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Energie / Allgemeines

Schwerpunktmonat 'Heizen und Dämmen'

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Beiträge (33 )
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Jan Abele schrieb am 13.10.2008 um 11:54
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Liebe Utopisten,

nachdem wir mit "All you can eat" einen Monat lang Ernährung in den redaktionellen Mittelpunkt gestellt haben, beginnen wir jetzt - pünktlich zur kuscheligen Jahreszeit - mit dem Thema "Local Warming - Richtig Heizen und Dämmen". Bis zum 9. November wollen wir zeigen, wie es sich daheim klimafreundlich warme Füße bekommen lässt. Dazu gehört Heizung modernisieren genauso wie einfache Dämm-Tricks (Gardinen zu!), aber auch die Frage, wie man seinen verpennten Vermieter dazu bewegt, die Ölheizung des Altbaus auf Holzpellets o.ä. umzustellen (geht nur über monetäre Anreize). Meine Frage: Habt Ihr ein Thema, dass Euch in diesem Zusammenhang sehr interessiert? Oder Fragen, die wir mit unserem Expertennetz klären können? Oder Erfahrungen/Kenntnisse, die wir den anderen Utopisten redaktionell zur Verfügung stellen können? Dann freue ich mich hier über Eure Vorschläge!
    Burnie schrieb am 13.10.2008 um 14:12
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    Jan,


    auch wenn die Zeit grad echt eng wird...

    da bin ich mal gespannt.. zum einem auf eurer "Expertennetz" und dann aber noch viel mehr auf die Tips.


    Auch da fällt mir gerade ein, dass der "einfache Dämm-Tricks (Gardinen zu!)" schon ganz schnell sehr kontraproduktiv wird, wenn zwar der Wärmedurchgang der Wand reduziert wird und sich Brennstoff sparen lässt, zum anderen sich die Wandoberflächentemperaturen dann gerade in den Ecken weiter abnimmt und noch dazu die Luftzirkulation behindert, aber nicht komplett gestoppt wird und sich der Schimmelpilz dann so richtig freut, dass ihm auch ein Lebensraum gegönnt wird....

    ;)

    Jan Abele schrieb am 14.10.2008 um 16:40
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    Ja, danke Burnie. Wenn's zugig ist, machen dicke Gardinen aber schon Sinn (eine Tropfsteinhöhle ist meine Wohnung noch nicht :D).

    Aber noch mal zur Ausgangsfrage: Wenn es Themen gibt, die wir hier spielen sollten - dann her damit. Danke!

    jez schrieb am 14.10.2008 um 21:39
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    Hallo an alle ;)

    Mich würde mal interessieren, ob es aus ökologischer Sicht Sinn macht mit einem Ethanol-Kamin zu heizen.
    Mein Vater verwendet seit über einem Jahr einen Gas-Kamin und spart dadurch einiges an Heizkosten, nun wüsste ich gerne ob vielleicht schon jemand Erfahrungen mit Ethanol gemacht hat (Kosten, Verbrauch etc.) und ob es wirkliche eine Alternative zu Erdgas darstellt...

    Ich freue mich auf eure Antworten!

    bastler schrieb am 15.10.2008 um 00:52
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    Hallo an alle ;)

    Mich würde mal interessieren, ob es aus ökologischer Sicht Sinn macht mit einem Ethanol-Kamin zu heizen.
    Mein Vater verwendet seit über einem Jahr einen Gas-Kamin und spart dadurch einiges an Heizkosten, nun wüsste ich gerne ob vielleicht schon jemand Erfahrungen mit Ethanol gemacht hat (Kosten, Verbrauch etc.) und ob es wirkliche eine Alternative zu Erdgas darstellt...

    Ich freue mich auf eure Antworten!

    Ob es ökologisch Sinn macht, mit einem Ethanol-Kamin zu heizen (Antwort: "nein") ist unwesentlich, da Ethanol-Kamine (also die ohne Schornstein) sowieso nicht zum Heizen verwendet werden dürfen.

    Zitat aus http://www.stonetherm.de/?navigation=beschreibung:

    "BUNDESVERBAND DES SCHORNSTEINFEGERHANDWERKS

    - Zentralverband (ZIV), 2.3.3.2-01, Änd. 1 vom 22.10.2002

    Geräte zur Methanol,- und Ethanolverfeuerung ohne Abgasführung

    (Offene Ethanol-/Methanol-Kamine)



    In letzter Zeit werden verstärkt offene Ethanol- /Methanol-Kamine angeboten, die nach Aussagen des Anbieters keinen Schornstein benötigen, da keine schädlichen Abgase beim Betrieb der Feuerung entstehen.

