Castor Blockade im Wendland / Aktionen und Termine
Castor-Transport - Gorleben: ´Größte Anti-Atom-Manifestation´
geplanten Kundgebung in der ersten Novemberhälfte gegen den Transport von
hochradioaktivem Atommüll. Nicht nur Anhänger der Demonstranten bereiten sich auf
den Castor-Transport vor, auch die Polizei steht bereit und wartet auf den
konkreten Transporttermin.
Die Bürgerinitiative (BI) Lüchow-Dannenberg hat für den nächsten
Castor-Transport die bislang ´größte Anti-Atom-Manifestation´ in der Region um
Gorleben angekündigt. Bei einer im niedersächsischen Dannenberg geplanten
Kundgebung gegen den Transport von elf Behältern mit hochradioaktivem Müll in das
Zwischenlager Gorleben erwarte man über 20.000 Teilnehmer, sagte
BI-Sprecher Wolfgang Ehmke am Dienstag in Lüchow. Die Kundgebung solle in der ersten
Novemberhälfte zum Start des Transportes in der französischen
Wiederaufarbeitungsanlage La Hague stattfinden.
Die Demonstration gegen den zwölften Castor-Transport werde von einem
bewährten Bündnis aus Umweltverbänden, Anti-Atom-Initiativen, Gewerkschaften
und kirchlichen Gruppen organisiert, sagte Ehmke. Die Vorbereitungen seien
bereits angelaufen. Die Initiatoren einer am 18. September in Berlin
geplanten weiteren zentralen Demo unter dem Motto ´Atomkraft Schluss jetzt´ hätten
zugesagt, auf Plakaten und Aufrufen auch auf die bei Gorleben geplanten
Aktionen hinzuweisen.
Auch die Polizei bereitet sich nach Angaben des niedersächsischen
Innenministeriums auf einen konkreten Transporttermin vor. Ein Datum wolle man
zunächst nicht bekannt geben, sagte ein Ministeriumssprecher. Bislang starteten
die Castor-Transporte von La Hague nach Gorleben in der Regel in der
ersten Novemberhälfte.
www.x-tausendmalquer.de
Es geht wieder los - erste Vorbereitungen für Castor-Transport laufen
Erst wurde geschreddert, um die Eisenbahnstrecke sichtfrei zu bekommen, jetzt beginnen die Hubschrauberflüge der Bundespolizei: Bahn und Bundespolizei bereiten sich auf den 12. Castor- Transport nach Gorleben ein. Für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg begann der Countdown faktisch am 3.Mai.
Am 30. Jahrestag der Besetzung der Bohrstelle 1004 in Gorleben - der legendären Republik Freies Wendland - hatte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) den Transport von 11 Behältern mit HAW - Glaskokillen aus der französischen Plutoniumschmiede Cap de La Hague zum sogenannten Transportbehälterlager Gorleben genehmigt.
Die Vorbereitungen auf das Demonstrations- und Aktionsgeschehen sind ebenfalls angelaufen, teilt die BI nun mit. Im November soll es in Dannenberg eine große Kundgebung geben. ´Wir rechnen mit mehr als 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern´, sagt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Das wäre die größte Anti-Atom-Manifestation in der Geschichte des Gorleben-Widerstands. Das bewährte Bündnis aus Umweltverbänden, Anti-Atom-Initiativen, Gewerkschaften und Kirchenkreisen, das im vergangenen September den Treck nach Berlin und die Großkundgebung organisierte, werde im Herbst dafür sorgen, dass der Atomkraft die Rote Karte gezeigt wird.
Unterdessen ist klar, dass im neuen Bundeshaushalt die Ausgaben für den weiteren Ausbau Gorlebens von jährlich 23 Mio. auf 47,1 Mio. Euro steigen. ´Umweltminister Norbert Röttgen kann gar nicht warten, wie die Gerichte auf eine Klage gegen den Weiterbau in Gorleben reagieren, mit der Demo und den Aktionen im Herbst wird Schwarz-Gelb eine Quittung bekommen dafür, dass sie Gorleben als Endlagerstandort zementieren wollen´, kündigt die BI an.
von pm, 2010-07-20 13:14
http://wendland-net.de/index.php/artikel/20100720/es-geht-wieder-los-erste-vorbereitungen-fuer-castor-transp-34633

