Essen & Trinken / Allgemeines
Gesundes, schnell zubereitetes Essen für wenig-Zeit-Menschen
Endsprechend kommen ja jetzt die ersten Biofastfoodbuden auf.
Was kann man schnell zuhaus zubereiten und als gesundes Fastfood nutzen?
Oder wie löst Ihr das Problem ansonsten für Euch, wenn Ihr keine Zeit für die lange Küchenarbeit habt?
Sprich, wie kann man sich ohne viel Aufwand gesund ernähren? Ist das überhaupt über einen längeren Zeitraum möglich?
Mein Lieblingsthema im Moment. Ich lebe als Single und arbeite (noch) zu viel. Ich bin bestens Bio-versorgt, trotzdem gelingt mir gute Küche im Moment nicht so richtig. Ich lerne gerade von Freunden, was schnell geht und trotzdem mit Liebe zubereitet schmeckt und gut tut. Dann bekomme ich Besuch und Freunde kochen doch aufwändig. Es heisst dann immer "Ja, das geht schnell", es dauert dann doch und ist mit "Raffinesse" angerichtet und es wird mit Spezialwerkzeugen gearbeitet, die extra angeschleppt werden. Das ist ja gerade das, was ich nicht möchte. Gerade habe ich Beuf Bourgingnon gemacht mit Bio-Wein und allem. Ja, es macht Freude, braucht Zeit und Zuwendung. Ich lebe wohl im falschen Jahrhundert.
Planung ist wichtig wenn man schnell kochen will, dh man sollte so ein paar wichtige Dinge immer im Schrank haben.
Bei mir heisst das Pasta, Reis, Coconut milk/cream, Mehl (Dinkel und Weizen, organic of course), Trockenhefe, Gewuerze und ein paar nette Sachen wie Pesto oder getrocknete Tomaten (sebstgemacht), Parmesan (frisch!), curry paste (red, green, etc), ein paar Dosen und dann eben was frisches, was immer gerade in Saison ist. Fleisch kann natuerlich auch dazu wenn jemandem danach ist ;)
Mit der Auswahl kann ich jedenfalls wenig aufwendige schnelle Mahlzeiten schaffen.
Allerdings denke ich das ein bischen Uebung auch dazu gehoert. So kann ich ganz schnell nebenbei einen Hefeteig anmischen und gehen lassen (dauert 10 Minuten am Nachmittag, irgendwann zwischendurch) und dann abends ganz schnell ein Blech Gourmet Pizza in den Ofen schieben (5 minutes belegen, 15 minutes baking) das auch fuer zufaelligen Besuch reicht.
Irgendwelche Gemuese koennen ganz schnell mit Currypaste und Coconutmilk in Thai curries verwnadelt werden, macht auch wenig Abwasch (wok, ein Topf fuer Reis und eine Schuessel zum essen :)) - das kochen dauert dann nur solange wie der reis kocht.
Ganz schnell gehen natuerlich viele Pastas, Pilze oder gemuese mit ein bischen Sahne oder tomaten, Pesto ist sofort fertig (mit ein bischen Zitronensaft vermischt haelt es die farbe laenger - auch im Kuehlschrank).
Nun koche ich wenig Fleisch als Hauptteil der Mahlzeit ? manchmal landet ein bischen im Curry oder wird in die Nudelsosse gemischt ? und das verkuerzt vielleicht meine Vorbereitungszeit erheblich.
Wie gesagt, wenn man das eine oder andere dann ein paarmal gemacht hat und die grundlagen und mengen im Kopf hat, dann kosten solche einfachen gerichte wenig Zeit. Wenn ich aber ein Indisches festessen von grundauf koche, was den halben Tag dauern kann, dann greife auch ich zum kochbuch und verbringe einen kalten nachmittag am Herd und einen kaelteren Abend mit waermendem essen in warmer gesellschaft...
Wenn ich Hunger habe dann will ich meist innerhalb von 20 minuten essen - und meine einfachsten Grundrezepte passen da rein.
Viel Spass,
Suzy
Wir kochen in der Woche ja auch nach dem Motto: Schnell muß es gehen, gesund solls sein - und dann auch noch den Kindern schmecken. Denn gesund ist es nur, wenn es auch gegessen wird...
Ich liebe Gerichte aus den selben Zutaten, aber an 2 Tagen verschieden angerichtet: Der Klassiker Nudeln mit Sauce - und am nächsten Tag Nudelauflauf oder Bratnudeln. Dasselbe mit Kartoffeln. Vorgestern gab es bei uns Kichererbsencurry mit Reis - und gestern habe ich die Reste zusammengerührt, vier Eier reingetan und Bratlinge draus gemacht. :D Fastfood ist bei uns also eher Resteküche...
Natürlich bin ich auch gespannt auf weitere Gerichte... LG Silke
Brotsuppe geht schnell.
