Erneuerbare Energien / Allgemeines
Vollversorgung mit erneuerbaren Energien bis 2050 -- Wissenschaftler überreichen Bundesumweltminister Röttgen Studie für eine nachhaltige Energieversorgung
Mit der Studie zeigen die Wissenschaftler, dass mit den entsprechenden Forschungsan-strengungen und den fördernden politischen Rahmenbedingungen eine Vollversorgung auf der Grundlage von erneuerbaren Energien bis Mitte des Jahrhunderts möglich ist. Die Kosten für das nachhaltige Energiesystem liegen langfristig unter denen von herkömmlichen Alternativen.
Weitere Ergebnisse der Studie: Bei der vernetzten Betrachtung aller wichtigen Elemente des nachhaltigen Energiesystems, von der Bereitstellung über den Transport und die Verteilung bis zur Energiedienstleistung, lässt sich die Energieeffizienz erheblich erhöhen. Die gesamte Palette der Erneuerbaren hat ein Potenzial, das um ein Vielfaches höher ist als der durch umfangreiche Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung deutlich gesenkte Gesamtenergiebedarf. Die Vielfalt der Erneuerbaren in Verbindung mit Speichertechnologien gewährleistet dabei, dass die Versor-gung jederzeit sichergestellt werden kann. Dazu muss auch der Stromverbrauch über intelligente Stromnetze (smart grids) stärker an das jeweilige Angebot von Wind und Sonne angepasst werden.
Für die Überbrückung längerer Phasen mit geringem Angebot erneuerbarer Energien kann in Zeiten mit hohem Angebot der Strom aus Wind und Sonne in chemischen Energieträgern gespei-chert und bei Bedarf ins Netz zurückgespeist werden.
Die Studie steht im Internet auf der Homepage des FVEE unter www.fvee.de zur Ver-fügung, Rubrik Politik / Stellungnahmen.
http://www.bmu.de/presse_
Die beste Veröffentlichung, die ich bisher zu dem Thema gefunden habe. Ich stimme weitgehend mit den Ergebnissen der Berechnungen überein, erwarte lediglich einen deutlich größeren Anteil des billigeren onshoreWind und einen noch größeren Anteil von WindStrom, WindWasserstoff bzw. WindMethan im Verkehr. Aber das ist für das Gesamtkonzept sekundär und hätte nur preissenkende Auswirkungen. Die Ergebnisse lassen sich sinngemäß auf die meisten europäischen Länder übertragen.
Sehr passend dazu auch: http://www.utopia.de/blog/beitrag/neue-studie-beweist-100
Besonders gut geeignet um zu einer 100% regenerativen Energieversorung rund um die Uhr beizutragen, sind z.B. Wellenkraft -Bojen, z.B. solche: http://www.youtube.com/watch?v=UhS-BpgvQaM&feature=related . Auch weit auf hoher See verankterte Windrad-Bojen (engl: far offshore wind power turbines ) z.B. www.sway.no ,
nicht zuletzt auch deshalb, weil auf hoher See der Wind im Durchschnitt konstanter weht (zudem auch mehr, als an vielen Land-Standorten)
Praktischerweise weht auch nachweislich in den dunklen Monaten (wenn es weniger Solarenergie gibt) im Durchschnitt mehr Wind (was sowohl bzgl Windrädern, als auch bzgl Wellenkraftanlagen relevant ist, denn auch Wellen werden bekanntlich überwiegend vom Wind verursacht)
Es lassen sich auch solarthermische Kraftwerke mit Meerwasserentsalzung kombinieren und mithilfe dieses Wassers küstennahe Wüsten begrünen - in Afrika, Australien etc.
Die solcherart begrünten Flächen könnten - neben Nahrungs-Pflanzen etc - auch teilweise für Energie-Pflanzen genutzt werden.
Davon abgesehen hat, wie schon mal jemand neulich richtig bemerkt hat, Wüstenbegrüung - unter anderem - gegenüber High-Tech den Vorteil, dass es an vielen Orten der Welt sofort und in großem Umfang realisierbar ist, wo Infrastruktur und Fachkräfte u.s.w. für High Tech Kraftwerke nicht existieren.
Das spricht - für viele Regionen - für diese Art von Energie-Pflanzen-Anbau (sehr deutlich zu unterscheiden von den Monokulturen, die teils sogar auf kurz zuvor zerstörten Urwäldern angelegt werden)
Kurz gesagt also
bzgl Solarkraftwerken und Energiepflanzen - (unter besagten Bedingungen !)
nicht "entweder ... oder", sondern "sowohl ... als auch"

