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Mähen ohne Motor

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Carlsen
schrieb am 20.09.2008 um 09:28

Liebe Leute,

wenn auch die Saison fürs Mähen im Garten und Außenbereich so langsam dem Ende zugeht, möchte ich hier doch gerne dieses Thema ansprechen.

Gerade Leute, denen die ökologischen Folgen ihres Tuns nicht egal sind und die den Bewuchs auf ihrem Grundstück ab und zu oder regelmäßig stutzen wollen, fragen sich doch bestimmt, ob dieses auch ohne den Einsatz von Benzin- und Elektromotor, also ohne den Verbrauch von fossiler Energie und Strom zu machen ist.

Ich selbst habe ein fast 3000 qm großes Grundstück, welches ich grundsätzlich nur von Hand mähe. Dazu benutze ich Sense oder Handspindelmäher, je nach Anspruch des Ergebnisses.
Derzeit stehen 5 verschiedene Sensen im Schuppen, jede für eine andere Anwendung geeignet und zwei Spindelmäher, ein breiter für die Fläche und ein schmaler für die Ecken.

Ich pflege meine Gerätschaften seit vielen Jahren selbst und kann behaupten, dass ich einige Ahnung vom Sensen, Dengeln, Einstellen, Spindelmesser schärfen, Sensenbaum bauen, Schnittgut beurteilen, etc. habe.

Mich interessiert, ob es unter den UtopianerInnen noch mehr praktizierende Motorverächter gibt oder auch ob es Leute gibt, die den Umgang mit der Sense und das Dengeln lernen wollen.
Ähnliche Forumsstränge gibt es auch in diversen Gartenforen, aber ich denke, zu Utopia passt dieses Thema auch, ja vielleicht gerade.

Ein Austausch übers Internet über solch eine praktische Sache hat natürlich auch seine Grenzen. Ich könnte mir unter bestimmten Bedingungen vorstellen, einen richtig realen Kurs für Interessierte zu geben. Dieser wäre etwa fürs Frühjahr 2009 sinnvoll, wenn das Grünzeug wieder so richtig sprießt.
Weil ein solcher wohl etwas mehr Vorbereitungsarbeit braucht, als etwa ein Utopiastammtisch, will ich hiermit die Sache mal in den Raum stellen und fragen, was die Gemeinde davon hält. Ich wohne im Bereich 55.

Mit scharfgedengelten Grüßen von Carl

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    Horst
    schrieb am 20.09.2008 um 11:25

    Dazu ein Zitat:
    OK, einen Nachteil hat der Hand-Mäher. Es bekommt niemand mit, wenn man mäht. Irgendwie habe ich nämlich immer mehr das Gefühl, beim Gärtnern geht es nicht um das Ergebnis, sondern darum von den Nachbarn wahrgenommen zu werden. Ganz nach dem Motto, wer als fleißig gelten will, muss zuallererst mal laut sein.

    Quelle: Nachhaltigkeits-Tipp: Hand-Rasenmäher

    Grüße 8-)
    Horst

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    Carlsen
    schrieb am 21.09.2008 um 20:26

    Liebe Leute,

    Für die Städter unter uns ist dieses Thema wohl nicht so interessant, doch nehme ich an, dass es auch unter den UtopianerInnen Leute mit Garten gibt.
    Wie mäht ihr denn?

    Das Mähen ist ein Beispiel von vielen, wie in der Industriegesellschaft eine ursprüngliche und seit Jahrhunderten selbstverständliche Alltagstechnik durch Maschinen ersetzt wurde. Vordergründig scheint Mähen dadurch bequemer geworden zu sein. Nachhaltig und umfassend betrachtet aber ist modernes Mähen völlig unverträglich mit den natürlichen Lebensgrundlagen.

    Einige Vorzüge des Handmähens will ich hier mal aufzählen:

    --- Sensen ist absolut umweltfreundlich. Es verbraucht keine Treibstoffe, emittiert keine Abgase und keine unverbrannten Partikel. Weil kein CO2 entsteht, ist es völlig klimaneutral.