Manchmal "koche" ich mir Grießbrei. Dazu gebe ich kochendes Wasser in eine Schüssel und löse Mandelmuss darin auf. In das noch heiße Wasser rühre ich den Grieß ein. Das gelingt mal mehr und mal weniger gut. Ich koche auch immer nach Gefühl und merke mir nie die Mengenangaben und genauen Zutaten, mit denen es besonders gut geschmeckt hat.
Getreidebratlinge gehen eigentlich auch schnell. Da meine Getreidemühle aber nicht auf dem Tisch steht und jedesmal extra aus dem Schrank geholt werden muss, mache ich viel zu selten Getreidebratlinge.
Seit kurzem koche ich Kartoffeln für Bratkartoffeln auch nicht mehr vor. Ich reibe die Kartoffeln mit einer Gurkenreibe oder ähnlichem sehr dünn in die Pfanne. Schmeckt prima!
... Übung, gutem Willen und etwas Planung dürfte es eigentlich kein Problem mit dem Kochen geben.
Ich habe schon so einige Rezeptvorschläge in "meiner Welt", alle sind gesund, gehen schnell, sind relativ preiswert und vor allem FRISCH GEKOCHT ! Man könnte es als eine einfache Art des Kochens bezeichnen,aber es kommt auf gute Ausgangsprodukte an.
Auch koche ich gerne für zwei Tage, das spart Zeit. Ich habe immer eine frische und regionale Küche bevorzugt, und halte mich meistens nicht sehr lange damit auf.
Vollwertiges Essen, vor allem für Kinder, braucht etwas Zeit und Planung.
Im Getreide sind alle Mineralien und Spurenelemente neben Eiweiß und Vitaminen enthalten.
Getreide kann geschrotet werden - und eingeweicht (3-10 Stunden) - verkürzt die Garzeit.
Weiterer Vorteil des Einweichens:
Beim Vorquellen bildet sich ein Ferment, die Phytase. Diese löst das Phytin auf, das ist eine Substanz im Getreide, die Eisen und Magnesium bindet und dadurch an der Resorption hindert.
Die Phytase bildet sich in den ersten 3 Stunden des Einweichens.
Getreide mit Kräutern würzen - macht vollwertiger, und bekömmlicher. zB.Hafer mit Thymian.
Sehr schnell und gut verwenden kann man auch Thermogetreide.
Schnell geht auch Hirse oder Mais.
Rezept:
750 ml Gemüsebrühe (kräftig gewürzt) zum Kochen bringen.
150 g Maisgriess einlaufen lassen, aufköcheln, rühren, wird < ein dicker Brei
20 g Butter zugeben,
< auf ein gröltes Backblech streichen, (1,5 cm) mit Käse
< belegen und kurz überbacken.
oder für Kinder: Masse auf ein Brett streichen, erkalten lassen, Formen ausstechen, in Sauermilch und Paniermehl wenden, in Öl anbraten.
Dazu Quark mit gerapelter Gurke oder Käsesauce.
Salat oder Rohkost wie zB. Möhren usw.
Sehr schnell und gut verwenden kann man auch Thermogetreide.
"Was ist denn das?" ging mir gleich durch den Kopf und fand auch einen passenden Artikel dazu: Thermo-Getreide
Da habe ich festgestellt, daß wir wohl eine ganze Zeit gerne solcherart vorbereiteten Dinkel gegessen haben, nur war er nicht als solches deklariert. Werd ich mal wieder in den Vorratsschrank stellen.
Und im weiteren sind hier ja schon total leckere Ideen und Rezepte online gegangen - Danke!
Die Pizza gab es heute bereits.
Und das Einfrieren des vorbereiteten Gemüses werde ich wohl auch einführen - auch wenn es Strom verbraucht - das Kochen wird so streßfreier, wenn die Kinder mittags nach Hause kommen und Muttern vor dem Mittag aus der Küche locken wollen... ;-) Da die Biokiste bei uns nur wöchentlich kommt, habe ich mich sowieso schon gefragt, wie ich die Gemüse frisch halten kann - denn sie bauen doch z.T. schnell ab und verlieren einen Teil ihrer Vitamine. Mal nach einer Liste suchen, was frisch geschnitten eingefroren werden kann.
@ Anne Hollnbuchner
Ich gebe Dir vollkommen Recht, daß "Vollwertiges Essen, vor allem für Kinder, etwas Zeit und Planung braucht. ". Meist stehe ich eine Stunde zum Vorbereiten und Kochen in der Küche - da ist ein schneller Tag zwischendurch eine entspannende Sache :-)
ist nicht zu empfehlen, laut anthrophrosophischer Ernährungslehre.
Grund:
Einfrieren beinträchtigt die Bildekräfte. Dadurch kann die menschliche Gestalt nicht mit Formkräften durchdrungen werden.(für Kinder sehr wichtig)
Die Lebensmittel werden denaturiert.
