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Kommt zum Carrotmob am 13.Juni: Consumer Power in Kreuzberg

emmaradio
schrieb am 20.05.2009 um 17:35

Der Carrotmob ist ein Netzwerk ökologisch bewusster Konsumenten, die durch strategischen Konsum Unternehmen nachhaltig zum Positiven verändern wollen. Am 13.Juni haben wir in Berlin die Chance mitzumachen. Und so funktionierts:



Der Carrotmob kommt am 13. Juni zum ersten Mal nach Deutschland, nach Berlin. Um 16 Uhr kaufen 100erte startegische Konsumenten bei einem Späti in Kreuzberg ein (welcher wird noch bekannt gegeben - tragt euch in den Newsletter auf www.carrotmobberlin.com ein!). Dieser wird einen bestimmten Anteil des in dieser Zeit erzielten Umsatzes (wir suchen gerade den Späti raus der uns den höchsten Deal bietet) dazu verwenden, seinen Laden energieeffizienter umzubauen, und so langfristig seine CO2-Bilanz zu senken und damit das Klima zu schützen. Wenn der Carrotmob vorbei ist beginnen unsere Expert_innen dann sofort, die notwendigen und durch den Carrotmob ermöglichten (das hängt von euch ab) Maßnahmen umzusetzen.

Und so liefs bisher, die Wirksamkeit und Überzeugungskraft dieser Aktionen sind beeindruckend "Carrotmob makes it rain":

    Berthild Lorenz
    schrieb am 20.05.2009 um 17:54

    Gut so, denn vom unteren verstehe ich außer dem Wort "Money" NIX.
    Ich hatte, zu meinem Leid, kein Englisch; es wäre gut, wenn die Übersetzung ins Deutsche daneben stünde, damit auch die, die kein Englisch hatten, verstehen können. Ob du das bitte tun könntest?

    Gut ist für mich, dass es natürlich - wo in Berlin stattfindet?
    Im geliebten Kreuzberg, in das ich zu senior-street-art fahre - wo könnte solch eine Idee, Senioren erarbeiten mit Kindern gemeinsam Straßenkunst, wohl sonst in Berlin funktionieren?

    Der Termin steht in meinem Kalender und ich sag in unserer Gruppe Bescheid.
    Viele Grüße aus Berlin-Weißensee!
    Berthild

    emmaradio
    schrieb am 20.05.2009 um 20:23

    Globale Erwärmung? Ach ja, das ist doch die derzeit größte Bedrohung der menschlichen Zivilisation. [Ironisch:] Wie gut, dass sich unsere Regierung der Sache angenommen hat. Aber wer ist abgesehen von der Regierung noch mächtig genug um die Welt zu retten? Die Wirtschaft! Das Problem ist, dass Unternehmen wohl für Geld so ziemlich alles tun würden. Wenn Unternehmen wirklich ALLES tun würden für Geld, könnte das vielleicht auch DIE Lösung sein?
    Tom gründete die Organisation Carrotmob [übers.: plötzliche Karottenansammlung; Mit Karotten sind strategische Konsumenten gemeint;-]. Und das ist sein Konzept:
    Wir alle kaufen Dinge, aber wir organisieren unseren Einkauf nicht wirklich. Nehmen wir also an wir würden unseren Einkauf organisieren und wir könnten plötzlich unser ganzes Geld, das wir dafür ausgeben, zusammenlegen und hätten eine große Summe Geld über die wir mit dem Geschäftsführer eines Ladens verhandeln könnten.
    Bill hat das ausprobiert und hat in seiner Nachbarschaft von San Francisco in allen 23 Geschäften gefragt, wieviel Prozent ihres Tagesumsatzes sie in umweltfreundliche und nachhaltige Maßnahmen investieren würden, wenn eine organisierte Truppe strategischer Konsumenten in seinem Laden einkaufen gingen. Die einen boten 10%, oder 17%, David Lee vom C & D Market [eine Art Spätkauf oder Tante Emma-Laden] verspricht als Höchstbietender 22%. Er ist der Auserwählte.
    Vorab geht das Team von Carrotmob durch den Laden und registriert alle Einbauten und Produktangebote, die zu verbessern wären und was es kosten würde um ein umweltfreundliches Geschäft zu werden. Die Frage ist, werden genug Leute an einem Tag zusammenkommen und genug Geld auf den K & D Market ?regnen? lassen, um diese Maßnahmen zu finanzieren?
    Am 29. März 2008 ist es dann soweit: Eine lange Menschenschlange wartet vor dem Eingang des K & D Market. Es ist so voll, dass alle gar nicht genug Platz im Laden haben um ihre Einkäufe zu erledigen. Hinter dem Laden wird unterdessen ein Umsonst-und-Draußen-Konzert vorbereitet.
    22% des gesamten Tagesumsatzes (9276,5$ [entspricht etwa 7.000 Euro]) investierte Hr. Lee wie versprochen in eine technische Maßnahme, die seinen Laden umweltfreundlicher macht: Er tauschte mit Hilfe des Carrotmob-Teams seine komplette Lichtanlage aus und spart seither über 800 kwh/ Jahr ein.
    Tom hat mit seinem Experiment bewiesen, welche Macht Konsumenten haben können: Mit einer friedlichen Aktion wie ?organisiertes Einkaufen? können Unternehmen zur Wahl von Maßnahmen in Energieeffizienz und Umweltschutz gebracht werden. Und zwar mit Karotte und nicht mit dem Knüppel. Niemand wurde aggressiv attackiert, weil wir es nicht nötig haben Gewalt anzuwenden. Es geht um produktive Kooperation. Das Unternehmen profitiert, die Konsumenten profitieren und nicht zuletzt hat unser Planet auch etwas davon.

