Allgemeines

Lesenswertpunkte   10 Antworten   abonnieren zurück zum Forum

Laubbläser und -sauger

anonym
schrieb am 31.05.2008 um 23:23

Kürzlich lief auf dem Heimweg vom Bahnhof nachhause an einem Gasthaus mit kleiner Bier-Terrasse vorbei und sah, wie ein Angestellter mit dem Laubbläser die Terrasse sauber macht.

Seit einigen Monaten regen mich die Dinger auf, weil sie Lärm machen und oft auch noch stinken. :mad: In diesem Fall stank er nicht, weil elektrisch. Dafür kommt im Moment noch ein anderes Problem auf mich und andere zu: Pollen! :eek:

Als Allergiker, nicht nur auf eine bestimmte Art Menschen, ärgern mich diese besch.... Kisten jetzt auch noch mit meinen geliebten Pollen. Ich seh mich noch mit Atemschutzmaske durch die Stadt laufen! :mad:

Ist hier wieder ein Beispiel für: Angebot regelt die Nachfrage! Früher wurde halt mal ein bisschen gefegt. Wenn dann noch ein paar Blätter unter den Hecken oder in Blumenrawatten und -kübeln lagen, so hat man das hingenommen. Mittlerweile hat uns (respektive Kommunen, Gartenbesitzer, Wirtsleute) die Werbung eingetrichtert, dass auch der Garten, die Gartenanlage der Stadt und der Biergarten klinisch sauber sein muss. An Natur darf nur noch sein, was wir wollen!

Es ist zum K....! Wir bewegen uns mit jeder neuen Entwicklung auf den Märkten weiter von Erde weg!

Ich wünsche mir eine Argumentensammlung für und wider dieser "Krawallerie gegen die Abfälle der Natur"! Ich werde meine Stadt auffordern, den Einsatz dieser Geräte zu überdenken und evtl. Möglichkeiten auszuschöpfen, dies auch in privaten Bereichen zu unterbinden.

    Burnie
    schrieb am 01.06.2008 um 00:12

    Jochen, ich verstehe dein Problem.

    Haben hier vor Jahren wenigstens erreicht, dass auf dem Friedhof die Dinger nicht mehr eingesetzt werden und in Folge hat die Gemeinde gar nicht mehr geblasen. Ist ja auch bescheuert, das Zeug durch die Gegend zu blasen..

    Doch der Gerätewahn nimmt zu, unbeschreiblich. Da werden zweitakt- getriebene Dinger von früh bis abends betrieben, ein Krach stellenweise unglaublich, die Motorsägen fürs Brennholz ist ja noch OK. Gerade jetzt bei dem schönen Sommerwetter.
    Natürlich auch die Crossfahrer, die meinen laut ist schneller..

    Doch für 10 m2 Beetfläche ne Motorhacke stundenlang quälen, ne elektrische Erdfräse fürn Komposthaufen, die Freischeider, für jedes Grashälmchen, ein lauter Mäher 3 mal die Woche, es ist unglaublich was da an Energie verschleudert wird. Und die Frührentner haben alle zu viel Zeit... und scheinbar zu viel Geld.

    Den meisten würde ja etwas Bewegung wirklich nicht schaden, wenn man sie so ansieht... die anderen wiederum fahren zum Sport oder konsumieren zum Ausgleich Bewegung, rennen mit den Skistöcke inzwischen auch hier...da könnten sie doch gescheiter auf ein paar der Helfer verzichten.

    Lass mal bzgl Abgaswerte, Krach, (Fein)staubaufwirbelung (Bremsenabrieb, uva. ) und (Fassaden)verschmutzung dadurch, einen Brief an die Umwelt und Bauhofverwaltung und dem "Oberboss"

    Michael Hahn
    schrieb am 01.06.2008 um 10:25

    Das allerbeste ist.. Die Arbeiter müssen einen Ohrenschutz tragen - während sie (sehr geduldig) Schulkinder vorbeilassen ..
    Wenige Minuten später ist das Ergebnis der Arbeit wieder zu großen Teilen vom Winde verweht..

    Aber mal ganz ganz vernünftig.. Diese Gartenbaufirmen sind Wirtschaftsunternhemen - So eine Investition wird ja vorher wohl überlegt - Wer weiss wo die Stärken von Laubbläsern sind ..
    Wo ist das PRO?

    MadMage
    schrieb am 01.06.2008 um 23:18

    Er fördert die Wirtschaft? er muss hergestellt und betankt werden, man muss damit in die Werkstatt und die Arbeitskraft die ihn bedient ist auch noch länger drüber als mit einem Rechen. die Ärzteschaft darf sich über zusätzliche Tinituspatienten freuen, womit uns die Krankenkassen wieder mehr Geld abknöpfen können.
    Man sieht, der Einsatz ist gut für uns alle...

    mfg
    mad

    PS: wer Ironie findet darf sie behalten ;)

    Michael Hahn
    schrieb am 02.06.2008 um 00:08

    es könnte also sein, dass unser Wirtschaftskreislauf ohne den Laubbläser zusammenbrechen würde.. ein horrorszenario ..

    neulich hat mir eine dame gesagt, dass ein mann mit rechen viel interessanter anzuschauen ist, das diese vermummten Laubbläserpiloten .. ein Aspekt den ich durchaus interessant finde

    mmorell
    schrieb am 26.07.2008 um 08:33

    Das Schlimmste ist die Lärmbelästigung, ein Unding!