    --- Sensen schont die sonstigen globalen Ressourcen. Der Aufwand für die Herstellung einer Sense unter Berücksichtigung der immens langen Haltbarkeit ist fast vernachlässigbar. Eine Sense besitzt keine Verschleißteile wie ein Motorgerät, das nach wenigen Jahren kaputt geht. Das Sensenblatt hält trotz regelmäßiger Benutzung und wenn es ordentlich gedengelt wird, mehrere Generationen lang.
    Die enormen Materialmengen, welche die Industrie zur Produktion von Motorgeräten braucht, der Energieverbrauch dazu und die vielen sonstigen ökologischen Schäden in Zusammenhang mit der Produktion, werden vermieden.

    --- Sensen geschieht leise. Die mittlerweile epidemisch ausgearteten Lärmorgien von Frühjahr bis Herbst auf allen hausnahen Grünflächen, stundenlange Lärmbelästigung für Nachbarn und andere Unbeteiligte, könnten sofort aufhören. Abgesehen von dem Pingpingping-Geräusch beim Dengeln ist vom Handmähen nichts zu hören.

    --- Sensen ist gesund. Der ganze Körper wird rhythmisch bewegt, alle Gelenke und Muskeln sind im Einsatz. Besonders die Rückenmuskulatur wird gestärkt. Sensen, besonders in den frühen Morgenstunden hilft gegen Stress und Depressionen. Wer auf die richtige Weise von Hand mäht, treibt in gewissen Umfang Sport dabei und verbrennt überflüssige Kalorien sehr effektiv.
    Das Verhalten vieler Rasenbesitzer, die zuerst mit Aufsitzmäher fast unbeweglich ihre 500 qm rasieren und anschließend eine Stunde joggen gehen, ist demgegenüber völlig unverständlich.
    Sensen wäre der ideale Freizeitsport für Menschen fast allen Alters und könnte Tätigkeiten wie Joggen, Walken und andere Trimmmethoden, bis hin zu bestimmten Formen des Wirbelsäulentrainings nicht nur ersetzen, sondern auch mit etwas Sinnvollem verbinden.
    Die Atemluft beim Mähen bleibt sauber. Es werden keine Abgase und Treibstoffpartikel in die Lungen gesogen, was bei jedem Einsatz des Verbrennungsmotors unvermeidlich ist. Kein Motor schreit, wie bei den Motorsensen, unmittelbar neben dem Kopf.

    --- Sensen ist besser für den jeweiligen Boden. Zweitaktmotoren verspritzen immer eine Gewisse Menge an Benzin und Öl durch den Auspuff, die anders als die Abgase absinken und den Boden kontaminieren. Die Erde wird nicht durch Räder verdichtet und bleibt luftdurchlässiger.

    --- Sensen schont die Landschaft wie keine zweite Mähmethode. Der Bewuchs wird nicht wie bei stumpfen Kreiselmessern abgeschlagen und zerfranst, sondern abgeschnitten, was einige empfindliche Kräuter sehr viel besser vertragen.
    Die Tierwelt im Gras wird nicht mitzermalmt und bleibt größten Teils unbeschadet. Blindschleichen, Kröten und andere Tiere werden in der Ruhe oft früh bemerkt und können flüchten.
    Eine Mähweise ohne Motor käme auch insgesamt der Natur in Siedlungsnähe zu Gute: Weil es zu mühsam wäre, eine große Fläche, wie es derzeit zehntausendfach in Deutschland geschieht, allwöchentlich von Hand zu mähen, würden Teile und Ecken davon ungemäht stehen bleiben und wieder vielen Tieren als Behausung und Futterplatz dienen können.

    --- Mit Ausnahme von völlig niedergetrampeltem Gras kann man mit der Sense alles problemlos mähen, vom 6 cm langen Rasen bis hin zu holzigem Bewuchs bis 15 mm Stärke.
    Unterhalb von 6 cm und für einen teppichhaft kurzen Rasen, kommt der Handspindelmäher zum Einsatz. Mit ihm ist man in der Regel schneller, als mit einem Motormäher.

    Auch gesamtgesellschaftlich hat das Mähen von Hand einige Vorteile:

    --- Sensen ist eine autarke Technik. Sie kann nicht durch irgendwelche äußerlichen Krisen und Mangelsituationen unterbunden werden. Bedeutend ist dieser Aspekt vor allem bei der Futterbeschaffung für Stalltiere.