    Berthild Lorenz
    schrieb am 21.05.2009 um 17:25

    herzlichen Dank für die viele Mühe, die du dir mit dem Schreiben des langen Textes gemacht hast! Ein tolles Geschenk für mich!

    Ich nehm den Text mal mit zu mir, damit er vorne, in der Community erscheint und sende dir herzliche Grüße.
    Berthild

    eco fashion junkies
    schrieb am 08.06.2009 um 19:15

    Unsere Pressemitteilung:

    13. 06. 2009, 16 Uhr, Berlin-Kreuzberg ? Eine bunte Gruppe von begeisterten jungen Menschen schlagen mit dem ersten ?Carrotmob? in Deutschland ein neues Kapitel der Macht des Konsumenten auf. Die alte Form des Boykotts hat ihren Zenit überschritten. ?Bestimme selbst, wie nachhaltig das Geschäft in dem Du einkaufst sein soll?, ist kein Wunschdenken von Konsumenten mehr, sondern wird durch den Carrotmob zur deutlichen Realität. Das Konzept überzeugt durch den hohen Nutzen für alle Parteien, den aktiven Ansatz, mit kleinen Schritten Großes zu erreichen und durch die fortschrittliche Organisation: Über das Internet schließen sich die ?Carrotmobber?, wie bei einem Flashmob, zusammen und kaufen alle am 13. Juni 2009 um 16 Uhr in einem typischen kleinen Kreuzberger Laden ? einem ?Spätverkauf? ? ein. Der Besitzer des ?MultiKulti Spätverkauf? in der Wienerstraße 40 in Kreuzberg wird satte 35% des innerhalb der Aktion erzielten Umsatzes dazu verwenden, sein Geschäft energieeffizienter umzubauen, und so langfristig die CO2-Bilanz des Ladens zu senken und damit das Klima zu schützen.

    Ausgewählt wurde der Laden, der bereit ist, in einer Wettbewerbssituation mit weiteren ?Spätis?, mehr als die Anderen in energiesparende Maßnahmen zu investieren. Der Carrotmob gibt dem Besitzer die Chance, sein Nachhaltigkeits- Image und seine Bekanntheit zu steigern und außerdem an dem Tag der Aktion eine Menge Umsatz mehr zu machen! Für ihn heißt das ganz klar: Ein Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz. Für den Konsumenten heißt das: Den "Erfolg und Misserfolg am Markt" mit sozialer und ökologischer Verantwortung zu verbinden.

    Der Carrotmob Berlin wurde von den Eco Fashion Junkies ins Rollen gebracht und wird nun in Zusammenarbeit mit anderen Aktiven freiwillig und unentgeltlich organisiert. Für alle ist Nachhaltigkeit seit längerem ein wichtiges Anliegen. Der Carrotmob ist die Gelegenheit, über gesellschaftliche Grenzen hinweg Bewusstsein zu schaffen und etwas konkret zu verändern.

    Der erste Carrotmob fand 2008 in San Francisco, USA, statt. Nach einem Wettbewerb zwischen rund 30 konkurrierenden Geschäften wurde der meistbietende Laden ausgewählt. Mehr als 200 Leute nahmen an der Aktion teil. Innerhalb weniger Stunden setzte der Laden in etwa soviel Geld um, wie sonst in einer ganzen Woche.

    Dieser Umsatz ging direkt in die nachhaltige und zukunftsweisende Gestaltung der Ladenräume. Ähnliche Aktionen gibt es seither in vielen Ländern. Der Carrotmob Berlin ist der erste dieser Art in Deutschland und knüpft an den weltweiten Erfolg des Prinzips an.

    Mehr Infos zum Carrotmob Berlin: www.carrotmobberlin.com


 

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