    UHilpert
    schrieb am 16.10.2008 um 11:40

    Hallo Jochen,
    der BUND hat in seinen Ökotipps ein paar Argumente zusammengetragen, die Dir helfen könnten:

    http://www.bund.net/nc/bundnet/service/oekotipps/detail/zurueck/garten-2/artikel/laubsauger-schaden-flora-und-fauna/

    Margit Mederer
    schrieb am 16.10.2008 um 12:28

    Im Hintergrund röhrt seit Tagen der kommunale Laubsauger, jetzt hat sich noch ein privater dazugesellt, erkennbar am deutlich billgeren Klang. Ich habe hier noch etwas gefunden in der Mainpost vom September, also just zum Start der Laubsaison für den Heimgärtner. U.a. steht da :
    "Testergebnisse, so die ÜZ, haben gezeigt, dass sich die Zeitersparnis in Grenzen hält und die Lärmbelästigung mit rund 100 Dezibel ebenso hoch ist wie in Diskotheken. Hobbygärtner sollten beim Arbeiten unbedingt einen Gehörschutz tragen.
    Akku-Sauger: Hier ist besonders auf eine umweltgerechte spätere Akkuentsorgung achten.
    Wenn man einen Laugsauger benutzt, ist es ökologisch sinnvoller, nur die Funktion des ?Laubblasens? zu aktivieren und das zusammengefegte Laub mit der Hand aufzuheben.[das habe ich noch nie gesehen!!!] Bei der Saugfunktion werden laut Bund Naturschutz zu viele kleine Lebewesen von den Geräten aufgesaugt und getötet.
    Grundsätzlich sollte das welke Laub auf Beeten und unter Gehölzen liegen bleiben. Es kann im Frühjahr als natürlicher Dünger in den Boden eingearbeitet werden. Lediglich Rasenflächen sollten laubfrei gehalten werden, so die ÜZ abschließend"

    Ich nehme an, die Kommunen möchten ihren Mitarbeitern nicht zumuten, sich zu bücken und zu kehren. Fast kann ich das verstehen, wenn die gesamte Rasenfläche gekehrt werden soll, ist das auch anstrengend und dann fallen wieder einige aus wegen Rückenleiden. ;)Möchtet Ihr das etwas tun? Und wahrscheinlich gibt es irgendwo eine Verordnung, die festlegt, welche Flächen von Laub befreit werden müssen - weiß das hier jemand? Mich würde interessieren, ob die Kommunen eine Rechnung mit allen Folgekosten aufgestellt haben, was wirklich günstiger ist - Laub kehren oder saugen?

    Michael.Maag
    schrieb am 15.01.2009 um 19:59

    Die Blasgeräte waren ursprünglich zur Reinigung von Parkplätzen mit Autos drauf oder z.B. von Stadien gedacht. Dort können Abfälle, Papiere etc. auch unter parkenden Autos heraus oder zwischen Sitzreihen heraus geblasen werden. Dafür sind die Dinger gut und sinnvoll. Im Garten haben die eher nichts zu suchen.

    Das Laub auf unserem Rasen (wir leben am Waldrand mit Buchen Ahorn, Eiche, die Strasse "entlaube" ich ob der Mengen mit der Schneeschaufel) kehre ich nicht mühsam mit Rechen oder Fächerbesen zusammen, sondern mähe 1 x wenn alles Laub unten ist mit Mulchfunktion und höher eingestelltem Rasenmäher darüber. Dabei wird das Laub kleiner geschnitten, wird vom Wind nicht mehr so stark verweht und kann von unseren Regenwürmern schneller in den Boden gezogen werden. Ausserdem pappen die Blätter nicht in dicken Lagen zusammen, die dann ohne Sauerstoff vor sich hin faulen. Unter unseren größten Ahorn wird eine ca. 20 cm hohe Laubschicht in ca. 5 chm hohe Laubstücke geschnitten, die dann im Frühjahr vollkommen verschwunden sind.

    Damit spare ich mir viel Zeit und künstlichen Rasendünger (nicht dass ich sonst düngen würde...) und ernähre meine kleinen Helferlein in Boden über den Winter.;)

    johanna...n
    schrieb am 15.01.2009 um 23:08

    Hallo, es liegen zu lassen ist ok-ich würde trotzdem mit dem Fächerbesen erstmal drüber -habe schon erlebt, dass sich Kröten gerne darunter verstecken.Sie hüpfen ja nicht weg, wie Frösche das so an sich haben,sie bleiben erstmal hocken und beim Rasenmäher drüber fahren würden sie dann auch zerhäckselt.Geht frau erst mit dem Fächeerbesen mal durch,werden sie entdeckt und können -Nur mit Handschuhen !!! -weg getragen werden.

    rudi henauer
    schrieb am 16.01.2009 um 07:32

    laubbläser heißen die dinger also, ich dachte das wäre n fön für den rasen


 

Beitrag schreiben

Bitte neu registrieren oder anmelden um einen Beitrag zu schreiben.

(15000/15000)