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milch, alternativen, ökobilanz

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Beiträge (46 )
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snora schrieb am 14.03.2008 um 11:18
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ich möchte mich gerne über alternativen zu milch informieren.
ich esse jeden morgen mein müsli mit milch und trinke am wochenende gerne mal bananenmilch. auserdem gibt es ab und zu mal griesbrei.
eigentlich mag ich milch sehr gerne, mache mir aber gedanken darüber, wie sinnvoll ein verzicht wäre.

sollte ich komplett auf milch/produkte verzichten, oder ist es ok, 1l bio-milch pro woche zu verbrauchen.
wie sinnvoll ist biomilch im vergleich zu normaler milch und zu pflanzenmilch?
welche alternativen gibt es zu tiermilch?
wie sieht die klimabilanz dieser alternativen aus?
sojamilch zb. was ist an sojamilch sinnvoller als an kuhmilch? wo kommt das soja her, wie wurde es nach deutschland transportiert, wie wird es angebaut, wird dafür kein wald gerodet?

mal den gesundheitlichen aspekt bitte links liegen lassen. ich vertrage milch sehr gut und sie schmeckt mir auch. mir geht es hier nur um die ökorrektheit :-D

wär super, wenn mich jemand aufklärt! dankeschön schonmal
    Mira schrieb am 18.03.2008 um 23:03
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    Also wenns Bio-Milch ist, würd ich mir wegen einem Liter in der Woche nicht den Kopf zerbrechen.
    Ich denke, wenn man alles in Maßen genießt, kann man nicht allzu viel falsch machen.
    Biosojamilch wäre eine Alternative. Die von alpro zum Beispiel roden keinen Regenwald zum Sojaanbau. Soja soll angeblich ziemlich gesund sein, weil es alle für den Menschen essentiellen Aminosäuren enthält. Aber auch Sojaprodukte würde ich nicht in Massen konsumieren, da es irgendwelche hormonähnlichen Stoffe enthält, wo man evtl. noch nicht weiß, wie sie genau wirken können im Körper.

    Suzy schrieb am 21.03.2008 um 00:38
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    Hi there
    Ich trinke auch noch Milch, meine Kinder auch, allerdings habe ich das gute Glueck meine Milch als Rohmilch aus biodynamischer Herstellung zu bekommen (also vollkommen unbehandelt - Mmmmh!). Wir verbrauchen davon circa 2 Liter pro Woche und ich mache auch Buttermilch oder Yoghurt daraus.

    Rohmilch enthaelt alle Enzyme und Proteine die auch zur Verwertung und Verdauung noetig sind, viele der Enzyme werden beim Pasteurisieren zerstoert und das Homogenisieren macht die Milch noch schwerer verdaulich. (UHT Milch enthaelt nach der Erhitzung natuerlich kaum was nuetzliches.)
    Interessanterweise habe ich neulich erfahren das pasteurisieren nicht als Hygienemassnahme fuer Milch aus gesunder Haltung eingefuehrt wurde, sondern um Bakterien zu neutralisieren die auf schlechte Haltung/Ernaehrung der Milchkuehe in USA zurueckzufuehren waren und deren Milch man trotzdem verkaufen wollte.

    Zur Sojamilch kann ich nur sagen, das rohe Sojabohnen giftig sind (wie viele andere rohe Bohnen auch, alle enthalten ein natuerliches Pflanzenschutzmittel) und das die Proteine die sie enthalten nur durch ein Fermentierverfahren freigesetzt werden - der Grund warum in Asien Tofu daraus gemacht wird - Asiaten trinken normalerweise keine Sojamilch.
    Da die Herstellung von Sojamilch keine Fermentierung ist, kann ich mir vorstellen das die Aminosaeuren dem Trinker nichts nuetzen (ich hoffe doch die Giftstoffe werden entfernt fuer den Verzehr) - und mir schmeckt sie auch nicht.
    Und dann ist da noch die Frage ob die Sojabohnen noch GMO frei sind...

    Man kann sich selbst Mandelmilch (oder Nussmilch) machen und ich mag auch als Alternative manchmal Hafermilch benutzen (anstatt UHT Milch habe ich die im Schrank falls die Rohmilch mal ausgeht).

