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Beiträge (7 )
 
inaktiver User 38734 schrieb am 02.11.2010 um 08:41
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Qualitativer Vergleich des Merit-Order Effekts von Wind- und Solarstrom

Einspeisung von Strom zur Mittagszeit entlastet den Börsenpreis stärker

Die preissenkende Wirkung der Einspeisung von Solarstrom auf den Börsenpreis wird zumeist unterschätzt.

Der Börsenpreis ergibt sich aus dem Schnittpunkt der Angebotskurve mit der Nachfragekurve. Zur Mittagszeit ist die Nachfrage nach Strom besonders hoch. Im Bereich hoher Nachfrage hat die Angebotskurve eine besonders starke Steigung. In diesem Bereich wirkt sich eine Änderung der Nachfrage oder eine Verschiebung der Angebotskurve besonders stark auf den Börsenpreis aus.

In der folgenden Skizze wird zur einfacheren Darstellung, aus Gründen der Übersichtlichkeit und der Vergleichbarkeit ein und dieselbe Angebotskurve sowohl für die Bestimmung des Börsenpreises um die Mittagszeit als auch für die Nachtzeit verwendet. Außerdem wird nicht die Angebotskurve nach rechts, sondern die Nachfragekurven werden nach links verschoben. Die Effekte bleiben dabei jedoch gleich.

[image]

Zur Vergleichbarkeit wird eine GLEICHE Strommenge einmal zu nächtlicher Zeit (also im Bereich geringer Nachfrage) und einmal zur Mittagszeit (also im Bereich hoher Nachfrage) eingespeist. Man kann sich vorstellen, dass es sich bei der mittäglichen Einspeisung häufig um Strom mit einem hohen Solarstromanteil handelt.

Die von der Gesamtheit der Stromeinkäufer dabei jeweils eingesparten Geldmengen entsprechen den beiden eingefärbten Flächen im Diagramm. Man erkennt leicht, dass die um die Mittagszeit eingesparte Geldmenge ganz erheblich größer ist als die bei nächtlicher Einspeisung.

Da Solarstrom schwerpunktmäßig hauptsächlich zur Mittagszeit eingespeist wird, ist der hier dargestellte Befund ein Indiz dafür, dass die Einspeisung von Solarstrom den Börsenpreis erheblich stärker absenkt als die Einspeisung einer vergleichbaren Menge von Windstrom, die statistisch verteilt mal tags und mal nachts erfolgt.

Quelle: http://www.sfv.de/artikel/qualitativer_vergleich_des_merit-order_effekts_von_wind-_und_solarstrom.htm


Der Merit-Order-Effekt in Wikipedia:


http://de.wikipedia.org/wiki/Merit-Order#Merit-Order-Effekt
    inaktiver User 38734 schrieb am 18.11.2010 um 10:12
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    Erneuerbare Energien sind keine Preistreiber für den Strom!

    Die Stadtwerke erhöhen den Strompreis. Sie begründen dies mit der Umlage, die sie als Endkundenversorger für die Stromerzeugung durch die erneuerbaren Energien uns Verbrauchern in Rechnung stellen müssen. Die Begründung, die erneuerbaren Energien wie z.B. die Photovoltaikanlagen seien Ursache der Strompreiserhöhung, ist unwahr und wird auch durch ständiges Wiederholen nicht richtiger. Kommentar von Jörg Zwosta

    In Wahrheit wird einfach verschwiegen, dass durch den sog. „Merit-Order-Effekt“ an der Strombörse in Leipzig der Strompreis zeitweise erheblich verbilligt wird.

    Die PV-Anlagen in Deutschland erzeugen um die Mittagszeit durch die hohe Sonneneinstrahlung so viel Strom, dass sie das Einschalten teurer Spitzenlastkraftwerke, mit denen die vier großen Stromproduzenten den teuren Spitzenlaststrom für den hohen Mittagsverbrauch produzieren, teilweise verhindern.

    Je mehr teure Spitzenlastkraftwerke laufen, desto höhere Gewinne erzielen aber alle Kraftwerke, die billigeren Strom angeboten haben. Denn sie erhalten selbstverständlich den Preis, den auch das Kraftwerk mit dem teuersten gerade noch benötigten Strom verlangt.

    Die Betreiber der Atom – und Kohlekraftwerke sind deshalb überhaupt nicht erfreut, wenn um die Mittagszeit viele Photovoltaikanlagen ihren Strom ins Netz einspeisen. Denn dann werden nicht mehr so viele Spitzenlastkraftwerke gebraucht, der Börsenpreis sinkt und die Gewinne mit Atom – und Kohlestrom schmelzen dahin.

    Dieser preissenkende Mechanismus ist kaum bekannt und wird in seinen Auswirkungen auf die Umlage zugunsten der neuerbaren Energien ganz erheblich unterschätzt. Die großen Stromerzeuger haben auch gar kein Interesse daran, diesen Mechanismus ihren Stromkunden zu erklären, weil sonst ihre Argumentation zusammenbrechen würde, die Umlage für die erneuerbaren Energien allein sei Ursache der Preiserhöhung.

    Wenn die Stromverbraucher richtig aufgeklärt würden, wären die angekündigten Strompreiser höhungen nicht so leicht durchsetzbar. Deshalb die Forderung, in den Stromrechnungen nicht nur die preiserhöhenden, sondern auch die preissenkenden Wirkungen des Sonnenstroms auf den Börsenpreis wiederzugeben, was bisher noch nicht geschieht.

