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Erneuerbare Energien / Energiespeicher und Netze

Elektrospeicherheizung als Speicherpotenzial

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Beiträge (24 )
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inaktiver User 38734 schrieb am 25.11.2009 um 13:39
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Nachtspeicherheizungen zum Demand Response wurden lange vor dem enormen Wachstum Erneuerbarer Energien in unser elektrisches Energieversorgungssystem integriert. Sie wurden in den sechziger Jahren entwickelt, um die Auslastung von schlecht regelbaren Kraftwerken und damit deren Wirkungsgrad zu erhöhen. Das heißt, bezogen auf ihre Fähigkeit, ein elektrisches Lastprofil zu decken, verfügen Kern- oder Braunkohlekraftwerke und Windkraftanlagen über dieselben Eigenschaften.

Sie können nicht oder nur schlecht an ein vorgegebenes Lastprofil angepasst werden und Speicherheizungen sind eine Möglichkeit, Erzeugung und Bedarf in Einklang zu bringen.

Die Nachtspeicherheizung nimmt während der Schwachlastzeit elektrische Energie auf, wandelt diese in Wärme und speichert sie in ihrem Kern.

Verteilt über den Rest des Tages gibt die Heizung ihre Wärme an den Raum wieder ab. Nachtspeicherheizungen sind so genannte Einzelraumheizungen.

Wird eine komplette Wohnung mit Speicherheizungen beheizt, erhält jeder Raum ein Heizgerät.

Aus primärenergetischer bzw. ökologischer Sicht ist die Verwendung von elektrischer Energie zu Heizzwecken sicher nicht zu empfehlen – zumindest solange die Elektrizität in Kondensationskraftwerken durch die Verbrennung von Kohle generiert wurde. Wird in Speicherheizungen jedoch über den Bedarf generierte Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen gespeichert, trifft diese Aussage nicht mehr zu. Dann nämlich können Speicherheizungen bei der Integration von großen Leistungen Erneuerbarer Energien in Versorgungsnetze hervorragende Dienste leisten. Das derzeit diskutierte Verbot von elektrischen Speicherheizungen ist mit Sicherheit deutlich zu kurz gedacht und in der Sache kontraproduktiv.

Da elektrische Speicherheizungen weit verbreitet sind, ein großes Speicherpotenzial darstellen und nicht ohne weiteres auf z. B. Warmwasserheizungen umzustellen sind, werden die Speicherheizungen zumindest im Bestand noch lange vorhanden sein. Nur werden sie dann möglicherweise nicht mehr bevorzugt nachts geladen, sondern immer dann, wenn z. B. ein Überschuss aus Windkraft oder Solarstrom vorhanden ist.

In Bezug auf elektrische Bereitstellung von Raumwärme werden Direktheizungen, Speicherheizungen und Wärmepumpen unterschieden. Für das Demand Response sind ohne zusätzliche technische Erweiterungen (z. B. Warmwasserspeicher) lediglich die Speicherheizungen von Bedeutung.

Speicherheizungen werden wiederum in Speicherheizgeräten, Fußbodenspeicherheizungen und Zentralspeicher unterschieden, wobei hier die Speicherheizgeräte den größten Teil ausmachen (> 95 %). 1996 waren in Deutschland gut 2,5 Mio. Nachtspeicherheizungen installiert. Die meisten Anlagen (2,37 Mio.) befinden sich in Haushalten. Etwa 8 % der Haushalte in den alten Bundesländern und 3 % der Haushalte in den neuen Bundesländern heizen mit Nachtspeicheröfen. Insgesamt verbrauchten die Speicherheizungen in diesem Jahr knapp 27 TWh Strom. Die installierte Leistung wuchs zwischen 1970 von etwa 10 GW und 1995 auf knapp 40 GW. Durch gezielte Förderung von Nachtspeicherheizungen gelang es den Energieversorgungsunternehmen, das Lastprofil stark zu vergleichmäßigen.

In den Sommermonaten hat sich der Verlauf des Lastganges in den letzten 40 Jahren hingegen nur unwesentlich verändert. Das heißt, das Stromverlagerungspotenzial beträgt rund 27 TWh, die in den Speicheröfen gespeichert und zeitversetzt in Form von Wärme wieder freigegeben werden. Im Vergleich dazu betrug die Stromerzeugung aus Pumpwasser aller Pumpspeicherkraftwerke ohne natürlichen Zufluss in Deutschland 1996 laut VDEW lediglich 3,7 TWh. Der Beitrag der Speicherheizungen lag damit um mehr als das Siebenfache über dem der Pumpspeicherkraftwerke.

