Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

Essen & Trinken / Allgemeines

Die Tücken des nachhaltigen Konsums

Thema abonnieren
Beiträge (18 )
1 2  >
Biglinde schrieb am 04.03.2008 um 20:39
Bedenklichen Inhalt melden
Kennt ihr das auch? Ihr geht in einen Supermarkt und wisst nicht mehr, was ihr kaufen dürft und was nicht? Man möchte mit dem Einkauf möglichst wenig Müll verursachen, die Produkte sollten optimalerweise in diesem Land hergestellt worden sein, möglichst auch noch Bio und trotzdem nicht zu teuer?
Das wird schwer.
Schwer ist es neuerdings auch Mineralwasser in Kisten zu kaufen und nicht doch ausversehen Einwegflaschen in Kisten zu erwischen. Seit wann gibt es das, bitte schön? Diese schrecklichen Einweg-Möchtegern-Pfandflaschen, die nach Gebrauch geschreddert und nach China verschifft werden, um daraus Fleece-Pullover zu machen, werden einem doch tatsächlich jetzt im Getränkemarkt u n t e r g e j u b e l t.
Ohne Worte.
Und wie ist das eigentlich, wenn ich es vermeide, Südfrüchte zu kaufen, aber andererseits liebend gern Multivitaminsaft (natürlich aus Pfandflaschen) trinke? Geht doch eigentlich auch nicht.
Ich muß echt sagen, es wird einem nicht leicht gemacht, nachhaltig zu leben. In seiner härtesten Konsequenz hieße das wohl zu dieser Jahreszeit nur noch Sellerieknollen knabbern zu dürfen und Sauerkraut zu verzehren - und das schmeckt mir einfach nicht.
Wer hat Tipps für mich, wie ich meine Einkäufe nachhaltig optimieren kann?
:confused:
    hlehofer schrieb am 05.03.2008 um 07:39
    Bedenklichen Inhalt melden

    Seinen (öko)-korrekten Konsum kann und muss sich letztendlich jeder für sich selbst überlegen.
    Ich kaufe Wasser überhaupt nicht in Flaschen, weder Ein- noch Mehrweg, sondern verwendete Wasser aus der Wasserleitung.
    Andererseits bin ich keine Sekunde lang bereit auf eine reichhaltige Auswahl an Obst und Gemüse zu verzichten, daher kaufe ich regelmäßig auch Südfrüchte.
    Ein vernünftiger, nachhaltiger Konsum ist zweifelsohne wichtig, ebenso wichtig ist mir aber meine persönliche Lebensqualität.

    Biglinde schrieb am 05.03.2008 um 21:21
    Bedenklichen Inhalt melden

    Das ist, finde ich, eine gute, solide Einstellung. Ich wünschte, ich könnte mir davon eine Scheibe abschneiden. Zu sehr lässt man sich manchmal verrückt machen, was man darf und was nicht.

    Zum Thema Leitungswasser kann ich sagen, dass mir unseres nicht schmeckt, es ist auch fürchterlich kalkhaltig. Vielleicht tut es da auch ein Filter?

    tom-simon schrieb am 24.04.2008 um 15:26
    Bedenklichen Inhalt melden

    Seit ich einen Wasserfilter benutze, schmeckt der Tee auch wieder. Versuchs mal! Schmeckt, ist billig und nachhaltig!

    Ana K. schrieb am 17.05.2008 um 23:47
    Bedenklichen Inhalt melden

    Nach dem Einkaufen versuche ich immer die unnötigen Doppelverpackungen wie zb bei Müsli wegzumachen und im Laden zu lassen.
    Was auf den Packungen draufsteht, zb. den Inhalt des Produktes schau ich mir immer sehr genau an, und kaufe dann nur das was auch für mich einwandfrei aussieht.

    In Deutschland gibts extra Mülleimer nach der Kasse, in Österreich ist das nicht so üblich.
    Die Verkäufer schauen meistens schon recht blöd wenn ich da meinen kompletten Einkauf erstmal von unnötigem Krimskrams befreie, aber ich denke mir somit setze ich wenigstens ein kleines Statement.
    Am schlimmsten sind diese Alu Müsli Verpackungen, total unsinnig.

    Was das Problem mit den Plastikflaschen angeht: Ich habe mir so einen Wassersprudler angeschafft.
    Habe nicht genug Geld gehabt für diesen mit den Glaskaraffen(wegen den Bazillen/Bakterien), würde aber immer wieder einen Wassersprudler kaufen.
    Lohnt sich total und man kann immer soviel sprudeln wie es einem passt :)

    belippige schrieb am 18.05.2008 um 17:24
    Bedenklichen Inhalt melden

    Ich habe auch so einen Wassersprudler, da ich Blubber will, aber diesen Müll leid war.

