Fahrradfahren / Vorstellrunde
ich bin das T300 8-)
tja, viel Spektakuläres habe ich nicht zu berichten. Bin seit wenigen Tagen Utopist - im Herzen schon etwas länger, und versuche, Nachhaltigkeit in möglichst alle Lebensbereichen einfließen zu lassen. Ganz zentral ist da natürlich die tägliche Fortbewegung. Glücklicherweise lebe ich in der Großstadt (HH) und kann problemlos auf ein Auto verzichten...
...und seit ich mein T300 (vsf Fahrradmanufaktur) habe, macht das auch richtig viel Spaß. Fahre täglich und ganzjährig damit meine ca. 14km zur Arbeit und zurück und mache auch sonst die allermeisten Strecken per Rad. Macht Spaß, entspannt, bringt Bewegung, lässt abschalten, ist unabhängig und bringt frische Luft. Seit einem Jahr verzichte nun auch schon weitgehend auf ÖPNV. Wenn man das einmal verinnerlicht hat, ist das auch überhaupt kein Problem und keine Frage mehr.
Lästig sind hier in HH allerdings die Radwege. Es tut sich ein bisschen was, aber was im Großstadtverkehr Priorität hat, ist eindeutig: Autos, Autos, Autos. Da gibt es viel zu tun, und ich würde mich über einen Austausch hierzu sehr freuen.
An Radfernreisen kann ich einen Trip von Donaueschingen nach Budapest an der Donau entlang bieten (war allerdings schon im letzten Jahrtausend), den Schwarzwald, Rügen, und - besonders schön - eine Süd-Nord-Deutschland-Durchquerung vom Südschwarzwald bis Hannover auf verschiedenen Fernwegen. Das war klasse!
Meinem Fahrrad-Dealer hat sich anscheinend meine prägnante Stimme eingebrannt, sodass er mich immer schon am Telefon erkennt. Zu meiner Frau sagt er nur: "Du bist doch die Frau von dem T300, oder?"
Hätte ich mir vielleicht "T300" als Benutzername reservieren sollen?!
Freue mich auf den Austausch mit Euch,
sonnige Grüße aus HH,
Jochen
Hallo, Jochen!
Das finde ich klasse, dass du www.autofrei.de lebst. Guck mal hier:
http://www.autofrei.de/index.php/ueber-uns/mitglied-werden
... wär das nicht was für dich? Die 6 € im Jahr sparst du beim nicht benötigten Benzin ja binnen eines Tages wieder ein ... ; - )
Viele Grüße nach HH
Stefan
Hallo Stefan,
danke für Deine Ermunterung. Ich muss gestehen, dass ich in Ausnahmefällen http://www.cambio-carsharing.com/ nutze. Aber wenn ich das recht sehe, "gilt" das auch als autofrei ;-)
Autofrei leben! werde ich mir jedenfalls mal genauer ansehen.
Herzliche Grüße zurück
Jochen
hallo jochen,
herzlich willkommen, bin wie du jeden morgen/abend mit dem rad im hamburger verkehrswahnsinn unterwegs, vielleicht begegnen wir uns ja mal...(-* ansonsten: immer wind im rücken und sonne in den speichen!
gruss thomas
"gefällt mir" ;-)
Und bei euch in Hamburg gibt's glaub ich sogar ne aktive Regionalgruppe ... gemeinsam radelt sich's schöner ...
Hallo Jochen!
Willkommen in der Fahrrad-Gruppe :-)
Jaja, die Großstadt ... kenne die Probleme in Köln auch. Hier steht es auch noch auf dem Lernplan, dass es viele Verkehrsteilnehmer gibt, die unterschiedlich unterwegs sind. Rücksichtsnahme und Weitsicht sind hier noch nicht ausgereift.
Besitze kein Auto .... fahre mit der Straßenbahn zur Arbeit. Meine Wegstrecke beträgt einfach auch nur ca. 17 Km. Die könnte ich mit dem Fahrrad fahren, muss ich aber nicht, denn zurück gehts nur bergauf.
Aber das Einkaufen klappt prima, seitdem ich mir einen kleinen Fahrradanhänger gekauft habe. Damit kann ich nun auch größere Lasten transportieren.