Der im Vergleich zu den Speicherheizungen geringe Einsatz der Pumpspeicherkraftwerke erklärt sich vor allem durch den mit ca. 70 % geringen Wirkungsgrad der Pumpspeicherkraftwerke. Der Wirkungsgrad der Speicherheizungen kann mit nahezu 100 % angesetzt werden, sofern die Speicher nicht zu stark aufgeladen werden und sich dadurch eine Raumüberhitzung ergibt. Bei korrektem Speichermanagement wird die statische Selbstentladung der Speicherheizungen als Nutzwärme frei und beeinträchtigt den Wirkungsgrad nicht.

Aus den Daten der installierten Speicherheizungsleistung in Deutschland und den Untersuchungen zum Betriebsverhalten lässt sich das Potenzial der Speicherheizungen für ein Demand Response ermitteln. Die negative Regelleistung, die durch Speicherheizungen bereitgestellt werden kann, entspricht gerade der Anschlussleistung der Speicherheizung abzüglich des Leistungsbezugs einer Direktheizung (Details siehe [1]). Das Entladen der Speicherheizungen ohne Strombezug entspricht gerade dem vermiedenen Leistungsbezug einer Elektrodirektheizung. Somit ist das Leistungsniveau einer angenommenen Direktheizung gerade die durch Speicherheizungen bereitgestellte positive Regelleistung. Für Deutschland ergibt sich zur Spitzenzeit eine positive Regelleistung von 14 GW (siehe Abbildung 1). Die positive Regelleistung hat demnach ihr höchstes Niveau bei der tiefsten Außentemperatur und nimmt kontinuierlich bis zu der Außentemperatur ab, bei der keine Raumheizung mehr stattfindet.



[image]

Abbildung 1: Bereitstellung positiver Regelleistung nach Leistungsniveau und Dauer der in Deutschland installierten Speicherheizungen in Abhängigkeit der Außentemperatur



Quelle: http://www.eurosolar.de/de/images/stories/pdf/SZA_01_08_Stadler.pdf
    E-Kirsche schrieb am 25.11.2009 um 15:29
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    Hallo,
    hab doch so eine Ahnung gehabt: so ganz schlecht ist die NachtspeicherHeizung nicht !

    Bei uns an der Küste wird sie häufig in Ferienwohnungen genutzt: sie ist wartungsarm und kann keine Wasserschäden im Winter (unbewohnte Fewo's) verursachen.

    Wir haben, nach dem wir in einem Haus mit Ölheizung (1970er Jahre !) wohnten, ca. 15 Jahre mit Nachtspeicherheizung geheizt und der Verbrauch war nicht höher !

    Es kommt alles wieder.........

    Gruß
    E-Kirsche

    inaktiver User 38734 schrieb am 25.11.2009 um 16:04
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    Nur halt nicht mehr mit der Kraft des gespaltenen Kern´s, sondern mit der Kraft des Windes !

    So lässt es sich mit dem kalten Wind heizen und mit der warmen Sonne kühlen http://www.innovations-report.de/html/berichte/energie_elektrotechnik/bericht-9451.html ! ;-D

    fuchsi44 schrieb am 25.11.2009 um 17:11
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    Hallo Urwalder! Das hast du schön gesagt!
    Ich hab zwar von dem Bericht nicht alles verstanden, aber es tröstet mich, dass die Nachtspeicherheizungen auch einen positiven Dienst leisten können.
    Es ist halt hier wie bei allem, man muss den Dingen auf den Grund gehen und man muss sie vernünftig einsetzen!
    Ich habe schon vor Jahren die automatische Steuerung meiner Heizung abgeschalten (die immer unverhältnismäßig aufgeheizt hat) und benutze die Nachtspeicher nun als Zusatz zu meinem Grundkachelofen (über den ich mal etwas schreiben möchte...) und steuere sie (bzw. das Wetter ...hi,hi) von Hand und befüttere sie mit Strom aus regenerativen Energien.
    Grüße fuchsi44

    inaktiver User 38734 schrieb am 25.11.2009 um 20:36
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    Wenn Du Dein Kachelofen mit Holz befeuerst und elektrisch mit Ökostrom, dann heizt Du praktisch CO2 neutral !

