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Überall Lebensmittel in Plastikverpackung - hormonaktive Substanzen selbst bei Bio

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KaiHai
schrieb am 22.08.2008 um 13:49

Hallo liebe Mitutopisten!

Gerade lese ich mal wieder einen Artikel über „Plastikhormone“ und „Metallöstrogene“ – in einem Essay von Hans-Ulrich Grimm in Natur + Kosmos (Auszug bei: natur.de, Themen „Menschen und Meinungen“, „Vergessen Sie, was Sie über Diäten gelesen haben!“)

Schon vor etlichen Jahren hat mich das Thema Weichmacher etc. beschäftigt und ich kaufe seit dem keine Getränke in Plastikflaschen mehr. Außerdem versuche ich, Lebensmittel in Kunststoffverpackung zu vermeiden – doch das geht ja kaum noch! Erschreckender Weise habe ich vor einiger Zeit in einer Fernsehsendung mitbekommen, dass auch die Biobranche nur konventionelle Kunststoffe mit hormonaktiven Weichmachern (z.B. Bisphenol A) verwendet.

Wenn ich im Bioladen oder –supermarkt einkaufe, sehe ich Plastikverpackungen ohne Ende. Selbst Plastiktüten (für Obst/Gemüse) und Plastik/Papierverbundverpackungen für Wurst, Käse etc. sind hier ausnahmslos in Verwendung. Käme ich mit meiner „Tupperware“ zum Einkauf, würde ich den Teufel ja nur mit dem Beelzebub austreiben wollen, oder? ... und wie die einzelnen Wurst-/Käsesorten darin trennen?

Als Kind in den 60ern gab es noch Wachspapier (keine Ahnung, ob das wirklich besser war), aber heute...

Wie kann man diesem Wahnsinn aus dem Weg gehen?

Unerbauliche Grüße,

KaiHai

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    Milchproduzent
    schrieb am 24.08.2008 um 19:19

    Wie kann man diesem Wahnsinn aus dem Weg gehen?

    ...in dem man sich darüber den Kopf nicht zerbricht. Solange breite Bevölkerungsschichten an eine ständig steigende Lebenserwartung haben, sollte man sich in der Ernährung nach dieser richten, sofern man daran auch teilnehmen will.
    Wenn das unterbrochen werden soll, ist die vegane Ernährung (aus dem eigenen Garten ohne Plastik) vielleicht der einfachste und schnellste Weg.

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    inaktiver Utopist 25343
    schrieb am 06.11.2008 um 19:09

    Ich bin auch extrem mißtrauisch bei dem ganzen Plastik. Ich suche gerade ein Wasser ohne Kohlensäure, was nicht in Plastik verpackt ist wie Evian und Vittel. Das gibt es echt nur im Natrukostladen. Im Normalosupermarkt gibt es das einfach nicht. Und gerade bei Wasser (Erinnerungsvermögen...) ist mir das wichtig.

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    MadMage
    schrieb am 07.11.2008 um 10:44

    Wasser ohne Kohlensäure und ohne Kunststoffumhüllung?

    [image]

    (Bild aus der Wikipedia)

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    Stephymeph
    schrieb am 07.11.2008 um 11:39

    Ja, du kannst doch die Analyse des örtlichen Trinkwassers runterladen und dich drüber informieren. Is die billigste Methode, und je nach Ort schmeckt es genausogut wie das, wofür man extra zahlen muss (besonders, wenn es aus der gleichen Quelle stammt wie Mineralwasser aus der Flasche ;) ).

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    Fuchshub
    schrieb am 07.11.2008 um 12:05

    Das Zeug ist in Plastikverpackung weil der Verbraucher das so wünscht, auch im Bioladen.
    Ausserdem: verpack mal das Zeug in Wachspapier. Da wird Dir die Lebensmittelkontrolle ganz schön was husten. Garantiert zu unhygienisch!

    Wir haben jahrelang Rindfleisch ab Hof direkt vermarktet und hatten immer wieder Kunden die jedes Stückchen Fleisch extra in Tüten verpackt haben wollten damit das Fleisch untereinander nicht in Kontakt gerät (??????) Obwohl ich immer gebeten habe Schüsseln mitzubringen um Verpackung zu sparen.

    Schaut doch mal, wieviele Lebensmittel liegen bleiben weil das MHD in einer Woche abläuft.

    Schaut Euch im Reinigungsmittel-Regal mal genauer um: überall antibakteriell und klinisch rein....

    Das hängt doch alles zusammen: das natürliche Verständnis für Lebensmittel, Sauberkeit, natürliche Hygiene und dem richtigen Umgang damit geht doch total verloren!

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    Mutter Fischkopp
    schrieb am 10.11.2008 um 08:46

    Gegen Wachspapier hat der Lebensmittelkontrolleur nix einzuwenden.
    In den knapp 15 Jahren, die ich im Handel tätig war, habe ich beobachtet, dass die Zahl der Kunden, die vorausschauend ihre Gefäße/Beutel/Tüten mitbringen, äußerst gering ist. Es war nie ein Problem, sich darauf einzustellen.
    Größer ist der Anteil, der auf Plastikverpackung besteht, Papier ablehnt, und auch noch alles einzeln verpackt (ein billiger Weg, um an Mülltüten zu kommen, nehme ich an:confused:).
    Noch größer ist der Anteil derer, die sich beschweren, dass ein Bioladen Plastiktüten anbietet, aber trotzdem eine Plastiktüte nehmen, weil sie ihren Beutel vergessen haben. :o Des Menschen Sinn ist unergründbar.

    Und zur Ehrenrettung: Am meisten verbreitet ist der gute alte Einkaufskorb, in dem vieles auch unverpackt Platz findet.

