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BUS & BAHN / Allgemeines

Bürger im Bezirk Nord wehren sich gegen Stadtbahn

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Jens.Hansen schrieb am 02.03.2010 um 11:31
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In Winterhude, Eppendorf und Steilshoop gibt es anscheinend großen Widerstand gegen den Verlauf der geplanten Stadtbahn durch diese Stadtteile. Die Tageszeitung "Die Welt" schreibt in ihrer Wochenendausgabe, dass im Bezirk Nord die Gründung einer Bürgerinitiative und damit gar ein Bürgerbegehren gegen die Stadtbahn unmittelbar bevorstehe. Grund der breiten Bürgerkritik seien etwa die Furcht vor einer massiven Verkehrsbelastung und vor einem großen Verlust von Parkplätzen. "Die Welt" zitiert in ihrem Bericht zudem Wolfgang Kopitzsch, den Leiter des Bezirksamts Nord, mit seinen Zweifeln daran, dass die "derzeitigen Planungen dem tatsächlichen Verlauf der Verkehrsströme gerecht werden". Kopitzschs Alternativvorschlag: eine Strecke von Altona nach Lurup über den Osdorfer Born mit Anbindung der Arenen im Volkspark.



Gegen diese Kritik an den Stadtbahn-Planungen wehren sich sowohl die Stadtentwicklungsbehörde als auch die Hochbahn. Tenor beider Parteien: Man sei sich sicher, dass mit der Stadtbahn wichtige neue Verkehrs-Querverbindungen geschaffen würden, die es so noch nicht gebe und die das bereits bestehende Nahverkehrsangebot optimal ergänzten.(cb)



Hamburger Abendblatt

01.03.2010

http://www.abendblatt.de/hamburg/article1400704/Buerger-im-Bezirk-Nord-wehren-sich-gegen-Stadtbahn.html
    Jens.Hansen schrieb am 02.03.2010 um 11:32
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    Junge Union gegen Stadtbahn



    Die Junge Union (JU) Hamburg hat sich auf ihrer Landesdelegiertenversammlung gegen die geplante Stadtbahn ausgesprochen. Das bestätigte der JU-Vorsitzende Jan Meyer auf Abendblatt-Anfrage: "Der Finanzhaushalt der Stadt ist angespannt. In solchen Zeiten ist es schwierig, ein Projekt wie die Stadtbahn zu realisieren, das schätzungsweise mehrere Hundert Millionen Euro kosten wird."



    Die JU will jetzt beim CDU-Landesparteitag im Juni einen Antrag einbringen. In dem fordert der Parteinachwuchs, auf der geplanten Stadtbahntrasse U-Bahnen fahren zu lassen: "Wir würden so ein bereits bestehendes Verkehrskonzept nutzen können. Das ist von Vorteil, denn wir könnten so auf die bestehenden Fahrzeuge und Technologie zurückgreifen", sagt Meyer. Außerdem müsse dann auch nicht für viel Geld ein neuer Betriebshof gebaut werden, so Meyer weiter.



    Auch die geplante Streckenführung sieht die JU kritisch. So müsste laut Meyer die geplante Trasse verlängert werden, um Bramfeld noch besser zu erschließen. Außerdem solle auch die U-Bahn-Haltestelle Lattenkamp in den Streckenverlauf integriert werden.



    Wie berichtet, soll der erste Spatenstich für die Stadtbahn im Jahr 2012 erfolgen. Der erste Streckenabschnitt ist zwischen Bramfeld und der U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße in Eppendorf geplant. Die genauen Kosten für das Bauvorhaben wurden bisher noch nicht ermittelt.(ug)



    Hamburger Abendblatt

    26.02.2010

    http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1397761/Junge-Union-gegen-Stadtbahn.html

    Jens.Hansen schrieb am 02.03.2010 um 11:32
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    Anwohner planen Bürgerbegehren gegen Stadtbahn



    Von Martin Kopp; Olaf Dittmann



    "Wir werden uns bis zur letzten Instanz wehren" - Nord-Bezirkschef Kopitzsch: Neues System läuft Verkehrsströmen zuwider



    Erstmals hat ein hoher Beamter die Pläne zum Bau der Stadtbahn offen kritisiert. Zugleich haben Bürger in Winterhude und Eppendorf massiven Widerstand gegen die Bahn angekündigt, die quer durch ihre Stadtteile fahren soll.



