Energie / Allgemeines
Energie sparen-muß sich das lohnen
Ich habe vor einigen Jahren begriffen, daß es so in unserer Welt nicht weiter gehen kann und jedenfalls teilweise mein Leben umgestellt. Ich habe mir eine Photovoltaikanlage und eine Solarthermie aufs Dach montiert, meine Heizölanlage durch ein Rapsölbetriebenes BHKW mit Latentwärmespeichern ersetzt, ich fahre ein Elektroauto und beziehe auch längst Ökostrom.Die kleineren Dinge wie Energiesparlampen, Wasserzisterne usw. möchte ich jetzt nicht alles aufzählen. Wie man aber oben sehen kann, habe ich erhebliche Investitionen vorgenommen, an denen ich auch noch eine ganze Weile zu bezahlen habe.Beim Kauf all der Dinge wurde ich häufig ausgelacht und teilweise sogar für blöde erklärt (das hat sich jetzt ein wenig geändert durch die steigenden Energiepreise) mit dem Hinweis: "Lohnt sich das?".
Und das ist die Frage die ich hierzu stelle und um euere Meinung bitte. Ist es denn so wichtig, ob es sich lohnt? Es gibt mir ein gutes Gefühl, etwas getan zu haben und ich werde mein Verhalten stetig weiter optimieren. Ich möchte eines Tages nicht da stehen und sagen müssen: "Das konnte man nicht wissen"; denn doch wenn man sich den Verlauf unserer Erde so ansieht, dann ist es wahnsinn wie Energie verschleudert wird!Auch heute noch, bei den angeblich hohen Spritpreisen, fahren Leute zum Bäcker, in den Kindergarten usw.Der Sprit ist noch nicht teuer genug.
Wir in der westlich "zivilisierten" Welt beuten die armen Länder aus, wir sollten uns schämen.
Wir müssen daran arbeiten, die Erde als ganzes zu sehen und daß jeder darauf leben kann und nicht die eine Erdhälfte die andere Erdhälfte zu Grunde richtet, "nur weil es sich lohnt z.B.Billig-Kaffee zu kaufen"! Kommt es darauf an, ob es sich lohnt, wenn auf der anderen Seite Kinder an Hunger sterben.
Was sind wir nur für Menschen, "lohnen wir uns eigentlich"?
Ich befürworte deine Einstellung voll und ganz. Nur nicht jeder kann es sich Leisten öko zu leben. Damit mein ich den inzwischen beachtlichen Anteil der Haushalte die am Existenzminimum leben und bei denen die Frage "Lohnt sich das?" wohl leider Priorität hat. Und diese Tatsache lässt sich nicht leugnen. Alle finden Ausbeutung schlecht, was aber jemand mit finanziell knappen Mitteln nie dran hindert wird, das günstigere zu Kaufen, weil man muss ja überleben/eine Familie versorgen.
Solange das Interesse um Geld wichtiger ist werden soziale & ökologische Gedanken immer das Nachsehen haben. Solange man mit allen Lebenswichtigen Bereichen auf Profit arbeitet, wird es immer Probleme geben (siehe Wohnkosten, Nahrungsmittel, ärztliche Versorgung, Nutzung fossiler Brennstoffe).
Die Leute sind in erster Linie abhängig von Geld und solange ihre Grundbedürfnisse auch mit Geld zu zahlen sind, haben viele Finanziell gar keine andere Wahl als auf den Preis zu schauen (auch wenn sie lieber öko wählen würden..)
Momentan ist öko was für Besserverdienende und daran sollte sich mit der Steuerschraube was ändern. Öko subventionieren, nicht öko mit Steuern dafür belasten.
In meinem Beitrag "Es gab nie ein Spritproblem" wird es deutlich. Obwohl wir schon immer eine Ökoalternative zu Benzin aus Erdöl hatten konnte sich diese Möglichkeit bis dato nicht durchsetzten. Im Gegenteil, es wird alles Tod geschwiegen und es werden dann noch so tolle Skandale inszeniert wie der BIO-Spritskandal vor ein paar Wochen. Die Tatsache auf die eigentlich jeder Depp hätte drauf kommen müssen, das für den Mehrbedarf für BIO-Diesel man Vorsorgen hätte müssen, wird total unteschlagen. Und keiner kann mir erklären das man sowas nicht hätte kommen sehen können (ich hab kein Wirtschafts oder sonstiges tolles Studium, geschweige denn die Lohnklasse die Führungspersönlichkeiten haben und von den Herren will keiner das geahnt haben, das ohne zusätzliche Produktion für Bio-diesel, es zu einer Nahrungsmittelverknappung kommen würde???)