    Das ist erfreulich ! ;-D

    inaktiver User 38734 schrieb am 26.11.2009 um 09:18
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    Nicht nur die Elektrospeicheröfen stellen einen hohes Speicherpotenzial dar, auch Elektrowarmwasserspeicher können bei entsprechendem intelligendtem Lademanagment sinnvoll im Smart Grid eingebunden werden.

    Auszug aus dem oben erwähntem Beitrag:


    ...Elektrische Warmwasserbereitung

    Ähnlich wie Speicherheizungen Raumwärme durch den Einsatz von Elektrizität bereitstellen, erfolgt durch die elektrische Warmwasserversorgung das Erhitzen von kaltem Wasser zum Baden, Duschen, Händewaschen, Spülen etc. Und ähnlich wie die elektrischen Speicherheizungen bieten Elektrowarmwassergeräte für die Energieversorgungsunternehmen die Möglichkeit, den elektrischen Lastverlauf zu vergleichmäßigen und damit die Wirtschaftlichkeit des Betriebs der Netze und Kraftwerke zu erhöhen.

    Erfolgt die elektrische Warmwasserbereitung durch Geräte mit integrierten Speichern, werden diese während der Schwachlastzeit geladen, um (vor allem während der Nacht) Lasttäler zu füllen.

    Auch Geräte ohne Speicherfunktion vergleichmäßigen den Lastgang, da die Spitzen des Warmwasserbedarfs (morgens, abends und an Wochenenden) zu anderen Zeiten liegen als die Lastspitzen z. B. in der Industrie. Geräte ohne Speicher dienen dem aktiven Demand Response jedoch nicht.

    Gegenüber der Warmwasserbereitung mit Gas, Öl oder Fernwärme hat die elektrische Warmwasserbereitung den Vorteil, dass elektrische Energie quasi verlustlos im Haus verteilt werden kann und die Wärmeerzeugung direkt am Ort des Verbrauchs möglich ist. Dadurch können verlustreiche und lange Warmwasserleitungen oder auch Zirkulationsleitungen vermieden werden. Die Widerstandsheizkörper wandeln quasi 100 % der elektrischen Energie in Wärme um. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass die vorgelagerten Verluste bei der Stromerzeugung in Kraftwerken die primärenergetische Betrachtung deutlich verändern.

    Abhängig von der Länge der Transportleitung können Warmwasserheizungen primärenergetisch trotzdem durchaus gut abschneiden.

    Die gerätetechnische Umsetzung, wie Wasser elektrisch erwärmt werden kann, ist äußerst vielfältig und nicht alle Geräte zur Warmwassererwärmung eignen sich für den Einsatz im Demand Response.

    Zu den Geräten ohne festen Wasseranschluss zählen Tauchsieder, Wasserkocher und Kaffeemaschinen.

    Sie werden immer in dem Moment betrieben, in dem ein Bedarf an Warmwasser besteht. Sie verfügen über keine Speicherkapazität und sind für das Demand Response nicht geeignet.

    Geräte mit festem Wasseranschluss werden in die Gruppen Boiler, Durchlauferhitzer und Speicher eingeteilt. Boiler erwärmen Wasser einmalig. Wird warmes Wasser benötigt, muss das Gerät jedes Mal wieder neu eingeschaltet werden. Das Wasser wird meistens unmittelbar nach dem Erwärmen verbraucht.

    Boiler gehören zu den so genannten offenen Geräten und sind ständig mit Wasser gefüllt. Durch Einlassen von Kaltwasser wird warmes Wasser durch ein Überlaufrohr nach außen gedrückt. Früher waren Boiler ungedämmt. Heute werden Boiler auch mit Dämmung angeboten, die vorwiegend für den Ersatzbedarf gefertigt werden.

    Boiler eignen sich nur bedingt zum Demand Response und werden hier nicht näher in die Untersuchung einbezogen. Auch Kochendwassergeräte, die vor allem in Küchen montiert werden, gehören zur Gruppe der Boiler. Sie haben meist ein Volumen von fünf Litern, in Ausnahmefällen auch bis zu 50 l. Auch sie eignen sich nicht für das Demand Response.