    Wahnsinn wie lange ich da mit einer Kartusche auskomme! :eek: Und ich denke, man spart eventuell sogar noch Geld.

    Übrigens: habe auch nicht den mit Glas. Nicht wegen dem Preis, sondern weil die Glasflaschen kleiner sind :o :rolleyes: Jaja, ich schäme mich schon. Aber ich finde, die haben diese Glas"karaffen" wirklich daneben designt.
    Ich sprudle schon bei 1l Flaschen ständig (habe 2 im Gebrauch)! Vor allem, wenn man mal Besuch hat. Und rein optisch sind beide Flaschen nicht der Hit, sondern eher versteckenswert. Also zählte im Endeffekt das Volumen.

    Ich finde es schon Wahnsinn, Wasser durch die Gegend zu fahren, wenn es doch aus der Leitung kommt...

    Ana K. schrieb am 20.05.2008 um 13:24
    Bedenklichen Inhalt melden

    @belippige:
    wie kriegst du die flaschen keimfrei?mit kochend wasser darf man ja nicht desinfizieren:(

    Andrea B. schrieb am 21.05.2008 um 16:07
    Bedenklichen Inhalt melden

    Der Spruch ist in vielen Fällen sinnvoll, auch bei Obst und Gemüse aus südlichen oder fernen Ländern. Es könnte für das ökologische Gewissen hilfreich sein, dann wenigstens BioProdukte zu kaufen.

    Was das Wasser angeht bin ich sehr genau. Ich habe vor einigen Jahren zum Thema Wasser und Salz verschiedene Vorträge von Dr. Peter Ferreira gehört (auf CD) und auch seine Bücher - mit herunter geklappter Kinnlade - gelesen. Seither trinke ich nur noch lebendiges Wasser aus Tiefenquellen, das ganz von allein an die Oberfläche drängt und das nicht sprudelt (weil Kohlensäure ist ja nur drin um Wasser haltbar zu machen, das Tiefenwasser ist von vornherein haltbar) und das nicht bestrahlt ist (viele Mineralwässer sind bestrahlt, auch wieder um sie haltbar zu machen). Und ich kaufe dieses in Glasflaschen beim Bioladen. Es gibt verschiedene Wässer die meinen Ansprüchen folgen, ich habe mich für Wässer aus der Leonhardsquelle (Lichtquelle) entschieden. Gibts bei meinem Lieblingsbioladen und im TeGut.

    Wenn ihr euch für das Thema an sich interessiert, sagt Bescheid. Ferreira ist übrigens sehr umstritten, wie jeder dessen Thesen und Ideen denen der Industrie widersprechen, in diesem Fall der Kochsalz- und Mineralwasserhersteller.

    Zu Leitungswasser kann ich nur sagen: ich habe keinen Appetit drauf. Auf mein Trinkwasser dagegen habe ich richtig Lust :).

    Ann-Kristin schrieb am 21.05.2008 um 23:00
    Bedenklichen Inhalt melden

    Gelöscht von Ann-Kristin am 11.06.2012 um 15:00

    Hans-Werner Neumann schrieb am 21.05.2008 um 23:19
    Bedenklichen Inhalt melden

    ... und so wenig wie nötig. Ich finde Joyofnines Motto genau richtig. Ich kaufe alles, was ich bekommen kann, in nachhaltiger Qualität, und das andere eben normal. Ich frage aber nach, warum es dies und das nicht in Bio gibt usw. Vielleicht nützt das ja.

    Sich kasteien und verzichten bringt meiner Meinung jedenfalls nichts. Einerseits will ich gesund und fröhlich bleiben - wie sollte ich sonst für eine bessere Welt streiten können? - und andererseits ändert der Verzicht einiger weniger einfach praktisch nichts. Zumal ein grimmiges Verzichtsbeispiel garantiert nicht zum Mitmachen anregt, und wir wollen doch mehr werden, oder?

    Man muss bohren, löchern, neue Läden, neue Produkte, neue Möglichkeiten auftun und diese massiv publizieren und fördern. Und das tun wir hier auf Utopia.

    Andrea B. schrieb am 26.05.2008 um 00:12
    Bedenklichen Inhalt melden

    @Ann-Kristin: Es gibt einen Link mit einem Vortrag von Peter Ferreira (mostura.com/forum/index.php?topic=163.0), findest du auch über Google. Ich selbst hatte ursprünglich Vorträge von Ferreira auf CD gehört und war total fasziniert, insbesondere weil er mein Bewusstsein für LEBENsmittel im Sinne des Wortes geschärft hat. Dann habe ich sein Buch Wasser&Salz gelesen und trinke nun nur noch - wenns geht - "lebendiges" Wasser und morgens früh ein Glas Sole (aus Kristallsalz).


1 2  >
Beitrag schreiben