Aber wir lassen uns ja gerne weiterhin vorgaukeln das es noch keine alternative zu Benzin gibt ne? Und das öko immer teurer sein muss (wie wäre es mit einer Steuer für nicht öko Produckte?^^).
Aber solang es den Multis noch gut geht und sie die Breite Masse melken können, werden sie es auch tun. Wie gesagt, allein die Tatsache wieviel Scheiße in den letzten 60 Jahren passiert ist obwohl es nie ein Spritprblem gegeben hat, sondern nur ein Erdölproblem. Aber um die Lüge vom Erdöl als offiziell einzig bekannte Spritquelle glaubwürdiger zu machen hat man sogar Kriege geführt. Die Gründe sind klar, mit Erdöl als Spritlieferant bleibt man abhängig von Länder die Vorkommen besitzen. Hingegen eine eigene Spritversorgung durch nachwachsende Rohstoffe, würde einiges an International Politischer Karft ausgehebelt werden. Aber ihr wisst ja wie gern einige Leute Chef spielen um andere Länder damit auszubeuten und sie nach der eigenen Pfeife tanzen zu lassen...
Hallo John Smoke,
dein Beitrag gefällt mir gut und ich stimme dir im wesentlichen zu, nur möchte ich dir sagen, daß wirklich jeder seinen Beitrag leisten kann und müßte. Man kann schon ganz klein anfangen, z.B. beim Baden oder Duschen. Ich war früher auch einer derer, wo die Badewanne nicht voll genug sein konnte, heute gleicht das schon eher einer Turnübung, wenn ich mal in der Wanne liege, weil so wenig Wasser drinne ist.
Beruflich bedingt komme ich in sehr viele sozial ganz schwache Haushalte rein und kann dir sagen, was ich da manchmal zu sehen bekomme, treibt mir meine letzten Haare noch aus. Der wohl schlimmste Fall war derjenige, der seinen Haushaltsherd zum heizen der Stube verwendet hatte, weil es ihm zu kalt war.
Ja, wir müssen alle sparen und die "hohen" Energie-und Nahrungsmittelpreise fordern uns ganz schön und doch ist es nicht annähernd vergleichbar mit dem, was die Menschen am anderen Teil der Erde ertragen müssen.
Ich sage immer, jeder soll mal in sich reinschauen und überlegen und ich meine wirklich überlegen, "WAS KANN ICH VERÄNDERN", was kann ich tun für eine bessere Welt, in der alle gleichgestellt sind bzw. genug zum Leben haben und nicht auf der Straße verhungern müssen! Denn wieviel Erde braucht der Mensch? Was braucht ein Mensch um glücklich zu sein?Ruhm, Reichtum, Macht?
Ich sitze oft auf einer Bank mit meinen beiden Hunden und schaue einfach in die Welt hinein, das tut mir gut und ich genieße den Augenblick. Man kann lernen mit wenig zufrieden zu sein, eine Eigenschaft, die in unserer Gesellschaft verloren geht.
Es kann jeder was tun und jeder sollte was tun, denn es geht uns alle an. Am Ende meiner Tage möchte ich sagen können "Ich habe mein möglichstes getan" und ich habe bis dahin noch viel zu tun, das habe ich auch bei utopia gelernt.
stimme völlig mit John überein...
Dachser, über dieses "sich lohnen" diskutieren wir in unserer Familie seit einem guten halben Jahr;
seit ich Angebote für eine neue Heizung eingeholt habe, weil unsere fast 25jährige Gasheizung sicher bald das Zeitliche segnet...
