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Castor Blockade im Wendland / Aktionen und Termine

Camps, Aktionen und Informationem

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Beiträge (4 )
 
Jens.Hansen schrieb am 03.11.2010 um 10:02
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Dableiben



Manche fahren nach der Demo wieder nach Hause, viele möchten länger bleiben, um während des Castortransports an weiteren Protest- und Widerstandsaktionen teilzunehmen.

Auf dieser Seite bekommst du eine Übersicht über ganz verschiedene Aktionen - angemeldete und solche zivilen Ungehorsams - während der Castortage.

Informationen zu den Camps und weiteren Unterkunftsmöglichkeiten im Wendland findest du hier.



* Übersichtskarte Castor 2010

* Aktionen Zivilen Ungehorsams

* Ziviler Ungehorsam: Interview

* Weitere Widerstandsaktionen

* Auswahl angemeldeter Veranstaltungen

* Informiert bleiben





www.ausgestrahlt.de/mitmachen/castor-2010/dableiben.html
    Bada schrieb am 03.11.2010 um 15:17
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    Polizei will provozieren...das macht mich richtig sauer, wo leben wir denn?




    Pressemitteilung vom BUND

    das macht mich richtig sauer, wo leben wir denn???

    Nach Informationen, die uns von Organen der mittleren Führungsebene

    der Landespolizei eines hier nicht näher bezeichneten deutschen

    Bundeslandes zugetragen wurden, sollen bei den Protesten gegen den

    anstehenden Castor-Transport (5. bis 8.11.2010) von der Polizei

    taktische Provokateure eingesetzt werden.

    Taktische Provokateure sind Beamte der BFE-Einheiten (Beweis- und

    Festnahmeeinheiten) der Bundespolizei und der Landespolizeien, die

    (neben anderen dienstlichen Aufgaben) auf Demonstrationen in Zivil

    (als "Krawallmacher" verkleidet) Gewalt gegen ihre Polizeikollegen

    inszenieren. Dies hat den Zweck, die Öffentlichkeit glauben zu

    machen, die sogenannte "erste Gewalt" sei von Demonstranten

    ausgegangen. Aktionen der Polizei sollen auf diese Weise als

    "Reaktion" auf angebliche Provokationen durch Demonstrierende

    dargestellt werden, damit Räumungen samt polizeilicher

    Gewaltanwendung in der öffentlichen Wahrnehmung als gerechtfertigt

    erscheinen.

    Seit der gewaltsamen Parkräumung in Stuttgart am 30. September

    ("Kastaniendonnerstag"), bei der in den Aussagen von Polizeisprechern

    und Regierungssprechern Kastanien zu Pflastersteinen wurden, stehen

    Räumungen mit Polizeigewalt zur Durchsetzung wirtschaftlicher und

    politischer Interessen unter schärfer werdender Beobachtung von

    Bevölkerung und Medien.

    Beim anstehenden Castor-Transport stehen die politischen und

    behördlichen Entscheidungsträger unter erhöhtem Druck und Zugzwang,

    da bei der geplanten Aktion "Castor schottern" von Bürgerinnen und

    Bürgern Manipulationen am Gleisbett der Bahnstrecke vorgenommen

    werden sollen.

    Daher könnte - wenn die Strecke nicht zügig geräumt wird - zum ersten

    Mal in der Geschichte der Transporte ein Castorzug für einen längeren

    Zeitraum aufgehalten werden. Dies könnte von der Bevölkerung als ein

    Autoritätsverlust der Regierung Merkel empfunden werden.

    Eine zügige, gewaltsame Räumung der Strecke ist allerdings politisch

    heikel, da zu erwarten ist, daß beim anstehenden Castor-Transport die

    Mehrheit der deutschen Bevölkerung den geplanten massiven Protesten

    und Blockadeaktionen durch friedliche Demonstrierende solidarisch

    gegenübersteht.

    Gleichzeitig ist eine Begründung des Einsatzes von Polizeigewalt

    gegen Castor-Blockierer als "Notwendigkeit zur Aufrechterhaltung des

    Rechtsstaats" nach den Geschehnissen in Stuttgart der bundesdeutschen

    Bevölkerung nur noch "schwer zu vermitteln".

    Eine künstlich herbeigeführte Eskalation durch verdeckt arbeitende

    taktische Provokateure aus den Reihen der Polizei scheint also das

    Mittel der Wahl im Versuch, den Anschein einer "Notwendigkeit" für

    eine gewaltsame Räumung der Castor-Transportstrecke durch

    Polizeikräfte zu liefern.

    Dies ist eine beängstigende Situation für Bürger wie für

    Polizeibeamte.

    Diese Situation wirft folgende wichtige Fragen auf:

    1)

    Wie können sich friedliche Demonstrierende davor schützen, durch den

    Einsatz taktischer Provokateure in der öffentlichen Wahrnehmung (wie

    auch durch direkte Rechtsfolgen für sie selbst) durch Staatsorgane

    kriminalisiert zu werden?

    2)

    Wie können ehrbare Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Einsatz

    erkennen, ob eine "Provokation" oder eine "Gewaltanwendung" von

    Demonstranten ausgeht oder ob sie von verdeckt arbeitenden

    Polizeikollegen vorgetäuscht wird?

    Wie können ehrbare Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte erkennen, ob

    Sie ungerechtfertigt und/oder in unverhältnismäßiger Weise gegen ihre

    nicht-uniformierten Mitmenschen eingesetzt werden?

    Wie können ehrbare Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte also erkennen,

    wann es angebracht ist, von Ihrem Remonstrationsrecht* Gebrauch zu

    machen?

    *Nach dem Beamtenrecht von Bund und Ländern haben (Polizei-)Beamte

    die Pflicht die Rechtmäßigkeit ihrer dienstlichen Handlungen selbst

    zu überprüfen und im Zweifelsfalle bei ihren Vorgesetzten Einwände

    gegen die Weisung zu erheben.



    3)

    Wie können Bürger, Öffentlichkeit und Medien in der Berichterstattung

    unterscheiden, ob Provokationen oder Gewalt tatsächlich von

    Demonstranten ausgingen, oder ob sie von taktisch agierenden

    Zivilbeamten mit dem Ziel inszeniert wurden, einen "Anlaß" und eine

    scheinbare "Legitimation" für Polizeiaktionen zu gestalten?

    4)

    Wie kann sich die Polizei als Staatsorgan in der Zukunft davor

    schützen, sich von politischen Machtinteressen, (und damit mittelbar

    auch von wirtschaftlichen Interessen einflußreicher Großunternehmen)

    instrumentalisieren zu lassen?

    Jeder mündige Bürger, dem die über die Jahrhunderte erkämpften

    Errungenschaften der Demokratie, des Rechtsstaats und der Verfassung

    am Herzen liegen, sollte dazu beitragen, nach Lösungen für diese

    brennenden Fragen zu suchen.

    Die Absicht dieses Schreibens ist es, einen solchen Prozeß in Gang zu

    setzen.

    Tobias Gramowski

    01.11.2010

    Weiterleitungen dieser Mitteilung sind erwünscht.



    .

    Jens.Hansen schrieb am 03.11.2010 um 15:29
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    Ich fühle mich so langsam in diesem Lande nicht mehr heimisch. Das hört sich nach Militätjunta in Südamerika an und nicht nach Mitteleuropa.

    Antje . schrieb am 03.11.2010 um 19:26
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    Lawinengefahr ...

    [image]


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