Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

Energie / regenerative Energien

ab in die wüste

Thema abonnieren
Beiträge (8 )
 
werner stickler schrieb am 30.07.2008 um 18:00
Bedenklichen Inhalt melden
Na endlich sinds auch draufgekommen: ;)

Beim Euroscience Open Forum in Barcelona haben Forscher gemeint, daß in der Sahara genügend Energie erzeugt werden kann um den Strombedarf der ganzen EU zu decken. Und das, wenn nur 0,3% des Sonnenlichts aufgefangen wird und z.B: mit Turbinen zu STrom umgewandelt wird.

Transportiert werden soll mit einem "Supergrid", das soll ein Stromnetz sein, das mit erheblich höheren Spannungen als Gleichstrom funktioniert. Braucht natürlich auch die Ausdehnung über ganz Europa.
    klerol schrieb am 30.07.2008 um 18:25
    Bedenklichen Inhalt melden

    diese Diskussionen hatten wir ja bereits schon zur Genüge. Angefangen von Effizienz bis Infrastruktur und Transportwege....

    Aber mal was ganz anderes: Möchtest Du Deine Zukunft wirklich in die Hände eines politisch sehr instabilen Landes legen, in dem China immer mehr an Einfluss gewinnt? Stell Dir vor: In 20 Jahren steht diese Anlage in der Sahara und Europa schaltet seine Kraftwerke ab. Dies wäre doch geradezu eine Einladung an Terroristen oder als Pfand in politischen Verhandlungen oder Erpressungen.

    Ich bin der Meinung, dass wir eher ein global umspannendes Netzwerk von kleinen Anlagen/Systemen brauchen, in dem die Sahara nicht mehr als 15% Anteil haben darf.
    Wie das Internet eben.

    Es ist auch ökologsch wenig sinnvoll, solch enorme Ressourcen zu bündeln, wie es für dieses Projekt nötig wäre. Hinzu kommen noch politische wie auch wirtschaftliche Einzelinteressen. Ich bezweifle daher, dass ein solches Vorhaben jemals stattfinden wird! Die Menschen sind noch nicht soweit, auch wenn es die Technologie vielleicht schon bald ermöglichen könnte.

    werner stickler schrieb am 31.07.2008 um 15:16
    Bedenklichen Inhalt melden

    Aber mal was ganz anderes: Möchtest Du Deine Zukunft wirklich in die Hände eines politisch sehr instabilen Landes legen, in dem China immer mehr an Einfluss gewinnt? Stell Dir vor: In 20 Jahren steht diese Anlage in der Sahara und Europa schaltet seine Kraftwerke ab. Dies wäre doch geradezu eine Einladung an Terroristen oder als Pfand in politischen Verhandlungen oder Erpressungen.

    Stimmt natürlich. Die Abhängigkeit von den Ölländern würden wir dann gegen eine andere tauschen. Egal wer den Tropf aufhängt, China, Opec oder USA - Europa solle sich nicht abhängig machen. Scheinbar hatte ich im Kopf, daß der Mittelmeerraum dann auch zur EU gehört - das Mittelmeer-Wirschaftsbündnis "eingemeindet".
    Die Möglichkeit eines Anschlags besteht natürlich auch noch, und wäre Argument genug, auch wenn man selber keine Angst davor hätte - damit wird dann sicher "unbedingt notwendiger" Schutz begründet.

    Ich bin der Meinung, dass wir eher ein global umspannendes Netzwerk von kleinen Anlagen/Systemen brauchen, in dem die Sahara nicht mehr als 15% Anteil haben darf.
    Wie das Internet eben.


    Finde ich auch besser. Den Bericht wollte ich reinstellen, um deutlich zu machen, wieviel Potential noch da ist. Die Ölländer haben sicher auch schon längst ihre Projekte in der Lade, kommen jetzt aber noch nicht damit heraus, weil sie sonst ihr Hauptprodukt gefährden.

    bastler schrieb am 31.07.2008 um 23:54
    Bedenklichen Inhalt melden



    Aber mal was ganz anderes: Möchtest Du Deine Zukunft wirklich in die Hände eines politisch sehr instabilen Landes legen, in dem China immer mehr an Einfluss gewinnt? Stell Dir vor: In 20 Jahren steht diese Anlage in der Sahara und Europa schaltet seine Kraftwerke ab. Dies wäre doch geradezu eine Einladung an Terroristen oder als Pfand in politischen Verhandlungen oder Erpressungen.