    --- Sensen schafft Arbeitsplätze. Nicht nur bei den Straßen- und Stadtverwaltungen im Land könnten viele Ungelernte eine Tätigkeit bekommen. Früher gab es weit verbreitet den Schnitter als Dienstleister, der anderen Leuten die Mäharbeit gegen Bezahlung abnahm.

    Heute morgen habe ich nach dem Aufstehen erst mal eine Viertelstunde mit der rattenscharfen Sense Krummet gemäht, barfuß und mit warmen Füßen. Das war ein Frühstück danach...

    Grüße von Carl

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    MadMage
    schrieb am 21.09.2008 um 20:39

    So, jetzt haben wir die positiven eigenschaften, da müssen der Vollständigkeit halber auch noch die Nachteile angeführt werden:

    - sensen bedeutet bewegung ;)
    - sensen erfordert mehr zeit
    - sensen erfordert übung - ich hab die nicht, deshalb spieße ich die Sense regelmäßig in den Boden und das Schnittbild taugt auch nix ;)

    so...

    mfg
    mad

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    Carlsen
    schrieb am 23.09.2008 um 11:07

    Liebe Leute,

    MadMages Anmerkung lässt sich größtenteils relativieren.

    Leuten, die beim Sensenversuch die Spitze in den Boden stechen, hat eben niemand erklärt, wie dieses Gerät zu handhaben ist. Man kann den Umgang mit der Sense in relativ kurzer Zeit unter entsprechender Anleitung lernen.

    Dass Sensen Bewegung erfordert, kann ich jetzt nicht als Nachteil empfinden, eher im Gegenteil.

    "sensen erfordert mehr zeit", ist ein weit verbreitetes Vorurteil und stimmt nur in wenigen Fällen.
    Betrachten wir zwei verschiedene Bewuchsarten:

    Mittlerer bis hoher Bewuchs: Mit einer normalen Sense mäht man auf jeden Fall schneller, als mit der Motorsense. Diese Krachmaschine hat nur Vorteile auf engstem Raum, wo etwa lauter Steine herum liegen oder in einem eng gepflanzen Gehölzstreifen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich dort, wo die Sense nicht einsetzbar ist, ich überhaupt nicht mähen MUSS.
    Aber selbst hier lässt sich mit der Kurzsense und etwas Übung das Gras schneiden.

    Eindeutig zeitlich unterlegen ist die Sense auf großen Flächen gegenüber einem Balkenmäher. Dieser allerdings kommt meist nur bei Leuten vor, die eine gewisse Menge Gras etwa für ihre Pferde brauchen. (-Pferdebesitzer, die das Futter mit der Motorsense schneiden, sollten mal auf Plastikfadenstücke im Kot ihres Tieres achten.-)
    Allerdings leistet die Sense etwas, was weder Motorsense noch Balkenmäher vermag: Sie legt in der Mähbewegung das abgeschnittene Grünzeug in parallelen Bahnen nebeneinander, was das Zusammenrecheln sehr erleichtert.

    Kurzer Bewuchs: Hier kommt weniger die Sense zum Einsatz, dafür aber der Handspindelmäher. Auch mit diesem ist man schneller als mit dem entsprechenden Motorgerät, also einem Motorschiebemäher. Bevor der Nachbar seinen Tank mit Sprit gefüllt, den Motor gestartet oder das Kabel ausgerollt hat, ist man mit dem Spindelmäher schon über die halbe Fläche gefahren.

    Zu Spindelmähern muss ich noch sagen, dass es hier viele schlecht brauchbare Modelle auf dem Markt gibt, die schon etlichen willigen Motorverzichtern den guten Vorsatz vertrieben haben. Hier ist unbedingt der Kauf eines Qualitätsprodukts angesagt.
    Der Spindelmäher ohne Motor braucht im Gegensatz zur Sense auch keine Einweisung oder Übung. Mit ihm kann jeder sofort loslegen, und das Ergebnis ist so gleichmäßig, wie bei einem Motorrasenmäher mit frisch geschärften Messern.

    Schneller als der Spindelmäher ist nur der Aufsitzrasenmäher, also der "BobyCar für reife Männer", die auch in ihrem Garten Autofahren wollen.
    Dieses Gerät allerdings halte ich für eine ziemlich dekadente Erfindung. Es ist nur für einen Bedarf da, den es vorher gar nicht gab, also zum regelmäßigen Kurzmähen großer Flächen, die früher einfach Wiese waren.

