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Atomkraft? - Nicht schon wieder! / Allgemeines

Stadtwerke Mainz und Entega blockieren Ökostromversorgung

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Beiträge (7 )
 
Bada schrieb am 02.04.2012 um 09:34
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Betreff: Stadtwerke Mainz und ENTEGA blockieren Ökostromvers orgung
Von: Bürger-Informationsnetzwerk gegen mediale Desinformation
<buerger-informationsnetzwerk@gramowski.de>
Datum: Fr, 30.03.2012, 22:09
An: buerger-informationsnetzwerk@gramowski.de
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*Stadtwerke Mainz und ENTEGA blockieren Ökostromversorgung*

Wer sich in Mainz von einem seriösen Ökostromanbieter mit Strom beliefern
lassen will, hat es derzeit schwer. Stromkunde Tobias Gramowski, zum 30.
Januar in eine neue Wohnung gezogen, verbrachte in den letzten Wochen mehr
Zeit am Telefon und am Computer, als ihm lieb ist. Zwei Monate brauchte es,
bis der Mainzer Bürger und Atomkraftgegner seinen Ökostromvertrag mit den
Elektrizitätswerken Schönau (EWS Schönau) genehmigt bekam. Die Stadtwerke
Mainz, der örtliche Netzbetreiber, hatte Gramowskis Ökostromanbieter die
Versorgung zwei Mal abgelehnt. Die Entega, der lokale Grundversorger,
wollte Gramowski beliefern. Aber Gramowski will kein Vertragsverhältnis mit
einem Versorger, der auch Atomstrom anbietet. "Die EWS bietet 100-Prozent
Ökostrom. Aber die Entega versuchte, mich in ein Vertragsverhältnis zu
zwingen."

Gramowski habe eine Ziffer bei der Zählernummer falsch angegeben, so
verteidigen die Stadtwerke Mainz die Ablehnung an Gramowskis
Stromversorger. Warum aber lehnen die Stadtwerke Mainz einem externen
Stromanbieter die Versorgung ab, ermöglichen diese aber gleichzeitig dem
lokalen Grundversorger? Und das gegen den Willen des Kunden? "Meinem
Versorger gegenüber wurde abgeleht, aber die Entega bekam offenbar alle
Informationen, die sie brauchte um mich zu beliefern." Atomkraftgegner
Gramowski vermutet eine Blockadepolitik gegen Ökostromanbieter. "Nach dem
vierfachen GAU in Fukushima sind so viele Menschen zu echten
Ökostromanbietern gewechselt, daß die Versorger, die auch Atomstrom in
ihrem Strommix anbieten, Probleme bekommen. Da ist ein Kampf um Kunden
entbrannt."

Dieser Kampf wird seitens der Entega hart geführt. "*Sie haben sich zu spät
gemeldet, die First ist abgelaufen, sie werden daher jetzt von uns
versorgt. Und sie verstehen sicher, daß wir davon nicht abgehen, denn auch
wir sind um jeden Kunden froh*", meinte eine Mitarbeiterin der
Entega-Reklamationsabteilung frech am Telefon.
Seit Gramowski die Presse eingeschaltet und einen Rechtsanwalt befragt hat,
sind solche Stimmen verstummt. Gestern erhielt er die Zusage durch seinen
Ökostromversorger. Die Belieferung wurde seitens der Stadtwerke Mainz und
der Entega jetzt ermöglicht.


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Bürger-Informationsnetzwerk gegen mediale Desinformation, 30.03.2012
    Dude schrieb am 02.04.2012 um 11:22
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    Ich frage mich, ob in diesem Fall nur Informiert oder auch gehandelt wird. Dieser Fall sollte der zuständigen Kartellbehörde und der Verbraucherzentrale gemeldet werden. Wurde das gemacht?

    Auch wäre es interessant zu wissen, wem die Stadtwerke Mainz gehören. Wenn sie der Stadt Mainz gehören, dann wäre es angebracht sich auch an die Parteien im Stadtrat zu wenden.

    Ich finde die Nachricht wichtig und das Verhalten der Stadtwerke Mainz unerhört. Dennoch fehlen mir einige Informationen zu dem Vorgang.

    Utopia-Team schrieb am 02.04.2012 um 11:41
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    Hallo bada, wir werden entega anschreiben und sie bitten, eine Stellungnahme abzugeben.

    P.S: Wenn man eine Frage auf dem Unternehmsprofil stellt, dann wird das Unternehmen direkt per Email über die neue Frage informiert

    Bada schrieb am 02.04.2012 um 14:54
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    Danke Utopia Team für eure Mitteilung und euer handeln!
    grüne Grüße

    ENTEGA schrieb am 05.04.2012 um 13:35
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    Hallo Utopisten, hallo Bürger-Informationsnetzwerk,

    wir möchten gern hierzu Stellung beziehen und einige hier aufgeworfene Behauptungen richtig stellen. Das Wichtigste vorweg: ENTEGA ist komplett atomstromfrei. Schon seit Anfang 2008 verzichten wir auf den Vertrieb von Atomstrom. Diese Aussage des Bürger-Informationsnetzwerks ist also nicht korrekt.

