In eigener Sache

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Utopia - Deine Community

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professor_brot
schrieb am 21.10.2008 um 20:22

Angeregt von zwei Blogeinträgen und mehreren Forensträngen unter "In eigener Sache" möchte ich diesen Thread eröffnen.

Zum Einen, hat vor einigen Tagen, nach dem UTOPIA-Wochenende im Oktober, Utopist Silberstreif in seinem Blog, den Drang der UTOPIA - Verantwortlichen, zu einer größeren Userzahl und Vergrößerung der Community als sehr kritisch angesehen. Er betrachte die Zahl, der zu diesem Zeitpunkt um die 26.000 Utopisten, vor allem auch deshalb als kritisch, soweit denn sich der Großteil überhaupt mit den Zielen von Utopia identifiziere.

Hier kommt ihr direkt auf den Blogeintrag, "Darum wachset und vermehret Euch", von Silberstreif und könnt euch diesen, mit Diskussionsbeiträgen, selber durchlesen:

http://www.utopia.de/node/96943

Christina L beäugt das Bestreben von Utopia.de nach mehr "Quantität statt Qualität" der Utopia-User zu zielen, als kritisch. Auch findet sie den Wettbewerb, neue Utopia-User zu generieren und wer am meisten wirbt gewinnt, nicht sinnvoll und wünscht sich vor allem auch mehr Unterstützung bei bestehenden Projekten von Utopisten, seitens der Utopia-Verantwortlichen.

Hier der Link zu Christina L's Blogeintrag, "Quantität statt Qualität?": http://www.utopia.de/user/11683/meine-welt/98763

Ähnliche Diskussionen, die in eine ähnliche Richtung abzielen, gibt es auch schon hier im Forum unter "In eigener Sache". Darin bemängeln einige Utopisten unter Anderem die fehlende Aktivität vieler Utopisten, sowohl hier im Online-Bereich, als auch im realen Leben. Hier die Links zu diesen Threads:

"Warum Utopia?" --> http://www.utopia.de/forum/showthread.php?t=1314

"Utopist = Aktivist?" --> http://www.utopia.de/forum/showthread.php?t=2705

Ich finde dieses Thema und die Meinungen sehr interessant und freue mich über eine aufregende und anregende, aber vor allem faire Diskussion! Vor allem bin ich auf die Meinungen der Utopia-Verantwortlichen gespannt. Utopia! - Deine Community möchte mit Dir sprechen und hat einige Fragen, vlt. sogar Zweifel die es zu klären gilt?!

Vielleicht können die beiden auch gleich nochmal ihre eigene Meinung darstellen, damit ich hier ja niemanden etwas falsches, was er gar nicht so gemeint hat in den Mund lege.


Danke und beste Grüße,

vom Brot!

    Rinaldo
    schrieb am 23.10.2008 um 13:25

    ich habe mal ganz einfach die neulinge gezählt.

    rechts im block sind immer die neuesten 30 abgebildet.
    nimmt man nun diese und schaut mal auf die "mitgliedernummern", so ergab sich bei mir eine zahl von 27.246 (der erste der neuen)und 27440 (der letzte der neuen), was eine differenz von 194 ist.
    was wiederum bedeutet, von insgesamt 194 neuen mitgliedern sind nur 30 mit bild angemeldet, der rest ist weiss.

    setzt man dies (denn den großen weissen riesen sehen wir fast nie wieder...) nun ins verhältnis zur gesamtmitgliederzahl ergeben sich -mit bild- angemeldete 4.243 utopisten, abzüglich der "karteileichen", die sich seit dem start angesammelt bleibt ein kläglicher rest, der hier aktiv teilnimmt oder sporadisch mal vorbeischaut......

    ist utopia für viele zu utopisch, weltfremd oder sie haben einfach andere sorgen???

