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Kann ein 'Ölunternehmen' grün sein?

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Beiträge (54 )
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realist von bp schrieb am 03.08.2008 um 14:24
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Ich bin der Meinung, dass die Kritik [url][URL="http://www.utopia.de/wissen/bildungsluecken/die-zehn-beruechtigsten-greenwasher"] auf Utopia nicht fair und teilweise von Unwissenheit geprägt ist.
Kann ein so genannter „Ölkonzern“ grün sein? Diese Frage verdient eine Antwort, mit der man es sich nicht so leicht machen sollte. Zugegeben: Das tragische Raffinerie-Unglück in Texas City vom März 2005 und zwei Lecks in einem speziellen Pipelinesystem in Alaska 2006 sind absolut kein Ruhmesblatt für BP. Niemand weiß das besser als wir, die wir in dem Unternehmen arbeiten. BP hat sich jeweils klar zu ihrer Verantwortung bekannt, die behördlichen Strafen ohne wenn und aber akzeptiert und hohe Transparenz geschaffen: so wurden eigene Unfall-Analysen und Untersuchungen von Dritten im web veröffentlicht, nichts vertuscht oder verniedlicht und in der Folge seit 2005 umfangreiche Maßnahmen weltweit eingeleitet. Von den Erkenntnissen aus diesen Vorfällen partizipieren seither nicht nur wir, sondern auch unsere Wettbewerber – wie z.B. jetzt die Shell mit Umbaumaßnahmen an ihrer Raffinerie bei Köln! Aber es macht sich gut, uns das vorzuwerfen, ohne zu erwähnen, was wir seither besser machen oder welche neuen Initiativen in den letzten drei Jahren von uns in die Wege geleitet wurden. - Haben uns diese Rückschläge im Kerngeschäft von unseren vielfältigen Aktivitäten im Klimaschutz abgebracht? Nein. Wir wissen, warum wir 1997 als erstes Ölunternehmen aus der Anti-Klimaschutz-Organisation „Global Climate Coalition“ ausgetreten sind und warum wir in der Industrie die Führung bei der Etablierung des staatlichen Emissionshandels übernommen haben. Dabei hat sich BP seit über 10 Jahren nicht immer nur Freunde in unserer Branche gemacht. Untenstehend habe ich versucht, unsere Position zu formulieren (hier Teil 1, in Teil 2 zusätzlich viele Fakten).

Ich möchte mit einem Zitat beginnen: "Aus dem Blickwinkel von BP werden die Anzeichen immer deutlicher, dass der Klimawandel stattfindet und dass er vom Menschen gemacht wird. (…) Wir könnten natürlich warten, bis die Wissenschaft sich 100 Prozent sicher ist, aber als Energieunternehmen ist BP der Überzeugung, dass es die Pflicht hat, vorbeugend zu handeln." (Tony Hayward, CEO der BP, Berlin 2007) Diese beiden Aussagen sind für BP nach wie vor gültig. Der Klimawandel – und damit auch und vor allem die Frage nach den Auswirkungen des menschlichen Energieverbrauchs – ist aus unserer Sicht die zentrale Herausforderung unseres Jahrhunderts. Bei BP steht es seit 1997 auf der Agenda. Was hat unser Unternehmen seither getan?

Zunächst einmal: Unsere Produkte sind unverzichtbar für die Menschen. Wir alle brauchen Energie, Licht, die meisten wollen Auto fahren, wir müssen unsere Wohnungen heizen, unsere Lebensmittel kühlen und die Wirtschaft benötigt Energie für ihre Produktion etc. Wir wissen aber auch, dass das Industriezeitalter durch die Verbrennung fossiler Energieträger gekennzeichnet und dass die Durchschnittstemperatur in den letzten 150 Jahren gestiegen ist – im 20. Jahrhundert um 0,6°Celsius. Es spricht vielfältiger wissenschaftlicher Beweis dafür, dass die Nutzung von Kohle, Öl und Gas durch den Menschen und die von ihm geschaffene Industrie eine der wesentlichen Ursachen hierfür sind. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist seit Beginn der Messungen vor über 100 Jahren von 280 ppm auf heute 373 ppm gewachsen. Dennoch: Öl und Gas – und nicht zu vergessen Kohle, die aufgrund des hohen Ölpreises zunehmend mehr Einsatz findet! – werden noch für lange Zeit unser Energiesystem prä¬gen und auch den bis 2030/50 erwarteten Zuwachs des weltweiten Energieverbrauchs um etwa 60% zu einem wesentlichen Teil abdecken müssen. Die erneuerbaren Energien ha¬ben – selbst bei großzügigster Förderung in den Industrieländern – in den nächsten 20–30 Jahren noch nicht das Potenzial, zum Rückgrat unserer Energieversorgung zu werden.