    Auch hindern wir unsere Kunden nicht daran, zu anderen Energieanbietern zu wechseln - so schade es ist, wenn sie sich für einen anderen Versorger entscheiden. Aber wir befinden uns in einem Wettbewerbsmarkt, in dem Wechsel an der Tagesordnung sind. Kunden in Vertragsverhältnisse zu zwingen, entspricht weder unserer Philosophie noch würde ein Anbieter damit langfristig Bestand auf dem deutschen Energiemarkt haben.

    Dass beim Kunden Tobias Gramowski der Eindruck entstand, der Wechsel würde versucht werden zu verhindern, ist letztlich auf folgendes zurückzuführen:
    Der Kunde hatte bei seinem Antrag an die EWS Schönau eine falsche Zählernummer angegeben. Die EWS Schönau konnte darum den Wechsel nicht sofort umsetzen und informierte darüber den Netzbetreiber, die Stadtwerke Mainz. Diese wiederum klärten nun die fehlerhaften Daten im Wechselantrag mit dem Kunden. So kam es zu einer Verzögerung im Wechsel.

    Zwischenzeitlich wurde der Kunde – unabhängig von diesem Vorgang - automatisch in die Stromgrundversorgung des ansässigen Grundversorgers aufgenommen, in diesem Fall ENTEGA. Da Mainz unser Grundversorgungsgebiet ist, haben wir hier die Pflicht, alle Kunden mit Strom zu versorgen. Das ist für alle Anwohner ein Vorteil: Denn die Grundversorgung sichert die kontinuierliche Versorgung mit Strom - auch bei einem Kunden ohne Versorger und ohne Vertrag.

    Ein Verbraucher, der keinen gesonderten Anbieter wählt oder gerade keinem Lieferanten vertraglich zugeordnet ist, da z. B. die Vertragsmodalitäten noch nicht abgeschlossen sind, wird also automatisch in die Grundversorgung aufgenommen, damit keine Lücke in seiner Stromversorgung entsteht. Dafür führen wir regelmäßig so genannte "Leerstandsrecherchen" durch. Hier überprüfen wir, ob ungenutzte Anschlüsse vorliegen oder Stromanschlüsse ohne Lieferantenvertrag genutzt werden.

    Es hat also niemand den Wechsel zur EWS verhindert oder Kunden in unerwünschte Vertragsverhältnisse gezwungen. Durch die Verzögerung aufgrund der fehlerhaften Zählernummer wurde der Kunde erst einmal automatisch in der Grundversorgung von ENTEGA aufgenommen, um seine Versorgung sicherzustellen. Sein Wechsel zu EWS ist im Übrigen mittlerweile vollzogen.

    Viele Grüße

    Ihr Entega Team

    Bada schrieb am 05.04.2012 um 14:35
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    Danke Utopia, für eure Afrage an Entega.


    @Entega-Team

    Sie liefern keinen Atomstrom,das ist mir auch bekannt. Da sie aber immer noch mit Eon verbunden sind, einem Kohle- und Atomkonzern, fliesst das Geld der Stromwechsler immer noch in die falschen Kanäle. Dehalb gilt unverändert, wenn ein Wechsel wirklich etwas bewirken soll, dann bitte nur zu den Anbietern, die
    www.atomausstieg-selber-machen.de empfiehlt

    mela schrieb am 05.04.2012 um 15:11
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    @Entega
    Danke für die ausführliche Stellungnahme, erscheint mir plausibel und der Vorgang ist m.E. völlig normal. Wenn jemand die Zählernummer nicht korrekt angibt, ist das ja nicht Schuld von Entega.
    Die Aussage des Informationsnetzwerks

    "Warum aber lehnen die Stadtwerke Mainz einem externen
    Stromanbieter die Versorgung ab, ermöglichen diese aber gleichzeitig dem
    lokalen Grundversorger? "

    zeugt für mich von Unkenntnis, denn dass ein Kunde immer automatisch vom Grundversorger versorgt wird (auch ohne dass er korrekte Nummern angibt), sollte bekannt sein.

    Dass ein Wechsel nur bei korrekt ausgefülltem Antrag stattfindet, oder dass es bei unrichtigem Ausfüllen Verzögerungen gibt, finde ich auch normal.
    Man kann von einem Unternehmen doch nicht verlangen, dass es unbezahlten Mehraufwand leistet (sprich die korrekte Zählernummer herausfindet und vielleicht nochmal den Kunden anfragt, ob der Wechselantrag tatsächlich von ihm stammt) um einen Kunden loszuwerden. Da wäre es ja dumm.

    viele Grüße!
    mela


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