    Ich denke das wichtigste ist Milch nicht als Getraenk, sondern als Lebensmittel zu betrachten und zu verwenden. Durst kann mit Wasser geloescht werden, aber mal ein Glas 'gute' Milch mit Obst drin oder Pancakes mit Buttermilch, etc, ist eine gesunde Mahlzeit.
    Und wie bei allen anderen Lebensmitteln (Dingen?): So natuerlich wie moeglich ist am Besten - und das zaehlt auch fuer die Haltung der Tiere und deren Ernaehrung, die Produktverarbeitung, Verpackung, Transport, etc.

    benito dc schrieb am 25.03.2008 um 21:47
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    Hallo,
    komplett auf Milch oder Milchprodukte zu verzichten halte ich für nicht sinnvoll. Die Ernährungspyramide hat schon ihren Sinn. Sie wird auch immer wieder neu "gestaltet" auf den Markt gebracht, obwohl sich im Kern nichts geändert hat. Milch ist ein Lebensmittel und kein Getränk. Alternativen zu normaler Milch auszutesten kann nicht schaden.
    Das Leben ist wie die Saiten einer Gitarre: spannt man diese zu fest - reißen sie. Sind sie zu locker - kann man nicht auf ihr spielen. Der Mittelweg ist ganz OK.
    Mit Sojamilch ist das so eine Sache. Sie ist trendy, aber nicht immer ist die Sojamilch auch GENFREI. In irgendeiner Ausgabe von Ökotest war zu lesen, daß in sehr vielen AUCH IN BIO-SOJAMILCH GENSOJA gefunden wurde. Fand ich nicht so prickelnd! Wenn ich schon Bio kaufe, dann auch bitte GENFREI!

    Über die Lebensmittelkilometer der Milch kann man schon nachdenken.

    Athena Nike schrieb am 28.03.2008 um 23:06
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    Hej,

    ohne hier irgendjemandem ans Bein pinkeln zu wollen (ich kaufe nämlich auch nach wie vor Kuhmilch): ich vermisse in dieser Diskussion den Hinweis auf die Beeinträchtigung der Tiere durch die Verwendung als Milchproduzenten. Auch eine Biokuh hat es heutzutage nicht wirklich schön. Natürlich geht es jeder Biokuh besser als einer Hochleistungsmilchkuh in einem konventionellen Stall. Aber auch die Biokuh wird - selbst in Demeter- und Bioland-Betrieben! - in den allermeisten Fällen künstlich besamt, damit sie immer schön Milch gibt. Das ist auch für eine vergleichsweise glückliche Kuh ein unglaublicher Streß und das dauernde Milchgezapfe saugt das ganze Kalzium aus ihr raus, so daß sie ganz bröselige Knochen bekommt.
    Was mit den männlichen Kälbchen passiert, die man als Milchproduzenten nicht brauchen kann, kann man sich ja ausmalen, und je mehr Milch konsumiert wird, desto mehr Rinder muß man natürlich auch nachzüchten und desto mehr männliche Kälbchen gehen hopps.
    Dazu kommt noch, daß Milchkonsum mehr Rinder und also mehr Methan bedeutet (hallo Treibhauseffekt!). Und daß immer gilt: für die Erzeugung tierischer Nahrungsmittel muß viel mehr Energie aufgewendet werden als für pflanzliche.
    Also: immer alles in Maßen und schön bewußt.

    Werner Witschi schrieb am 29.03.2008 um 07:49
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    Guten Morgen zusammen

    Es ist da schon erstaunlich, an anderer Stelle wird darüber diskutiert, keinen Regenwald mehr abzuholzen und hier sprechen wir über Sojamilch und den Luxus von Mandelmilch uvm.
    Kuhmilch ist nun mal das, was wir hier in Europa haben, in einigen Regionen gibts auch Mandelbäume als Rohstoff für Mandelmilch, damit hat es sich dann schon mal.
    Da ist dann schon mal in meiner Kuhmilch die ich hier in der Schweiz kaufe mehr "Bio" drin, als in jedem Liter Sojamilch, mit irgend einem Label von irgendwoher auf der Welt, nur nicht von Europa und den Kühen gehts dann immer noch besser im Stall als den ArbeiterInnen und Kindern auf den Sojafeldern.