Dabei ist der erhöhte Energiebedarf für sich genommen nichts Schlechtes. Vergessen wir nicht: Im letzten Jahrhundert ist der Lebensstandard weltweit um das Fünffache gestiegen, obwohl die Erdbevölkerung gleichzeitig um 4,5 Milliarden Menschen und die durchschnittliche Lebenserwartung um 20 Jahre zugenommen hat. Diese Verbes¬serungen wurden durch den vielfältigen Einsatz von Energie überhaupt erst möglich. Die Heraus¬forderung besteht also darin, im 21. Jahrhundert bei beschleunigtem Bevölkerungswachs¬tum für Milliarden von Menschen ähnliche Möglichkeiten für eine Entwicklung ihrer Gesellschaft und Wirtschaft zu gewährleisten, die den Industriestaaten im letzten Jahrhundert vergönnt war. Hauptaufgabe wird sein, den Anstieg der Emissionen von der Zu¬nahme des Energiekonsums zu entkoppeln, ähnlich der sich bereits seit langem voll¬ziehenden Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch. Damit kommt es auf den effizienteren Umgang mit Kohle, Öl und Gas an. Energie-Einsparung, Emissions¬reduzierung, umweltfreundliche Kraftstoffe und alle Arten von emissionsarmen und -freien Alternativen stehen ganz oben auf der Tagesord¬nung.

Meine Meinung: Wenn wir Klimaschutz ernst nehmen, müssen wir mehrere Wege zugleich gehen. Auch wenn das dem einen oder anderen schwer fallen mag: Es gibt keine einzelne Maßnahme oder technische Möglichkeit, um das Klimaproblem zu lösen, es gibt keinen „Königsweg“. Zugleich brauchen wir ein wettbe¬werbsfähiges Energiepreis-Niveau. Klimaschutz muss so ausgestaltet werden, dass die nationalen Energiepreise nicht so verteuert werden, dass Deutschland Nachteile im globalen Wettbewerb hat. Eine Führungsrolle ist immer nur dann sinnvoll, wenn andere folgen. Die internationale und europäische Einbettung klimaschutzpolitischer Instrumente ist von außerordentlicher Bedeutung. Insofern haben Kyoto-Protokoll und neues Emissionshandels¬system eine Vorbildfunktion.
Es ist bekannt: wenn nichts wesentliches geschieht, muss damit gerechnet werden, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre bis 2050 auf etwa 450 bis 550 ppm und bis zum Ende des Jahrhunderts weiter ansteigen wird, bei entsprechendem Anstieg der Durchschnittstemperatur. Wenn wir nichts tun, wird gegenwärtig davon aus¬gegangen, dass diese sich bis 2100 in einem Korridor zwischen 1,4 und 5,8°C er¬höht. Wir müssen alles unternehmen, um das Wachstum der CO2-Konzentration auf etwa 500 - 550 ppm zu begrenzen. Nach heutigen Schätzungen würde dies einem Temperaturan¬stieg um „lediglich“ bis zu 2°C entsprechen – aber mit entsprechend weit reichenden Konsequenzen.

Was kann also eine BP dabei tun? Zunächst einmal: BP’s Anteil an der weltweiten Öl- und Gasproduktion beträgt vielleicht 3-4%. "Der Beitrag unserer Firma ist klein, und unsere Aktivitäten alleine können das Problem Klimawandel nicht lösen. Das bedeutet nicht, dass wir nichts tun sollten." (Lord Browne, ehemaliger CEO der BP, Berlin 1997) BP hatte sich zunächst - analog Kyoto - 1997 das Ziel gesetzt, ihre eigenen Treibhausgas-Emissionen bis 2012 zu reduzieren: 10% niedriger als 1990. Dieses Ziel wurde vorzeitig 2001 erreicht. 2002 gaben wir uns daher ein neues Ziel: Trotz steigenden Energie¬bedarfs und eines ambitionierten Wachstums unserer Geschäftstätigkeit wollen wir bis 2012 keine Erhö¬hung des Emissionsniveaus aus unseren Aktivitäten. 50% der sonst zu erwartenden Steigerung der Emissionen sparen wir durch Erhöhung unse¬rer Energie-Effizienz ein, die andere Hälfte durch eine Reduzie¬rung der Kohlenstoffe in unseren Produkten. Außerdem unterstützen wir den EU-Emissionshandel als ein effektives Markt-System zu Vermeidung von Emissionen. Schließlich haben wir mit unserem eigenen Emissions¬handel 1999–2001, dem ersten firmeneigenen weltweit, bereits gute Erfahrungen gemacht.