    Der Leiter des Bezirksamtes Nord, Wolfgang Kopitzsch (SPD), hat erhebliche Bedenken an der vorgesehenen Linienführung angemeldet. Im Gespräch mit der WELT äußerte er Zweifel, dass die derzeitigen Planungen dem tatsächlichen Verlauf der Verkehrsströme gerecht werden.



    "Ich habe keine Einwände gegen den Bau einer Stadtbahn. Möglicherweise würde sie aber an einer anderen Stelle höhere verkehrliche Wirkung erzielen", sagte Kopitzsch. Er beklagt, dass sich die Politik - unter dem Druck, schnell etwas vorzeigen zu müssen - nicht genug Zeit bei der Trassenwahl gelassen habe, sondern auf alte Pläne zurückgriff, die bereits fertig in der Schublade lagen: "Ich hätte mir mehr Zeit bei der Festlegung der Strecke gewünscht", sagte Kopitzsch.



    Der Bezirksbürgermeister schlägt den Bau einer Strecke von Altona nach Lurup über den Osdorfer Born mit Anbindung der Arenen im Volkspark vor. Stattdessen würden bald Stadtteile mit dem neuen Verkehrssystem angebunden, die schon jetzt gut miteinander verbunden sind. "Schaut man sich die geplante Stadtbahntrasse an, so wird man feststellen, dass sie in weiten Teilen parallel zu den U-Bahn-Linien U1 und U3 verläuft. Wer aus Steilshoop in die Innenstadt will, nutzt die guten Busanbindungen nach Barmbek", sagt Kopitzsch. Der Weg über Alsterdorf nach Winterhude sei eher ungewöhnlich. "Die Verkehrsströme sind in Diagonalen in Richtung Zentrum ausgerichtet. Und daran haben sich die Menschen gewöhnt."



    Kopitzsch greift mit der Kritik Befürchtungen auf, die bereits bei der Vorstellung der geplanten Stadtbahnlinie vor einem Jahr im Bezirk Nord laut geworden waren. Zudem wird befürchtet, dass die Trasse in den Stadtpark eingreift und auf den Hauptverkehrsstraßen zu Staus führt.



    In der Stadtentwicklungsbehörde will man die Kritik von Kopitzsch nicht gelten lassen: "Wir haben intensiv geprüft, wo der größte Bedarf besteht, das vorhandene Nahverkehrsnetz zu ergänzen", sagt Behördensprecher Enno Isermann. "Dabei wurde eindeutig festgestellt, dass bisher alles Richtung Innenstadt ausgerichtet ist. Querverbindungen, wie die neue Stadtbahn sie schafft, gibt es nicht." Auch bei der federführenden Hochbahn kommt die Kritik nicht an: "Die plötzlichen Vorhaltungen verwundern uns. Schließlich haben wir regelmäßige Termine mit dem Bezirk Nord", sagte Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum. Er fügte hinzu: "Erst heute morgen waren drei Mitarbeiter des Bezirks in unserem Fachausschuss."



    Anders verhält es sich bei den Anwohnern, die durch den Bau der Stadtbahn erhebliche Verkehrsbelastungen befürchten. "Die Anwohner wollen keinen Trassenverlauf durch Winterhude und Eppendorf", meinte Andreas Wagener, der seit einem halben Jahr gegen einen Wegfall von Parkplätzen am Winterhuder Marktplatz kämpft. "Herr Kopitzsch ist der Erste, der dies deutlich sagt. Die Menschen hier vor Ort werden massiv geschädigt, wenn das Projekt durchgesetzt wird. Zahlreiche Parkplätze werden wegfallen." Gemeinsam mit Stadtbahn-Kritikern aus Steilshoop wollen Wagener und seine Mitstreiter aus Eppendorf bald eine Bürgerinitiative gründen. "Wir werden uns bis zur letzten Instanz wehren", so Wagener. Konkret heißt das: Das erste Bürgerbegehren gegen die Stadtbahn steht unmittelbar bevor. mk/od



    Welt

    27.02.2010

    http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/hamburg/article6583501/Anwohner-planen-Buergerbegehren-gegen-Stadtbahn.html


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