Viele Menschen könnten ohne Honig leben. Aber ohne Bienen geht es nicht. Europas Bienen sind in Gefahr. Durch ihr rätselhaftes Sterben drohen Europas Wirtschaft große Verluste. Die Brüsseler Kommission will die Insekten retten - mit einem speziellen EU-Bienenlabor.
Stand: 25.01.2011
Bienen bestäuben vor allem Blüten. Damit sichern sie das Wachstum von Pflanzen und sorgen für gute Erträge in der Landwirtschaft. Denn ohne die Tiere wäre beispielsweise die Obsternte bedroht. Wenn Bienen sterben, betrifft das alle, warnt die Europäische Kommission. Und genau das geschieht seit Jahren.
EU sieht Handlungsbedarf
Nach Angaben des Deutschen Imkerbundes hängen rund 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge im Obst- und Pflanzenbau in Deutschland von der Bestäubung der Honigbienen ab. Nun zwingt das weltweite Kränkeln der Pflanzen-Bestäuber die EU-Kommission zum Handeln. Um das rätselhafte Bienen-Sterben aufzuklären, brauchen Forscher Daten aus allen EU-Mitgliedsländern und standardisierte Messmethoden.
Einheitliches Verfahren zur Rettung der Bienen
Bis April soll in Frankreich ein EU-Referenzlabor zur Bienengesundheit entstehen. Wichtigste Aufgabe der Forscher wird es sein, bis Ende des Jahres ein Pilotprogramm zur Überwachung von Bienenvölkern zu erarbeiten. Nach Ansicht von Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes, sei ein Referenzlabor nur ein Schritt auf dem Weg zur Rettung der Bienen. Deshalb appelliert die Kommission an die Industrie, neue Medikamente für Bienen zu entwickeln. Außerdem müssten Imker besser geschult werden.
Quelle: http://www.br-online.de/wissen/umwelt/die-biene-DID1221652793366/bienen-eu-bienenlabor-bienensterben-ID1295951090647.xml
Dort gibt es auch jede Menge Hintergrundinformationen in Wort und Bild.
Bienen & Imkern / Allgemeines
EU hilft Bienen mit einem Labor
Vielen Dank für's Einstellen.
Gewisse Skepsis kommt bei mir auf beim Satz "Deshalb appelliert die Kommission an die Industrie, neue Medikamente für Bienen zu entwickeln.", denn der Schuss könnte auch nach hinten losgehen.
Stimmt schon, aber da die Industrie ja dann ein Mittel gegen ihre eigenen Mittel finden müßte, hat sie es auch einfacher.
Jeder der ein Gift erfindet, hat auch das Gegengift.
Zum Thema passt nebenbei auch das hier:
http://www.utopia.de/blog/der-regenwald-muss-gerettet-werden/bald-noch-mehr-gift-im-essen-aigners-toxischer