    MadMage, erzähl doch mal kurz etwas zu deinen Mähbedingungen. Wieviel Qm hast du zu mähen und welche Grashöhe und Mähintervalle strebst du an? Vielleicht kann ich dir ja einen ganz individuellen Tip geben.

    Gruß von Carl

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    Serpente
    schrieb am 23.09.2008 um 11:47

    Lieber Carlsen!

    Meine Grasmäher für zu Hause haben glücklicherweise vier Hufe und laufen ganz von alleine. Sie sind auch geeignet, um drauf zu sitzen - ohne Lärm. Lenken muss ich nicht - sie finden das beste Gras vollautomatisch.

    Um den Pferden eine besondere Freude zu machen, mähe ich im Frühling regelmäßig kleine Mengen in unserem Weingarten mit der Sense. Mähen ist vielleicht zu viel gesagt, aber sobald das Gras 15 - 20 cm hoch ist, bekomme ich es in halbwegs annehmbarer Zeit kürzer. Beim Dengeln lacht mich immer noch meine Sense aus. So richtig scharf wird sie nicht - aber immerhin so, dass das Mähen noch Spaß macht.

    Die Sense stammt von den Großeltern und irgendwann habe ich es einfach probiert. Vom Rasenmäher gemähtes Gras darf nämlich nicht verfüttert werden, weil es zu feucht ist und für die Tiere gefährlich wäre - ein weiterer Grund, der für die Sense spricht.

    Liebe Grüße
    Susanne

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    MadMage
    schrieb am 23.09.2008 um 12:33


    MadMage, erzähl doch mal kurz etwas zu deinen Mähbedingungen. Wieviel Qm hast du zu mähen und welche Grashöhe und Mähintervalle strebst du an? Vielleicht kann ich dir ja einen ganz individuellen Tip geben.

    Gruß von Carl


    Derzeit hab ich nur ein geflieste Dachterrasse, insofern wird bei mir nichts gemäht ;) Trotzdem Danke fürs Angebot!

    mfg
    mad

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    Reto
    schrieb am 23.09.2008 um 15:40

    Unser Grundstück ist an ziemlicher Hanglage und wir haben einen Obstgarten sowie einige Reihen Reben. Ich bin absolut gleicher Meinung wie Du, Carlsen, Mähen mit der Sense ist unübertrefflich, aber nebst dem erhöhten Zeitaufwand (den ich als Laie habe) ist das Sensen um Bäume und andere Pflanzen herum mit beengten Platzverhältnissen eine mühselige Geschichte, vor allem auch, wenn das Terrain nicht eben ist.

    Aber man ist definitiv anders/besser drauf, wenn man fünf Stunden in der Stille mit der Sense gemäht hat, als in zwei mit dem Freischneider und Gehörschutz.

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    Burnie
    schrieb am 23.09.2008 um 16:44

    Eine Frage:

    "Für die Städter unter uns ist dieses Thema wohl nicht so interessant, doch nehme ich an, dass es auch unter den UtopianerInnen Leute mit Garten gibt.
    Wie mäht ihr denn?!
    "

    Die Antwort:

    Hier:

    Spindelmäher zum schieben,

    Kanten und kleine Flächen mit ner Sichel. Oder auch der Sichelsense, die mir recht angenehm liegt...

    Die grosse Sense hängt unten, die brauch ich nicht wirklich.

    Vor rund 8 Jahren den kleine Luftkissenmäher von Bosch ausser Betrieb genommen..

    Die Bewegung tut gut, das ganze geht schnell und ist ideal für mal zwischendurch, um weg vom "Bildschirm" zu kommen.

    so seh ichs also im Prinzip wie Carlsen

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    mogus
    schrieb am 23.09.2008 um 21:34

    Wir haben noch beides, also Elektromäher und Sense. Wir lassen meist das Gras hoch wachsen und möglichst ausblühen, damit die Insekten was von der Wiese haben. Dann gehe ich mit der Sense mehr schlecht als recht drüber und damits nicht so zerfranst aussieht halt meist doch noch mal mit dem Elektromäher (schähm ;)).

    Für hohes Gras gibt es nichts besseres als eine Sense, aber an manchen Stellen ist es bei uns recht dünn, da bekomme ich es nicht richtig geschnitten.

