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Enttäuschung über Utopia

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Guido Franke
schrieb am 09.02.2009 um 19:52

Ich muss mir jetzt mal ein bisschen Luft machen. Ich weiß nicht ob ich der Einzige bin dem es so geht. Als ich mich vor über einem Jahr bei Utopia angemeldet habe, war ich der Meinung, dass von dieser Plattform aus einiges an Aktionen ausgehen würde. Also versuchte ich, dem Beispiel andere (wzb. Heinrich Kranz usw.) zu folgen, einige Aktionen über Utopia zu starten. Diesen stießen durchaus auf positives Feedback der Mitglieder. Von Utopia hieß es „man würde die Möglichkeit der Umsetzung überprüfen“. Das wars dann auch.
Na gut dachte ich, vielleicht taugen deine Ideen ja doch nichts. Aber dann erreichten mich Mails anderer Mitglieder denen es genauso erging. Vielleicht lässt sich ja die mangelnde Aktivität der bald 50000 Mitglieder Utopias an der nicht vorhandenen Umsetzung kreativer Ideen/Projekte der eigenen Mitglieder erklären?!

    Gundula
    schrieb am 09.02.2009 um 21:44

    Utopia kann Verbindungen schaffen. Diese Plattform gibt die einmalige Möglichkeit, über eigene geschriebene Worte viele Menschen zu erreichen, die ein gemeinsames Ziel haben: nachhaltiger Leben. Das ist eine super Sache, die jeder für seine Ideen nutzen kann!


    "Aber dann erreichten mich Mails anderer Mitglieder denen es genauso erging."


    Woran kann das gelegen haben? Ist dies unbedingt negativ zu bewerten? Kann es vielleicht auch sein, daß Utopia es einfach nicht so leisten konnte, wie es gerne würde? Auch Utopia hat Grenzen - personelle ebenso wie finanzielle. Und bevor es halbe Sachen mit Utopistenprojekten anfing, zeigte es vielleicht lieber auf, daß hier eine Grenze war - um keine falschen Hoffnungen zu wecken. Und wie Du selber schreibst, wünschten sich auch andere noch konkrete Hilfe von Utopia. Wie hätte das geleistet werden sollen?

    Übrigens:
    Utopia ist noch eine junge Plattform und befindet sich immer noch im Aufbau - das verbraucht viel Kraft. Der geplante Relaunch zum Beispiel ist nur durch eine lange, arbeitsintensive Vorlaufzeit möglich.

    @harm:

    "...sich Utopisten gegenseitig finden könnten, um Projekte zu starten"


    Es haben sich hier bereits Utopisten gefunden und efolgreich Projekte gestartet - sie haben dazu die für jeden selbständig anwendbaren Vernetzungsmöglichkeiten von Utopia genutzt.
    Und hinzu kommt noch, daß sich Utopisten durch Utopia auch ermutigt fühlen, darüberhinaus offline nach möglichen Weggefährten für Veränderungen im eigenen Lebensumfeld zu suchen, zum Beispiel über die z. T. von Utopisten gegründeten Utopia-Stammtische.

    Guido Franke
    schrieb am 09.02.2009 um 22:11

    Wenn Utopia keine Projekte, die etwas kosten, unterstützt, wie will sich dann Utopia von anderen "Laberplattformen" unterscheiden? Auch Utopia wird sich an Ergebnissen messen lassen müssen. Und für mich, sind die Werbeschaltungen auf Utopia bedeutungslos.
    Die Unterstützung müsste ja nicht unbedingt finanzieller Art sein. Verbindungen von Utopisten zur Wirtschaft, Politik oder zu Ngo´s zu schaffen wären ein zumindest ein Anfang.

    Gundula
    schrieb am 09.02.2009 um 23:16

    Auch Utopia wird sich an Ergebnissen messen lassen müssen.

    Utopia wird sich an Ergebnissen messen lassen - nur habe ich das Gefühl, daß der Plattform von einigen mit recht viel Ungeduld begegnet wird. Auch Utopia hat klein angefangen...

    Verbindungen von Utopisten zur Wirtschaft, Politik oder zu Ngo´s zu schaffen wären ein zumindest ein Anfang.

    Zur Zeit ist Utopia dabei, Verbindungen mit der Wirtschaft aufzubauen, über die Unternehmensprofile. Sollen solche Verbindungen tragen und stabil sein, müssen sie langsam wachsen.