    Gruss, Werner

    Suzy schrieb am 30.03.2008 um 03:59
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    Es ist da schon erstaunlich, an anderer Stelle wird darüber diskutiert, keinen Regenwald mehr abzuholzen und hier sprechen wir über Sojamilch und den Luxus von Mandelmilch uvm.
    Kuhmilch ist nun mal das, was wir hier in Europa haben, in einigen Regionen gibts auch Mandelbäume als Rohstoff für Mandelmilch, damit hat es sich dann schon mal.
    Da ist dann schon mal in meiner Kuhmilch die ich hier in der Schweiz kaufe mehr "Bio" drin, als in jedem Liter Sojamilch, mit irgend einem Label von irgendwoher auf der Welt, nur nicht von Europa und den Kühen gehts dann immer noch besser im Stall als den ArbeiterInnen und Kindern auf den Sojafeldern.


    Dabei nahm ich an Hafer und Mandeln gibt's bei euch auch relativ verbreitet. :)
    Muss dir zustimmen. Milch dient der Menschheit schon lange als Nahrungsmittel. Es stimmt aber auch das die "moderne" Behandlung und Produktion die Milch als Endprodukt sehr veraendert hat von dem was unsere Grosseltern als "Milch" kannten.
    Du hast Glueck wenn du deine Milch noch vom Hof im Morgengrauen abholen kannst (solange der Bauer die Tiere auf der Weide haelt und sie auch nicht mit Antibiotika, etc, vollstopft). Aber viele haben nicht mehr die Wahl und kennen als Milch nur die weisse Fluessigkeit die in Flaschen/Kartons im Supermarkt erhaeltlich ist.
    Dabei sind durch die Aenderungen der Milch auch viele Allergien aufgekommen die vor allem mit der schweren Verdaulichkeit der modernen Milk zu tun haben und die den Wachstum an Alternativen, in einer Gesellschaft die an Milchverbrauch gewoehnt ist, gesteigert haben.
    (Uebrigens haben viele lactose-intolerante Menschen oft keine Probleme wenn sie rohe, unbehandelte Milch zu sich nehmen.)
    Bin mir auch nicht sicher ob die Sojabohnen nicht eher mit Maschinen geerntet werden als von Kinderarbeit... (hier jedenfalls), das heisst ja trotzdem nicht das sie gesund, ecologisch gut oder GMO frei sind - meiner Meinung nach auch keine Loesung. Ausserdem schmeckt Sojamilch schrecklich und muss mit allen moeglichen Zusatz und Geschmackstoffen erst noch geniessbar gemacht werden.
    Da bleibe ich lieber bei Kuhmilch und suche mir bewusst den Hersteller aus dem ich vertraue und zahle etwas mehr (AUS$5.50 fuer 2 liter biodynamische Rohmilch) und benutze weniger - man kann meiner Meinung nach die Natur doch nicht verbessern.
    Man kann aber auch ganz ohne Milch und ihren Alternativen leben wenn man mit der Tierhaltung nicht einverstanden ist oder lactose-intolerant ist und wie bei allem anderen Dingen die wir verschwenderisch benutzen: Den Konsum einschraenken und bewusst nutzen ist das wichtigste.
    Ich denke dieser Thread war nur dazu gemeint um Ideen, Wissen und Moeglichkeiten zum Thema Milch und Alternativen zu teilen.
    Ciao all,
    Suzy :D

    Athena Nike schrieb am 01.04.2008 um 15:03
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    Nachtrag zum Thema Regenwaldabholzung für Soja: muß man natürlich unter allen Umständen dagegen sein und natürlich ist regional sowieso immer oberste Devise. Soviel ich weiß, gibts aber auch Sojamilch aus französischem & deutschem Soja (Marke hab ich vergessen, die machen aber extra Werbung damit).