    Letzten Endes liegt es am Verbraucher, und man entscheidet jeden Tag selbst, was auf dem Tisch (und auf dem Markt) landet. Wenn niemand Lebensmittel in Schrumpffolie kauft, werden sie auch nicht mehr angeboten.

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    Burnie
    schrieb am 10.11.2008 um 18:29

    Ich bin auch extrem mißtrauisch bei dem ganzen Plastik. Ich suche gerade ein Wasser ohne Kohlensäure, was nicht in Plastik verpackt ist wie Evian und Vittel. Das gibt es echt nur im Natrukostladen. Im Normalosupermarkt gibt es das einfach nicht. Und gerade bei Wasser (Erinnerungsvermögen...) ist mir das wichtig.

    Karin, wie wäre es mit Wasser aus einer guten Quelle? Evtl gibts ja sowas in deiner Gegend.. ich trink fast kein anderes Wasser mehr und es ist gut!

    Und so, die Wissenschaft hat auch so manches Problem mit der Anwendung von Plastik in den Biolaboratorien, denn "Plastiknäpfe für Reaktionen beeinflussen das Ergebnis Molekularbiologischer Experimente".

    Zitat DLF Meldung vom 7.11.2008:

    "Das schreiben Forscher aus Kanada und den USA im Fachblatt "Science". Die Wissenschaftler hatten vor zwei Jahren einen Versuch unternommen, bei dem die Wirkung eines Enzyms untersucht werden sollte. Die Ergebnisse ließen sich jedoch nicht mit der Theorie in Einklang bringen. Nach langer Suche stellten die Forscher jetzt fest, dass ihre Beobachtung auf die Plastik-Gefäße zurückzuführen sind, in denen die Versuche abliefen. Diese setzen zwei verschiedene Chemikalien frei, die die Eigenschaften von Enzymen und Proteinen verändern. Die Töpfchen werden praktisch weltweit eingesetzt; da sie unverzichtbar sind, raten die Forscher, diese Näpfchen vor jedem Versuch einmal gründlich zu reinigen, um den Einfluss des Plastik zu verringern."


    PS: Das örtliche Leitungswasser schmeckt mies.....

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    Livi
    schrieb am 07.02.2009 um 08:32

    Was mich zu diesem Thema auch schon länger stört, ist, dass sämtliche Biomilche und auch Joghurts und so weiter nur noch in Tetrapaks bzw. Plastikverpackungen verkauft werden. Da sieht man mal, dass diese Produkte nur verkauft werden, weil der Konsument neuerdings "bio" verlangt. Würden die Hersteller sich Bio aber wirklich verinnerlichen, dürfte das Zeug nicht in so müllproduzierenden Verpackungen verkauft werden.

    Bei uns gibt es nur noch eine Biomilch, die eine wirklich frische Milch ist (also keine ESL) und obendrein in Pfandflaschen verkauft wird. Das ist die Demeter Milch von Berchtesgadener Land.
    Die ist zwar auch die teuerste, die im Regal steht, aber ich kaufe sie trotzdem, weil ich überzeugt bin, dass diese Pfandflaschen weniger umweltschädlich sind, als Tetrapak und Plastik.

    Weiß da jemand mehr dazu? Liege ich falsch?
    Soweit ich weiß, werden Pfandflaschen bis zu 30 Mal wieder verwendet und können dann ja wieder recyclet weden. Nehme mal an sowohl die Herstellung als auch das Recycling von Glasflaschen ist sehr energieaufwendig, aber ich denke das Herstellen von 30 Tetrapaks, die dann auch noch den Müllberg vergrößern ist noch schlimmer.

    Bitte belehrt mich eines Besseren, wenn ich falsch liege.

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    pit666
    schrieb am 07.02.2009 um 13:25

    Also Leitungswasser ist nicht gleich Leitungswasser, jeder der zb in und um Würzburg wohnt, kennt die schlechte Seite.

    Ich denke das Weichmacherproblem ist sicherlich vorhanden...allerdings muss man auch die möglichen Mengen, mit denen man in Kontakt gerät bedenken. Also ist hier wohl eher die Panikmache an vorderster Front. Sicherlich weiß man auch noch nicht sooo viel darüber, also beobachten sollte die Forschung dies schon.

    Müll liefern tun Plastikverpackungen schon..ob zb Glas für Flaschen besser ist, weiß ich nicht...bei industrieller Reinigung bestimmt.
    Am besten sich dafür einsetzen, Verpackung einzusparen, kann das nur wiederholen.

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    Gundula
    schrieb am 07.02.2009 um 14:23


    Am besten sich dafür einsetzen, Verpackung einzusparen, kann das nur wiederholen.


    Da erinner ich mich an ein Projekt vor - ca 25 Jahren... Da gab es doch in einigen Supermärkten die Milch zum Einfüllen in eigene - einmalig dazu gekaufte - Milchflaschen, die man selber mitbrachte. Gibt es soetwas eigentlich heute noch?

    Könnte es so eigentlich nicht auch mit anderen Produkten gehen? Z.B. "Schüttgut" wie Erbsen, Getreide, Reis etc. Der Kunde bringt genormte Gefäße selber mit und füllt aus großen Behältern über einen Auslaufhahn selber um... In die Behälter im Laden werden Säcke mit dem entsprechenden Produkt eingesetzt. Das wäre hygienisch und müllsparend. Daneben könnten ja Schilder zum Einscannen bereit liegen für die Kasse... Obst darf der Kunde doch mittlerweile auch selber abwiegen. Und wer kein Gefäß hat, nimmt z.B. daneben liegende Papiertüten zum Einfüllen - die können ja ein paar Cent extra kosten, zum Anreiz.

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