Energie / Allgemeines
akw vs wka
für ein projekt (neongruen.net) suche ich nach einem
vergleich, wie viele windräder man (in einem einigermassen
wind-günstigem gebiet) bauen müsste, um damit ein für
deutschland durchschnittliches akw ersetzen zu können.
so, dass es sich im jahresdurchschnitt rechnet.
hab da ein bisschen gegoolelt (o_O) und fand es schwer,
einen realistischen vergleich aus den gefundenen daten
zu formen. hab nur gelesen, dass windkraft in deutschland
angeblich die atomkraft stundenweise hintanstellt. daher
dachte ich mir, könnte der vergleich relativ vernünftig
ausfallen.
vielleicht kennt ihr da quellen... vielen dank jedenfalls
kws
da kommt es nat. ganz darauif an, was man vergleicht.
erstmal: windenergie allein kann ein akw nicht ersetzen, denn sie liefert nicht zuverlässig strom. windenergei kann auser durch abstellen der anlagen überhaupt nciht an den verbrauch angepasst werden, kernenergieanlagen nur in sehr begrenztem umfang, aber wenigstens liefern diese zuverlässig strom rund um die uhr, so dass sie den grundbedarf - der anteil am verbrauch, der nciht schwankt, decken können.
ich vermute mal, du bezeihst dich bei deinem angestrebten vergleich auf die gesamte stromeinspeisung im jahr.
ein gängiges akw hat ca. 1000 MW (eher mehr in D, neue bis 1700) und eine windkraftanlage vieelciht 2 MW (neue 3-5) Leistung. dabei sind akws im schnitt 85% des jahres verfügbar (in D, usa, F eher mehr; auszeit wegen wartung/ brennelementnachschub, viel seltener wegen störfällen bzw. auflagen zur nachrüstung etc.). dabei werden sie (tech. am günstigsten und am wirtschaftlichsten) fasst immer voll ausgelastet, wenn sie in betrieb sind.
bei wka richtet sich die auslastung nat. nach dem wind, im schnitt in D ca. 25% (eher weniger).
(85%*1000MW)/(25%*2MW)=1700
geht man von einem super günstigen windstandort mit 30% auslastung (die anlagen dürfen sich nat. nciht im weg stehen und alle an so einem günstigen standort) und 3MW -anlagen aus:
(85%*1000MW)/(30%*3MW)=944
gegen den epr, ca. 1600 MW bei 90% verfügbarkeit:
(0,9*1600)/(30%*3)=1600
man bräuchte also ca. 1000-2000 Windkraftanlagen, um die stromeinspeisung von einem akw zu erbringen.
hello,
dass es ein in mehrerlei hinsicht schwerer vergleich ist, war mir klar. aber danke für das aufschlüsseln. so siehr das plötzlich eigentlich recht einfach aus.
theoretisch, wenn strom-speicherung kein problem wäre, dann müsste die rechnung eigentlich eher aufgehen. weil der überschuss bei spitzenzeiten einfach die windstillen zeiten ausgleichen könnte...
allerdings wär noch die frage, wie viel fläche dafür mit wka´s bebaut werden muesste, wenn man in de alle akw´s ersetzen wollte. ich weiss nicht, wie viel platz ein windrad braucht. ca 1 hektar?? dann wären das bei 1000-2000 wka`s pro akw ca 10-20km2??
naja, alles theoretisch...
schoenes wochenende
kws
die stromspeicherung wäre ncohmal mit verlusten verbunden. bei der als praktikabel angedachten luftdruckspeichern wären es ca. 50% verlust.
allerdings wär noch die frage, wie viel fläche dafür mit wka´s bebaut werden muesste, wenn man in de alle akw´s ersetzen wollte. ich weiss nicht, wie viel platz ein windrad braucht. ca 1 hektar?? dann wären das bei 1000-2000 wka`s pro akw ca 10-20km2??
Laut der AG Energiebilanzen erzeugten deutsche AKW in 2008 148,8 Mrd. kWh.
http://ag-energiebilanzen.de/viewpage.php?idpage=118
Eine typische on shore Anlage hat derzeit 2MW Nennleistung und schafft grob 2.000 Volllaststunden (der Durchschnitt ist geringer, aber da sind viele alte kleine Anlagen drin)
Off shore wird/will man 6MW Anlagen einsetzen und rechnet dort mit ca. 3.500 Volllaststunden pro Jahr.
Es braucht also rund 37.000 2MW WKA am Land oder rund 7.000 6MW Anlagen vor der Küste.
Ende 2008 drehten sich in Deutschland bereits 20.301 WKA, die zusammen 40,2Mrd kWh erzeugten (sind halt noch viele kleinere Anlagen aus den 90ern darunter)
http://www.wind-energie.de/de/statistiken/
Bei Flächenbedarf benötigt man (vereinfacht) den dreifachen Rotordurchmesser (typ. ca. 90m) als Abstand von WKA zu WKA und mindestens 500m-2.000m zum nächsten Wohngebäude.
Der Platz dazu wäre auf alle Fälle vorhanden und der Flächen"verbrauch" ist auch gering, da sich die Fläche darunter ja problemlos z.B. für Landwirtschaft nutzen lässt.
Bzgl der Aufstellung sollte man die Fehler aus den 90ern nicht wiederholen und die Anlagen dort bauen, wo die optische Beinträchtigung gering ist, umgekehrt müssen aber auch die regionalen Planungsstellen von ihrer Verhinderungspolitik (z.B. völlig blödsinnige Höhenbeschränkung) wegkommen.
MR