BP sieht es als ihre vorrangige Aufgabe an, die Menschen mit genügend bezahlbarer und möglichst umweltverträglicher Energie zu versorgen. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit braucht die Welt jedoch mit Sicherheit noch einige Jahrzehnte fossile Energien, daher bleiben sie vorerst das Hauptgeschäft der BP, wenngleich mit einer Verschiebung hin zum 'leichteren' Produkt Erdgas. Aufgrund seines geringeren Kohlenstoffgehalts ist es sauberer und dient als konventionelle Brückentechnologie auf dem Weg in eine emissionsärmere Zukunft. Heute schon stellt Erdgas nahezu die Hälfte der täglichen Förderung wie der Reserven des 'Ölunternehmens' BP. Aber was kann ein Energieunternehmen wie BP noch weiter tun? 2005 wurde innerhalb der BP ein neuer Geschäftsbereich mit Namen „BP Alternative Energy“ gegründet: hier wurden seither alle alternativen sowie kohlenstoffarmen Geschäfte und Technologien von BP gebündelt: BP Solar, BP Wind, BP Biofuels, BP Hydrogen sowie BP Thermal. Das Unternehmen mit einigen tausenden Mitarbeitern hat dieser Tage (Juli 2008) sein neues Hauptquartier in London bezogen und konzentriert sich dabei neben Biofuels auf die Stromerzeugung, da diese mit mehr als 40% zu den weltweiten Treibhausgasemissionen beiträgt, die durch den Menschen verursacht werden. BP plant, ab 2015 - durch die Bereitstellung kohlendioxidarmen Stroms - jährlich 24 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen einsparen zu können, was dem Ausstoß von circa 6 Millionen Kraftfahrzeugen entspricht. Zielsetzung ist es auch, bis 2015 einen Jahresumsatz von 6 Milliarden Dollar zu generieren. BP hat sich öffentlich verpflichtet, in diesem Zeitraum mindestens 9 Milliarden Dollar in neue Formen der Energieerzeugung investieren. Dies ist in der Öl- und Gasbranche bislang einzigartig - es kann leicht anhand der Webauftritte sowohl mit den Firmen EXXON, Shell, Total, Chevron, Conoco-Philipps (Weltmarktanteil der privaten: 15%) als auch allen nationalen Ölgesellschaften dieser Welt (Weltmarktanteil: 85%) verglichen werden. (Teil 2 folgt)
    realist von bp schrieb am 03.08.2008 um 14:40
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    Hier der 2. Teil:

    Für ein nachhaltig handelndes Unternehmen wie die BP ist es ? und das mag manchem bei einem 'Ölunternehmen' als ein Paradox erscheinen ? von elementarer Bedeutung, die Forschung und das Geschäft mit erneuerbaren Energien voranzutreiben. BP ist ein Energieunternehmen und die gesellschaftliche Erwartung an uns ist zu Recht, dass wir Energie-Lösungen für die Zukunft liefern. Insofern ist es also nur selbstverständlich ? und nicht paradox ? dass wir uns in erneuerbaren Energien schon heute engagieren. Im direkten Zahlenvergleich mit den alten Energien ist der Anteil der Erneuerbaren an den Investitionen der BP noch vergleichsweise gering ? aber hoch im Vergleich mit Wettbewerbern oder anderen Industrien: Allein zwischen 2006 und Ende 2008 hat BP 3 Milliarden Dollar in Alternativen investiert. 2008 betrug der jährliche Anteil der Investitionen in erneuerbare Energien fast 10 Prozent dessen, was bei BP im langfristigen Mittel (16,5 Mrd. Dollar) in Exploration, Förderung und Produktion von Öl und Gas fließt. Auf der Grundlage einer Bewertung schätzt BP den Börsenwert des Solar- und Windgeschäftes alleine auf etwa 5 bis 7 Mrd. US-Dollar (Stand: Februar 2008). Dies macht deutlich, dass BP über einen noch kleinen, aber sehr stark wachsenden neuen Geschäftsbereich verfügt, der einen echten Wert darstellt. Allein BP Wind wird bis 2010 jährlich um voraussichtlich 80 Prozent wachsen.

    Es gibt aber einen weiteren Grund für BP, in erneuerbare Energien zu investieren: Aufgrund der Erfahrungen, die BP in den letzten Jahren insbesondere mit Solarenergie gemacht hat, "haben wir jetzt das Know how und die Zuversicht, neben unseren Hauptgeschäftsbereichen auch neue Produkte zu entwickeln und neue Märkte zu erschließen. Wir sind mittlerweile an einen Punkt gelangt, wo wir über genügend neue Technologien verfügen und gute, realisierbare Geschäftspotenziale sehen, um ein signifikantes, nachhaltiges Geschäft im Bereich der alternativen und erneuerbaren Energien aufzubauen". (Lord Browne, ehemaliger CEO der BP, 2005) Mit anderen Worten: Das Geschäft mit alternativen Energien ist zwar noch klein, aber es zeigt zweistellige Zuwachsraten, es wird zu einem lohnenden Geschäft. Die Hauptumsätze und -gewinne der BP werden jedoch nach wie vor bei Öl und Erdgas erwirtschaftet. Diese 150 Jahre alte Industrie ist ein sehr entwickeltes Geschäftsmodell, in dem riesige und hoch komplizierte Investitionsvorhaben miteinander konkurrieren. Die neuen Umwelttechnologien sind oft noch in der Erprobungsphase oder noch nicht rentabel. Welche Technologie sich durchsetzen wird, ist oft noch nicht klar. Man muss testen, und das geht nur in kleineren Einheiten. Dabei richten sich die Investitionen, betriebswirtschaftlich betrachtet, selbstverständlich nicht nach dem Gewinn des gesamten Unternehmens, sondern nach den Perspektiven und Gewinnchancen des jeweiligen Marktes, auch der der alternativen Energien.