Ansonsten liebe ich die Wochenendausflüge mit dem Rad.
Viel Freude bei Utopia
Herzlichen Gruß
Ute
Hallo, über Umwege bin ich auf diese Gruppe bei Utopia gestoßen. Das ist ja interessant.Über mich kann ich sagen, daß ich auch schon zu Zeiten als ich noch ein Auto hatte, lieber mit dem Fahrrad gefahren bin.Das hat bei vielen nur ein Kopfschütteln hervorgerufen.(Nein, ich war kein "Schönwetterfahrer")
Nun habe ich seit 2 1/2 Jahren kein eigenes Auto mehr.Es war eine richtige Erleichterung, als es hieß, das Auto würde nicht durch den TÜV kommen.In dieser Zeit gab es eine einzige Situation, in der ich ein Auto gebraucht hätte.(Ein kleiner Unfall meines Sohnes in der Betreuung).Nun habe ich in ein solides Fahrrad investiert und in zwei stabile Satteltaschen, einen stabilen Fahrradkorb für vorne (Tragkraft 8 Kilo), und einen guten Hundekorb.Es geht mir viel besser ohne Auto.Fahren muß ich in der Firma schon genug. Meine Arbeit ist ca.8 Kilometer entfernt.Da muß ich aber zugeben, daß ich bei schlechtem Wetter(also Regen und Gegenwind) doch lieber mit dem Triebwagen fahre.Das ist eine Bahn, die nicht nur an jeder Milchkanne hält, sondern an jedem Milchglas.Trotzdem kann ich die Fahrzeit nicht unterbieten mit dem Fahrrad. Das darf außerdem mitfahren. Und im übrigen ist in meiner Stadt die Sache mit dem Fahrrad fahren auch nicht besser.Bei uns ist gerade die Schwelle zur 50000 Einwohnermarke erreicht.Zwar gibt es inzwischen(markierte) Fahrradwege auf der Straße, aber zum Teil hören sie dann mitten auf der(vierspurigen) Straße auf.Die Autofahrer sind darauf nicht eingestellt und achten nicht darauf.Vom Zusatnd der Fahrradwege ganz zu schweigen...überall Hinweisschilder"Radwegschäden"...
Das Radfahren boomt, und wir müssen nur den Kommunalpolitikern zeigen, dass die Radfahrergemeinschaft eine immer ernster zu nehmende Menge an Wählern darstellt!
Einen Beitrag dazu kann jede(r) auf ihre/seine Weise leisten:
1) Leserbriefe oder Briefe an das örtliche Tiefbauamt/Straßenbauverwaltung schreiben und auf gravierende Mängel oder Gefahrenstellen hinweisen. Der erste Antwortbrief ist meist ein Standardbrief mit vielen Textbausteinen - ruhig noch einmal darauf antworten, konkretisieren, nachfassen...
2) auf öffentlichen Gemeinderatssitzungen/Bürgersprechstunden/Wahlkampfveranstaltungen der Parteien bestehende Missstände ansprechen und nach Ausbauplänen für den Radverkehr fragen
3) Örtliche Gruppen des ADFC oder von Umweltverbänden (manchmal auch Parteien oder Bürgerinitiativen) veranstalten meistens einmal im Jahr eine verkehrspolitische Radtour, an der man als interessierter Bürger auch teilnehmen kann. Wenn dazu nicht nur der harte Kern des veranstaltenden Vereins erscheint, sondern eine überraschend hohe Teilnahmerzahl breites Interesse beweist, dann tut sich auch etwas im Rathaus! Also: den nächsten Termin rausfinden und mitradeln und mitdiskutieren!
Wer hat noch andere Ideen?
Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für Euren Zuspruch - da fühlt man sich ja gleich wie zuhause... So allein, wie ich mich im Berufsverkehr immer fühle, bin ich also gar nicht ;-)
um Deine Liste mal fortzusetzen, velotopist:
4) Konsequent auf der Straße fahren und schlechte "Radwege" rechts liegen lassen. Das nervt so manchen Autofahrer sehr, aber wenn man in's Gespräch kommt, erntet man auch mal Verständnis. Und man angehupt wird - immer freundlich zurückwinken (vielleicht war's ja ein Bekannter :-)) )