    Durchlauferhitzer sind kompakte, geschlossene Warmwassergeräte mit sehr hoher Heizleistung, die zwischen 12 und 27 kW liegt. Sie können eine oder mehrere Entnahmestellen bedienen. Durch die hohen Anschlussleistungen kann das Wasser während des Durchfließens erwärmt werden, wodurch auf Speicher verzichtet werden kann.

    Auch unter den Durchlauferhitzern gibt es zahlreiche Bauformen, die sich aber alle aufgrund der fehlenden Speichermöglichkeit nicht zum Demand Response eignen und deshalb nicht näher beschrieben werden.

    Warmwasserspeicher sind Warmwassergeräte, in denen Wasser mittels einer elektrischen Widerstandsheizung erwärmt wird und in einem wärmegedämmten Behälter längere Zeit ohne nennenswerte Verluste gespeichert werden kann. Übliche Speichervolumina liegen zwischen 5 l und 1000 l.

    Aufgrund des veränderten Oberfläche/Volumen-Verhältnisses sinken die Verluste mit zunehmendem Speicherinhalt. Schon aufgrund der Verluste, aber auch aufgrund der zu überbrückenden Zeiten, kommen für das Demand Response nur größere Speicher in Frage.

    In einem SAVE-Projekt der Europäischen Kommission wurde im Rahmen einer Energieeffizientanalyse für die elektrische Warmwasserbereitung in Haushalten eine Bestandsaufnahme der elektrischen Warmwasserbereitung in mehreren Mitgliedsstaaten unternommen. Demnach lag der Stromverbrauch für die elektrische Warmwasserbereitung in Europa bei 87 TWh (bezogen auf das Jahr 1997). Der Stromverbrauch für die elektrische Warmwasserbereitung entspricht damit in etwa 15 % des Haushaltstromverbrauchs der Europäischen Union. Für Deutschland wird angegeben, dass in 15,2 Mio. von insgesamt 34,6 Mio. Haushalten das Warmwasser elektrisch bereitet wird.

    Das entspricht 43,9 %. Etwa ein Drittel der in Europa installierten Warmwassergeräte befinden sich in Deutschland.

    Im Jahr 2003 betrug der Prozesswärmeverbrauch in Haushalten 123 TWh. Davon wurden rund 49 TWh elektrisch erzeugt. Darin enthalten sind die Verbräuche für elektrisches Kochen, Warmwasserbereitung und sonstige Verbraucher. Der Anteil der Warmwasserbereitung wird mit 15 TWh angegeben. Im Sektor Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD) wird der elektrische Stromverbrauch für Prozesswärme mit 32,5 TWh angegeben.

    Im Sektor GHD werden 40 % der Prozesswärme für die Bereitung von Warmwasser eingesetzt. Dies entspricht einem Verbrauch von 13 TWh. Insgesamt ergibt sich somit für Deutschland ein Verbrauch von 28 TWh Elektrizität für die elektrische Warmwasserbereitung. Während das in Europa dominierende System zur Warmwasserbereitung eine zentrale Lösung ist, verfügen in Deutschland von den über 15 Mio. Haushalten nur 4 Mio. über eine zentrale elektrische Warmwasserbereitung.

    Wird davon ausgegangen, dass ein Viertel des für die Warmwasserbereitung ermittelten Stromverbrauchs für ein Demand Response brauchbar ist, stehen somit zur Lastverschiebung 7 TWh pro Jahr zur Verfügung.

    Positive Regelleistung kann durch die Elektro-Warmwasserspeicher zur Verfügung gestellt werden, indem sie keine elektrische Leistung beziehen und den Warmwasserbedarf aus dem Speicher decken. Wie lange eine solche Regelleistung zur Verfügung gestellt werden kann, hängt vom Warmwasserverbrauch ab. Ein Standspeicher ist für den höchsten an einem Tag auftretenden Warmwasserbedarf dimensioniert. Von daher kann der elektrische Leistungsbezug zumindest um 24 h verschoben werden, bei kleineren täglichen Verbräuchen noch länger. Die Speicherkapazität der für ein Demand Response nutzbaren Warmwasserspeicher beträgt etwa 44 GWh bei einer maximalen positiven Regelleistung von etwas unter 800 MW.

    Negative Regelleistung kann durch elektrisch betriebene Warmwasserspeicher dann zur Verfügung gestellt werden, wenn die Speicher nicht vollgeladen sind, und dann durch den Einsatz elektrischer Energie Wasser erwärmt und gespeichert wird. Dabei sind die Geräte zur Nutzung der Niedertarifzeiten derart ausgelegt, dass sie ihren Speicher innerhalb von 8 h komplett laden können.

