Wenn wir fragen "ich moechte mich selbst kennen"?
Dann haben wir vergessen, uns zu erinnern. Das Ich bin. Wir sind bereits die Bewusstheit die alles kennt und die kann nicht sich selbst kennen- sie ist ich-selbst.
Wir brauchen nichts weiter zu wissen - als dies und alles Wissen kommt da heraus. Das Ich kann sich nicht selbst zum Objekt machen- zum Wissen ueber Bewusstsein. So koennen wir aus uns kein Objekt machen. Das ist ja der Grund der Geburt des Egos. Unser Verstand kreiert ein Objekt und dann haben wir eine Beziehung mit uns selbst und wir erzaehlen anderen und auch uns selbst eine Geschichte ueber uns.
Wenn wir uns Selbst aber kennen, als der Beobachter dessen was in uns geschieht, macht es uns frei davon weiterhin in Situationen, an Orten und in Umstaenden, also ausserhalb zu suchen: wer wir sind. In anderen Worten, was dann im Aussen geschieht oder nicht geschieht- hat nicht mehr diese Bedeutung fuer uns. Die Dinge verlieren ihre Schwere, ihre Wichtigkeit. Es kommt ein Gefuehl der heiteren Gelassenheit in unser Leben. Wir erleben das Leben als einen kosmischen Tanz der Formen - nicht mehr und nicht weniger. Wenn wir wissen, wer wir wirklich sind- steigt ein Gefuehl der Freude in uns auf. Eines Gluecks an der puren Existenz, die Erkenntnis des Wunders am Leben zu sein, das Leben in sich pulsierend und freudig fliessend zu spueren.
Reines Bewusstsein ist das Leben vor der Manifestation als Form - als Koerper. Das leben schaut auf die Welt der Formen, der Materie- durch unsere Augen, unsere Sinne- weil Bewusstsein dies ist- was wir sind. Dann sehen wir uns selbst ueberall. Es ist ein Stadium mit solcher Klarheit. Wir sind nicht getrennt von allem anderen, mit einer mehr oder weniger missglueckten Vergangenheit und einer ganzen Leinwand voller Konzepte mit der wir jedes Erlebniss zu interpretieren versuchen. Wenn wir aber empfangen- ohne es zu interpretieren. Dann ist es in Worten fast nicht zu beschreiben- die strahlende, durchscheinende Essenz des freudigen Seins wird sich selbst gewahr.
Wuensche und Aengste verschwinden. Der Drang etwas ueber mich selbst hinzu zufuegen auch. Die Angst etwas oder jemanden zu verlieren und damit weniger zu werden-auch.
Das Ich-Selbst kann also nicht gemacht werden und nicht gegeben werden und uns auch nicht wieder weggenommen werden. Das Bewusstsein des ICH BIN- in seiner ganzen Groesse ist bereits in uns- JETZT.
Wenn wir glauben noch Zeit zu brauchen um dies zu erfahren, dann werden wir die Zeit brauchen, alles geschieht immer so, wie wir es uns wuenschen-aber in Wirklichkeit ist die Zeit, so wie wir sie verstehen, als ein Ereignis irgendwann in unserer Zukunft nicht noetig zur Selbsterkenntnis.
Ich hab das ziemlich frei aus dem Buch STILLNESS SPEAKS vom tollen Eckhart Tolle uebersetzt. Seine Worte sind immer sehr ein-leuchtend und hilfreich im Prozess des Erwachens fuer mich.
Gruesslis sendet
Satori

