Fahrradfahren / Verkehrspolitik und Stadtplanung
Britische Studie zum Pendeln mit Fahrrad -> Radfahren macht glücklich.
“By contrast, studies comparing the experiences of commuting by bicycle and car report that cyclists find their mode of transport at least as flexible and convenient as those who use cars, with lower stress and greater feelings of freedom, relaxation and excitement.”
frei übersetzt:
Studien, die das Pendeln mit Rad und Auto verglichen haben, berichten, dass Radfahrer es zumindest gleich flexibel und komfortabel empfinden wie Autofahrer, aber mit weniger Stress und mehr Gefühlen von Freiheit, Entspannung und Reiz.
“Merely presenting this evidence is unlikely to change car drivers’ current preferences. However, it may provide policy-makers with further confidence that, in taking steps to reduce personal car use, people will in time come to view the change as positive, when well-being benefits are experienced.”
frei übersetzt:
Das wird die Gewohnheiten der Autofahrer kaum ändern. Aber es kann Gesetzgeber bestärken, Massnahmen zur Reduktion des Autofahrens zu ergreifen. Die Menschen sehen die Änderungen positiv, wenn die Vorteile erst einmal erfahren wurden.
(Zitate aus road.cc )
Das kann man auch an den Gesichtern der armen Autofahrer und den zufriedenen Radfahrern sehen.
Mir ist aufgefallen, das die Räder im Durchschnitt höherwertiger geworden sind, macht ja auch viel mehr Spass mit einen guten Rad unterwegs zu sein. Jetzt müssen nur noch die Radwege vergrößert werden! Heute haben viele ihr Rad raus geholt, Frühlingsanfang!
REZIPROK
ist das Zauberwort.
Je mehr mit dem Rad fahren, umso weniger sind mit dem Automobil unterwegs. Wenn diese (logische) Entwicklung weiter andauert, wird in absehbarer Zeit das Verhältnis Rad:Auto sich umkehren und spätestens dann "herrschen" andere Kräfteverhältnisse, die dann den Ruf nach eigenen Radwegen obsolet machen. Ich denke, dass wir uns bereits jetzt den Bau solcher ersparen sollten, um unsere Ressourcen zu sparen und den Platzbedarf für den Individual-Verkehr einzudämmen und dabei mithelfen die Reziprozität zu verstärken.
Beim Radfahren erfährt man erst wieder, was der Blickkontakt bewirkt - alle sind freundlich, zuvorkommend, aufmerksam, zufrieden und damit glücklich(er)
In der Stadt gehts ja, mit dem Fahren auf der Strasse. Sollten auch mehr machen, die alt genug sind. Wundere mich immer, wenn Erwachsene, die nicht so einen ängstlichen Eindruck machen, am Gehweg fahren.
Aber auf einer Bundesstrasse macht das nicht so viel Spass, wenn die Autos mit einem Hundertet (oft zu knapp) vorbeifetzen. Da schätze ich Radwege, wie sie in den Niederlanden üblich sind - manchmal sind die allerdings mit Ziegeln gepflastert, wenn sich dann einer gegen die Fahrtrichtung etwas aufgebäumt hat, kann man nur hoffen, den rechtzeitig zu sehen.
Gelöscht von stefanherzog am 22.03.2012 um 12:45
Also ich find Pendeln mit dem Fa/lt/hrrad optimal und seit des Birdy, Brompton & Co. gibt werden höchste Ansprüche auch sehr gut erfüllt. Mit dem Fahrrad bis an den Zug/Bus, einsteigen, binnen 12 Sekunden falten und kostenlos als Handgepäck mitnehmen - auch im ICE!
Weitere Infos auf www.bromptonauten.de www.brompton.de und wer Liegeräder mag wird vor Freude in die Luft springen beim Aufruf dieser Seite: http://www.bromptonauten.de/umbauten/liegerad.html (damit fahre ich seit Jahren durch die Lande - statt und im Zug/Bus ... herrlich ! )
Die neuen Falträder sind schon genial, habe vor gut zwei Jahren das Birdy-Hybrid übergeben, da konnte ich sehen, wie einfach das Klappen und Tragen geht (selbst bei der Elektrovariante tragbar). Aber leider nicht gerade günstig, wenn ich es mit einem konventionellen Rad vergleiche. Verglichen mit PKW siehts ganz anders aus.
interessante Site, die bromptonauten :-)
Der Vergleich sollte sich einfach an den Tatsachen orientieren: Wenn jemand vom Fahrrad auf's Faltrad umsteigt ist es recht teuer, doch ein Autofahrer, dessen Auto 95 % der Zeit rum steht und nur Kosten verurs8 wird nicht mehr wissen wohin mit dem eingesparten Geld ... ; - )
Birdy besticht durch wunderbaren Fahrkomfort, doch wenn man Gepäck dabei hat ist's schon vorbei - da lob ich mir den Frontträger beim Brompton: Ich hab mir da eine "Curver-Box" mit Deckel drauf montiert, die mit einem Klick eingerastet ist und trockenes Volumen zur Verfügung stellt. Und auch der Ständer-Gepäckträger bietet viel Platz mit seinen zwei Doppelgummis ... nur leider hat der Importeur Voss die Entwicklung zum E-Bike etwas verschlafen, doch meine Beine sind derzeit noch gesund, so dass das E-Brompton noch etwas Zeit hat ... ; - )
Selbst Fahrräder die rumstehen, brauchen nur ein Achtel soviel Platz wie ein Auto. In Leipzig sind die Fahrradplätze an manchen Tagen schon sehr knapp. Besonders am Bahnhof und im Stadtzentrum.
"Das kann man auch an den Gesichtern der armen Autofahrer und den zufriedenen Radfahrern sehen." Da kann ich Uwe-Sievers nur zustimmen und werde heute bei dem wunderbar sonnigen Wetter noch mal losradeln und bisschen fotografieren.
Ja, da hat Uwe Sievers wirklich recht, man sieht den Gemütszustand deutlich.
Ich selber habe mich vor 30 Jahren dabei ertappt, im Auto zu sitzen wie jeden Morgen (auf dem Weg zur Arbeit) und über den ewig gleichen Stau zu meckern. Aber endlich ging mir dabei das Licht auf: he, ich sitze ja selbst im Auto und bin somit Mitverursacher des Staus. Konsequenz: entweder nicht mehr meckern, oder das Auto stehen lassen. Ich fahre jetzt also seit gut 30 Jahren fast ausschließlich Fahrrad, ob zur Arbeit oder im Urlaub, und auch bei mir kann man es am ewigen Lächeln sehen, dass es mir dabei richtig gut geht.
Also: nachmachen!

