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Der Pakt mit dem Panda Doku über Greenwashing
Im Juni 2011 zeigte die ARD die Dokumentation Der Pakt mit dem Panda: Was
uns der WWF verschweigt. Die größte Umweltschutzorganisation der Welt
kam darin nicht besonders gut weg. Auch bei der Reaktion auf den Film
stellt sich die Organisation nicht gerade geschickt an. Ein eilig online
gestellter Faktencheck wird derzeit schon wieder zerpflückt. Nun rufen
die Kritiker sogar via Wiki á la Guttenplag zur gemeinsamen Aufklärung
auf.
Die aufschlussreiche Doku Der Pakt mit dem Panda: Was uns der WWF verschweigt
des dreifachen Grimme-Preisträgers Wilfried Huisman lief, wie nicht
anders zu erwarten, natürlich spät am Abend um 23.30 Uhr. Dennoch
schlägt der Film erstaunlich ohne Wellen, was wohl auch dem brisanten
Thema geschuldet ist. Die stets in den Medien präsente Organisation WWF
kennen die meisten von uns dank zahlreicher Kooperationen mit
Zeitschriften wie der Micky Maus schon seit Kindheitstagen, und auch als
Erwachsene begleitet uns der Panda zum Beispiel als Partner von
Krombacher (“Trinken für den Regenwald”). Bei der breiten Bevölkerung
genießt die Organisation also einen Vertrauensvorschuss. Was aber, wenn
hinter der Fassade einiges im Argen liegt? Huisman geht vor allem den
monetären und informellen Verbindungen zur Palmöl- und Gensaat-Industrie
á la Monsanto nach und deckt auf, dass die vom WWF vergebenen
Unbedenklichkeitssiegel vor allem der Industrie, aber kaum den Orang
Utans oder indigenen Völkern nützen.
Wer den Film verpasst hat, hat noch knapp zwei Wochen Zeit, ihn sich in der ARD Mediathek unter Dokumentation anzusehen.
http://www.wwf.de/themen/huismann-kritik-pakt-mit-dem-panda-faktencheck/diskussionsplattform-huismann-film/
unter dem o.g. Link konnte jeder bis vor kurzem einen Kommentar hinterlassen oder Fragen stellen.. Diese Seite wurde nun deaktiviert. Das sagt ja einiges oder?
@Bada
das die die Kommentarfunktion über Nacht deaktiviert haben, will ich denen jetzt mal nicht direkt als böse Absicht vorwerfen. Die Leute beim WWF, die die unschöne Aufgabe haben diese Diskussione betreuen zu müssen (was denen äußerst schlecht gelingt) wollen auch mal schlafen und wenn die die Diskussion die ganze Nacht offen lassen, dann haben die morgen früh mehrere hundert Beiträge dort stehen, die die rein Zeitlich unmöglich alle noch nachträglich lesen können. Und bei der derzeitigen Stimmung sind da einige mehr als nur unfreundliche Texte zu erwarten.
Also erst mal bis morgen früh abwarten, ob die wieder online gehen.
Mein Vertrauen ist grundlegend erschüttert. Vor allem die Reaktionen des WWF und seine Hilflosigkeit lassen eine Menge Parallelen zu anderen internationalen Konzernen deutlich werden.
Vor allem frage ich mich wie immer: Aus welchem Grund sollte ein Journalist einen solchen Beitrag bringen und ihn manipulieren und nicht auf Tatsachen stellen. Ich kann mir niemanden vorstellen, der dem WWF eins auswischen will, weil er sich für den Regenwald einsetzt.
Von diesem Film hat keiner der großen etablierten Industriezweige etwas, ich sehe überhaupt kein marktwirtschaftliches Interesse, was diesen Film gesteuert haben kann. Ich nehme ihn ernst und fordere jeden Menschen, der sich für den Regenwald einsetzt auf, all sein Engagement für den WWF so schnell wie möglich einzustellen. Krombach sollte beispielsweise seine Kooperation mit dem WWF sehr gründlich prüfen und mögichst schnell Abstand nehmen um nicht selbst schaden zu erleiden. Gleiches gilt für Ecosia und alle anderen Partner des WWF
Den Film gibt's natürlich auch auf youtube: http://www.youtube.com/watch?v=sNEEHSorTZk&feature=feedf
@elisaunbekannt
> Vor allem frage ich mich wie immer: Aus welchem Grund sollte ein
> Journalist einen solchen Beitrag bringen und ihn manipulieren und
> nicht auf Tatsachen stellen.
Naja, der Film wird ja nicht aus langeweile hergestellt, sondern der Produzent und das ganze Filmteam wollen damit Geld verdienen. Und das geht nur, wenn der Film auch wirklich gesendet wird.
Das verführt schon dazu, den Film möglichst reisserisch zu produzieren und z.B. durch geschicktes zusammenschneiden von Interviews einen ganz bestimmten Eindruck des Interviewpartners zu erzeugen. Möglichkeiten der Manipulation - ohne dabei direkt zu lügen - gibt es bei solchen Produktionen genug und daher solte man das ganze ruhig mit etwas Mißtrauen betrachten.
Aber selbst, wenn von dem Film 33,3% übertrieben oder gar falsch sein sollten - die restlichen 66,7% sind mehr als ausreichend, um die Glaubwürdigkeit des WWF vollständig zu ruinieren.
Zumal die Gesamtreaktion des WWF auf die derzeitige Diskussion ein PR-Gau ohnegleichen ist. Das übertrifft fast noch das Versagen der TEPCO-Pressestelle nach der Katastrophe von Fukushima.
ich war und bin auch verstört, über das offensichtliche Lobbying vom WWF in Argentinien und auch die Kooperation mit Wilma in Indonesien. Leider sind es Tatsachen die die Doku aufdeckt!!!

