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Düngen im eigenen (Klein-)Garten
Hatte Tomatenpflanzen gesetzt, die ausschließlich mit Wasser und Sonne schon etliche cm gewachsen waren...
grade sagt mir mein Vater, er habe sie "schonmal gedüngt", dass da auch ordentliche Tomaten wachsen....
Da kauf ich die Pflanzen in Demeter-Qualität und er schüttet Dünger drüber.....
Welchen Dünger könnt ihr denn in Bio-Qualität empfehlen, dass er düngen kann und ich guten Gewissens meine Bio-Tomaten und Gurken und Pflücksalat ernten kann?
Bei mir kommen zur Pflanzung bei Tomaten und anderen Starkzehrern in Töpfen ca. 8 cm Brennesselschnitt unten in den Topf, das kann natürlich auch im Garten umgesetzt werden, wenn man tief genug ausschachtet. Ich pflanze dann in große mindestens 10 l Töpfe. Die Brennesseln verrotten den Sommer über in den Töpfen und die Pflanzen gedeihen super und bringen gute Ernte. Im Herbst gibt es nur noch ein paar dicke Stengel unten im Topf...
Eine angesetzte Brennesseljauche düngt gut. Wenn man Steinmehl obenaufstreut, riecht sie auch nicht so.
Ansonsten lasse ich Wasser auf Hornspäne stehen und füge diesen Sud dem Gießwasser bei - achtung, stinkt!
Wenn genug Platz ist, Komposterde obenauf packen. Die Nährstoffe gehen mit dem Wasser in den Boden. Und wenn ich mich recht entsinne, bilden Tomaten sogar neue Wurzeln vom Stengel aus. Also einfach mal Pflanzen 5 cm mit ausgereiftem Kompost versorgen.
Immer mit Grasschnitt abgedeckt halten - die Regenwürmer fressen diesen weg und der Boden ist gedüngt und beschattet. Geht auch in großen Töpfen. Zur Not ein paar Würmer einsetzen :-)
Bei mir im Garten halte ich den Boden permanent dünn (keine Erde sichtbar, nicht zu viel, sonst fault und riecht es) abgedeckt mit Grasschnitt. Zur Not bitte ich die Nachbarn um diesen, was anfangs irritierte Blicke brachte. Mittlerweile grinsen sie und sind froh, den Schnitt los zu werden. Ein gut durchwurmter Boden verarbeitet einiges an Gras. Und durch das regelmäßige Füttern gibt es immer mehr von dieser "Kuh des Waldes".
Übrigens, damit als nächstes nicht gleich gegen Tomatenfäule gepritzt wird von übersorgter Seite. Tipp von einem Bekannten:
einen Kupferdraht einmal durch den Stengel ziehen - die Pflanze nimmt Kupfer auf und das soll gegen die Fäule helfen. Habe es selber noch nicht getestet.
Sonderbar, @elkeK, ich hatte heute Mittag geantwortet, und jetzt ist die Antwort weg. Finde sie auch nicht mehr :(
@Bremski: habt ihr was verschoben? Thema gehört ja eher in den Garten oder?
sorry, klar ist das im Bereich Garten besser aufgehoben; ich war wohl heut früh so "geladen", dass ich es gleich in der erstbesten Rubrik unterbringen wollte(kann natürlich gern verschoben werden)...was hattest du denn geschrieben?
und danke für die Antwort, Gundula...werde sie hier gleich mal zur Diskussion bringen...
:) Tja, da hatte/habe ich wohl die gleichen Erfahrungen und Ideen wie Gundula: Brennesseljauche. Kostet fast nix (nur das Steinmehl und das Wasser): Brennesseln sammeln (einen guten Arm voll), in einen Eimer (hab immer 10 l genommen) tun, Wasser drauf, Steinmehl drauf streuen (siehe Antwort von Gundula), um den Gestank etwas zu mildern, und dann abgedeckt eine Woche stehen lassen (irgendwo in einer Gartenecke, am besten im Schatten meiner Erfahrung nach). Dann kannst du das Zeug abseien und 1 zu 10 verdünnen und die Pflanzen gießen. Alle Pflanzen lieben das, ist ein super Dünger. Wenn dein Vater das übernimmt, tut er dir einen riesen Gefallen, denn wie gesagt: gut duften tuts nicht. Ich habe das wöchentlich gemacht, also gedüngt und gleich wieder neuen Sud angesetzt.
Du kannst übrigens auch getrocknete Brennessel aus dem Gartenmarkt verwenden. Kostet halt auch wieder Geld.