    Die Verschleierung der preissenkenden Wirkung ist nur deshalb möglich, weil wir Stromverbraucher uns einfach auf die Richtigkeit der Information auf den Stromrechnungen verlassen. Umso ärgerlicher ist es deshalb, wenn durch eine unrichtige Begründung die klimaschonende Stromerzeugung mit der Sonne in Misskredit gebracht wird.

    Wir sollten nicht vergessen, dass die großen Stromerzeuger Jahr für Jahr Milliardengewinne einfahren und trotzdem die Stromrechnungen erhöhen. Das zeigt auch gleichzeitig, dass die Behauptung der Regierung, Atomstrom sorge für eine Verbilligung der Stromkosten und müsse deshalb länger produziert werden, eine dreiste Schutzbehauptung ist.



    Quelle: Jörg Zwosta 2010

    ist Vorsitzender des Vereins "Regenerative Energien Mittelbaden"

    und war 24 Jahr lang Erster Bürgermeister in Baden-Baden.



    http://www.sonnenseite.com/Erneuerbare+Energien,Erneuerbare+Energien+sind+keine+Preistreiber+fuer+den+Strom!,5,a17504,ap1.html

    inaktiver User 41328 schrieb am 18.11.2010 um 10:23
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    mehrererere [image]

    lukita schrieb am 02.03.2011 um 17:30
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    Auf der Sonnenseite sind mittlerweile einige Artikel zum Thema erschienen.

    Hier die Such-Ergebnisse zum Stichwort "Preistreiber": http://www.sonnenseite.com/index.php?pageID=search_de&search%3Asearch=true&template=search.html&search%3Aterm=preistreiber

    z.B.

    :: Erneuerbare Energien nicht verantwortlich für massive Strompreiserhöhungen

    + 31.01.2011 + Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) weist die in der Öffentlichkeit erneut angeführte Begründung zurück, die Erneuerbaren Energien seien Schuld an den ständigen Strompreiserhöhungen.

    BEE-Präsident Dietmar Schütz: „Dass die Erneuerbaren ständig als Deckmantel für die massive Preistreiberei vieler Energieversorger missbraucht werden, ist schlichtweg falsch und dazu unseriös.

    Erst kürzlich habe die Bundesnetzagentur klar gestellt, dass der erfolgreiche Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht zur Begründung für drastische Strompreiserhöhungen taugt.

    Im Gegenteil: „Die Großhandelspreise für Strom sind in den letzten zwei Jahren um teilweise mehr als die Hälfte gesunken. Auch die Netzkosten gingen in den vergangenen Jahren deutlich runter. Doch nichts von dem wird an die Haushaltskunden weitergegeben“, kritisiert Schütz das Gebaren vieler Energieversorger.

    Mehr noch: Die Untersuchungen der Bundesnetzagentur hätten deutlich gezeigt, dass viele Energieversorger ihre Strompreise in diesem Jahr senken könnten – trotz gestiegener EEG-Umlage, so Schütz. Die zunehmende Menge an Erneuerbaren Energien bewirkt außerdem sinkende Börsenstrompreise, weil nach und nach teuere Kraftwerke vom Markt gedrängt werden. „Während die Industrie bereits heute von den sinkenden Großhandelspreisen für Strom profitiert, dürfen private Stromkunden jedes Jahr aufs Neue für das überzogene Gewinnstreben vieler Energiekonzerne ihr Portemonnaie leeren“, sagte Schütz.

    Zum Vergleich: In den Jahren 2000 bis 2010 stieg der monatliche Beitrag, mit dem ein durchschnittlicher Haushalt den Ausbau Erneuerbarer Energien fördert, um rund fünf Euro an. Die monatliche Stromrechnung stieg im gleichen Zeitraum um etwa 30 Euro – also sechs Mal soviel.

    lukita schrieb am 02.03.2011 um 17:34
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    Merit-Order Effekt in der Praxis: http://www.utopia.de/gruppen/forum/thema/193989

    lukita schrieb am 25.07.2011 um 15:58
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    Eine anschauliche Grafik findet sich auch in dem Wikipedia-Artikel zum Merit Order Effekt:
    [image]
    Sprich: Je weniger von den hochpreisigen Spitzenlastkraftwerken abgefragt wird, desto billiger wird's.

    Konkretes Beispiel vom 16. Juli 2011:
    http://www.photon.de/presse/mitteilungen/pm_2011-07-20_eex_grafik.pdf

    [image]

    Die Pressemitteilung dazu:
    http://www.photon.de/presse/mitteilungen/pm_2011-07-20_eex.pdf

    lukita schrieb am 23.11.2012 um 21:20
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    Pressemitteilung der Bundesnetzagentur vom 15.10.2012
    http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1931/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2012/121015_EEGUmlage.html"

    Homann: "Steigende Differenz zwischen Vergütungszahlungen und Einnahmen führt zur Erhöhung der EEG-Umlage"

    Insgesamt prognostizieren die ÜNB für das Jahr 2013 EEG-Einspeisevergütungen in Höhe von ca. 18,5 Mrd. Euro. Dem stehen prognostizierte Vermarktungserlöse an der Strombörse in Höhe von ca. 2,6 Mrd. Euro gegenüber. Die Differenz zwischen prognostizierten Einspeisevergütungen und Vermarktungserlösen bildet den wesentlichen Bestandteil der EEG-Umlage. Je niedriger das Börsenpreisniveau ist, desto größer ist die mit der EEG-Umlage zu finanzierende Differenz zu den im EEG festgelegten Vergütungssätzen.

    ----

    Sprich: Der positive Einfluss der Photovoltaik auf den Börsenpreis wird zu ihrem Nachteil ausgelegt.


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