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Stokowski Orchester-Bearbeitungen von Bach Orgelwerken etc

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Beiträge (5 )
 
berniewa schrieb am 06.08.2012 um 22:39
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J. S. Bach : BWV 478 , BBC Philharmonic Orchestra :



Der Einfachheit halber zitier ich zunächst einfach einmal den Kommentar, den ich dazu schon ebd. gepostet habe (dt. Übersetzung evtl. demnächst)

Normally I like old music with old instruments and so called historic / authentic sound, but in such interpretations, transcriptions by masters like Stokowski and musicians like the Orchestra and director here, I like also such more 'romantic' interpretations very much. And this piece is one of my favorites at all, from such transcriptions available up today as far as I know them --
I've for example also a good CD with Sydney Symphony Orchestra , directed by Robert Pikler

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Eine informative Ergänzung dazu:

Die beiden preisgünstigsten, aber trotzdem guten Aufnahmen mit Bach-Transkriptionen von Stokowski gibt es derzeit meines Wissens von NAXOS. Es gibt auch 2 vielleicht noch qualitativ einen Tick besseren, aber auch teurere von CHANDOS , von Vol.1 oben beim Youtube Video die Vorderseite der Hülle abgebildet ist.
    berniewa schrieb am 12.08.2012 um 18:14
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    Eine viel zu selten gespielte Orchesterfassung
    des Chorals "Eine Feste Burg ist unser Gott" hab ich heute bei youtube gefunden,
    der so etwas wie die Hymne der
    verfolgten lutherischen Protestantinnen/-en im 16. und 17. Jh. war, z.T. auch noch später.

    Text und Melodie des Liedes sind von Martin Luther,
    der mehrstimmige Choral-Satz wurde von J. S. Bach im 18. Jh. komponiert.

    und für Symphonieorchester von Leopold Stokowski im 20. Jh. arrangiert.

    Dadurch bekommt das Werk eine ganz spezielle neue, eigene Wirkung.
    Durch das relativ langsame Tempo kann sich eine/r die Harmonien
    gleichsam auf der Zunge zergehen lassen,
    und der Kontrast von pianissimo zum Fortissimo am Ende
    (der leider hier nur ansatzweise rüberkommt)
    ergiebt einen zusätzlich extrem eindrucksvollen Charakter,
    nebst der damit jeweils verbundenen Klangfarben der Orchestrierung.

    http://www.youtube.com/watch?v=k9xWN_I0Yy4

    Leider tatsächlich offenbar die einzige Aufnahme dieses
    relativ kurzen, aber unglaublich eindrucksvollen Werks,
    die derzeit bei youtube zu finden ist,

    Sieht leider eher langweilig aus (graue Wände u.s.w.)
    - obwohl das Orchester für ein Schulorchester sehr gut spielt

    (n.b. auch zu viel Vibrato bei den Streichinstrumenten, wie es leider v.a. seit dem 19. Jh. bis heute immer noch die 'klassische' Musik infiziert hat, in der irrigen Meinung, solche Hyperpathetik würde die Ausdruckskraft der Musik in positiver Weise steigern; in Wahrheit wird sie allenfalls 'neurotischer' dadurch)

    Die Klangqualität des Videos ist leider ebenfalls sehr bescheiden

    - kein Vorwurf übrigens, zumindest nicht an die Musikerinnen/-er,
    die dafür ja nicht verantwortlich sind (außer teilweise viell. der Dirigent,
    der sich evtl. vorher mehr darum hätte kümmern können).

    Hoffentlich realisieren das alle, die es zum ersten Mal hören
    und bekommen (trotzdem) Appetit auf eine gute Aufnahme auf CD
    oder im Radio oder einem Live Konzert, falls es mal gespielt wird.

    berniewa schrieb am 04.11.2012 um 12:21
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    "Ein feste Burg" , das wie schon gesagt einer der Highlights dieser Transkriptionen ist,
    lässt sich übrigens auch exzellent als Vor- oder Nachspiel hören
    zur "Reformations-Symphonie" von Felix Mendelssohn-Bartholdy ;`)

    Und noch eine Ergänzung:

    Weil ich geschrieben hatte, die Chandos Version fände ich einen Tick besser:
    z.B. weil bei Naxos ein paar Transkriptionen von Werken anderer Komponisten,
    von denen aber höchstens 2 an die Bachtranskriptionen heranreichen,
    davon eins von Henry Purcell und eins von Palestrina
    (die zeigen, dass da noch ein riesiger bis heute nicht gehobener Schatz
    an Werken schlummert, die auf sagenhafte Transkriptionen 'warten',

    und dies sage ich, obwohl ich gerade bei alter Musik (vor 1800) ansonsten auch
    sehr die Orignialklangbewegung favorisiere (Harnoncourt, Kuijken, Gardiner, Herreweghe etc.).
    Das eine tun ohne das andere zu lassen ist hier eine gute Devise, finde ich
    - nur bitte das bis heute seit gut 100 oder 150 Jahren etablierte Dauervibrato vermeiden,
    stattdessen rhythmisch und dynamisch hochgradig differenzieren, und schon ist
    (selbstverständlich bei zugleich 'sauberer' Intonierung)
    eine gute Interpretation schon fast gesichert ;`)

    berniewa schrieb am 18.01.2013 um 23:17
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    Auf andere Weise eine innovative Interpretation Bach'scher Musik ist es,
    seine für Clavichord, Cembalo etc. geschriebenen Werke
    auf modernem Konzertflügel zu spielen.

    Die beste Gesamtaufnahme, die ich kenne, dazu ist die von
    Andras Schiff

    [image]

    berniewa schrieb am 17.02.2013 um 19:20
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    im rock music style die berühmte Toccata in d moll von J S Bach gespielt von David Garrett & Orchestra
    www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=y_NPHk-Bjsg

    n.b. wie ich mal gehört habe gibt es musikwissenschaftler die meinen dass diese toccata viell. gar nicht von j s bach selbst ist - aber das ist recht spekulativ, denn gerade bei einem eventuellen frühen werk liefert eine formale stilistische analyse ggf. falsche ergebnisse, weil der künstler da evtl. quasi noch 'stil-offener' war sich zudem auch ein stil erst ex post 'definieren' lässt und dabei immer noch offen bleibt auf welcher basis die definition stattfinden soll - das gilt nicht nur für 'linear-deduktive' sondern auch für 'kohärentistische' verfahren (aus sicht einer analytisch-philosophischen ästhetik gesprochen)
    im übrigen ist es aber auch letztlich gar nicht sooo entscheidend, ob oder wie weit das werk (in der orig. version) von j s bach ist, hauptsache ist eigtl / letztlich, und da würde auch j s bach sicher zustimmen, es "ergötzet und erbauet die seele"


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