    BP will Teil der Lösung sein und nicht Teil des Problems. Dabei ist es erklärtes Ziel der BP weltweit und auch in Deutschland, ein größeres Bewusstsein für die Notwendigkeit von Klimaschutz zu schaffen. BP setzt sich in seiner Öffentlichkeitsarbeit und Werbung daher seit Jahren für ein besseres Verständnis der Themen rund um das Problem 'Klimawandel' ein.


    Zahlen, Daten und Fakten zu grünen Aktivitäten der BP weltweit:

    ? BP engagiert sich seit 1981 in der Solarenergie. 1999, zum Zeitpunkt des Kaufs des amerikanischen Unternehmens Solarex, verfügte BP über ganze 30 Megawatt (MW) Produktionskapazität. Heute gehört BP Solar mit derzeit rund 230 MW in den USA, Spanien, Australien, Indien und China zu den 10 größten Solarenergie-Unternehmen der Welt und unterhält Geschäftsaktivitäten in 160 Ländern. Eine Verdreifachung der Produktionskapazitäten auf über 700 MW bis vorauss. 2010 ist bereits in Umsetzung. Siehe: www.bpsolar.de BP Solar konzentriert sich auf die Konstruktion hochwertiger solar-elektrischer Anlagen zur privaten, gewerblichen und industriellen Nutzung ? sei es als Großkraftwerk, als Insellösung in ländlichen Regionen (off-grid) oder als Baumaterial ins Gebäude integriert. BP verfolgt im Solargeschäft eine aggressive, langfristige Wachstumsstrategie. In Deutschland hat BP Solar das erfolgreiche Partnernetzwerk "BP Solar Zertifizierte Installateure" aufgebaut - bislang einzigartig in der Branche.

    ? Seit 2006 ist BP insbesondere in den USA massiv in das Geschäft mit Wind eingestiegen. So werden gemeinsam mit Clipper Windpower in den kommenden Jahren mehrere Windkraft-Projekte mit insgesamt 2.000 MW errichtet. BPs Cedar Creek Windprojekt in Colorado beispielsweise bringt bereits 300 MW sauberen Strom. Bis Ende 2008 will BP die Windkapazität auf etwa 1.000 MW ausbauen, bis Ende 2010 auf 3.000 MW. Das Unternehmen hat allein in den USA genug Standorte gesichert, an denen bis 2015 Windräder mit einer Gesamtkapazität von mehr als 15.000 MW errichtet werden können. Aber auch in Asien prüft das Unternehmen neue Möglichkeiten: Im Dezember 2007 hat BP das erste 40 Megawatt Windprojekt in Indien eingeweiht. Heute geht weltweit täglich ein Windrad von BP ans Netz. News vom 30. Juli 2008: CLIPPER WINDPOWER und BP ALTERNATIVE ENERGY bilden ein Joint venture, um bis zu 5.050 Megawatt an Windstrom an einem Standort in South Dakota/USA zu entwickeln - das dann weltweit größte Windenergie-Projekt.

    ? Freiwillige Emissionsreduzierungen: Die 1997 selbst gesteckten Emissions-Ziele gemäß Kyoto-Protokoll für 2010 erfüllte BP bereits 2001 uns setzte sich danach wieder neue Ziele

    ? 1999 hat BP ein internes Emissionshandelsprogramm als Pilotprojekt gestartet, das bei der Erreichung der eigenen CO2-Minderungsziele helfen sollte. Und heute ist das Unternehmen ein führender Händler im EU-Emissionshandelssystem

    ? Das BP-Investitionsprogramm in erneuerbare Energien zwischen 2005 und 2015 liegt voll im Plan.

    ? Weitere 500 Mio. Dollar investiert BP über 10 Jahre in ein 2007 gegründetes universitäres Bioenergie-Forschungsinstitut in Kalifornien, an der Universität in Berkeley, über 50 Forschungsprojekte wurden 2008 gestartet ; hunderte von Mio. Dollar fließen in die neue Geschäftseinheit BP Biofuels mit Investitionen in Brasilien, UK, Afrika, Indien.

    ? In Sachen Biodiesel forscht BP an der Nutzbarmachung der nicht essbaren Jatropha-Pflanze und investiert in einem Joint venture mit D1-Oil in den Anbau auf einer Fläche von 1 Mio Hektar.

    ? Erst kürzlich gab BP die Zusammenarbeit mit zwei führenden brasilianischen Unternehmen im Bereich der Ethanolproduktion bekannt.

    ? Die Tankstellenmarke der BP ? die Aral ? brachte im Jahr 2004 die beiden Premium-Kraftstoffe (leider teuer!) Ultimate 100 und Ultimate Diesel auf den Markt; vielfältige Tests der Aral Kraftstoffforschung in Bochum haben belegt, dass der Emissions-Ausstoß gerade auch bei älteren Fahrzeuggenerationen deutlich reduziert wird.