    Auf eine entsprechende Anfrage teilte das DIBt abweichend von früheren Aussagen (siehe Rundschreiben 1/2002 vom 27.03.2002) nunmehr mit, dass es sich bei diesen Bauprodukten nicht um Feuerstätten gemäß § 2 (8) MBO handelt und diese Geräte nur als dekorative Feuerstätten werwendet werden dürfen, wenn nachfölgende Anforderungen eingehalten weren:

    1. Die verfeuerte Brennstoffmenge darf eienen Wert von 0,5 l/h nicht überschreiten.

    2. Die Kohlendioxidkonzentration im Aufstellungsraum darf 5000 ppm nicht übersteigen. Unter Brücksichtigung der Abgasmenge, Abgaszusammensetzung und Lüftungsverhältnisse im Aufstellungsraum kann das durch die Festlegung einer Mindestgöße des Aufstellungsraums sichergestellt werde.

    3. Der Hesteller muss in der Bedienungsanleitung darauf hinweisen, dass das Gerät nicht zur Raumheizung eingesetzt werden darf."

    bastler schrieb am 15.10.2008 um 17:26
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    Wen ich mir in Euerm "Expertennetz" noch wünschen würde:

    - einen "Behaglichkeitsexperten"
    Neuere Forschungen zeigen, daß das Behaglichkeitsempfinden nicht nur individuell und geografisch unterschiedlich ist (Eskimos empfanden z.B. ihren Iglu trotz der Wandtemperatur von ca. 0°C als durchaus behaglich), sondern auch von der Tageszeit abhängt.
    So benötigt der Durchschnittsmensch morgens offensichtlich eine niedrigere Wohntemperatur als abends. Folglich wäre es unsinnig, Wohnräume morgens wie abends immer auf derselben Temperatur zu halten. Auch müßte der Begriff "Behaglichkeit"
    viel offener definiert werden als bisher.

    - einen "Mythbuster",
    der die häufigsten pauschalen Heiz-Ratschläge kritisch unter die Lupe nimmt. Viele wohlmeinende Ratschläge sind punktuell richtig, pauschal jedoch falsch.
    Beispiel: der "Vorhang-Trick", der ja bereits auf Widerspruch stieß.
    Oder die Behauptung, die Höhe der Wandtemperatur sei ausschlaggebend für das menschliche Behaglichkeitsniveau. Zugleich wird dann geraten, die Zimmertemperatur abzusenken ("1°C = 6% Energieeinsparung") und nachts die Heizung runterzufahren, Als wenn sich die Wanddtemperatur dadurch nicht ebenfalls verringern würde...
    Um das zu kompensieren, empfehlen Behaglichkeitstheoretiker gerne die Verwendung von Wandheizungen. Was sind Wandheizungen? Richtig, Heizungen, die die Wände aufheizen, auch die Außenwände.
    Gerade das sollte aber tunlichst vermieden werden, erfahren wir vom nächsten Experten. Dieser empfiehlt, die Wandzonen hinter den Heizkörpern nochmal extra zu isolieren!
    Auch zum Thema Schimmel wird mit Ratscshlägen nicht gegeizt:
    "Viel lüften und viel heizen", raten die Experten. Wer aber die üblichen Tipps zum Heizenergiesparen im Kopf hat, fragt sich nun: wie kann ich gleichzeitig viel heizen und die Raumtemperatur um 1°C reduzieren? Da hilft wohl nur noch Dauerlüften...
    Oft wird geraten: "ein Haus muß atmen können". Trotzdem sind die meisten Hauswände mit Styropr gedämmt. Oder andere Experten empfehlen eine "Dampfsperre". Ja, was nun? Soll das Haus nun "atmen" oder besser doch nicht?

    Wie man sieht, enthalten viele Standard-Ratschläge Widersprüche oder sind vielleicht sogar unrichtig.
    Vielleicht gelingt es ja dem Utopia-"Expertennetz", etwas Licht in das Wirrwarr von Tipps zu bringen, mit denen wir tagtäglich konfrontiert werden!