    Stimmt natürlich. Die Abhängigkeit von den Ölländern würden wir dann gegen eine andere tauschen. Egal wer den Tropf aufhängt, China, Opec oder USA - Europa solle sich nicht abhängig machen. Scheinbar hatte ich im Kopf, daß der Mittelmeerraum dann auch zur EU gehört - das Mittelmeer-Wirschaftsbündnis "eingemeindet".
    Die Möglichkeit eines Anschlags besteht natürlich auch noch, und wäre Argument genug, auch wenn man selber keine Angst davor hätte - damit wird dann sicher "unbedingt notwendiger" Schutz begründet.

    Euer Vergleich mit der Abhängigkeit von Öl und Gas hinkt ein bißchen:
    bei der Nutzung von Sonnenenergie besteht die Abhängigkeit ja auf beiden Seiten (und hebt sich dadurch fast schon wieder auf).
    Denn dem Energielieferanten gehen die Einnahmen komplett und unwiederbringlich verloren, wenn er den Solar-Hahn zudreht... Bei Erdöl und Erdgas kann man hingegen durch eine künstliche Verknappung die Preise hochtreiben und zugleich seine Ressourcen sparen (das gilt natürlich prinzipiell auch für Kohle und Uran). Und wenn man nichts liefert, ist das auch kein Verlust, dann kann man bei späterem Verkauf sogar höhere Preise erzielen.
    All das ist beim Verkauf von Solarstrom nicht möglich, ohne sich als Lieferant selber ins eigene Fleisch zu schneiden.

    just schrieb am 01.08.2008 um 02:26
    Bedenklichen Inhalt melden

    Wenn ich es richtig verstanden habe, ging es ja nicht darum, daß die "Lieferanten" den Strom unterbrechen, sondern böse Jungs den Fuß irgendwo unterwegs auf die Leitung setzen.

    bastler schrieb am 01.08.2008 um 02:43
    Bedenklichen Inhalt melden

    Wenn ich es richtig verstanden habe, ging es ja nicht darum, daß die "Lieferanten" den Strom unterbrechen, sondern böse Jungs den Fuß irgendwo unterwegs auf die Leitung setzen.
    Es ging um beides. Z.B.:
    "Die Abhängigkeit von den Ölländern würden wir dann gegen eine andere tauschen. Egal wer den Tropf aufhängt, China, Opec oder USA - Europa solle sich nicht abhängig machen."
    Oder meintest Du Bush mit "böse Jungs"? Der wird ja bald abgelöst.

    just schrieb am 01.08.2008 um 15:07
    Bedenklichen Inhalt melden

    Nee, ich meinte, daß das Land, in welchem die PV-Anlagen dann stehen, die beste Regierung der Welt haben könnte, die mit allen Lieferanten super gut befreundet ist, aber die Leitungen wären halt ganz schön lang und auf dem Weg ziemlich anfällig für Störungen, z. B. Terroristen, die damit drohen könnten, sie zu sprengen, zerschneiden, wie auch immer zu zerstören und danach säßen wir im Dunkeln.

    bastler schrieb am 01.08.2008 um 15:32
    Bedenklichen Inhalt melden

    Nee, ich meinte, daß das Land, in welchem die PV-Anlagen dann stehen, die beste Regierung der Welt haben könnte, die mit allen Lieferanten super gut befreundet ist, aber die Leitungen wären halt ganz schön lang und auf dem Weg ziemlich anfällig für Störungen, z. B. Terroristen, die damit drohen könnten, sie zu sprengen, zerschneiden, wie auch immer zu zerstören und danach säßen wir im Dunkeln.
    Das wäre sehr ineffizient, denn eine solche Leitung ist schnell wieder geflickt. Zudem würde sich der weitaus größte Teil unerreichbar auf dem Mittelmeerboden befinden.
    Wichtig wäre allerdings auch eine politische Komponente: wenn nur einige Großkonzerne oder korrupte Politiker von den Einnahmen des Stromverkaufs profitieren würden, wäre der Gedanke, dies durch Sabotageakte zu unterbinden, sicherlich ganz attraktiv und könnte auch auf breitere Unterstützung in der Bevölkerung bauen.
    Insofern ist auch der Aspekt einer gerechten Verteilung wichtig für die Sicherheit der Leitungen.
    Ob man bei einer Leitungsunterbrechung im Dunkeln sitzt oder nicht, hängt übrigens auch von der Backup-Strategie ab.
    Bei überwiegend regenerativer Stromerzeugung ist m.E. ohnehin eine gewisse Reserve an Backup-Kraftwerken erforderlich; dies könnten Gas- oder meinetwegen sogar Kohlekraftwerke sein, die nur bei Bedarf aktiviert werden.


Beitrag schreiben