    ? Im Bereich CO2-Sequestration ? also der Abspaltung und unterirdischen Einlagerung von CO2 ? ist BP an einem Projekt in der algerischen Wüste beteiligt; Einsparpotenzial: 1 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr ≈ 250.000 weniger Pkw auf den Straßen.

    ? Auf der Internetseite der deutschen BP gibt es seit März 2006 einen so genannten CO2-Rechner. Wie auf einem Taschenrechner kann jeder für seinen Haushalt schnell und unkompliziert herausfinden, wie viel CO2 ? also Kohlendioxid ? er in etwa pro Jahr erzeugt.

    ? Mit dem 2007 neu vorgestellten Unterrichtsmaterial 'Klima & Co' bemüht sich BP, an Schulen mehr Bewusstsein für Klimaschutz zu schaffen.
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    ? Im März 2008 schrieb BP einen neuen bundesweiten Schulwettbewerb im Wert von 100.000 Euro zur Einsparung von CO2 an Schulen aus, unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministeriums.

    ? Am 24. April 2008 startete BP mit der Tochter Aral das erste Programm einer Tankstellengesellschaft zur Kompensation von CO2 in Deutschland (und vielen weiteren Ländern) mit dem Namen ?targetneutral?. Es geht um den individuellen Klimaschutz beim Autofahren, eine Non-Profit-Initiative (Kosten der Organisation trägt BP). Private und gewerbliche Autofahrer sollen durch entsprechende Aufklärung zu einer CO2-bewussten Nutzung ihrer Fahrzeuge bewegt werden und die nicht vermeidbaren Emissionen durch Investitionen in CO2-sparende, weltweite Projekte zu neutralisieren. Bei diesem Programm kann das eigene Auto mit einem Beitrag von nur 20 bis 40 Euro je nach Kilometerleistung und Fahrzeugklasse für ein ganzes Jahr CO2-freigestellt werden. Die Teilnahme am Programm ist ganz einfach über die Aral Homepage oder direkt über targetneutral.de möglich.

    cardoso schrieb am 03.08.2008 um 21:15
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    was die Ausführungen, die wir von Herrn Winkler lesen dürfen, in Zukunft bringen werden.
    Ich hörte mal Günter Wallraff in einer Diskussionssendung (nicht wortwörtlich) sagen: Jeder hat die Chance, einen neuen Anfang zu starten. Ob er diesen ehrlich meint, wird sich zeigen. So halte ich es auch und warte ab, was bp uns in den nächsten 10 Jahren tatsächlich zeigen wird!

    veit-ulrich schrieb am 04.08.2008 um 07:08
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    bp, der grüne konzern - und morgen zieht der papst in eine frauen-wg.

    MadMage schrieb am 04.08.2008 um 07:56
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    tja... was soll man sagen.... was geschrieben ist klingt toll, und wenn der Autor es nicht selbst dazu geschrieben hätte käme man fast nicht auf die Idee, dass der Text aus der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit bei BP kommt ;)

    mfg
    mad

    Ulrike schrieb am 04.08.2008 um 12:42
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    Schade, dass viele Forumsteilnehmer anscheinend lieber meckern als sich ernsthaft mit dem Thema auseinander zu setzen. Sicherlich ist BP (und viele andere Energieunternehmen) schnell in der Kritik wenn Schäden entstehen und auch aufgrund der eigentlichen Rolle als Energielieferant. Andererseits bin ich relativ sicher, dass dort auch einige (wenn nicht sogar viele) Menschen arbeiten die ein ernsthaftes Interesse daran haben, diese Problematiken anzugehen und zu ändern. Von außen kritisiert es sich leicht aber wenn man wirlich was verändern will muss man aktiv was dafür tun was wohl am leichtesten ist wenn man in demjenigen Unternehmen arbeitet (so in etwa formulierte es vor vielen Jahren einmal ein Greenpeace Mitarbeiter mit Bezug auf ein in der Kritik stehendes amerikanisches Chemieunternehmen). Außerdem darf man nicht vergessen, wer die viele Energie im Endeffekt verbraucht die von den großen Unternehmen produziert wird, nämlich der Konsument: in diesem Falle die Autofahrer und Haushalte mit Ölheizung, jeder Käufer von Gegenständen die aus Plastik gefertigt sind, jeder der Produkte kauft die ins Inland importiert werden, usw. - also im Endeffekt wir alle.

