Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
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Beiträge (12 )
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snake schrieb am 22.06.2009 um 19:03
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Diese Aktion ist total unnötig. Erstens: Wieso sollten die Atheisten eine Gruppe sein? Sie gehören ja eben keiner Religion an und können daher selbst entscheiden, was sie glauben und es ist daher schwer sie als eine Gruppe darzustellen. Außerdem sollten weder Kirche noch Atheisten öffentlich für sich Werbung machen.Das ist doch jedem selbst überlassen an was man glaubt.Ist meiner Meinung nach eine komische Idee zu sagen, dass man von der Kirche unterdrückt wird und dann selber Plakate aufzustellen, um die Kirche in den Hintergrund zu rücken.
    Entenhausen2009 schrieb am 25.06.2009 um 19:29
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    Hallo Snake,

    wir wollen gar keine Gegenbewegung im herkömmlichen Sinne sein. Es ist einfach nur immer wichtiger geworden, nicht dauernd damit konfrontiert zu werden, an was und wie geglaubt werden soll. Diese ständigen Heilsversprechungen gehen einem irgendwann tierisch auf den Keks und werden allgemein auch noch für bare Münze genommen und ernsthaft ohne jede Kritik geschluckt. Sollten sich "Gläubige" mit meiner Auffassung in ihren religiösen Gefühlen gestört fühlen, geht alles auf den sog. Atheisten los - was ist mit meinen Gefühlen? Gelten die gar nichts? Dann möchte ich so einer Gesellschaft auch den Spiegel vorhalten dürfen und möglichst die Menschen um mich haben, die wirklich selbst den eigenen Kopf benutzen und ständig und überall kritisch hinterfragen.
    Gruß
    Entenhausen2009

    Gott ist eine Behauptung. Menschenrechte sind real - auf uns kommt es an!

    snake schrieb am 30.06.2009 um 13:10
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    Hallo Entenhausen2009, gibt es öffentliche Werbung der Kirchen, wo die Heilsversprechungen gemacht werden? Mich würde interessieren ob du eine öffentliche Stellung der Kirche meinst oder ob du dich auf private Erfahrungen beziehst? Ich hab das nämlich gar nicht so mitgekriegt, dass die Kirchen die Atheisten ständig konfrontieren.
    Und außerdem willst du die ständigen Konfrontationen beenden, aber eine solche Kampagne würde eher für mehr Konfrontation sorgen. Natürlich müsstet ihr eure Meinung äußern dürfen, ohne durch Aktionen oder Worte dafür angegriffen zu werden, aber durch eine Kampagne wie diese würdet ihr euch auf das dargestellte Niveau der Kirche hinabsetzen, da ihr euch der gleichen Mittel bedient...Gruß snake

    berniewa schrieb am 15.07.2009 um 13:06
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    Also ich bin jetzt mal der Gruppe beigetreten und bin anderer Meinung als snake.
    Es ist zwar durchaus was dran an seinen Argumenten (Vorsicht, dass eine/r selber nicht die Mittel übernimmt, die sie/er eigtl. ablehnt) aber ich finde diese "Werbung" endlich mal eine relativ erfrischende Werbung, und zwar obwohl ich sonst allg. gegen Werbung überhaupt bin.
    Aber da es sie nunmal gibt, und de facto die Kirchen und andere angebliche / vermeintliche Vertretungsinstanzen 'Gottes' in der Gesellschaft unglaubliche Privilegien haben, halte ich dieses Mittel als Beitrag zum allg. öffentlichen Diskurs für ethisch berechtigt.
    Eris (antiker griech. Göttin des Streites) ist nicht Ares (antiker griech. Gott des Krieges), und ein bisschen Provokation schadet nichts, finde ich.
    Schon dass Leute durch Werbung überhaupt mal zum tieferen Nachdenken angeregt werden, finde ich erfreulich, und daher befürworte ich die Aktion
    und zwar unabhängig davon, ob ich die Aussage selbst so unterschreiben würde! -
    ich halte sie näml. eigtl. - in einer Leseweise - sogar für eher lächerlich naiv, von einem philosophischen Standpunkt aus - denn woher will jemand denn "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" (wie es da heißt) wissen, dass es kein Wesen gibt, das ungfähr mit dem Terminus "Gott" bezeichnet werden könnte. Andererseits ist vielleicht mit "Gott" dabei gemeint, was so der Mainstream der etablierten Religionen damit meint, und da diese Konzepte von Gott so gut wie alle in sich selbst widersprüchlich sind, ist die Aussage - so verstanden - durchaus vernünftig (mal davon abgesehen, dass auch z.B. der Welle-Teilchen-Dualismus in der Quantenphysik in gewisser Hinsicht selbstwidersprüchlich betrachtbar ist ... aber eben doch die physikalische Wirklichkeit (auf diesen Ebenen) angemessen zu beschreiben scheint).

