freude in meinem Denken und Handeln, weil ich mal nicht das tue, was Andere wollen oder erwarten, sondern auf mein Herz höre und das schlägt für Natur, Tiere, Liebe, Nachhaltigkeit und allem voran für ein grünes Leben. :)


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