    Andrea B.
    schrieb am 23.10.2008 um 14:42

    Zitat von Martin aus dem Thread "Utopist = Aktivist" vom 08.10.2008: "Wir haben dieses Portal ins Leben gerufen als eine Initiative für strategischen Konsum und nachhaltigen Lebensstil. Wir wollen Menschen erreichen, die sich für bessere, weil nachhaltigere Produkte und damit für eine bessere Welt interessieren. Das sind natürlich auch Menschen, die schon viel weiter gehen, aber eben auch ganz viele, die sich gerade erst auf den Weg machen ihr Leben und damit Verbraucherverhalten anders zu denken. Und Utopia bietet hier die Plattform sich unter allen möglichen Gleichgesinnten zu vernetzen. Das ist der Kern. (...)"

    Ich denke genau dies, und nicht mehr, ist von Utopia zu erwarten. Auch ich bin einige Monate lang dem Traum erlegen, dass aus der reinen Infoplattform etwas Größeres erwachsen kann, das dann hier auch gehegt, gepflegt und aktiv gefördert wird. Dies ist jedoch nicht so, und es ist auch nicht das Ziel der Utopia-Macher. Wenigstens denke ich dies, denn eine Frage nach den Zielen - "Was wollt ihr denn nun?" - ist nie wirklich beantwortet worden.

    Das Ergebnis für mich persönlich:

    1. In den Diskussionen kann man viel über strategischen und nachhaltigen Konsum lernen, man findet Hilfestellung und kann wirklich viel im realen Leben umsetzen. Die Themen wiederholen sich allerdings, mittlerweile überfliege ich die Neubeiträge nur noch und lese nicht mehr im Detail. Für Neulinge ist das Forum jedoch wirklich fruchtbar.

    2. Wenn ich selbst ein Projekt einrichten und voranbringen wollte, würde ich Utopia nicht als längerfristige Plattform hierfür nutzen. Mag sein dass Heinrich mir hier widerspricht, immerhin hat die Konsumenten AG mittlerweile wohl gut über 100 Utopisten als Aktionäre gewinnen können. Wolfgang jedoch wird mir eher zustimmen, auch wenn er ohne die Mithilfe einiger Utopisten mit seinem Projekt wohl nicht so weit gekommen wäre.

    3. Bezüglich der Frage nach Utopist = Aktivist musste auch ich erkennen dass ich meine persönliche Euphorie nicht so umsetzen konnte wie gedacht/erhofft, zeitlich und organisatorisch finden sich oftmals Grenzen die nicht von vornherein zu sehen oder existent waren.

    Insofern relativiert sich alles. Der Frust, die Freude, die eigene Einstellung und Erwartungshaltung. Erfreulicherweise gibt es neben den guten Bekannten und ihren geschätzten Beiträgen - Dank an euch alle!, auch wenn es nur gefühlte 250 (echt so viele??) sind - immer wieder neue Namen und Schreiberlinge hier, die die Diskussionen am Leben halten und die Mit-Utopisten zum Denken anregen. Schon allein deswegen schau ich hier immer wieder gerne vorbei :).

    Stephymeph
    schrieb am 25.10.2008 um 10:35

    Mittlerweile geht mir die Werbung hier auf Utopia ganz schön gegen den Strich. In einem anderen Beitrag habe ich meinem Ärger darüber schon Luft gemacht, aber hier passt es ja auch ganz gut.
    Ich habe verstanden, wieso man für Produkte von Alfred Ritter werben kann. Ich verstehe auch, wiso man bestimmte Energie- und Heizungsprodukte bewerben kann, wenn damit ein Fortschritt verbunden ist. Ich verstehe sogar, wie man Klamotten bewerben kann, wenn die Firmen auch nur irgendwie mit ökologischen Ideen verbunden werden können. Auch wenn sie teuer sind.