    YouMe schrieb am 15.07.2009 um 16:36
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    Gelöscht von YouMe am 09.07.2011 um 17:59

    berniewa schrieb am 16.07.2009 um 01:06
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    Hallo, zu dem Absatz "Man wird niemals beweisen können, daß es etwas NICHT gibt, daher liegt
    die Beweislast bei denen, die die Existenz Gottes behaupten."
    eine kritische Anmerkung:
    Soweit ich sehe, stimmt das so einfach nicht ganz. z.B. (1) bei einer Existenzbehauptung die selbstwidersprüchlich ist, kann man sehr wohl sagen: Das gibt es nicht! ----
    Außerdem (2) ist nicht so trivial was denn als Existenzbeweis wofür gilt. Ein 'physikalistisches' Weltbild das a priori manche Dinge ausschließt wird die Frage anders beantworen wie jmd der bestimmte subjektive Erfahrungen als Indizien nimmt (wenn auch nicht als Beweis) dass es irgend eine Art von Transzendez gibt, also jenseits physikalischer Messinstrumente. ----
    Und nicht zuletzt (3) vergisst manche atheistische Position folgendes:
    Angenommen, über die Existenz metaphysischer Wesen lässt sich aufgrund der menschlich beschränkten Fähigkeiten keinerlei sichere Aussage treffen, so gilt das nicht nur für die Aussage "metaphysisches Wesen A existiert", sondern auch für die Aussage "metaphysisches Wesen A existiert nicht". Formallogisch ist da nur ein Negationszeichen Unterschied, aber beides sind Existenzaussagen, die beide unbeweisbar sind (unter der oben genannnten Vorannahme). ---- Referenzen: Ich glaube ähnlich hat schon z.B. der Philosoph Franz von Kutschera argumentiert, evtl. nachsehen unter: www.mentis.de , dem Verlag wo seine Bücher meistens publiziert wurden (hab sie aber selber nicht gelesen, hat mir mal ein Prof. gesagt, dass er ähnlich argumentiert hat).

    berniewa schrieb am 16.07.2009 um 04:13
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    Hallo ich hatte vorhin einen Traum, eine nette Geschichte, nachzulesen in meinem Blog:
    www.utopia.de/blog/beitrag/173159 (mal sehen ob der Link funktioniert) - ist zugleich als eine Veranschaulichung meines letzten Argumentes (oben um 1:06) lesbar. Viel Freude damit! Be.

    YouMe schrieb am 16.07.2009 um 15:38
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    Gelöscht von YouMe am 09.07.2011 um 17:59

    berniewa schrieb am 16.07.2009 um 15:53
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    Jede Erfahrung ist subjektiv :o) sogar das Ablesen eines Messgerätes ;o) Übrigens hab ich gar nichts gegen die Giordano Bruno Stiftung :o) und wer ist Heidegger ?;o)) war das nicht dieser Möchtegerndichter mit Philosophieleeerstuhl, pardon Lehrstuhl heißt es ja - immer diese Stühle ... Heiliger Stuhl, heiliger Strohsack u.s.w. Pardon letzterer ist wieder was anderes. Ad "cura posterior": ich habe eine - verhaltensbiologisch gesprochen - bedingte Aversion gegen Latein, sorry: non mea culpa! In der gkpn Liste ist übrigens ein Prof. Besier erwähnt. Ist das der, der Scientology so grob verharmlost hat, und nun sein Fähnchen in die Linkspartei hängt? (na die arme Linke tut mir da fast leid).

    YouMe schrieb am 16.07.2009 um 18:09
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    Gelöscht von YouMe am 09.07.2011 um 17:59

    berniewa schrieb am 16.07.2009 um 18:16
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    Chaire! - wie die alten GriechInnen angeblich sich zuweilen zu begrüßen pflegten - natürlich nicht in lateinischen Buchstaben ;-)
    Das mit der "Aversion" und anderen lat. Wörtern war Absicht !:o)) sollte ein kleiner Witz sein - so eine Art Ironie ;o)


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