Ein Bericht von Friends of the Earth
http://www.foeeurope.org/agrofuels/FoEE_Africa_up_for_grabs_2010_GERMAN.pdf
Befürworter von Agrotreibstoffen vertreten üblicherweise die Meinung, dass die Kraftstoffproduktion die wirtschaftliche Krise, mit der sich viele Entwicklungsländer konfrontiert sehen, lösen wird; dass sie Wohlstand und Arbeitsplätze schaffen und Armut lindern wird.
Diese Argumentation berücksichtigt allerdings nicht die Kehrseite dieser Entwicklung und lässt viele Fragen offen. Ist die Bemühung um Agrotreibstoffproduktion im Interesse der Entwicklungsländer, oder profitieren in Wirklichkeit die Industriestaaten des Nordens? Wird die Produktion von Agrotreibstoffen tatsächlich Posten schaffen und die wirtschaftliche Entwicklung auf gemeinschaftlicher Ebene verbessern? Wird dadurch das Problem der unsicheren Nahrungsversorgung, mit dem die Entwicklungsländer zu kämpfen haben, gelöst? Welche Konsequenzen für Gesellschaft und Umwelt bringt die Produktion von Agrotreibstoffen für lokale Gemeinden mit sich? Wem nutzt diese gesamte Entwicklung?
Diese Fragen müssen objektiv verhandelt werden. Wir sollten die obengenannten Argumente nicht ohne empirische Belege annehmen. Die Grundlage der vorliegenden Untersuchung ist an ebenjene Voraussetzung geknüpft. Sie beleuchtet die Verbreitung der Agrotreibstoffproduktion in Afrika und legt dabei besonderes Augenmerk auf gesellschaftliche, wirtschaftliche, gesundheitliche und ökologische Bedenken.
![[image]](http://www.foeeurope.org/press/2010/Images/Releases/Aug30_Africa%20up_for_grabs_cover.jpg)
Eine englische, französische und spanische Version gibt es hier:
http://www.foeeurope.org/press/2010/Aug30_Biofuels_for_Europe_driving_landgrabbing_Africa.html