    Damit addiert sich die gesamt verfügbare negative Regelleistung zu etwa 5 GW.



    Prof. Dr.-Ing. habil. Ingo Stadler ist Professor für Erneuerbare Energien und Energiewirtschaft an der Fachhochschule Köln, Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik, Institut für Elektrische Energietechnik.

    E-Mail: ingo.stadler@

    fh-koeln.de



    Quelle: http://www.eurosolar.de/de/images/stories/pdf/SZA_01_08_Stadler.pdf

    Mario_Sedlak schrieb am 23.10.2010 um 10:54
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    Werbung für Elektroheizungen ist kontraproduktiv für die Energiewende. Wenn das letzte Kohle-, Gas- und Atomkraftwerk in Europa abgeschaltet wurde, dann reden wir weiter. Aber auch dann ist eine Wärmepumpe die bessere Wahl. Wenn sie eine Arbeitszahl von über 3 hat (und diese in der Praxis samt aller Nebenaggregate auch erreicht), dann ist diese heute schon empfehlenswert. Auch Wärmepumpen kann man in gewissem Ausmaß problemlos regeln (z. B. vorübergehend abschalten, ohne dass es gleich kalt wird).

    inaktiver User 38734 schrieb am 23.10.2010 um 23:05
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    Werbung für Elektroheizungen zu machen, ist sicher nicht die Intention des Autor des von mir hier hereinkopierten Artikel.

    Dies wird durch den nachfolgenden Absatz mehr als deutlich:

    "Aus primärenergetischer bzw. ökologischer Sicht ist die Verwendung von elektrischer Energie zu Heizzwecken sicher nicht zu empfehlen – zumindest solange die Elektrizität in Kondensationskraftwerken durch die Verbrennung von Kohle generiert wurde. Wird in Speicherheizungen jedoch über den Bedarf generierte Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen gespeichert, trifft diese Aussage nicht mehr zu. Dann nämlich können Speicherheizungen bei der Integration von großen Leistungen Erneuerbarer Energien in Versorgungsnetze hervorragende Dienste leisten"

    Dude schrieb am 25.10.2010 um 09:10
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    Bis das der Fall ist, werden aber noch einige Jahre ins Land gehen.
    Schließlich bräuchten wir dafür Strukturen, welche die Speicherung regenerativ erzeugter elektrischer Energie ermöglichen, ohne dabei die Grundlastkraftwerke zu unterstützen.
    Die geplanten Verbrauchsabhängigen Stromtarife werden vorerst wohl nur den Grundlastkraftwerken nutzen.

    inaktiver User 38734 schrieb am 25.10.2010 um 09:41
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    Das ist halt wirklich die Frage.
    Wenn ich heute schon lese, dass die lokalen Netze durch Photovoltaik und Windenergie hart an der Belastungsgrenze sein sollen, was liegt denn dann näher die Netze durch eine intelligente Laststeuerung wieder zu entlasten ?

    Es geht ja auch nicht darum für Elektroheizung Werbung zu machen, oder gar neue hinzuzufügen, vielmehr könnte es sinnvoll sein die vorhanden wirklich intelligent ins Netz mit einzubinden.

    Der Elektrospeicherheizung ist es letztlich schnuppe ob sie nur von 23 Uhr bis 5 Uhr kontinuierlich geladen wird, oder mit Unterbrechungen immer mal wieder zwischendurch.

    Eine Unterstützung der Grundlastwerke fände nur statt wenn man das fociert, letztlich geht es aber doch darum Strukturen zu schaffen, die in der Lage sind, entweder aktiv oder auch passiv, das Netz zu entlasten und Stromerzeugung und Bedarf zu harmonisieren.

    Dude schrieb am 25.10.2010 um 12:36
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    Das Problem ist nur, dass ich eine Heizungssteuerung und einen Stromzähler brauche, die das leisten können.
    Außerdem ist die Frage, ob regenrative Kraftwerke abgeschaltet werden müssen, weil es keine Abnehmer gibt, oder weil das Netz nicht mehr vertragen kann.

    Und mir fällt gerade noch die Frage ein, wie/womit ich heizen soll, wenn es gerade keinen regenerativen Stromüberschuss gibt.


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