    Ich hab (fast) nichts gegen Werbung, wenn sie thematisch irgendwie mit Utopia verbunden ist. Aber diese grunddumme Werbung für Produkte, die gänzlich GEGEN utopische Werte laufen, da könnt ich ausrasten. Wie in der bereits erwähnten Werbung für diese dämliche Frauenzeitschrift. Da werden Produkte für viel Geld drin als wichtig für die eigene Femininität angepriesen, Produkte an denen das Blut irgendwelcher Arbeiter hängt, die ein Produkt herstellen, dass man hierzulande dann für 500 Euro kaufen kann (und soll). Da werden Pelzprodukte aus Nerz, Fuchs etc. angepriesen, weil es ja so schön femininin ist. Ich könnte ausrasten. Da wird einem suggeriert, eine echte Powerfrau braucht eine Uhr für 1500 Euro. Ich könnte ausrasten. Und dann wirbt Utopia für sich selbst auf der Webseite dieser Zeitung?? WAS IST DARAN UTOPISCH????? Wow, wenn ich ein Abo bewerbe, krieg ich ne Yogamatte. Yey.

    Also liebes Utopia-Team, wenn Euch wirklich etwas an Eurer Glaubwürdigkeit liegt (und die sehe ich mehr als gefährdet durch solche sinnlosen Aktionen), dann gehören solche Werbepartner gefälligst abgeschafft, und zwar schnellstens. Als ob die Leute dieser Zeitung auch nur einen Gedanken an Ökologie verschwenden???

    Wie wärs mit Werbung für das Missy Magazin, wenn es schon eine Frauenzeitung sein muss?

    Gott, ich bin echt stinksauer.

    Stephymeph
    schrieb am 25.10.2008 um 14:49

    An anderer Stelle hab ich es schon erwähnt, es geht um Madame. Wird relativ selten geschaltet glaub eich, jedenfalls habe ich ca. 50 mal reloaded um sie zu sehen, damit ich weiß ich spinne nicht. Ich glaub eich hab sie auf der Startseite gesehen, müsste aber ja überall gleich sein oder? Es geht auf jeden Fall um das Lifestyle Magazin Madame. Schaus dir mal auf der HP an, da wirbt sogar Utopia für sich. Kotz.

    Rinaldo
    schrieb am 25.10.2008 um 15:37

    wenn utopia nur nach "teesocken" suchen wollte dann bräuchten sie gar keine werbung, da reicht der buschfunk.
    aber um menschen, die noch fernab von utopischem gedankengut sind, für sich zu interessieren bedarf es der ansprache in deren medium, dazu gehört schlichtweg alles. auch ggf. eines gentlemanagreements.....

    wie meintest du das nochmal mit dem horizont....???

    strangeways
    schrieb am 25.10.2008 um 16:13


    wie meintest du das nochmal mit dem horizont....???


    Vermutlich folgende Interpretation: Der Horizont der ANDEREN ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

    Nein im Ernst, lasst die Werbung doch ganz weg. Die Utopia-Aktiven, die mit ihrem Geld, Know-how und Engagement diese Plattform für uns anderen schaffen, können doch sicher ein paar Wochenendjobs annehmen, um alles zu finanzieren. Man sollte auch mit einer guten Idee, die der Ökologie und Nachhaltigkeit (vielleicht) dient, nicht auch noch Geld verdienen. Alles umsonst, versteht ihr. Für die gute Sache. Alles andere ist doch voll krass unutopisch. ("Kotz", wie manche sagen)

    Das Missy Magazin hab ich mir im Übrigen mal im Internet angesehen - und was ich da lese klingt wirklich gut und überfällig. Deshalb hier auch ein versöhnliches Danke für den Tipp.

    Stephymeph
    schrieb am 25.10.2008 um 16:35

    Aha, das nennt ihr also unentspannt...? Ich finde das irgendwie sehr unkritisch für diese kritische Plattform...wieso nicht gleich Werbung für die großen Energiekonzerne...denn die könnte man ja so auch zum Umdenken bringen....häääää.... komische Logik...meine Meinung.
    Ich hab nix gegen Werbung, wenn sie irgendwie zum Konzept passt...war ja bisher auch so.