    Eva Daniela schrieb am 01.04.2008 um 18:28
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    Liebe Snora,

    wenn du Dir dieses Filmchen angeschaut hast, wirst Du entweder ganz auf Milch und Fleisch verzichten oder nur noch Bio einkaufen. Am besten regional, dann kannst Du nämlich schauen wie es den Tieren geht.

    http://www.deutschlandnetz.de/modules/news/article.php?storyid=75

    Außerdem ist zu bedenken, dass bei konventioneller Milchherstellung gerne mit Genverändertem Mais oder Soja gefüttert wird. Müller-Milch geht zum Beispiel gar nicht, die sind ganz böse. Auch wie sie mit den Bauern umgehen.

    Liebe Grüße
    Eva-Daniela

    inaktiver User 1251 schrieb am 01.04.2008 um 19:36
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    das sollen sich mal die damen und herren hier im forum ansehen, die meinen , die konventionelle landwirtschaft wäre die bessere, nachhaltigere, sinnvollere landwirtschaftliche methode

    an der stelle kann ich auch nur noch mal die filme

    - we feed the world

    - unser täglich brot

    empfehlen.
    darin wird genauestens über die ja ach so wunderbare konventionelle landwirtschaft berichtet ---------->>>>>>> unbedingt ansehen !!!!!!!

    bhellweg schrieb am 01.04.2008 um 19:41
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    Liebe Snora,

    wenn du Dir dieses Filmchen angeschaut hast, wirst Du entweder ganz auf Milch und Fleisch verzichten oder nur noch Bio einkaufen. Am besten regional, dann kannst Du nämlich schauen wie es den Tieren geht.

    http://www.deutschlandnetz.de/modules/news/article.php?storyid=75

    Außerdem ist zu bedenken, dass bei konventioneller Milchherstellung gerne mit Genverändertem Mais oder Soja gefüttert wird. Müller-Milch geht zum Beispiel gar nicht, die sind ganz böse. Auch wie sie mit den Bauern umgehen.

    Liebe Grüße
    Eva-Daniela


    Hallo Eva-Daniela,
    die gesehenen Bilder stammen wohl aus den USA. Ich kenn mich mit der dortigen Tierschutzgesetzgebung nicht aus, hier in Europa wäre das Gezeigte verboten und ein Fall für den Staatsanwalt. Viele im Film gezeigten Dinge sind auch unsachgemäß im Umgang mit den Tieren. So wie gezeigt, kann man keine Schweine und auch keine Rinder schlachten und auch nicht halten. Aber du hast recht, wer tierische Produkte konsumiert , akzeptiert auch das Tiere getötet werden. Wenn Milch getrunken und die Kuh gemolken wird, muß das Kalb spätestens nach einigen Tagen von der Mutter genommen werden. Ist es ein männliches Kalb kann es nur gemäßtet und geschlachtet werden. Die Kuh, wenn sie krank wird, nicht mehr tragend (schwanger) wird, wenn sie zu wenig Milch gibt, wird dann ebenfalls geschlachtet und das alles natürlich auch bei den Öko-Bauern, auch bei denen in der Nachbarschaft. Wer Ei-Produkte konsiumiert akzeptiert das der männliche Anteil von den Hühnern, die die Eier legen, gleich nach den Schlupf aus dem Ei geschreddert wird, auch bei den Ökos und auch bei den Öko-Legehennen aus der Nachbarschaft. Übrigens werden auch jede Menge Öko-Kühe im Winter im Stall gehalten und sind angebunden. Wer die Nutztierhaltung nich möchte sollte sich auf keinen Fall ökologisch ernähren, oder ein anderrer muß die Tiere essen, Ökolandbau ohne Tierhaltung geht gar nicht, es fehlt der Mist zum Düngen. Außerdem fallen im Öko-Landbau Ernte-Produkte an die nur die Tiere verwerten (Gräser, Legominosen, etc) können. Der konventionelle Landbau könnte auf Tierhaltung und Legominosenanbau verzichten, hier können ja die fehlenden Nährstoffe aus Mineral-Dünger den Boden zugeführt werden.
    Übrigens zur Milch: Der Milch ist das vollkommen egal ob die Kuh jetzt g. v. Soja gefressen hat oder eben nicht. Da findest du nicht die Spur eines Unterschiedes. Soja ist Eiweißfutter. Eiweiß hat keinen Einfluss auf die Milchzusammensetztung, Lediglich die Fettsäuerezusammensetztung hat Einfluss auf die Fettsäuerezusammensetztung im Milchfett


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