Energie / regenerative Energien
Windelverbrennungsanlage
2,1 Millionen Windeln aus ihren Einrichtungen in der Alten- und Behindertenhilfe macht die Stiftung zu Strom und spart auch noch und jährliche Entsorgungskosten von 350 000 Euro.
Eine nachahmenswerte Initiative, wie ich finde
Gruß vom Topisten
Auf die Sache aufmerksam geworden im Bog "Klima der Gerechtigkeit"
Ist evtl. besser, als damit den Sondermüll wachsen zu lassen. Hoffentlich sind aber die Verbrennungstemperaturen auch wirklich hoch genug und die Filter gut genug, um wirklich die vermutlich entstehenden Schadstoffe zu filtern - z. B. was bei Verbrennung der Kunststoffe, bzw umgangssprachlich auch Plastik genannt, ensteht, die ja darin enthalten sind, ggf. auch Medikamentenreste ... Die Frage bleibt natürlich immer trotzdem, was mit der Asche passiert. Die ist dann vermutlich trotzdem teilweise Sondermülll, oder? (echte Frage, nicht rhetorisch) - Naja, ein 'goldener' Weg ist manchmal schwer zu finden.
Hi, auf der Hompage der Stinftung steht dies.
Der Windelverbrennungsofen wurde nach den strengen Vorgaben der 17. Bundesimissionsschutzverordnung (BimSchV) genehmigt. Sämtliche vorgegebenen Abgaswerte werden ständig kontrolliert, aufgezeichnet und dem zuständigen Landratsamt zur Verfügung gestellt. Der Ofen hat Verwerterstatus, sodass der Transport über Landkreisgrenzen hinaus stattfinden darf.
Was wäre denn, wenn die Plasteanteile aus Biokunststoff wären. Wäre die Verbrennung und deren Rückstände immer noch so problematisch? Kompostieren ist wegen der Rückstände vielleicht auch nicht das Gelbe.
Gruß vom Topisten
Ist evtl. besser, als damit den Sondermüll wachsen zu lassen. Hoffentlich sind aber die Verbrennungstemperaturen auch wirklich hoch genug und die Filter gut genug, um wirklich die vermutlich entstehenden Schadstoffe zu filtern - z. B. was bei Verbrennung der Kunststoffe, bzw umgangssprachlich auch Plastik genannt, ensteht, die ja darin enthalten sind, ggf. auch Medikamentenreste ... Die Frage bleibt natürlich immer trotzdem, was mit der Asche passiert. Die ist dann vermutlich trotzdem teilweise Sondermülll, oder? (echte Frage, nicht rhetorisch) - Naja, ein 'goldener' Weg ist manchmal schwer zu finden.
Was ist daran so nachahmenswert, wenn wieder eine neue Müllverbrennungsanlage in Betrieb geht? Außer, daß dann in den bisher für die Windeln genutzten MVAs weitere Kapazitäten frei werden und zusätzlicher Müll importiert und verbrannt werden kann, was natürlich der notleidenden deutschen Wirtschaft zugute kommt. Den Nutzen für die Umwelt und die örtlichen Anwohner, die jetzt die mit Schadstoffen gemäß 17. BImSchV angereicherte Luft einatmen können, möchte ich aber eher anzweifeln.
Die Abwärme der MVA scheint für die hauseigene Wäscherei genutzt zu werden. Von Stromerzeugung habe ich jedoch nichts gelesen (s. http://www.stiftung-liebenau.de/aktuell/medieninformationen/mediendetails/news/288/return/789/index.html?tx_ttnews[pointer]=11&cHash=2fe2599cd4)
Oh, da habe ichs wohl nicht genau genug gelesen.
"Es entstand innerhalb von vier Jahren ein gänzlich neues Konzept zur Wärme- und Stromerzeugung für die zwei Wärmenetze. Die gesamte Anlage besteht aus einem Holzhackschnitzelofen als Grundlastofen für den Winter (2260 kW), einem Holzhackschnitzelofen mit zwei Stirlingmotoren zur Wärme- und Stromerzeugung (480 kW und 70 kW elektrische Leistung) und dem Windelverbrennungsofen (1225 kW). Lag die CO2-Neutralität früher bei 20 Prozent, konnte sie nun durch Reduktion der fossilen Brennstoffe auf 90 Prozent gebracht werden."