    Guido Franke
    schrieb am 10.02.2009 um 00:17

    Liebe Gundula,
    schau doch mal über die Grenzen. Überall tut sich was. Die Mehrzahl der Ideen stammten aus Deutschland. Umgesetzt werden sie im Ausland. Wer zuerst da ist, malt zuerst! Denk nur einmal an die IT-Branche. Diejenigen, die als Erste neue Ideen und Projekte umgesetzt hatten, sind jetzt Weltmarktführer und beeinflußten somit die gesamte Weltwirtschaft und auch die einzelnen Gesellschaften. Sie redeten nicht ewig, sie handelten! Und genau das Gleiche findet jetzt z.B. in den USA statt, während wir reden.

    loefine
    schrieb am 10.02.2009 um 08:22

    bei dem Wort Weltmarktführer ? In welchem Zusammenhang nennst du es? In welchem Bereich möchtest du Weltmarktführer sein? Und wieso findest du es erstrebenswert?

    Diese Bezeichnung hatte ich hier nicht erwartet.

    connie

    Guido Franke
    schrieb am 10.02.2009 um 09:06

    Diejenigen, welchen es als Erste gelingt erfolgreich, nachhaltige Ideen und Projekte umzusetzen, denen wird "nachgeeifert" werden. Diese prägen also entscheidend die Zukunft.

    Rinaldo
    schrieb am 10.02.2009 um 11:15

    das land der dichter und denker ist nicht gerade dafür bekannt dinge schnell umzusetzen, es entspricht -vielleicht- nicht den menschen?! dafür haben sie andere qualitäten.....

    loefine
    schrieb am 10.02.2009 um 11:54

    Diejenigen, welchen es als Erste gelingt erfolgreich, nachhaltige Ideen und Projekte umzusetzen, denen wird "nachgeeifert" werden. Diese prägen also entscheidend die Zukunft.



    ...und wieso müsste das jetzt unbedingt Deutschland bzw. Utopia sein?

    und wenn ich richtig informiert bin, ist Deutschland schon Vorreiter in Sachen Umwelt/Klimaschutz, was nicht heißen soll, dass wir damit genug getan hätten. Es geht schon immer weiter!
    So hoffen deutsche Firmen, in Kalifornien mit ihren Photovoltaik Anlagen Geschäfte machen zu können - weil sie das meiste know-how haben und der Sonnenstaat, der grade mittags, wenn sie am dollsten vom Himmel brennt, Stromengpässe zu überwinden hat und tatsächlich überlegt, diese demnächst klimafreundlich zu beseitigen. Aber das wisst ihr doch sicherlich selber.


    Um auf den Titel des Threads mal anzuspielen:

    Das Wort Enttäuschung setzt sich zusammen aus Ent- und Täuschung. Die Täuschung wird sozusagen außer Kraft gesetzt. Ob man nun getäuscht wurde oder aber sich selbst einfach nur getäuscht hat, bleibt dahin gestellt.
    Hat auch oft was mit Erwartungen zu tun - die sich auch gern jeder selber "zusammenspinnt" (keine Wertung!).
    Nur mal so angemerkt.

    nen schönen Tag!

    connie

    Guido Franke
    schrieb am 10.02.2009 um 13:19

    Ich sah und sehe noch in Utopia ein Projekt von Bürgern für Bürger. Warum sollte man ein hochprofitables Geschäftsfeld Unternehmen überlassen, denen wir den größten Teil des jetzigen Unheils verdanken zu haben?
    Es sollte vermehrt um gesellschaftliche und wirtschaftliche Mitgestimmung gehen. Jeder sollte von einem Wandel profitieren, auch finanziell.

    loefine
    schrieb am 10.02.2009 um 13:29

    Ich sah und sehe noch in Utopia ein Projekt von Bürgern für Bürger.

    :confused:

    Ich dachte es wäre in erster Linie ein Projekt von Claudia mit der Idee in das Konsumdenken der Bevölkerung mehr Umweltbewusstsein zu bringen.
    Kann sein, dass ich da falsch liege.



    Warum sollte man ein hochprofitables Geschäftsfeld Unternehmen überlassen, denen wir den größten Teil des jetzigen Unheils verdanken zu haben?
    Es sollte vermehrt um gesellschaftliche und wirtschaftliche Mitgestimmung gehen. Jeder sollte von einem Wandel profitieren, auch finanziell.



    Das hört sich ziemlich gut an! Da wäre das Bürgergeld z.B. ein erster Schritt, damit auch wirklich alle davon profitieren können.

    Leider verfügen diese Unternehmen meist über das nötige Kleingeld, um sich noch mehr erfolgsträchtige Geschäftsfelder unter den Nagel zu reißen. Wäre toll, wenn man ihnen da zuvor kommen könnte - wenn nicht zu sagen utopisch ;)


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