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Biodiesel ökologisch?

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Beiträge (77 )
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sinclair schrieb am 12.02.2008 um 23:05
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Wer sich zu diesem Thema ein Bild machen möchte. Habe da im letzten Sommer einen tollen Artikel gelesen. Auch das MIT (Massachusets Institut of Technology) meldet sich zu Wort. Sehr lesenswert:


http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=3482&lg=de
    SternFuchs schrieb am 13.02.2008 um 18:06
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    Biokraftstoff ist noch lange kein Ökokraftstoff. Ich halte Biodiesel und auch die Diesel-Technologie im Allgemeinen für ausgesprochenen Unfug. Beim Industriellen Anbau der entsprechenden Energiepflanzen wird so viel Naturlandschaft zerstört das die paar Kilo CO2-Einsparung das nie wieder ausgleichen können. Ein Rußpartikelfilter schluckt auch nochmal 0,2 Liter auf 100km egal ob er funktioniert oder nicht. Bereits Bio(erd)gas oder Ethanol aus Energiepflanzen ist in puncto Flächeneffizienz dreimal besser. Meine Empfehlung: Für Kurzstrecken bis 100km Elektrofahrzeuge, Lithium-Akkus und Strom aus Windgeneratoren und Solarzellen nutzen und für Langstrecken ein Stromaggregat mit Biogas aus Pflanzenresten oder Brennstoffzellen mit Wasserstoff aus Windenergie. Das Ganze kombiniert mit langlebiger Leichtbauweise könnte erheblich zur Entschärfung des Klimawandels beitragen...

    SternFuchs - Februar 2008

    sinclair schrieb am 14.02.2008 um 11:25
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    ich zitiere aus oben genannten Artikel:

    "Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat in diesem Jahr (2007) einen Bericht herausgegeben, der zu dem Schluß kommt, daß die Verwendung von Ethanol aus Mais anstelle von Ethanol keine Auswirkungen auf den Ausstoß von Treibhausgasen haben wird und sogar den Verbrauch von fossilen Brennstoffen noch erhöht, da die Nachfrage für Düngemittel und Bewässerung für die Ausweitung der Anbauflächen für Pflanzen zur Ethanolerzeugung stiege. Zudem stellt dem MIT zufolge ?der Verbrauch von Erdgas 66 Prozent der gesamten aus Mais-Ethanol gewonnenen Energie dar?, was neue große Belastungen für die Versorgung mit Erdgas bedeutet und die Preise auch hier in die Höhe treibt."

    bastler schrieb am 14.02.2008 um 11:33
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    ich zitiere aus oben genannten Artikel:

    "Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat in diesem Jahr (2007) einen Bericht herausgegeben, der zu dem Schluß kommt, daß die Verwendung von Ethanol aus Mais anstelle von Ethanol keine Auswirkungen

    Ethanol anstelle von Ethanol:confused:
    Ist "anstelle von Benzin" oder anstelle von sonst irgendeiner Art von Ethanol gemeint?

    klerol schrieb am 19.02.2008 um 14:32
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    Die Beimischung von "Biotreibstoffen" ist das beste Beispiel dafür, dass wir als Bürger für die irrwitzigsten Fehlentscheidungen unserer Regierung gerade stehen müssen.

    Das war wieder eine typisch politisch motivierte Entscheidung, die das (dem Volk gegenüber) erklärte Ziel vollkommen verfehlt! Alleine die benötigten Ressourcen für Anbau und Herstellung des Treibstoffes stellen den ökologische Nutzen schon in Frage. Bereits heute gibt es zuwenig Ackerflächen weltweit, um genügend Nahrungsmittel herstellen zu können. Aber WIR wandeln Nahrungsmittel in Treibstoff um, während woanders Menschen verhungern..... Und in Südamerika wird der Regenwald abgeholzt, um Mais für unseren Sprit herstellen zu können. Dieser muss dannn ja auch noch per Schiff zu uns gebracht werden....

    Da liegt die Vermutung nahe, dass der angebliche Umweltschutz nur einem Ziel dient: Der Volksverdummung zur Umsatzsteigerung der Konzerngewinne. Und der Aktionäre natürlich. Und wer hat den größten Anteil dieser Aktien bei uns??? Schon schliesst sich der Kreis. WIr schaufeln nur unser Geld in die bereits ausgebeulten Taschen der Nimmersatten, die dann auf Prosecco Partys ihre 100.te Schönheits-OP feiern ;-)

    Übrigens: Die Beimischung steigt bald an. Neben Diesel soll es dann nur noch das teure Super-Plus geben, weil man in den anderen Sorten nicht so viel beimischen kann. Ford KA Fahrer (also die Autos, die sparsam sind) können diesen Sprit zum Beispiel nicht mehr fahren. Ebenso VW und Audi FSI-Piloten.

    Wo hört der Spaß auf; Und wo fängt Verarschung eigentlich an???

    Fazit: Politik wird von unseren Volksvertretern für das Volk gemacht. Naja..... wenigstens für einen kleinen (wachsenden) Teil davon. Das ist dann bestimmt auch genau dieser Teil der Gesellschaft, bei dem der Aufschwung ankommt.
    Demnach gehöre ich dann nicht mehr zum Volk, da Frau Merkel immer sagt: "Der Aufschwung kommt beim Volk an...."

    bastler schrieb am 19.02.2008 um 18:55
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    Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU), der die Bundesregierung in Umweltfragen berät, hat heute eine Stellungnahme genau zu den hier behandelten Themen herausgegeben (s. http://www.umweltrat.de/04presse/downlo04/hintgru/Stellung_Globale_Biomasseszenarien_2008_02.pdf?menue=264&ShowNews=ON&Artikel=278).