Das hatte ich so verstanden, dass es sich um ein Heizkraftwerk handelt. Aber immerhin muss die Hitze in der Wäscherei nicht mit Öl oder Strom erzeugt werden.
Was wäre deiner Meinung nach eine ökologische Alternative?
Gruß vom Topisten
Die Abwärme der MVA scheint für die hauseigene Wäscherei genutzt zu werden. Von Stromerzeugung habe ich jedoch nichts gelesen
Es soll ja mittlerweile möglich sein, Wärmeenergie mittels spezieller Apparaturen (Sonnenkollektoren) aus der Sonnenstrahlung zu gewinnen und für verschiedenartigste Heizzwecke zu nutzen. Röhrenkollektoren können z.B. Temperaturen bis zu 250° C, Spiegelkollektoren bis zu 800° C liefern. Zum Wäschewaschen sollte das ausreichen.
Stattdessen wurde eine neue Müllverbrennungsanlage mit der vierfachen Eigenbedarfskapazität gebaut. Diese Kapazität ist nun bei den bisher für die Windelverbrennung genutzten MVAs frei und muß wieder genutzt werden. Es wird also zusätzlicher Müll benötigt. Der wird dann z.T. aus halb Europa herangekarrt, wenn es die Region selber nicht schafft, z.B. durch besonders ausufernden Konsum genügend Müll zu produzieren.
Das Beispiel scheint eines zu zeigen (deshalb auch dankeschön, Topist):
Müllvermeidung und Recycling war gestern, abzuheften unter dem Stichwort >>Ökoromantik<<. Nun geht es darum, die Müllproduktion zu steigern, damit die Schlote wieder rauchen. Und das ganze darf auch noch als ökologischer Meilenstein angepriesen werden!?
guter hinweis von goldblume, dass da offenbar sogar viel mehr müll verbrannt werden muss, als selbst anfällt. ob es aber tatsächlich bei dem vielen müll der auch leider in den nächsten jahren überall in deutschland anfallen wird wirklich mangel geben wird, weshalb dann müll von weit her transportiert werden muss, scheint mir fraglich. - und dass an sich solarenergie umweltfreundlicher ist, scheint sowieso klar. de facto könnte das kraftwerk, falls die anderen bedenken nicht zutreffen würden, die leider wohl noch eine ganze weile laufenden anderen verbrennungskraftwerke (kohle ...) entlasten. dass ich - insgesamt - für einen schnelleren umstieg auf erneuerbare bin, ist aber hoffentlich sowieso klar, angesichts meiner blogbeiträge. welches kraftwerk in welcher weise nun das behindert oder nicht, ist allerdings keine ganz so leichte frage. aber meine frage, was denn mit der asche passiert, ist immer noch offen.
Es wird ja schon - sogar von sehr weit her - Giftmüll zur Verbrennung nach Deutschland importiert.
http://www.cbgnetwork.org/1760.html
Aber kann man das nicht auch als Argument gegen Großanlagen werten? Gegen dezentral erzeugte regenarative Energie wird schließlich auch nicht so argumentiert, dass dadurch der wirtschaftliche Druck wächst, die nicht mehr ausgelasteten Atomkraftwerke durch Laufzeitverlängerung wirtschaftlich zu halten.
Dass die Stiftung die in ihrer Einrichtung anfallenden Windeln plus Krankenhausmüll aus der Umgebung verbrennt und damit ihre Wäscherei heizt, statt für Transport und Entsorgung ihrer Windeln zu zahlen, schein mir trotz der Bedenken dennoch als bessere Alternative.
Die Windeln lassen sich ja nicht vermeiden. Gibt es eurer Meinung nach Möglichkeiten, die Entsorgung mittels biologisch abbaubaren Biokunststoff umweltverträglicher zu gestalten? Dürften die Windeln dann überhaubt kompostiert werden?
Fragen über Fragen
Gruß vom Topisten
...ob es aber tatsächlich bei dem vielen müll der auch leider in den nächsten jahren überall in deutschland anfallen wird wirklich mangel geben wird, weshalb dann müll von weit her transportiert werden muss, scheint mir fraglich.

