Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

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Beiträge (5 )
 
Andrej schrieb am 06.03.2009 um 00:03
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für alle die gerne mal diese PDF-Funktion ausprobieren wollen, von der rockrebell berichtet hat:
guten morgen. ich bin's,…
Danke Mathias, Du alter Eibenliebhaber!
Ich hab nicht alles durchgekuckt, da ist bestimmt auch viel dummer Firlefanz dabei. Aber das Zwiegespräch vom 5.3. gleich zu Anfang ist große Kunst. Literarisch ausgefallen aber das Hinwerfen der Kurz-Sätze. Phantastisch. Als alter Verleger sag ich, hätt' Veit mir das vor 15 Jahren vorgelegt, hätt' ich's glatt zwischen zwei Buchdeckel gepackt.

    anonym schrieb am 06.03.2009 um 17:05
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    Und alle Beiträge gelöscht? Na macht nix, ich hab´s noch im Cache.

    mir egal
    guten morgen. ich bin's, der orst. hab ich grad meinen kumpel
    getroffen. den rueckfalltaeter, vulgo veit-ulrich. also, ganz dicht ist
    der ja nicht. fängt gleich an zu erzählen von einem beitrag, der ihn um

    ein paar ecken zuhause erreicht hat. hier steht er auch. beim
    rockrebell. "rockrebell", sag ich, "guter mann". sagt veit-ulrich:
    "rockrebell, fernglas-psychologe. muss erst mal durch zehn kilometer
    aura durch und kann dahinter immer noch in seele schauen. ganz
    phänomenell, der rebell."
    beim veit-ulrich muss man aufpassen.
    weisst doch nie, wie er's grad meint. hab ich gefragt. "wie meinst?"

    zündet sich veit-ulrich eine an. "der rockrebell ist kein schlechter.
    manchmal geht sein rockgebell halt zu weit. zuviel riffs drin. geht die
    linie verloren." versteh ich bahnhof und sag das veit-ulrich. der nimmt
    zwei züge. heisst immer, wird kompliziert.
    nimmt noch einen zug.
    au weh. dann spricht. von utopia. klasse idee. begeistert. veit-ulrich
    verliebt sich gern mal. oft enttäuscht, wenn grosse liebe keine

    heilige, sondern nur bordsteinschwalbe. unterbrech ich ihn. sag, soll
    sich mässigen und einkriegen. vor allem: utopia keine frau. nur grünes
    geschäft.
    "sollen sie ihr grünes geschäft verrichten."
    veit-ulrich wird heftiger. obwohl schon wieder neue kippe. "ich sag,
    was sache ist. laut und deutlich." sag ich: "kriegen aber manche
    tinnitus." hustet veit-ulrich: "nicht meiner."

    veit-ulrich kramt
    feuerzeug aus der tasche. "ich denke, dann sprech. wenn's wem nicht
    passt - pech. lass mich nicht verbiegen. keine lust auf grüne wiesen,
    blauen himmel und alle menschen werden brüder. kann sich die welt mit
    sozial-biotopen schön leugnen, wer will. wenn ich durch dreck gehen
    muss, geh ich durch dreck. spritzt dann manchmal hoch. egal. mein weg."
    trau
    ich mich einzuwerfen: "dann gehen aber manche weg, denen das zuviel

    dreck." veit-ulrich: "bei mir hat sich noch keiner gemeldet. solang
    nicht massgeblich." nehm ich nochmal mut: "aber Du wirst immer lauter.
    und verletzend. tust weh." noch zigarette. "verlang ich von mir.
    ehrlich bleiben. zu mir und gefühlen. wenn amoklauf, dann amoklauf.

    befreiung."
    rauch ich nicht. kaugummi. "machst du aber alles
    kaputt. musst doch rücksicht nehmen." "nix rücksicht nehmen. rücksicht
    ist angst und feige. wenn spiegel schau, darf keine angst und feigheit."
    ich
    sag Euch. mit dem veit-ulrich kannst manchmal nicht reden. musst immer
    sorgen, dass er dir hand drückt. kräftig. mitten ins gesicht. sagt:

    muss er machen, um gesicht zu wahren. vor sich selbst. grosser quatsch.
    geht aber nicht ab davon. gewaltbereit mit worten.
    is' schon schizophren. dafür lieben sie ihn und dafür hassen sie ihn. veit-ulrich geht neue kippen holen. "mir egal."

    Andrej schrieb am 06.03.2009 um 19:10
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    Und ja, leider hat sich Mathias dafür entschieden, sich ersteinmal aus Utopia zurückzuziehen. Er war nicht der erste und er wird nicht der letzte sein. Es ist ein steiniger Weg der Erneuerung, bei dem manch eineR stürzt. Hoffen wir, dass sein Rückzug nicht endgültig ist.
    Unter dem oben angegebenen Link findet sich nun ein Artikel über Kommunikation der euch anempfohlen sei. Geist und Gefühl werden hier in einer Weise in Einklang gebracht, für die ich Mathias besonders schätze. Der kommunikative Ansatz fußt im Übrigen auf Marshall B. Rosenberg's »Gewaltfreier Kommunikation«, dem auch die Metapher der Giraffen aus den Kommentaren entstammt (man möge mich korrigieren, wenn ich mich irre).

    Und jetzt alle raus ins Grüne und mal einen Baum umarmen. (Eiben sind übrigens recht anhänglich, da klebrig. :) )
    PS: Nach einem kurzen freundschaftlichen Disput können wir Entwarnung geben. Eiben kleben nicht. Nach gemeinschaftlichem Rückblick in unsere langjährige Eiben-Erfahrung, konnten Mathias und ich feststellen, dass der Stamm nicht klebt, und Du somit auch nicht an ihm fest. Lediglich die roten Samen sind klebrig, und bilden, zu Boden geplumpst, diese lustige Anhänglichkeit zu Deiner Schuhsole.

    inaktiver User 37802 schrieb am 06.03.2009 um 22:13
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    dass Du diesen wunderbaren Text für uns bewahrt hast.

    Diese "gewaltfreie Kommunikation" geistert jetzt hier durch Utopia, aber ich bin damit nicht so glücklich. Kommunikation findet ja nicht immer nur zwischen gleichberechtigten Individuen statt, und das Machtgefälle spielt auch immer mit. Auf der anderen Seite ist es ja nicht schlecht, wenn man sich über die eigenen Gefühle im Klaren ist.

    Gewaltfreie Grüße, Jutta


    Amish_der_Radfahrer schrieb am 13.03.2009 um 10:37
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    Nur zur Info: Eiben sind die einzigen Giftbäume, die in Deutschland (natürlicherweise) vorkommen. Aber die Früchte sind interessanterweise eßbar. Doch dabei ist Vorsicht geboten, denn die Samen (ein großer in jeder Frucht) sind widerum giftig. Auf keinen Fall zerbeißen, am besten ausspucken - dann ist man auf der sicheren Seite. Ich find sie lecker, sehr dezenter Geschmack, nicht so süß. Eiben sind "zweihäusig", nur die weiblichen Eiben tragen Früchte. Hab ich von einem Baumexperten, der 1996 im Widerstand gegen eine Schnellstraße (B 31 Ost Neu - wem's was sagt...) eine Führung gemacht hat.

    Viele Grüße
    Amish


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