Energie / Kernenergie
für alle, die an die Atomenergie glauben
Noch nie in den letzten 22 Jahren nach Tschernobyl habe ich eine Deutschen Journalisten so für die Kernenergie reden sehen. Hier sein Text:
sigmund gottlieb vom BR
Vernunft bitte und keine Ideologie, ich weiß, dass uns das beim Thema Kernenergie besonders schwer fällt.
Dennoch wir haben keine Wahl, wir müssen umdenken. immer mehr deutsche tun das bereits, ein sensationeller Stimmungswandel zeigt, dass Kernkraft für viele ihren Schrecken verloren hat, weil andere Bedrohungen für sie viel schwerer wiegen. Etwa die Explosion der Energiepreise ebenso wie der Klimawandel.
Glauben wir wirklich, wir könnten das klima allein mit Sonnen- oder Windernergie retten , hochsubventioniert und leider noch immer wirkungsschwach?
Die zeiten haben sich dramatisch verändert. Energieversorgung ist zu einem Menschheitsproblem geworden, das jeden einzelnen von uns trifft, genauso wie der Klima wandel. Und darauf gilt es eine Antwort zu geben mit einer neuen Atompolitik.
Der erste Schritt ist meiner Meinung nach ohne Alternative: die bestehenden Kernkraftwerke müssen länger laufen. Die Kanzlerin muss den Ausstieg aus dem Atomausstieg durchsetzen. Die SPD wird, da bin ich mir ziemlich sicher, bald folgen, weitere Zerreisproben inklusive. Die Energiefrage ist die Schlüsselfrage der nächsten Jahrzehnte auch für Deutschland, sie verträgt keine Mogelei, keinen ideologischen Grabenkrieg und keine Vertagung. Da uns eine wachsende Zahl von Experten glaubhaft versichert, dass Kernkraft noch gebraucht wird, und da unsere Atomkraftwerke die sichersten der Welt sind, erwarte ich eine klare Haltung unserer Politiker aber auch unserer Wirtschaftvertreter.
Mut ist jetzt gefragt und auch Überzeugungskraft.
hier einige Fragen von mir:
1. gibt es nicht schon, noch seit 1980 Studien, die ganz klar belegen, dass wir sogar innerhalb von 10-20 Jahren aus der Atomenergie aussteigen könnten?
2. ohne wirkliche wirtschaftliche Verluste?
3. welches Grundgesetz gibt den KKW Befürwortern das Recht Atommüll zu produzieren, ohne ihn zu neutralisieren?
4. wieviel KKWs müssten weltweit produziert werden, damit es eine CO2 Reduktion von 10, 20, 30,... % Erreichen könnten?
5. wie hoch sind Sonnen-, Wind- und KKW Energie subventionert?
6. wie effizient sind die jeweiligen Energien?
7. "unsere KKWs seien die sichersten der Welt" doch sind sie wirklich überhaupt als "sicher" zu bezeichnen?
wer sich mal alternativ informieren möchte, sehe sich doch bitte den "365 Gründe gegen Kernenergie" Kalender an:
http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/atomunfaelle/artikel/365_gruende_gegen_atomkraft/
oder frage beim Wuppertaler Klima Indtitut oder beim Ökoinstitut nach.
... wenn wir anderen Ländern nicht ein Leben ohne Kernenergie vorleben können, wieso sollen sie dann darauf verzichten. Sprich, wir halten uns angeblich für fähig, sichere Anlagen zu haben. Aber warum sollen anderen Länder, die wir nicht für angeblich fähig halten, ohne Kernenergie auskommen könne, wenn wir das noch nicht einmal als angeblich hoch zivilisiertes Land können?
Und was ist mit dem Störfall heute ich Frankreich?
Soll schon Frankreich unfähiger als wir sein, was die Sicherheit von AKWs angeht - das wäre aber sehr hochmütig von uns...
Fazit:
Es ist an uns, der Welt zu zeigen, daß es auch ohne geht. Wir haben die technischen Möglichkeiten, wir nennen uns doch hochzivilisiert. Oder sind wir einfach schon zu hoch zivilisiert?
Hoch-zivilisiert heute ist nicht fern von un-zivilisiert morgen.
Wie bei den Roemern braucht's nur einen kleinen Schubs um wieder am Boden zu liegen wenn man sich auf einem grossen Stapel Lorbeer balanzierend ausruht...
Suzy ;)
Lieber Andreas,
du sprichst mir aus dem Herzen. Auch mir ist geradezu die Galle übergelaufen. Dazu kann ich einen kleinen Erfahrungsbericht beisteuern. In dem Jahr, als hier - ich wohne in der Nähe der Transportstrecke - die Ankettaktionen mit der 16 - jährigen Marie liefen, hat sich bei uns - wir haben ein Bio - Hotel - der Bayerische Rundfunk eingemietet. 10 Leute, die hier eine Woche recherchiert haben. Und jeden Morgen die Frage - "Wo ist die Action, was ist los ?" Kommentare wie "Was soll der Scheiß hier, wir Deutschen müssen doch auch unseren Atommüll wieder zurück nehmen !" Am Ende der Woche haben wir sie dann mal gefragt, wo der Atommüll denn untergebracht würde. "Na im Salzstock !" 10 Journalisten, eine Woche Recherche und keiner weiß, dass derzeit die Castoren zu heiss sind um unter die Erde gebracht zu werden ? Dass sie so heiss sind, dass wir Eier drauf geworfen haben, die zu Spiegeleiern wurden, während wir zusahen! Dass die guten Teile derzeit in einer luftgekühlten Halle stehen für die nächsten 30 Jahre mindestens, damit sie abkühlen!
Und auf die Frage, was sie denn davon hielten, neuere Forschungen würden doch Granit für geeigneter halten und dann doch eher in den Alpen einzulagern - kam der Kommentar "Zu uns kommt der Scheiß nicht !"
Da passt dieser Kommentar wie die Faust auf's Auge. Eine ernsthaft Recherche stelle ich mir deutlich anders vor.