Und dann noch speziell für die Tomaten: sie lieben sich selbst! Also alles was du abzwickst, Gaiztriebe usw., als Dünger einfach an die Pflanze legen und dann immer mitgießen. Erinnert an "Eigenblut" gell?
Wenn du den Thread von hier in den Garten verschieben möchtest, musst du Bremski Bescheid geben...
vielleicht habt ihr im garten platz für einen komposthaufen? doppelnutzen: der bioabfall wird verwertet und ergibt super erde für gemüse, das braucht keinen extradünger mehr.
grüße, ju
...ja, wir haben sowohl den Platz als auch schon lange den Komposthaufen...
hab gestern mal mit dem Grasschnitt als Mulch angefangen und meinem Vater ins Gewissen geredet; hoffentlich düngt er nun nicht weiter, ohne es mir zu sagen...
hab mittlerweile die Sache in die "Hand" genommen:
einmal ist schon Rasenschnitt um die 7 Pflanzen drumrum und das "Ausgegaizte" (schreibt man das so?) hab ich auch auf dem Boden des Tomatenhauses "drapiert"; es hängen jede Menge Tomaten dran; die müssen jetzt nur noch rot werden
Basilikum wächst offensichtlich auf meinem Balkon besser; im Garten schmeckte er den Schnecken, bevor ich ihn ernten konnte
und einen Kompost haben wir schon ewig; ist zwar einer aus Kunststoff mit Deckel, aber diesen Dung brachte bisher mein Vater einmal im Jahr aus, bevor die Pflanzsaison beginnt und grub die 3 "Länder" um...hat dem restlichen Gemüse gut getan...
Mannometer, hab grad so nen Hals:
Hatte Tomatenpflanzen gesetzt, die ausschließlich mit Wasser und Sonne schon etliche cm gewachsen waren...
grade sagt mir mein Vater, er habe sie "schonmal gedüngt", dass da auch ordentliche Tomaten wachsen....
Da kauf ich die Pflanzen in Demeter-Qualität und er schüttet Dünger drüber.....
Ohne einen der Anderen Beiträge gelesen zu haben, kann ich deinem Vater zumindest fachlich Recht geben.
Was das Menschliche angeht, nicht. Sektentomaten sollten natürlich nach Sektenlehre aufgezogen werden.
Aber mal ne Frage? was können die Tomaten dafür, daß ihre Samen gerade im Sektengarten aufgelaufen sind?
Welchen Dünger könnt ihr denn in Bio-Qualität empfehlen, dass er düngen kann und ich guten Gewissens meine Bio-Tomaten und Gurken und Pflücksalat ernten kann?
Klärschlamm
Rückstandlos gibts nicht, nur innerhalb der Grenzwerte (auch Spurenelemente genannt).
Das wär die gute Frage an unsere Politik. Warum dürfen Industrieabwässer und Gesichtschemikalien unserer (auch) Ökoweiber darin eingeleitet werden?
Für die Politik ists einfacher zu beschließen, die Sache zu verbrennen, damit es auf der ganzen Welt verteilt wieder runter kommt.
Für das Geld, was die sinnlose Mülltrennung (können Maschinen besser)in Deutschland gekostet hat, hätte man dieses Problem locker lösen können. Auch die Grünen haben sich in ihrer Regierungszeit nicht diesem Problem angenommen.
->Ehrlichkeit kostet Wählerstimmen....
meine forderung: bei wahlen müsst es sein wie beim telefonieren, hast du dich verwählt darfst du aufhängen, da würd ich mich auch brav entschuldigen;
*lol* der is gut :)
Das wär mal was anderes. Nur ich fürchte, die Bevölkerung ist dazu nicht reif, denn es muß auch mal was unangenehmes umgesetzt werden.
Wer den Staat in den Ruin treiben würde, hätte die größten Chancen an der Macht, und somit an der Quelle zu bleiben.
Ich denke, wir kommen nicht daran vorbei, wieder etwas Sachverstand in die Politik einfließen zu lassen. Da den meisten Politiker eine Grundkenntnis ihres Ressorts fehlt, müssen sie von den jeweiligen Lobbyisten über den Sachverhalt aufgeklärt werden.
Von da weg sind sie nur im Stande ja, oder nein zu sagen.
Wäre die Politik fähig, einen eigenen Standpunkt zu entwickeln, müsste nicht immer auf Lobbyisten gehört werden, von denen bekanntlich nur jeder seine Sicht der Dinge vermittelt.
Wenn jemand selber nichts verteht, und auf Lobbyisten auch nicht hört, mussten wir bei Frau Künast am eigenen Leibe erfahren. Das ist meiner Ansicht nach die schlechteste Kombination.
So, das war mal etwas weit weg vom "Biodünger", ich bitte dies zu entschuldigen