    Jan Abele schrieb am 16.10.2008 um 13:45
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    Hallo bastler,

    das mit der Behaglichkeit ist ein sehr guter Vorschlag, danke, da machen wir was draus.

    Gruß

    Jan

    energo61 schrieb am 17.10.2008 um 21:35
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    Jetzt habe ich mir die Beiträge von Utopia und die Kommentare dazu durchgelesen und bin - vorsichtig ausgedrückt - recht verwundert über den Wissensstand aller Beteiligten. Einen Hersteller wie Vaillant, der alles andere als ein nachhaltig orientiertes Unternehmen ist, als Hauptsponsor zu engagieren, empfinde ich als starkes Stück. Da wurde der Bock zum Gärtner gemacht. Mir kommen hier ernsthafte Zweifel an der Kompetenz der Verantwortlichen.

    Wer über das Thema "heizen und dämmen" sachlich, kompetent und herstellerunabhängig informieren möchte, sollte sich Fachleute der Deutschen Energie Agentur, des Deutschen Energieberater Netzwerks e.V., des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, des Bunds für Umwelt und Naturschutz, des WWF oder von Greenpeace holen (die Liste ließe sich noch fortführen).

    Hier ein ernst gemeinter Tipp: Sollte es Ihnen von Utopia tatsächlich um das Thema und nicht um die Werbeeinnahmen gehen (wir reden hier über Ihre Glaubwürdigkeit)- nehmen Sie unabhängige Experten und machen Sie sich erstmal über das Thema schlau.

    Beste Grüße
    energo61

    Jan Abele schrieb am 20.10.2008 um 14:47
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    Hallo energo61,

    ganz generell; die Redaktion ist immer unabhängig von den Sponsoren. Du wirst bei uns keine von außen lancierten redaktionelle Inhalte finden. Zu unseren Experten: Mit Ausnahme der gesponserten Live-Chats (sie sind speziell gekennzeichnet) sind alle unsere Berater unabhängig. Wir lassen die allermeisten Inhalte z.B. im Ratgeber-Bereich immer von Mitarbeitern des Öko-Instituts absegnen, in vielen Artikeln findest Du ein korrespondierendes Interview mit einer unabhängigen Fachperson.

    Bei der Wahl der Sponsoren achten wir sehr darauf, nur mit Unternehmen zusammen zu arbeiten, die glaubhafte Anstrengungen in eine nachhaltige Unternehmenskultur verfolgen. Wir werden die Industrie nur gemeinsam mit der Industrie verändern können. Dialogbereitschaft ist eine der grundlegenden Voraussetzungen dafür.

    Viele Grüße,

    Jan.

    C. Stoldt schrieb am 22.10.2008 um 12:18
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    Leeve Lüüd! Von Styropor, Glaswolle o. a. kunststoffhaltigen Dämmstoffen sollte man nicht nur aus Nachhaltigkeits. o. Gesundheitsgründen die Finger lassen, nein, sie haben auch durchweg schlechtere technische Eigenschaften, gerade in punkto Feuchtigkeit. So kann man durchaus eine Innenwanddämmung z. B. mit Zelluloseflocken, Kork-,Flachs-o. Holzweichfaser-Dämmplatten ohne Dampfbremse vornehmen bei Berücksichtigung folgender Faktoren: keine aufsteigende oder durchschlagende Feuchtigkeit in der Wand, keine Kunststoffanteile bei den Dämmstoffen, regelmäßige Lüftung und keine absperrenden Innenanstriche. Das gibt ein prima Raumklima u. spart Geld/CO2!

    mogus schrieb am 24.10.2008 um 19:05
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    Um gleich wieder eine pauschale Aussage zu widerlegen:

    Mein Haus ist mit Styropor gedämmt und ich habe grundsätzlich das Problem, dass ich zu WENIG Feuchtigkeit im Haus habe ;). Im Winter schleppe ich pro Tag bis zu 8l Wasser zu meinem Luftbefeuchter, um halbwegs erträgliche Feuchtigkeitswerte zu erhalten.

    Hintergrund: bei mir ist eine Lüftungsanlage verbaut, da spielt die Aussenisolierung gar keine Rolle, hauptsache dick genug.

    Also bitte bei pauschalen Aussagen immer dazusagen, für welche "Konfiguration" die Aussage gültig ist.

    Grüße, Christian


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