    Er kommt dort zu der Schlussfolgerung, daß die offiziell angestrebte Bio-Treibstoffzumischung
    - in ihrer Höhe unrealistisch ist und, falls überhaupt, nur durch massive Importe erreicht werden könnte.
    Zitat:
    "Selbst bei einem Ziel von 10 % (vol.) wird es zu massiven Importen von Biomasse oder Bioenergieträgern kommen müssen, da zusätzlich zur begrenzten Fläche die schon bestehenden Anlagen zur Strom- und Wärmenutzung weiterhin Rohstoffe benötigen. Mit jeder weiteren Erhöhung des Beimischungszwangs werden Importe von
    Biomasse oder Bioenergieträgern also weiter forciert."


    - nur wenig zur Reduktion von Treibhausgasemmisionen beitragen könnte
    - deshalb auch nur bedingt gefördert werden sollte

    Deswegen sollten (lt. Stellungnahme) geeignete Flächen zur Biomasse-Erzeugung
    - nicht für die Treibstoff-Erzeugung,
    - sondern für die wesentlich effizientere Erzeugung von Biogas (Strom, Wärme + Biogas als Kraftstoff) sowie Holz als Brennstoff verwendet werden.
    Zitat:
    "Wie oben dargelegt, wird dann aber der stationäre
    Einsatz von Biomasse und die Biogasherstellung an Priorität gegenüber der Verflüssigung zu Kraftstoff gewinnen müssen."

    Die BtL-Technologie ("Biomass to Liquid)" wird ebenfalls nur als zweite Wahl beschrieben.
    Dies alles steht in einem ziemlich krassen Gegensatz zur derzeitig praktizierten Umweltpolitik, sowohl von EU wie auch Bundesregierung.
    Zwar ist eine Regierung nicht an Empfehlungen des SRU gebunden, doch bleiben sie andererseits auch selten völlig wirkungslos.

    Tachy schrieb am 19.02.2008 um 20:12
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    Da fällt mir nur eins ein: Kampf dem Lobbyismus schon im Anfangsstadium! ;)

    SternFuchs schrieb am 19.02.2008 um 21:14
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    Nächster Punkt auf der Liste mit schwachsinnigen umweltpolitischen Maßnahmen. Ich hake mal ab:

    -Katalysator
    -Steuervorteile für Dieselfahrzeuge
    -Rußpartikelfilter
    -Feinstaubplakette
    -CO2-abhängige Kfz-Steuer auf Basis von Herstellerangaben und durchschnittlicher Fahrleistung
    -Förderung von Biokraftstoffen

    Dabei ist noch völlig unklar, welche Fahrzeuge die 10%-Frittenfett/Kartoffelschnaps-Quote überhaupt verkraften. Wenigstens um mein Twike muss ich mir keine Sorgen machen, das fährt zur Not auch mit Atomsrom falls das Rudel hirnloser Irrer auch noch unsere strahlende :cool: Zukunft beschließen sollte...

    SternFuchs - Februar 2008

    bastler schrieb am 19.02.2008 um 21:27
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    Nächster Punkt auf der Liste mit schwachsinnigen umweltpolitischen Maßnahmen. Ich hake mal ab:

    -Katalysator
    -Steuervorteile für Dieselfahrzeuge
    -Rußpartikelfilter
    -Feinstaubplakette
    -CO2-abhängige Kfz-Steuer auf Basis von Herstellerangaben und durchschnittlicher Fahrleistung
    -Förderung von Biokraftstoffen
    SternFuchs - Februar 2008

    Hast Du nicht das bleifreie Benzin vergessen? :)

    Tachy schrieb am 19.02.2008 um 23:42
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    Hast Du nicht das bleifreie Benzin vergessen? :)

    Und die millionenschwere Förderung des Wasserstoffs (aus Erdgas) :)

    Ute Stephani schrieb am 20.02.2008 um 18:37
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    Hallo Jungs!
    Endlich finde ich ein paar Leute, die sich nicht verarschen lassen. Als ich mir vor einigen Tagen einen Überblick in Utopia verschaffte, fand ich da den Jubel über die Möglichkeit der Energiewende mit Scher ... Da wurde mir mal wieder ganz übel, da ich mich seit einiger Zeit in verschiedenen Zeitschriften sowie in Publikationen der FIAN, der Caritas (Volle Tanks - leere Teller), von GRAIN (Stoppt den Agrar-Energie-Wahn!)u.s.w. über das ganze Ausmaß dieser Idiotie informiere. Übrigens hat eine der modernsten Biogasanlagen des Hochtaunuskeises ca. 8% Verlust.(Dabei ist Methan ja auch bloß 30mal klimawirksamer als Kohlendioxid.) Schon bei etwa 1-2% Entweichung gibt es keine positive Bilanz mehr für das Klima, weil man den Einsatz der fossilen Energie zur Herstellung der Biomasse ja auch berücksichtigen muss.


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