    Große Flächen möchte ich aber auch nicht sensen, da tut mit dann doch das Kreuz weh. Trotzdem macht es Spaß mit der Sense zu arbeiten, vor allem, weil das sonst keiner mehr macht :D

    Bis dann, Christian

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    achim möbes
    schrieb am 24.09.2008 um 22:43

    Lieber Carlsen und Interessierte,

    so wie Du über das Sensen schreibst, ist das u.a. Ausdruck Deiner Lebens-Philosophie, die viel von Reflexion, Achtsamkeit und Weisheit spricht, und zielgenau in besten Pragmatismus führt, und das gefällt mir sehr gut.

    Es gibt wohl kaum einen Menschen, der sich noch nie durch ein Rasenmäher-Geräusch belästigt gefühlt hat; der Lärm ist ähnlich grausam wie die der Laubpuster, abgesehen von den anderen beschriebenen Nachteilen.
    Kein Durchschnitts-Hausbesitzer mit Garten oder Nur-Garten-Pächter braucht einen elektrischen oder benzinbetriebenen Rasenmäher. Gesundheitsanspruch pflegen alle Menschen, zumindest im Geiste und in Konversation; also sollten sie auch einen Handspindelmäher nutzen, der ihren Kreislauf etwas in Trapp bringt. Weshalb sollte dies nur der extra angeschaffte Hometrainer tun? Wer gebrechlich ist, muß einen Externen kommen lassen und dieser muß aber auch kein Professioneller mit entsprechendem Equipment sein.

    Das Hauptproblem liegt m.E. an Gewohnheitsbildern und Handlungen sowie Erwartungen.
    Die meisten Menschen sind mittlerweile geeicht auf Magazin-Abb. und Ferseh-Soaps, wo der Garten draußen wie die Küchenzeile drinnen aussieht. Es besteht aber Hoffnung auch für Menschen, die mit exakt gezogenem Scheitel und ausgiebig ondulierten Haaren ihre gewohnten Bahnen ziehen mit Carlsens Denkansatz zu erreichen. Bleiben wir erstmal bei uns Utopisten, die vermeintlich schon anders leben oder Interesse an einem anderen, zumindest temporär, haben, sich neu erfahren wollen.

    Sensen habe ich als Meditation und körperintensive, effektive Aktion erfahren, die hohe Zufriedenheit verschafft. Wer Körperbewußtsein hat, und Flächen zum Sensen, kriegt den richtigen Dreh nach einiger Zeit selbst raus. Dennoch ist es viel besser mit einer Anleitung wie beim Surfen- oder Autofahren- lernen; es gibt einige Anfänger-Fehler.

    Ich denke, was Carlsen anzubieten hat, ist viel mehr als nur Sensen. Aber schon allein die Aussicht bei ihm so etwas wie einen ?Flow? bei Läufern zu bekommen, erschöpft, aber glücklich in frisch gesenster Wiese liegen zu können, würde sich lohnen sein in den Raum gestelltes Angebot nachzufragen. Allem voran natürlich, die Möglichkeiten einer anderen, individuellen Garten-Ästhetik.
    Ich bin mir sicher, es gäbe auch ein ?Holzhacker-Kurs? mit Holzkunde und manches mehr dazu. Da bietet sich natürlich auch Entspannung an, Entlastung durch Gymnastik z.B. mit den ?Tibetern?.
    Bevor es ans Sensen geht, vermutlich auch eine kleine Kräuterkunde, was so alles auf einer wilden Wiese wächst. Wer hat schon mal eine frische Kleeblüte auf Butterbrot gegessen?! Sieht nicht nur gut aus sondern schmeckt auch. Hat man sich geschürft, preßt man was drauf?
    Zudem gibt es eine Menge nachzudenken über sein sehr gutes Projekt ?Zukunftslobby?.*

    Jetzt nur nicht drängeln zum Dengeln; aber einige Anfragen jetzt schon, wünsche ich Dir sehr.

    Beste Grüße ? de Achim

    * unbedingt Zeit nehmen zur Sichtung von ?Zukunftslobby? siehe Strang:
    http://www.utopia.de/forum/showthread.php?p=21733#post21733
    http://www.zukunftslobby.de/

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