Für mich ich klar, dass ich was für die Umwelt und damit auch für unsere Kinder, also die Zukunft etwas tun muss;
Für meinen Mann aber zählt die bare Münze; sicher, für mich auch, aber er fragt zuerst, wann sich sowas amortisiert und warum xy das denn nicht auch schon getan hat...und dass wir "kleinen Leute" das Ruder nicht rumreißen können, weil es viel mehr Chinesen und Amerikaner gibt, die viel mehr Fehler machen...
Ich habe keine wirklichen Argumente, denn er hat schon irgendwo Recht; aber wer soll denn solche Heizungsanlagen kaufen, wenn nicht WIR, die wir keine Hartz4-Empfänger sind?
Wir können nur mit vorausschauendem Denken punkten und damit, dass wir uns im Spiegel anschauen können weil wir unseren Teil dazu beigetragen haben...
Es ist schon ziemlich schwierig, wenn man innerhalb der Familie solche Diskussionen austragen muss...
Andererseits hab ich die Tage mit unserem (derzeitigen) Gaslieferanten telefoniert, weil dort Preiserhöhungen um die 20% angekündigt werden.
Tut mir leid, ich kann nicht verstehen, wieso Gas bei höheren Abnahmemengen billiger wird....
Man will also überhaupt nicht den Anreiz schaffen, wenig zu verbrauchen...
Man sollte die Leute dazu bringen, erstmal Energie einzusparen, bevor man darüber redet, dass man neue Kraftwerke braucht, oder alte (AKW´s) länger laufen lässt...
Doch wie schafft man den Anreiz dazu???
Elke
edit @ strandläufer: ja, da gebe ich dir vollkommen recht. Viele kommen mit ihren ökogedanken kaum über den Tellerrand. Wobei es halt auch Gott weis nicht einfach ist, an alles zu denken. Daher sollten alle wichtigen Themen beim Kaffeeklatsch oder übers I-net weitergegeben werden. Gerade mit Inet ist es doch sehr einfach mit einem Messenger (ICQ, MSN usw.) wichtige Infos an den kompletten Bekanntenkreis weiterzuleiten.
Ich versuche obwohl ich finanziell eingeschränkt bin, so umweltbewusst wie möglich zu leben. Aber trotzdem kann ich nicht leugnen das halt das liebe Geld mir da allzu häufig ein Strich durch die Rechnung macht.
Ein anderes Problem ist das bewusstes (ökologisches) konsumieren/leben nur bedingt was bringt.
Siehe Heizkosten: Auch wenn man weniger Verbraucht, ändert es nichts an der Tatsache das der Lieferant die selben Fixkosten für sein Betrieb hat und auf Gewinnmaximierung ausgelegt ist. Sprich das Einsparen wirkt sich indirekt wieder negativ auf den Preis aus, da der Lieferant ja nun weniger verkauft, muss er mehr verlangen um seine Umsatz stabil zu halten. Solange alle wichtigen Sachen zum Leben (wohnen, essen, medizinische Versorgung, Mobilität) auf Profit & Gewinnmaximierung hinarbeiten, wird sich nichts dran ändern.
Ich sehe bisher nur eine Möglichkeit die helfen könnte (Kritik, Verbesserungsvorschläge gern willkommen), und zwar wenn alle diese wichtigen Lebensbereiche verstaatlicht werden um auf Non-profit basis zu arbeiten. Alles andere, was dann halt unter "Luxus" (also alles was nicht zu den wichtigen bereichen gehört) fällt, kann & sollte weiterhin auf einem freien kapitalistischen Markt sein.
Viele Möglichkeiten was für die Umwelt zu tun, werden nicht wahrgenommen, da man damit nicht gut Geld verdienen kann.
Beispiel Sprit (wenn ihr mein Beitrag zu "Es gab nie ein Spritproblem.." nicht gelesen habt, holts bitte einfach mal nach ;) )
Obwohl man aus Hanf (dem schnellsten nachwachsendem bekanntem Rohstoff der Welt) sehr guten Bio-Diesel herstellen kann (und dies schon Henry Ford in den 30gern des letzen Jahrhunderts wusste), wird diese Möglichkeit von den Politik & Wirtschaft totgeschwiegen. Weil wenn sich Hanf-Diesel einmal durchsetzten würde, hätte jedes Land unabhängige Spritversorgung. Das ist aber halt nicht im Sinne von Geldvermehrung (oder wirtschaflich/polotischer Macht).
