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Brennstoffzellenheizung 90%Wirkungsgrad
Eine Möglichkeit Erdgas zum Heizen und nebenbei zur Stromgewinnung im Keller zu nutzen findet sich z.B. hier http://www.hexis.com/index.htm
Ein Kleinkraftwerk im Keller - und das mit 90%Wirkungsgrad - beachtlich!!
Wie ist die Bewertung im Vergleich zu Erdwärme? Hat jemand Erfahrung damit?
Gruß vom Bastian
der elektrische Wirkungsgrad liegt in etwa im Bereich kleiner Gas-BHKW mit Verbrennungsmotor.
Stellt sich also (genau wie beim herkömmlichen BHKW) die Frage nach Lebensdauer, Wartungskosten und natürlich dem Preis.
In halbwegs gut gedämmten Einfamilienhaus sind BHKW idR unter Berücksichtigung von Kapital- und Wartungsksoten für den Betreiber nicht rentabel und das, obwohl man keine Mineralölsteuer bezahlt (volkswirtschaftlicher Schaden für den Staat) und eine Zusatzvergütung für eingespeisten Strom aus der KWK-Umlage erhält.
Grudn sind schlichtweg die zu geringen Laufzeiten. BHKW sind prima, wenn sie in der Grundlast eingebunden werden können, wie z.B. in Hotels, Krankenhäusern, etc...
In MFH u.ä bei ~4.000h pro Jahr muss man genau kalkulieren.
Aus ökologischer Sicht sind die 90% Gesamtwirkungsgrad (25% Strom + 65% Wärme) auch nicht unbedingt zu bevorzugen. Strom ist aus energetischer Sicht weitaus wertvoller als Wärme.
Ein modernes GuD Kraftwerk schafft ca. 55% Strom, ein Brennwertkessel schafft ~110% Wärme (bezogen auf Hi), dadurch ergeibt sich ein enges Verhältnisfenster aus Strom und Wärme, bei dem ein kleines BHKW tatsächlich besser ist als Brennwert + GuD.
Dieses Verhältnisfenster entspricht nicht dem Verhältnis des Bedarfs an Wärme und Strom in einer energieeffizienten Gesellschaft.
Das heißt nicht, dass BHKW schlecht sind, sie sind aber auch nicht automatisch gut. Eine differenzierte Betrachtung ist daher meiner Ansicht nach notwendig.
mfg
Muss meinem Vorredner recht geben:
- Vollkommen korrekt ist die Tatsache, dass sich BHKW eher dann lohnen, wenn sie mehr als 4.000 Betriebsstunden pro Jahr laufen.
- Daher ist eine diffizile Betrachtungsweise notwendig.
- Klimatechnisch als auch wirtschaftlich ist der Stromanteil besonders wichtig. Daher ist der Gesamtwirkungsgrad nur wenig Aussagefähig.
Jedoch nicht korrekt ist der Verweis auf eine volkswirtschaftlichen Schaden für den Staat aufgrund der Nichtzahlung der Mineralölsteuer. Dies hängt u. a. damit zusammen, dass auf Strom eine STromsteuer bezahlt werden muss und es EU-rechtlich nicht erlaubt ist, sowohl den Input (Heizöl, Erdgas) als auch den Output (Strom) zu besteuern.
Jedoch erhalten kleine BHKW-Betreiber eine Stromsteuerbefreiung für den Strom, den sie in unmittelbarer Näher ihrer BHKW-ANlage gebrauchen (siehe auch http://www.bhkw-infozentrum.de)
Betreffend Brennstoffzellen muss man noch anmerken, dass solche Geräte frühestens (!) im Jahre 2012 serienreif sein werden. Die Betonung liegt auf "frühestens".
Bis dahin stehen Verbrennungsmotoren und Stirlingmotoren als BHKW-Technologie zur Verfügung.
Und betreffend der angegebenen Wirkungsgrade bei GuD-Kraftwerke und Brennwertkessel:
Dies sind eher theoretische Werte. Kenne kein GuD-Kraftwerk in Deutschland mit realen 55% und nahezu keinen BW-Kessel, der über das Jahr wirklich 110% bringt.
Die Förderungen für kleinere BHKW-Anlagen wie das Mini-BHKW-Klimaschutz-Impulsprogramm sowie das KWK-Gesetz kann der Internetseite http://www.kwkg-novelle.de entnommen werden.