    Aber wenn ihr das unentspannt nennt...

    strangeways
    schrieb am 25.10.2008 um 16:57

    Aha, das nennt ihr also unentspannt...? Ich finde das irgendwie sehr unkritisch für diese kritische Plattform...wieso nicht gleich Werbung für die großen Energiekonzerne...denn die könnte man ja so auch zum Umdenken bringen....häääää.... komische Logik...meine Meinung.
    Ich hab nix gegen Werbung, wenn sie irgendwie zum Konzept passt...war ja bisher auch so.

    Aber wenn ihr das unentspannt nennt...


    @ Stephymeph
    Hmmm... also das Missverständnis liegt wohl hier: bei der Werbung auf Utopia geht es nach meinem Verständnis nicht um inhaltliche Positionierung hinsichtlich des beworbenen Produktes, sondern um Werbeeinnahmen. (Ich will doch hoffen, dass nicht alles, was hier beworben wird, von der Redaktion tatsächlich und ernsthaft als hervorragend angesehen wird - und dass alles, wofür ich noch keine Werbung gesehen habe, abgelehnt wird.....)

    Vor der Alternative stehend: ausreichende Finanzmittel für diese Utopia-Arbeit (mit Madame, du meine Güte) oder mangelnde finanzielle Absicherung des Forums, da jedes Banner auf die virtuelle Goldwaage gelegt wird, ziehe ich Variante 1 vor.

    Das von dir zitierte Missy Magazin wirbt damit, dass es für Menschen gemacht ist, die einen eigenen Kopf haben und selbst denken. Mir scheint, das kann man von den meisten, die sich hier im Forum tummeln, auch behaupten. Ich wette: wenn hier RWE wirbt, dann werde nicht nur ich - als Politologe - mich fragen, was für 'ne ulkige Werbestrategie die jetzt auf einmal ausprobieren. Und meinen greenpeace-Strom werde ich auch erst recht nicht kündigen. Einverstanden?

    strangeways
    schrieb am 25.10.2008 um 18:46

    @lapsina
    Das zu lesen ist jetzt aber wirklich mal herrlich wohltuend! Ich lese die letzten Wochen so viel Kulturpessimismus und pseudoradikale qualisozialistische Luftblasen ohne Substanz im Forum, dass ich schon ins Zweifeln geraten bin, wohin ich mich hier verlaufen habe.

    Wie immer - vielleicht nur eine Frage, wer sich in welcher Lautstärke zu Wort meldet....

    Hoffnungsfroh grüßend

    Burnie
    schrieb am 25.10.2008 um 19:38

    ... irgend wann wird es das "business" verstehen müssen, dass ein grünes Deckmäntelchen nicht mehr ausreicht. Die Problem werden auf den Tisch kommen und dann ist die grosse Frage: wie gehen wir damit um?

    Wer wird als erstes drauf kommen, dass Ökonomie und Ökologie zusammen finden müssen, soll es eine Zukunft so wie sie uns allen gut tut auf diesen Planeten geben.

    Ist Otto dabei? Ist ein Energieversorger dabei?
    Wo steht utopia?

    Die Frage die ich seit nur 12 Monaten hier immer wieder "beschwichtigt" sehe ..

    Potential sich gut zu positionieren hätten sie ja alle .... aber der volle Durchblick schein noch nicht geschäftsrelevant zu sein, auch wenn damit "viel ging". Ganz sicher!

    --

    Der Planet ist rund, hat viel Volumen, ist so ne abgeplattete Kugel, und ich sehe die Notwendigkeit für einen Sprung von der bisher recht 2-dimensionalen Denkweise der Leute die einen Kreis um einen Mittelpunkt ziehen in die dritte Dimension...

    ;)


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