Wenn was neues Erfunden wird das unsere Probleme (von der globale Menschheit) lösen würde, wird es verteufelt. Wer glaubt das ein Millionen/Milliarden schwerer Konzern sich die Brötchen klauen lässt, der sollte noch mal die Augen öffnen.
Siehe Hanfverbot (welcher in den USA angefangen hat):
wäre Hanf nicht verboten worden, hätte es die Holzindustrie vom Papiermarkt verdrängt, die Baumwollindustrie vom Stoff/Bekleidungsmarkt und zu guter letzt die Ölmultis von Spritmarkt. Auch der Zeitpunkt, wo das Verbot in den USA eingeführt wurde ist recht interessant. Nicht nur das dadurch wieder die Staatsableitung für Prohibition (die durch den Fall der Alkoholprohibition arbeitslos waren) wieder voll mit der alten Belegschaft besetzt wurde, alle Wirtschaftszweige die davon profitierten, waren damals in den USA am boomen. Und diese waren recht zahlungskräftig, wenn es darum ging den Ruf des Hanfes schlecht zu reden. Ob nun durch schlechte (und meist nicht nachweisbare) Propaganda, oder durch die Finanzierung von z.B. Krimibüchern, wo Hanf als Teufelskraut dargestellet wurde.
Man muss diese Lügen mit denen wir in den Medien vollgestopft werden (wie der Biosprit Skandal, als hätte man nicht den Mehrbedarf vorhersehen/vorsorgen hätte können...) aufdecken und so viele Menschen wie möglich informieren. Und das geht nur über Zensur freie Kommunikationswege ( Foren ohne Zensur und Privatgespräche). Erst wenn der Großteil der Bevölkerung ein Problem richtig wahrnimmt, fühlen sich die da oben genötigt zu reagieren (siehe die Einstellung zur aktuellen USA-Regierung. allmählich werden auch hierzulande die prominenten/politischen Stimmen kritischer mit der US-Außenpolitik.)
@ElkeK
ja das ist schwierig und dasselbe Problem hatte ich auch. Meine Frau möchte eben einfach das Haus warm haben, wie das ist ihr egal und fertig. Deinem Mann möchte ich sagen, daß es m.E. in den nächsten Jahren bei den verschiedenen Brennstoffpreisen immer mal wieder eine Brennstoffart schaffen wird im Wechsel oben zu sein. Auf lange Sicht wird sich da glaube ich nicht viel tun, Holz wird immer etwas günstiger sein, aber auch mit viel Arbeit verbunden und wer weiß schon, ob er das im Alter noch machen kann und die Lagerfläche muß man auch dazu haben, Heizöl wird immer teuerer werden, das ist meine Einschätzung.
Noch vor 4 Jahren wurde mir von einem Bekannten erklärt, daß er sich eine Öl-Brennwertheizung zugelegt hat und diese einen Wirkungsgrad von 110% erreichen kann(quatsch).Er sei damit für die nächsten 15-20 Jahre gerüstet, derselbe hat mir kürzlich erklärt, daß er sich überlege einen Holzkamin ins Wohnzimmer zu stellen. So schnell ändern sich zur Zeit die Zeiten.
Und allgemein bleibe ich bei meiner Meinung, daß ich mich selbst an die Kantarrhe nehmen kann und muß um Energie zu sparen und allgemein ein ökorechtes Leben zu führen. Anderen kann ich nur meine Meinung und Einstellung weiter geben, was der einzelne daraus macht, muß jeder selbst für sich verantworten. So manchen habe ich schon zum Nachdenken gebracht.
...Holz wird immer etwas günstiger sein, aber auch mit viel Arbeit verbunden und wer weiß schon, ob er das im Alter noch machen kann und die Lagerfläche muß man auch dazu haben
Holzpellet-Zentralheizungen sind definitiv nicht mit viel Arbeit verbunden, sie laufen vollautomatisch. Holz hacken usw. ist hier nicht erforderlich und zum Lagerraum braucht man die Pellets auch nicht zu schleppen, sie werden dort mit einem Schlauch hineingeblasen.