    bastler schrieb am 04.08.2008 um 14:14
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    Schade, dass viele Forumsteilnehmer anscheinend lieber meckern als sich ernsthaft mit dem Thema auseinander zu setzen. Sicherlich ist BP (und viele andere Energieunternehmen) schnell in der Kritik wenn Schäden entstehen und auch aufgrund der eigentlichen Rolle als Energielieferant. Andererseits bin ich relativ sicher, dass dort auch einige (wenn nicht sogar viele) Menschen arbeiten die ein ernsthaftes Interesse daran haben, diese Problematiken anzugehen und zu ändern. Von außen kritisiert es sich leicht aber wenn man wirlich was verändern will muss man aktiv was dafür tun was wohl am leichtesten ist wenn man in demjenigen Unternehmen arbeitet (so in etwa formulierte es vor vielen Jahren einmal ein Greenpeace Mitarbeiter mit Bezug auf ein in der Kritik stehendes amerikanisches Chemieunternehmen). Außerdem darf man nicht vergessen, wer die viele Energie im Endeffekt verbraucht die von den großen Unternehmen produziert wird, nämlich der Konsument: in diesem Falle die Autofahrer und Haushalte mit Ölheizung, jeder Käufer von Gegenständen die aus Plastik gefertigt sind, jeder der Produkte kauft die ins Inland importiert werden, usw. - also im Endeffekt wir alle.
    Hi Ulrike,
    bisher habe ich noch nichts von "vielen Forumsteilnehmern" gemerkt (drei waren es wohl). Und die Kritik fand ich eher sachlich und ausgewogen, "Meckern" ist etwas anderes.
    Respekt übrigens für jeden, der sich die Mühe gemacht hat, diese ungewöhnlich langen Beiträge von vorne bis hinten durchzulesen.
    Deinen Vorschlag, in einem Unternehmen zu arbeiten, um eigene Visonen durchzusetzen, finde ich etwas weltfremd. Mein Unternehmen bezahlt mich, damit ich dessen Ziele umsetze, und mein Vorgesetzter ist mir gegenüber weisungsbefugt, ich wiederum bin weisungsgebunden. Der Spielraum für die Umsetzung eigener Ziele ist normalerweise minimal, wenn man nicht gerade der Firmenchef ist. In deutschen wie auch in amerikanischen Unternehmen.
    Sich also in Unternehmen zu engagieren, deren Grundziele den eigenen diametral entgegengesetzt sind, kann ich wirklich niemandem empfehlen!
    Wenn Du sagst "BP und viele andere Energieunternehmen" bist Du eigentlich die schärfste Kritikerin von allen, denn Du wirfst damit BP in einen Topf mit seinen Konkurrenten. Und wenn ich die Forums-Texte von BP richtig interpretiere, möchten sie gerade nicht als eines der üblichen Energieunternehmen gesehen werden, die den Anteil ihrer Produkte am Klimawandel abstreiten und die Verbreitung nachhaltiger Energien bekämpfen.
    Und was schließlich den Verbrauch fossiler Energien anbelangt: einer der Schwerpunkte hier im Forum ist die Erarbeitung und Umsetzung von Wegen weg von fossilen Energien und nicht wenige Utopisten fahren schon elektrisch und nutzen Solarenergie für Strom und Wärme.
    Und natürlich noch etwas zu den BP-Beiträgen:
    grundsätzlich finde ich es positiv, daß sich ein Unternehmen die Mühe macht, seine Ziele hier so detailliert darzustellen und daß die Ziele in Richtung auf nachhaltigeres Wirtschaften und stärkeres Engagement in erneuerbare Energien gerichtet sind.
    Natürlich gilt hier der Grundsatz: die Zukunft wird es zeigen, wie ernsthaft BP an der Umsetzung dieser Ziele interessiert ist.
    Gruß,
    Axel

    just schrieb am 04.08.2008 um 14:50
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    Erstens: daß BP hier im Forum durch seinen "Leiter Öffentlichkeitsarbeit" vertreten ist
    Zweitens: daß Herr Winkler sich die Zeit genommen hat, die Beiträge zu verfassen und er sich für einen Austausch zur Verfügung stellt
    Drittens: daß Kritik ernst genommen wird
    Viertens: daß man etwas ändern möchte

    Ich finde, daß dieses Engagement würdig ist, sich mit ihm ernsthaft zu beschäftigen. Zugegeben, der Artikel ist lang, aber kurz können Pressesprecher offensichtlich nicht ;-)), das haben wir hier im Forum schon öfter gesehen.

    Herr Winkler hat meinen Respekt und ich werde sein Engagement zumindest durch "strategischen Konsum" belohnen ;-))

    cardoso schrieb am 04.08.2008 um 15:02
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    Erstens: daß BP hier im Forum durch seinen "Leiter Öffentlichkeitsarbeit" vertreten ist
    Zweitens: daß Herr Winkler sich die Zeit genommen hat, die Beiträge zu verfassen und er sich für einen Austausch zur Verfügung stellt
    Drittens: daß Kritik ernst genommen wird
    Viertens: daß man etwas ändern möchte

    Ich finde, daß dieses Engagement würdig ist, sich mit ihm ernsthaft zu beschäftigen. Zugegeben, der Artikel ist lang, aber kurz können Pressesprecher offensichtlich nicht ;-)), das haben wir hier im Forum schon öfter gesehen.

