Energie / Allgemeines
Kein Sicherheitsrabatt für CO2-Speicher - dringende Petition zum CCS-Gesetz
Energiekonzerne wollen künftig ihre Treibhausgase unter Tage endlagern, um keine Emissionsrechte kaufen zu müssen. Der Bundestag wird im Mai über ein Gesetz abstimmen, das regelt, wie lange Stromerzeuger für diese Deponien haften müssen. Der derzeitige Entwurf sieht vor, dass nach bereits 30 Jahren die Staatskasse für Lecks und Unfälle aufkommen soll. Lagerstätten müssen die Gase aber für 100 Jahren und länger sicher verwahren können. Demnach würde der Steuerzahler das meiste Haftungsrisiko, die Stromerzeuger aber den Gewinn davon tragen.
Anschaulich erklärt finden Sie das in diesem kurzen Video:
http://www.youtube.com/watch?v=FwGYtEeMVfY
Im Interesse der Umwelt und Ihres Geldbeutels: fordern Sie 100 Jahre privates Haftungsrisiko für Treibhausgasdeponien! Schreiben Sie Ihrem Bundestagsabgeordneten. Wer gefährliche Treibhausgase produzieren will, soll auch die finanzielle Verantwortung für deren sichere Lagerung tragen.
www.ausdenaugenausdemsinn.de
Bitte leiten Sie diese Nachricht weiter. Nur so kann Ihre Meinung und die vieler Anderer bei Politikern Gehör finden und die Energiekonzerne zu mehr Verantwortung bewegt werden.
Vielen Dank!
Hallo Scarloc,
ich habe den Aufruf zur Petition in unsere Gruppenpost mit eingetragen.
http://www.utopia.de/community/gruppen/posts/gesetz-zur-abscheidung-und-endlagerung-von-kohlendioxid
Herzliche Grüße
urwalder
super, vielen dank!
ich hoffe, wir schaffen es noch, etwas mehr Aufmerksamkeit zu erregen - wir haben ja nur noch 2 Wochen bis der Bundestag über das Gesetz berät...
Gruß
Robert
Hallo zusammen,
ein Tag nachdem ich meine Protestmail abgeschickt hatte bekam ich auch schon die folgende Antwort von Frau Eva Bulling-Schröter, MdB Umweltpolitische Sprecherin DIE LINKE:
Sehr geehrter Herr xxxxx,
herzlichen Dank für Ihre engagierte Email zum Thema CCS.Ich kann Ihnen mitteilen, dass die LINKE ebenso wie Sie der Abscheidung und unterirdischen Speicherung von CO2-Kraftwerksemissionen sehr skeptisch gegenüber steht. Ihre Kritik am CCS-Gesetzentwurf teilen wir. Im Grundsatz befürchten wir, dass das Technologieversprechen CCS die Kohleära verlängert und die Energiewende hin zu mehr Energieeffizienz und zu einer umfassenden Energieversorgung aus erneuerbaren Energien bremst. Darum halten wir die starke Fixierung auf diese Technologie für eine gefährliche Sackgasse. Zudem will die Bundesregierung alle Langzeitrisiken von CCS auf die SteuerzahlerInnen abwälzen. Das kennen wir bereits von der Atomkraft. Die LINKE hält CCS für einen Türöffner, um der Kohlewirtschaft ein zukunftsfähiges Image zu verpassen. Zwar könnte CCS unter Umständen eine Brückentechnologie für den Notfall sein, wenn alle wirklich zukunftsfähigen Optionen nicht schnell genug greifen - deutliche Energieeinsparung und der Aufbau einer vorwiegend auf regenerative Energien basierenden Stromversorgung etwa. Die große Gefahr besteht aber darin, dass gerade wegen der vermeintlichen CCS-Brücke solche nachhaltigen Klimaschutzpfade nicht mit der erforderlichen Konsequenz begegangen werden. Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung deutet sich an: CCS wird von der fossilen Kraftwerksbranche dazu missbraucht werden, so weiter zu machen, wie bislang. Darum lehnt die LINKE CCS grundsätzlich ab. Sie sollte auch nicht durch den Staat gefördert werden. Gegen die Technologie spricht zudem: . Sie wird, wenn überhaupt, erst 2020 großtechnisch verfügbar sein; der Kraftwerkspark wird aber bis dahin schon zu einem Drittel ersetzt sein. Was wenn CCS scheitert? . Die Langzeitsicherheit der Speicherung ist wissenschaftlich noch völlig ungeklärt. So ist gelöstes CO2 extrem aggressiv. Versuche in Texas führten zur Auflösung von Teilen der Deckschicht. . Der Wirkungsgrad fällt um bis zu 15 Prozentpunkte, also um rund ein Drittel. Daraus folgt, ein Drittel bis 50 Prozent mehr Kohleeinsatz mit all den Folgen für Wasserhaushalt, Feinstaubbelastung und Landschaft.. CCS ist eine extrem teure Technik, die Stromkosten (Großhandelspreis) könnten sich verdoppeln. Warum dann nicht gleich auf Regenerative setzen?. Für CCS werden Forschungsmittel gebunden, die besser für Erneuerbare und einen internationalen Stromverbund regenerativer Energien ausgegeben werden sollten. Es ist nicht zu verantworten, dass nach dem Gesetzentwurf die Risiken der CCS-Speicher bereits 30 Jahre nach ihrer Schließung auf die Bundesländer übergehen. Und es ist überdies irrwitzig, dass die Stromkonzerne für die Nutzung des unterirdischen Raumes keinen Cent zahlen sollen.
Mit freundlichen Grüßen
Eva Bulling-Schröter, MdB
Leider bekam ich bis jetzt lediglich von der Partei "DIE LINKE" eine Antwort, bin ich den anderen Parteien als Wähler egal ? :confused:
Wählerische Grüße
urwalder
Ps. Die Protestmail ging an die folgenden Personen:
Karl-Theodor Guttenberg; Sigmar Gabriel; Bierwirth Petra; Bulling-Schroeter Eva; Marie-Luise Dött; Maria Flachsbarth; Josef Göppel; Andreas Jung; Georg Nüßlein; Ulrich Petzold; Becker Dirk; Gerd-Friedrich Bollmann; Marco Bülow; Matthias Miersch; Marko Mühlstein; Schwabe Frank; Brunkhorst Angelika; Michael Kauch; Hans-Josef Fell; Edelgard Bulmahn - MdB; Laurenz Meyer; Philipp Mißfelder; Joachim Pfeiffer; Heinz Riesenhuber; Berg Axel; Ute Berg; Rolf Hempelmann; Reinhard Schultz; Andrea Wicklein; Paul Friedhoff; Ulla Lötzer; Kerstin Andreae; Krueger-Leissner Angelika; Marko Mühlstein; Hans-Heinrich Jordan; Katrin Kunert; Karin Evers-Meyer; Kammer Hans-Werner; Steffen Reiche; Behm Cornelia; Frechen Gabriele; Willi Zylajew

