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Garten / Austausch zum gärtnerischen Tun

alternative für torftöpfe

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Beiträge (6 )
 
sunshinchen schrieb am 15.04.2012 um 22:12
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hallo,

wir haben einen großen garten und haben letztes jahr in anzuchttöpfen unsere samen anwachsen lassen. diese bestehen ja (zum teil?) aus torf. der torfabbau schädigt doch allerdings die moore, siehe link zum bund. dort wird geschrieben:

Auch Sie können etwas zum Moorschutz beitragen, kaufen Sie für den Garten und Balkon nur Erde ohne Torf. Meiden Sie den Kauf billiger Zimmerpflanzen und Anzuchttöpfe, denn diese enthalten große Mengen Torf.

http://www.bund.net/themen_und_projekte/naturschutz/moore/


meine frage: habt ihr erfahrungen für alternativen? eierschachteln? sonstige ideen?

das wäre mega!
danke schonmal,
viele grüße
    Fredegar schrieb am 16.04.2012 um 09:59
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    Der BUND hat dazu einen Einkaufsratgeber für Erde ohne Torf zusammengestellt:
    http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/naturschutz/20110217_naturschutz_einkaufsfuehrer_gartenerde.pdf

    Auf der Verpackung muss jedenfalls klar erkennbar sein, dass die Erde torffrei ist. Andere Bezeichnungen, wie z.B. "bio", geben keine Auskunft darüber, ob die Erde mit oder ohne Torf ist.

    sunshinchen schrieb am 16.04.2012 um 10:09
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    die liste enthält leider nur alternativn für pflanzerde, mir ging es um die anpflanztöpfe!? aber die liste ist toll für leute die erde brauchen!

    bastler schrieb am 16.04.2012 um 13:54
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    Hi sunshinchen,

    sehr praktisch finde ich die "Quelltöpfchen", die Topf und Inhalt in einem sind.
    Die gibt es glücklicherweise auch komplett ohne Torf, z.B. hier:
    http://www.sunshine-seeds.de/Kokos-Quelltoepfe-42800p.html

    Garantiert torffrei sind auch die selbstgebastelten Anzuchttöpfe:
    http://mauerblumen.blogspot.de/2011/03/anzuchttopfe-aus-zeitungspapier.html

    Halbierte oder gedrittelte Klopapierrollen sollen auch recht gute Ergebnisse liefern (gemeint ist hier natürlich die Innenrolle aus Pappe).
    Möglicherweise begünstigt die nach unten offene Konstruktion eine tiefere Verwurzelung der Pflänzchen.

    Als weitere torffreie Alternative sind noch die "Aussat- und Pikierkisten" zu nennen (Beispiel: http://shop.strato.de/epages/61170823.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61170823/Products/83777 ).
    Sie sind sehr praktisch in der Handhabung, da alle Töpfe miteinander verbunden sind und sich dadurch sozusagen nach dem Gießkannenprinzip mit dem (torffreien) Anzuchtsubstrat befüllen lassen. Durch das große Loch in der Mitte lassen sich die Pflanzen nach der Anzuchtphase mitsamt des Wurzelballens problemlos mit einem geeigneten länglichen Gegenstand (Finger?) herausstoßen und der weiteren Verwendung zuführen. Anschließend sind die Behälter wieder einsatzbereit.
    Durch die Möglichkeit der Mehrfachverwendung erscheint mir diese Methode trotz der Verwendung von Plastik auch aus ökologischer Sicht akzeptabel.
    Allerdings sollte es sich weder um die billigen dünnwandigen, sehr kurzlebigen Gebilde aus Polystyrol handeln, noch um die meist dickwandigeren Exemplare aus PVC, die zwar langlebiger sind, jedoch möglicherweise Weichmacher und Schwermetalle enthalten. Falls die Plastiksorte nicht angegeben ist, besser nachfragen (und im Falle von PVC unter Hinweis auf dessen gesundheits- und umweltschädigende Eigenschaften auf den Kauf verzichten).

    Maria_L schrieb am 16.04.2012 um 15:04
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    Kokos finde ich auch nicht so den Hit.

    Du kannst Obst-Steigen aus Holz nehmen und aus Karton Trenn-Teile schneiden.

    Da schneidest Du dann die Kartons in regelmäßigem Abstand halb ein und steckst das zu einem schachbrettartigem Muster zusammen.
    (versteht das jemand???)

    Dann Erde einfüllen in die Kiste und normal damit verfahren.

    Die Kartons sind dann mehr oder weniger aufgelöst, wenn es ans Pflanzen geht, aber man kann immer noch leicht die einzelnen Pflänzchen in quadratischen Töpfchen abtrennen.

    bastler schrieb am 20.04.2012 um 00:50
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    Inzwischen habe ich ein bißchen recherchiert, um herauszufinden, aus welchem Material die von mir zuvor als Beispiel genannten "Aussat- und Pikierkisten" bestehen ( http://shop.strato.de/epages/61170823.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61170823/Products/83777 ): es handelt sich um PS (Polystyrol).
    Nach meinen o.g. Kriterien sind diese (also speziell die "QuickPot" Produktfamilie) aus ökologischer Sicht akzeptabel, da sie erstens auf eine lange Gebrauchsdauer hin konstruiert sind und zweitens nicht aus PVC bestehen.

    Maria_L: "Kokos finde ich auch nicht so den Hit":
    Torfersatzstoffe sind ja wohl leider alle nicht so "der Hit".
    Die Substrat-Hitparade wird schon seit Urzeiten von torfhaltigen Produkten dominiert. Selbst der professionelle Bio-Gartenbau dürfte hier wohl keine rühmliche Ausnahme bilden, auch wenn sich die dort verwendeten Torf-Substrate "Bio" nennen dürfen.
    Höchste Zeit also, sich für umwelt- und klimafreundlichere Alternativen zum Torf einzusetzen; nicht nur im Hobby-, sondern auch im Gewerbe-Gartenbau; konventionell wie auch "Bio". Ich erwarte eigentlich insbesondere von Bio-Produkten, daß sie nicht auf Kosten von wertvollen Moorlandschaften, sondern torffrei produziert werden.


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