    Herr Winkler hat meinen Respekt und ich werde sein Engagement zumindest durch "strategischen Konsum" belohnen ;-))


    so sehe ich das auch. ich würde mir wünschen, wenn mehr unternehmen sich der kritik der medien wie utopia annehmen würden und öffentlich mit der interessierten bevölkerung diskutieren. deshalb würde ich mir wünschen, wenn es mehr herr winklers geben würde, die uns über die aktivitäten der konzerne auf dem laufenden halten.

    und ich wünsche mir, dass herr winkler uns erhalten bleibt und regelmässig updates gibt, was mit welcher wirkung geschehen ist.

    dkomm schrieb am 04.08.2008 um 19:25
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    Lieber Herr Winkler,

    da hätten Sie das Forum ja beinahe schon für sich eingenommen. So leicht wird es dann allerdings doch nicht. Bei soviel Engagement am Fließband wird manch fleißiger Leser erschöpft und glücklich von der wahrhaft grünen bp träumen. Erschöpft und glücklich habe ich jedoch andere Wahrheiten gefunden...

    ?BP plant, ab 2015 - durch die Bereitstellung kohlendioxidarmen Stroms - jährlich 24 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen einsparen zu können, was dem Ausstoß von circa 6 Millionen Kraftfahrzeugen entspricht. Zielsetzung ist es auch, bis 2015 einen Jahresumsatz von 6 Milliarden Dollar zu generieren. BP hat sich öffentlich verpflichtet, in diesem Zeitraum mindestens 9 Milliarden Dollar in neue Formen der Energieerzeugung investieren."

    Diese Zahlen klingen beeindruckend. Doch man muss sie in der Relation sehen. Schauen wir uns die Daten aus dem aktuellen bp Geschäftsbericht an. So setzt sich der Gewinn von bp im Jahr 2007 zusammen:

    Exploration und Produktion: 26,927 Milliarden Dollar
    Veredelung und Marketing: 2,617 Milliarden Dollar
    Gas, Strom UND Erneuerbare Energien: 0,558 Milliarden Dollar

    Damit steuern die Gewinne ihres hochgepriesenen Geschäftsbereichs ?bp Alternative Energy? weniger als zwei Prozent zum Gesamtgewinn bei.

    Dazu schrieb die ZEIT: ?Die Emissionen, die durch BP-Produkte im Jahr 2006 weltweit freigesetzt wurden, beliefen sich laut Konzernangaben auf 539 Millionen Tonnen CO2. bp erzeugte überdies 78 Millionen Tonnen Treibhausgase direkt und fackelte mehr als 1,5 Millionen Tonnen Kohlenwasserstoffe bei Exploration und Erzeugung ab.?

    Bis zur geplanten Einsparung von 24 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 2015 sind es noch sieben Jahre. Und auch danach nähme sich diese Einsparung - so sie denn wahr wird - angesichts des parallelen Ausbaus ihres (schmutzigen) Kerngeschäfts äußerst bescheiden aus. Von der Schönung Ihrer Emissionen durfte man im Übrigen auch schon hier lesen: http://www.readers-edition.de/2007/03/26/bp-entschaerft-eigene-co2-statistik/

    Quellen
    http://www.bp.com/liveassets/bp_internet/globalbp/globalbp_uk_english/set_branch/STAGING/common_assets/downloads/pdf/ara_2007_annual_review.pdf
    http://www.zeit.de/2007/48/BP?page=2


    ?Energie-Einsparung, Emissionsreduzierung, umweltfreundliche Kraftstoffe und alle Arten von emissionsarmen und -freien Alternativen stehen ganz oben auf der Tagesordnung.?

    Angesichts ihrer Exploration von Ölsand in Kanada können Sie diese Aussage nur als Witz meinen. Spiegel Online schreibt: ?Im Durchschnitt braucht man zwei Tonnen Ölsand, um ein Barrel (159 Liter) Rohöl herzustellen. Und erzeugt dabei, zumindest laut Greenpeace, bis zu 125 Kilogramm CO2. Ein Barrel Rohöl aus herkömmlicher Förderung verursache dagegen nur etwa 29 Kilogramm Kohlendioxid. Das benutzte Wasser sei am Ende des Verarbeitungsprozesses so kontaminiert, dass es nicht in Ökosysteme zurückgegeben werden kann, sondern in gigantischen Abwasserseen aufbewahrt werden muss.?

    Quelle
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,522397,00.html


    "In Sachen Biodiesel forscht BP an der Nutzbarmachung der nicht essbaren Jatropha-Pflanze und investiert in einem Joint venture mit D1-Oil in den Anbau auf einer Fläche von 1 Mio Hektar."


    ... deren wundersame Kräfte inzwischen in der Kritik stehen und bei deren Anbau lokale Bauern vertrieben werden: http://www.klima-luegendetektor.de/2008/06/26/bp-jatropha-soll-das-klima-retten/


    ?Mit dem 2007 neu vorgestellten Unterrichtsmaterial 'Klima & Co' bemüht sich BP, an Schulen mehr Bewusstsein für Klimaschutz zu schaffen.?

    Leider steht dort ?...kein Wort von den Plänen, Pipelines durch Nationalparks und Naturschutzgebiete zu legen und den Kampf von Umweltschützern dagegen; kein Wort von Ölteppichen infolge rostiger Rohrleitungen oder heftiger Hurrikane noch von Explosionen in Raffinerien.?