Auch bei Temperaturen von -18 bis -20°C ist weder die Tätigkeit von Mikroorganismen, noch die Aktivität lebensmitteleigener Enzyme vollständig unterbunden. Alle diese Vorgänge laufen nur sehr stark verlangsamt ab und erreichen eine vielfache Intensität, wenn das Gefriergut wieder wärmeren Teperaturen ausgesetzt wird und auftaut. Es zerfällt dann in seiner inneren und äußeren Struktur, da durch das Gefrieren auch der Zellverband mürbe und weicher wird.
Das Blanchieren bei vielen Gemüsen wird empfohlen, um die Enzymaktivität zu verhindern.
Bei mir gibt es Bio-Vollkornnußbrötchen,(zum Fertigbacken morgens in die Schule für meinen Sohn) und Spinat für schnelle Pfannkuchen (zB. Buchweizen-Omletts)im Tiefkühlfach.
Ab und an eine Pizza (auch für meinen Sohn wenn er sich selbst versorgen muß)
Rezept Buchweizen-Omletts:
300 g Buchweizen - ganz fein und frisch gemahlen
1/2 l Wasser
3 Essl. Öl
1 Tl. Salz
Omlett-Teig herstellen, 1/2 Stunde quellen lassen. (wichtig, da besser vedaulich)
Füllung: süß
300 g gem. Haselnüsse
3 Essl. Ahornsirup od. Agavendicksaft
1/2 Teel. Vanille
soviel Rahm, dass eine gut streichfähige Paste entsteht.
Dünne Omletts ausbacken
Alles übereinander schichten jeweils dazwischen die Füllung.
Dazu ein Früchtekommpott.
Ich habe das schon in "meiner Welt", kopiere es aber noch mal hierher:
1.) Essen wie in Kindertagen:
Kartoffelpuffer mit Apfelmus---Dafür braucht man gekochte Kartoffeln,-- durch die Kartoffelpresse geben (am besten, noch warme Kartoffeln nehmen, geht leichter). Dazu ein Ei, wenig Salz und etwas geriebene Muskatnuß geben, mischen, und daraus kleinere Frikadellen formen, beide Seiten in Rapsöl goldbraun braten---
Das geht nun wirklich schnell, läßt sich auch planen, indem man mehr Kartoffeln gekocht und so am nächsten Tag schon sein Essen hat.
Ich gebe in den Kartoffelteig meisten zwei Eier, Haferflocken und zusätzlich noch etwas Dinkelkleie. Wird dadurch etwas gehaltvoller.
Das Apfelmus kann man auch vorbereiten, ich gebe einen Teefilter(Papier) mit einem Stück Zimtstange, mehreren Nelken zu den Äpfeln und reibe noch Muskatnuss dazu. Je nach Geschmack etwas süßen. Oder die Äpfel mit einer Vanillenstange kochen. Dafür das Mark herausstreichen und auch die Stange mitkochen.
2.) Kamut--superschnell
Ich gebe eine Tasse Kamut in eine Thermoskanne, gieße kochendes Wasser auf, lasse das über Nacht stehen-- morgens ist der Kamut gar. Man kann ihn schon zum Frühstück süß mit Müsli essen. aber er paßt auch sehr gut zu herzhaften Gerichten und Suppen.
Ein schnelles Pfannegemüse, z.B. Zwiebeln, Tomaten, Paprika anschmoren und die Kamutkörner ganz zum Schluß dazu geben. Es paßt jedes Gemüse, schmeckt mit frischen Kräutern und auch mit Tomatensoße, eigentlich zu Allem.....
Eine kleine Suppe: Gemüsebrühe, Lauch, Möhren und was man so da hat, alles ganz fein schneiden. Da müßte die Suppe in kürzester Zeit fertig sein. Ganz zum Schluß die Kamutkörner kurz mit erwärmen ----etwas Petersilie dazu....FERTIG.
Das sind nun wirklich sehr schnelle Gerichte, die auch Kindern schmecken müßten, vor allem kann man sie gut vorbereiten....
Pasteten:
brauchen zwar paar Minuten fuer's Zusammenruehren der Zutaten. Dafuer geht es aber kinderleicht. Bei uns gibt es heute 'Spicy Bean and Lentil Loaf' . Uebersetze ich mit Bohnen/Linsen Pastete. Das ist ganz, ganz lecker. Ich stell ein Rezept dafuer auf meinen Blog.
Hier der Link zu dem Rezept zum schnelleren finden: http://www.utopia.de/user/7212/meine-welt/125634
Danke für die Bilder!
@Anne Hollnbuchener:
Danke für Deine Aussagen zum Einfrieren - ich arbeite auch am liebsten mit frischen Zutaten. Interessant der Vorschlag, durch das Blanchieren die Umbauvorgänge im Gemüse zu unterbrechen.
Insgesamt ist es klasse, wie viele Tipps hier in so kurzer Zeit bereits zusammengekommen sind :-) Bin gespannt, was noch für Anregungen kommen werden ...