    Irreführung von Kindern ? besonders bedenkliches Greenwashing, finden Sie nicht?!

    Quelle
    http://www.klima-luegendetektor.de/2008/03/04/bp-grunes-getose-in-der-schule/


    ?Der Beitrag unserer Firma ist klein, und unsere Aktivitäten alleine können das Problem Klimawandel nicht lösen. Das bedeutet nicht, dass wir nichts tun sollten. (Lord Browne, ehemaliger CEO der BP, Berlin 1997)?

    Die jährlichen Emissionswerte von bp entsprechen etwa denen von ganz Großbritannien. Das Motto dieser Community lautet "Wir fangen dann schon mal an" und meint den Beitrag jedes Einzelnen. Und Sie als Großkonzern nennen Ihren Beitrag "klein"? Ich nenne das "frech".

    Die ZEIT schreibt:

    ?Lord Browne verließ das Unternehmen im Mai 2007 vorzeitig. Die Kombination aus renditegetriebenen Fehlentscheidungen, unverschuldeten Unglücken und einer allzu ambitionierten Neudefinition von »Beyond Petroleum« hatte die Zahl seiner Kritiker im Aufsichtsrat wachsen lassen. Ein privater Fehltritt beschleunigte den Abgang des Konzernlenkers.
    Vieles von dem, was Browne propagierte, erscheint heute wie bloße Reklame.
    ...
    Auch Vorstandskollege Iain Conn, zuständig für das Raffineriegeschäft und Marketing, betrachtet die Ökoambitionen der vergangenen Jahre ganz pragmatisch. Er erklärt den Firmenslogan »Beyond Petroleum« jetzt so: »Über Erdöl hinaus, das bedeutet drei Dinge. Erstens, mehr fossile Brennstoffe für heute. Das sage ich ganz unverblümt, denn die Welt braucht sie. Zweitens, eine bessere Nutzung dieser fossilen Brennstoffe, denn die Welt erwartet das von uns. Und drittens, CO2-freie Energielösungen für die Zukunft oder wenigstens solche mit einem niedrigen CO2-Wert.?

    Quelle
    http://www.zeit.de/2007/48/BP?page=2


    FAZIT
    Womöglich liegt bp mit dem Engagement in Sachen Klima & Umwelt im Vergleich zu anderen Ölunternehmen vorn. Solange Sie jedoch nicht ernsthaft eine Umstellung des Geschäftsmodells in Betracht ziehen, bleibt dieses Engagement und auch ihre Antwort hier im Forum was es ist: Greenwashing. Mit anderen Worten: Vertuschung umweltschädlicher Geschäftspraktiken durch vergleichsweise marginal grünes Engagement ohne tatsächlichen Sinneswandel.

    Ich freue mich auf die weitere Diskussion ? durchhalten, Utopianer!

    inaktiver User 1038 schrieb am 06.08.2008 um 00:15
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    Ich danke meinem Vorredner dkomm für seine Recherchen!

    ----

    [realist von bp schrieb]
    >Dabei ist der erhöhte Energiebedarf für sich genommen nichts Schlechtes.
    > ...
    >Hauptaufgabe wird sein, den Anstieg der Emissionen von der Zu¬nahme des Energiekonsums zu entkoppeln

    Nein, denn die zusätzliche Nutzung von Energie im System "Leben auf der Erde" darf nicht mehr als 20% der durch das Ökosystem aufgefangenen Energie betragen, sonst wird das System instabil (Zunahme der Unordnung/Enthropie).
    Das betrifft jede Form von Energie, zusätzlich aufgefangene nachhaltige Sonnenenergie wie nicht nachhaltige fossile Energie.

    Quelle hierzu ist der Artikel des alternativen Nobellpreisträgers und Physikers Prof. Hans-Peter Dürr:
    http://www.gcn.de/download/D15KW.pdf

    Die Menschheit muss also den Energieumsatz an sich beschränken und nicht nur seine Auswirkungen minimieren.


    ----

    >realist

    Realisten sind wir alle, auch wenn wir von Utopia.de als "Utopisten" betitelt werden oder uns teilweise selbst so bezeichnen.

    Ich kann nur für mich sagen, warum ich hier bin:
    die Hoffnung, dass wir Menschen das Leben, wie wie es heute kennen, nicht bereits vernichtet haben werden,
    wenn wir reif genug sind für den Erhalt des Systems "Leben auf der Erde".

    Öl ist nicht grün, das erkennt BP ja anscheinend an. Ölunternehmen können nur dann grün werden, wenn sie (schnell genug) aufhören Ölunternehmen zu sein.

    Ich werde als Verbraucher tatkräftig dabei mithelfen, indem ich möglichst wenig Energie verbrauche, und wenn, dann möglichst regenerative, umweltfreundliche (also zB auch kein Biodiesel mit Gentechnik, Abholzen von Urwäldern, usw).


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